Kadett Artiom NoubarIan

    Kadett Artiom NoubarIan

    Ein kleines Text um ein Gefühl für den guten Artiom zu entwickeln...

    ----------------------------------------------------------------------------------------------------------

    <RPG>
    Ort: Artioms Quartier / USS Edison
    Zeit: MD 20.1736

    Das kalte Wasser holte ihn zurück. Gebückt stand Artiom einfach nur da und genoss das kalte Wasser, das einen feuchten Film auf seinem Gesicht hinterließ. Seine Augen waren geschlossen. Er versuchte die Alltagsgedanken für einen Moment zu Seite zu schieben, bis er merkte das es zwecklos war.

    Er griff nach dem Handtuch das neben dem Waschbecken bereit lag. Schweigend trocknete er sein Gesicht. Als aufblickte streifte sein Blick den Spiegel. Einen kurzen Moment verharrte er in dieser Pose. Alt sah er mittlerweile aus. Seine Haut wirkte eingefallen. Die Schmerzen hatten ihre Spuren hinterlassen. Mit fahriger Hand strich er über seine Wangenknochen, die Haut spannte unangenehm.

    // Es lag nicht in deiner Hand. Du hast versucht sie da raus zu holen // schoss ihm immer wieder durch den Kopf.

    // Aber sie wären noch am Leben hättest du anders entschieden. Sie könnten hier an deiner Stelle stehen. // Immer wilder kamen die Gedanken zurück.

    [Brücke an Ens. Noubarlan. Bitte melden sie sich umgehend beim diensthabenen Offizier.]

    Artiom drehte sich schnell um. Was war los? Der EO hatte ihn doch grade erst aus der Schicht entlassen damit er sich etwas ausruhen konnte.

    "Brücke, habe verstanden. Sagen sie Cmdr. Grouhkk das ich auf dem Weg bin. Noubarlan Ende"

    [Ens. Nouberlan, hier spricht Lt. Serkis. Treffen sie mich in meinem Büro. Serkis Ende]

    Ah, der 2O also. Artiom musste lächeln. Der zweite Offizier war zwar ein Hitzkopf, aber ein sehr gerechter Mensch. Vielleicht machte ihn dies zu einem guten Offizier. Obwohl dieser eigentlich als CINC seinen Dienst verrichtete schlug der sonst sehr auf Maschinen aller Art fixierte Serkis sich gut beim befehligen von Menschen.

    Artiom gestattete sich einen letzten Blick in den Spiegel. Immer noch etwas grau um die Nase schauten ihn zwei immer gleichbleibende rehbraune Augen entgegen, die nicht verrieten was für ein Chaos hinter ihnen herrschte.

    Mit einem seufzen betrat Artiom den Black Widow Injektor, den kubusförmigen Apparat, der die Gerätschaften enthielten, die ihn am Leben hielten. Dieses Sondermodell behandelte seit mehr als zwei Jahren seine siechende Krankheit, die sich durch die Prozedur aufzuhalten schien.
    Es war ein absolutes Previleg, aber auch eine Notwendigkeit das er den Apparat hier installieren hatte dürfen. Die enormen Energiekosten waren deutlich über dem normalen Mass. Aber der EO hatte sich erweichen lassen, da durch diese Installation eine komplette Stelle auf der Krankenstation weggefallen war.

    Atiom schloss die Tür und legte die Fixierung an. Im sitzen war die Prozedur leichter zu ertragen. Die ersten Prototypen waren ohne Sitzgelegenheit gewesen und regelmäßig musste Artiom aus dem Gerät befreit werden weil er beim Injektionsvorgang das Bewusstsein verloren hatte. Durch die sitzende Haltung war die Gefahr deutlich geringer. Mitterweile war der ganze Vorgang für ihn zur Routine geworden.

    Nach dem Systemcheck aktivierte Artiom die erste Phase. Der Injektionsstift erwachte brummend zum leben. Wie immer war die erste Phase die schlimmste. Als das Medikament in seinen Körper raste biss Artiom die Lippen aufeinander. Der Schmerz ebbte nach 10 Sekunden ab, nur das dumpfe Gefühl und die Benommenheit blieben.

