Kadett Dorn

    Kadett Dorn

    Servus Tom

    Hier kannst du deine Bio posten und deine ersten RPGs in der SFG schreiben. :)
    Ja, meine Damen und Herren, wenn alle Stricke reißen, dann kann man sich nicht mal mehr aufhängen
    Johann Nepomuk Eduard Ambrosius Nestroy

    "Eine versaute Fantasie ist ein unendliches Fest!"
    W. Shakespeare

    "Wir sind im Auftrag des Herren unterwegs."
    Blues Brothers
    <RPG>

    # Ort: unbekannt
    # Zeit: unbekannt

    Die Sonne senkte sich langsam den Horizont entgegen und tauchte den Himmel in leuchtende orangene und rote Farben. Ihre Hitze schien ihn zum Glühen zu bringen und trotz der Wärme, die er ausstrahlte, schien es Lizzy zu frösteln.

    Edmund nahm die Jacke seiner Uniform und legte sie über ihre Schultern und fast augenblicklich schmiegte sich Lizzy in sie hinein und damit in seine Arme, als sie auf einer grünen Wiese unter einer uralten Eiche saßen.

    Sie hatte ihren Blick auf die untergehende Sonne gerichtet, die gerade das Meer entflammen zu schien, doch Edmund konnte seinen Blick nicht von ihrem mit Punkten gesprenkelten Hals nehmen. Mit seinem Zeigefinger strich er sacht über die Haut des Trills und spürte wie sich Lizzy entspannte. Seine Finger folgten dem Muster von ihrer Stirn über die Schläfen zu ihrem Hals, verharrten dort einen Augenblick bevor sie den Kragen ihrer Uniform berührten.

    // Sie duftet so verdammt herrlich. //

    Seine Nase folgte ihrem Geruch bis er sie fast berührte. Er atmete tief ein und schloss die Augen, versuchte den Augenblick als Ganzen für immer einzufangen und festzuhalten. Einen Moment, den kein Fotoalbum oder Holodeck je würde wiedergeben können.

    Lizzy regte sich in seinem Arm und legte ihren Kopf auf seine Brust. Die Sonne war bereits schon halb im Meer versunken als sie sich auf den Rücken drehte und ihn lächelnd ansah.

    "Dieser Moment ist perfekt Eddo. Ich wünschte er würde nie vergehen."

    Edmund nickte. Er nahm ihren Kopf zwischen seine Hände und beugte sich zu ihr herunter. Er würde sie jetzt küssen. Der erste und wichtigste Kuss. Der Kuss, an den sie sich für immer erinnern würden. Er schloss seine Augen und seine Lippen waren nur noch wenige Zentimeter von den ihren entfernt...

    # Ort: Akademie, Quartiere
    # Zeit: MD 1.0152

    Ein lautes und nervtötendes und stetig lauter werdendes Piepen zerriss die Stille.
    Edmund riss die Augen auf. Er drehte seinen Kopf hin und her und versuchte die Situation zu erfassen. Sein Kommunikator lag auf seinem Nachttisch, daneben ein kleines blinkendes Mini-PADD.
    Sofort schoss das Adrenalin in seinen Körper und von einem Augenblick zum anderen war er hellwach.

    "Ach nee, nicht schon wieder!", murmelte Thorsten.

    Thorsten drehte sich in seinem Bett um und zog das Kopfkissen über seinen Kopf und versuchte weiter zu schlafen. Daniel stützte sich kurz auf seine Ellenbogen und sah ihn mit müden Augen an, bevor er wieder in sein Bett zurück fiel.

    Edmund schlüpfte so schnell es ging in die bereit liegenden Sachen, griff nach Kommunikator und PADD und stürzte aus seinem Zimmer. Noch im Laufen steckte er den Kommunikator an seine Brust und warf einen ersten Blick auf sein PADD.

    [BMA HOLODECK 5]

    // Na klasse, ausgerechnet jetzt! Und dann auch nur eine Brandmeldeanlage. //

    Trotzdem rannte er so schnell es ging den Korridor hinunter, rutschte am Treppengeländer zwei Etagen tiefer, folgte dem Korridor, bog zwei mal ab und befand sich augenblicklich in einer kleinen aber belebten Halle wieder.