    Nach 10 Minuten war der gesamte Vorgang beendet und Artiom entfernte die Fixierung. Prüfend blickte er an sich herunter. Sein ganzer Körper war von roten Linien überzogen, dort wo der Injektionsstift die Haut berührt hatte. Die Rötung würde nach einer halben Stunde verfliegen. Gott sei Dank musste er bis jetzt nur einmal am Tag diese Behandlung über sich ergehen lassen. Lieber würde er sich die Zunge abbeissen als jemandem von dieser Krankheit zu erzählen. Er hatte Dr. Brunner mehrmals an ihre ärztliche Schweigepflicht erinnert, wenngleich diese immer wieder versichert hatte das eine solche Erkrankung keineswegs etwas sei für was man sich schämen müsse.

    Immer noch mit einem tauben Gefühl in den Knochen streifte Artiom die Uniform über. Seine Gedanken waren während der ganzen Behandlung zu den Ereignissen der letzten Tage gewandert. Irgendwie hatte er den Schmerz, der seinen Körper vorher befallen hatte als positiv und richtig empfunden. Nun, schmerzfrei kamen die Gedanken zurück.

    Er strich noch einmal über seine Uniform, bevor er sein Quartier in Richtung Maschinenraum verlies.



    Ort: Maschinenraum / USS Edison
    Zeit: MD 20.1805

    Der Maschinenraum glich eher einem Ameisenhaufen. Nirgendwo war das Ausmaß des Angriffs so direkt zu sehen wie hier. Wie ein krankes Tier lagen die Armaturen frei und ein ganzes Heer von Technikern rannte in höchster Eile durch die Gegend. Die extreme Geschäftigkeit hatte etwas hypnotisches. Den umlaufenden Menschen aus dem Wege gehend schritt Artiom in dem Raum hinein.

    Am anderen Ende des Raumes lag das Büro des Chefingenieurs, der Ort wo sich dieser nur in absoluten Notfällen aufhielt. Eiligen Schrittes ging Artiom darauf zu. Die Türen öffneten sich mit einem leisen Zischen. Über seinen Schreibtisch gebeugt wandte der zweite Offizier ihm beim eintreten den Kopf zu. Seine Stellvertreterin nickte Artiom kurz zu und verschwand dann Anweisungen gebend durch die Tür.

    "Ah Fähnrich. Da sind sie ja. Wie geht es ihnen?"

    "Danke. Ich habe mich nur kurz frisch gemacht Sir." erwiderte Artiom. Unruhig blickte er umher. // Worum geht es hier eigentlich? //

    Ihn weiter intensiv musternd legte Serkis das Padd aus der Hand, in das er eben noch zusätzliche To-Do- Listen geschrieben hatte. Mit einem aufseufzen setzte er sich auf den Schreibtisch und fuhr sich durch die Haare. Er wandte sich Artiom direkt zu.

    "Die letzten 12 Stunden waren für uns alle eine extreme Belastungsprobe. Es ist für einen Offizier immer das Schwerste Befehle zu geben, die das Leben der eigenen Männer gefährden. "
    Artiom schluckte. Er musste sich zwingen den Blick des Anderen standzuhalten.

    "Gerade für einen jungen Offizier wie sie einer sind, ist die Verantwortung sicher eine große Last.", fuhr der zweite Offizier fort, während er sich mit der Hand kurz den nichtvorhandenen Staub von der Uniform wischte. Es war immer schwierig über Gefühle zu sprechen, gerade mit einem fast Unbekannten....

    </RPG>

    Ball an Mac!


    Nur kurz zur Info, Artiom würde freiwillig nicht über das "medizinische Problem" sprechen. Er würde dies zu diesem stadium Abblocken. Vielleicht später....



    <SUM>

    Ort: Artioms Quartier / USS Edison
    Zeit: MD 20.1736

    Artiom kämpft mit seinen Gefühlen nach seiner ersten Schlacht in der er eigene Männer in den Tod schicken musste. Außerdem injiziert er sich das Medikament das ihn am Leben hält. Er wird von vom zweiten Offizier Lt. Serkis in den Maschinenraum berufen.

    Ort: Maschinenraum / USS Edison
    Zeit: MD 20.1805

    Im Maschinenraum nimmt sich der zweiter Offizier seiner an und beginnt ein Gespräch über erste Schlachten, erste Tote, was droht persönlich zu werden...
    </SUM>

    submitted by
    Sammy J.
    aka
    Cdt1. Artiom NoubarIan
    Positionslos
    Sorry das ich erst jetzt dazu komme aber besser spät als nie :)

    <RPG>

    # Zeit: MD 20.1810
    # Ort: USS Edison / Maschinenraum

    Serkis beobachtete den jungen Mann eingehend. Die stramme beinah verkrampfte Haltung, das leichte unbewusste zucken um die Lippen. Nein die Vorfälle hatten Artiom nicht kalt gelassen, das konnte Serkis sehen. In gewisserweise war der 2O darüber erleichtert. Er hatte andere erlebt die über solche Erfahrungen mit einem Schulterzucken hinweg gegangen waren. Bei Artiom war dies nicht der Fall, auch wenn er sich Mühe gab es nicht zu zeigen.
    "Ich habe mein Bestes gegeben, Sir." erklärte Artiom nach ungewohnt langer Stille. Ein Floskel und doch passend. Er hatte getan was er konnte. Oder nicht? Wäre es vielleicht anders gewesen ohne seine Krankheit?
    "Das haben sie in der Tat, Ensign. Ich habe die Berichte gelesen ... Das ändert jedoch nichts an den Tatsachen das sie Leute verloren haben, Leute unter ihrem Kommando. Auf der Akademie versucht man darauf vorzubereiten doch wirklich erfahren was dies bedeutet wird man erst wenn es wirklich erlebt hat und jeder hat seine eigene Art damit umzugehen." fuhr Serkis fort.
    Artiom ließ ein leichtes Stirnrunzeln erkennen während er sich fragte worauf der 2O überhaupt raus wollte.

    "Falls sie wissen wollen ob ich bereits einen Termin bei einem Counselor habe lautet die Antwort ja, Sir." gab Artiom etwas unverblümt zurück und der Reaktion des 2O nach zur urteilen hatte er diesen damit überrascht.

    "Nein eigentlich wollte ich ... " begann der 2O und seufzte. "Ich will das sie wissen das wir ihnen dankbar sind für die gute Arbeit die sie getan haben gerade weil sie nicht einfach war. Auch wenn sie manchmal noch grün hinter den Ohren sind haben die vergangenen Ereignisse gezeigt das wir uns auf sie verlassen können, Ensign."

    Das Stirnrunzeln bei Artiom vertiefte sich noch etwas mehr.

    "Danke, Sir. Das .. wäre nicht nötig gewesen." erklärte der junge Ensign nachdenklich.

    "Doch das war es. Ich will das sie das wissen ehe sie uns verlassen." merkte Serkis an und nun waren deutliche Fragezeichen in Artioms Gesicht zu sehen.

    "Sir?" fragte er alarmiert während Serkis ein weiteres PADD von seinem Schreibtisch nahm und es Artion reichte.

    "Das kam vor einigen Stunden. Wir werden Deep Space 9 anfliegen um dort unsere Reparaturen abzuschließen. Da wir mehrere Wochen auf Eis liegen werden hat das Flottenkommando beschlossen das sie als TAK/CSO auf die USS Hephaistos versetzt werden. Ich will das sie wissen das diese Versetzung nichts mit den vergangenen Ereignissen zu tun hat sondern wir alle - auch die Captain sehr stolz auf sie und ihre Leistungen sind. Wir verlieren sie verdammt ungern und die CO hat versucht diese Versetzung rückgängig zu machen. Allerdings sitzt das Flottenkommando hier am längeren Hebel. Tut mir Leid Artiom." erklärte der Lieutenant während er Artiom das PADD mit den Versetzungsbefehlen reichte.
    Artiom nahm das PADD entgegen und fühlte sich seltsam betäubt. Er wurde versetzt auf ein anderes Schiff. Einfach so. Ohne wirkliche Erklärung. Die Tatsache das der 2O ihm zum ersten Mal beim Vornamen nannte nahm er dabei kaum zu Kenntnis. Irgendwie wusste er nicht wie er darauf Antworten sollte und er versuchte sich zu sammeln während er auf die Zeilen in dem Versetzungsbefehl starrte.

    </RPG>

    <SUM>

    # Zeit: MD 20.1810
    # Ort: USS Edison / Maschinenraum
    Der zweite Offizier überbringt Artiom eine überraschende Neuigkeit.

    </SUM>

    --

    submitted by

    Mac
    Take my love, take my land
    Take me where I cannot stand
    I don't care, I'm still free
    You can't take the sky from me