    # Ort: Akademie, Feuerwache
    # Zeit: MD 1.0154

    Mit ihm zusammen stürmten Frank und Timo in die Halle zu den mit ihren Namen beschrifteten Spinden. Die eben noch hastig angezogenen Sachen wurden nun genauso hastig wieder auf den Boden geworfen, während sie in ihre Einsatzuniformen schlüpften. Es dauerte keine zwei Minuten, da hatte er sich in Hose, Stiefel und Jacke gezwängt, griff Gurt und Helm und sprang in das bereitstehende Shuttle. Neben ihm saßen dort bereits schon Carmen, Mo und Kha'Thak. Trotz der Aufregung und der fühlbaren Angespanntheit lächelten sie sich einander an, ein kurzer Gruß, für den keine weiteren Worte notwendig waren. Wenige Sekunden später zwängten sich auch Frank und Timo in das Shuttle, dass kurz darauf mit maximaler Beschleunigung seinen Hangar verließ und mit Blaulicht und Sirene in die Nacht hinein fuhr.

    # Ort: Feuershuttle
    # Zeit: MD 1.0157

    "Angriffstrupp ausrüsten!", bellte Kha'Thak.

    Der Befehl des Gruppenführers ging im allgemeinen Lärm fast unter, doch die Mannschaft wusste was zu tun war. Edmund griff eine Sauerstoffmaske, zog sie fest über sein Gesicht und versiegelte den Rest des Kopfes mit einer feuerfesten Haube. Seine Arme schlüpften in die Gurte einer Sauerstoffflasche, die in der Rückenlehne des Sitzes eingelassen war und zog die Bebänderung fest.

    Zischend hörte er seinen Atem aus der Maske entweichen und nickte zufrieden. Ein Blick auf seinen Kameraden bestätigte ihm, dass Mo ebenfalls bereit war. Sie nickten einander zu, ihr Zeichen, dass sie sich aufeinander verlassen konnten.

    "Gibt es schon nähere Informationen?", fragte Carmen nach vorn.
    "Nein. Wir werden es als erste erfahren.", war die knappe Antwort.

    # Ort: Akademie, Holodeck 5
    # Zeit: MD 1.0201

    Sie erreichten das Holodeck knappe zehn Minuten nach der Alarmierung. Weit und breit waren weder Rauch noch Flammen zu sehen und Edmund entspannte sich wieder etwas.
    Kha'Thak verließ das Shuttle und verschwand für einige Minuten hinter den Türen des Holodecks.

    "Mensch und ich hätte jetzt so schön in meinem Bett liegen können. Hoffentlich ist Sally nachher noch da, wenn ich zurück komme."
    Timo grinste bis über beide Ohren und Carmen verdrehte ihre Augen.

    "Das wird schon Großer!"
    Frank tätschelte sein Knie und schenkte ihm ein bemitleidenswertes Lächeln.

    Edmund schüttelte den Kopf. Aber so waren die Jungs nun mal. Immer nur das Eine im Kopf.

    Kha'Thak kehrte zurück und betrat das Shuttle.

    "Jungs, falscher Alarm. Irgend so ein dämlicher Techniker hat seinen Kompressor gefüllt. Mit Wasser aus der Löschleitung..."

    Sie wussten was das bedeutete. Wenn das System einen Druckabfall in der Löschleitung registrierte, ging es davon aus, dass die Sprinkleranlage angegangen war. Die Folge war eine automatische Alarmierung der Feuerwache.
    Auf der anderen Seite hieß es aber auch, dass sie demnächst bald wieder in ihren Betten liegen und versuchen konnten den Rest der Nacht zu schlafen.

    # Ort: Akademien, Quartiere
    # Zeit: MD 1.0253

    Nachdem sie wieder zurückgekehrt und sich wieder umgezogen hatten, hatten sie noch ein schnelles Bier getrunken und sich wieder voneinander verabschiedet.

    Thorsten und Daniel lagen schnarchend in ihren Betten. Sie hatten nicht einmal mitbekommen, wie er wieder zurück gekommen war. Nun lag Edmund langstreckt in seinem Bett. Hellwach. Wie sollte er jetzt noch einschlafen können?
    Ein Blick auf die Uhr zeigte ihm an, dass er nur eine Stunde weggewesen war, doch das änderte nichts an der Tatsache, dass er morgen eine Prüfung vor sich hatte.

    // Na das wird schon werden. //

    Er kannte den Stoff, mehr oder weniger zumindest. Doch alles was er bis jetzt nicht wusste, würde er sowieso nicht mehr in sich hinein bekommen. Da hieß es einfach das Beste aus der Situation zu machen.

    Noch während er darüber nachdachte und den Stoff in seinem Kopf noch einmal durchging, bemerkte er nicht wie er langsam aber sicher in einen diesmal traumlosen Schlaf hinüber glitt.

    </RPG>

    <NRPG>
    Ich muss zugeben, ich habe keine Ahnung ob es eine Feuerwehr überhaupt noch gibt, wenn nicht wird das Ganze halt ein Sicherheitsalarm.
    Immerhin befindet sich die Akademie auf der Erde, wo nicht immer einfach nur ein Schott geschlossen werden kann. :)
    </NRPG>

    <SUM>
    # Ort: unbekannt
    # Zeit: unbekannt
    Eddo träumt von einem Trill Lizzy, wird jedoch unsanft geweckt, bevor er sie küssen kann.

    # Ort: Akademie, Quartiere
    # Zeit: MD 1.0155
    Ein Alarm reißt Edmund aus dem Schlaf und er stürmt Hals über Kopf aus seinem Zimmer.

    # Ort: Akademie, Holodeck 5
    # Zeit: MD 1.0201
    Es gab einen Fehlalarm, aufgrund eines Druckabfalls in der Löschleitung.

    # Ort: Akademien, Quartiere
    # Zeit: MD 1.0253
    Der nächtliche Ausflug ist beendet und Eddo versucht wieder Schlaf zu finden.
    </SUM>

    ---
    submitted by
    Tom aka Cdt. Eddo
    Da ich grad einfach ein bißchen Zeit habe... ;)

    <RPG>

    # Ort: Akademie, Gang
    # Zeit: MD 2.0755

    Noch etwas müde von dem nächtlichen (ungebetenen) Intermezzo gingEdmund den Gang entlang zu seiner Prüfung. Das Zimmer, wo er sich melden sollte, lag noch drei Türen entfernt. Er hatte sich so gut es ging vorbereitet, auch wenn ihm sicherlich nicht schaden würde, wenn er etwas wacher wäre. Leider half der Kaffebecher in seiner Hand dabei nur geringfügig weiter. Nach dieser Nacht hätte er mindestes zwei starke Espresso gerbaucht, aber dafür war heute früh keine Zeit mehr gewesen. Er sah auf seinen Chronometer: die Prüfung war um 0800. Er lag also gut in der Zeit.

    Mit einem Schmunzeln erreichte er den Prüfungssaal. Dann gefror das Grinsen auf seinen Lippen plötzlich. In klaren, leuchtenden Buchstaben stand an der Tür:
    [Die Prüfung findet heute in Raum 5C, 2. Etage, Riker Building statt. Gez. RAdm. Solvinnen.]
    "Was zum...?" entwich es Eddo. Wieso hatte ihm denn keiner Bescheid gesagt?
    Das Riker Building lag auf der anderen Seite des Campus. Wie sollte er nun rechtzeitig dort hingekommen?

    # Ort: Shuttle
    # Zeit: MD 2.0758.02

    "Du weißt, dass ich dafür Ärger bekommen kann?" fragte die vertraute Pilotin mit hochgezogenen Augenbrauen.
    "Ich weiß, Carmen. Aber bitte, ich darf nicht zu spät zu dieser Prüfung kommen. Du hast auch was gut bei mir, versprochen!"
    Seine Kameradin lächelte.
    "Dein Glück, dass ich gerade von meiner Schicht komme und ohnehin das Shuttle noch zurück in den Hangar bringen muss. Den kleinen Umweg werde ich schon irgendwie erklärt bekommen. Aber dafür will ich eine richtige Entschädigung! Verstanden, Eddo, eine richtige? Diesmal kommst du mit einer Einladung auf ein Bier nicht davon."
    "Ja, verstanden! Du bekommst alles, was du willst." erwiderte Edmund etwas gehetzt und mit leicht panischem Blick. "Aber kannst du nicht noch etwas schneller fliegen?"
    "Ich kann was Besseres.... ich werf dich gleich an deinem Prüfungsort ab."

    # Ort: Riker Building, 2. Etage, Raum 5

    Eine Minute und 40 Sekunden später materialiserte Dorn vor dem angegebenen Raum. Er hatte gerade noch Zeit, sein Uniformoberteil zurecht zu rücken, bevor die Tür aufzischte und ein 1,87m großer Rearadmiral, um die 60 und mit rotblondem Vollbart, ihn mit einem abschätzigen Blick bedachte.
    "Ah, Mr. Dorn, nehme ich an. Schön, dass Sie uns auch noch beehren."
    Der Skandinavier bat ihn herein und Eddo gesellte sich zu den anderen acht Prüflingen, die in einer Reihe standen.
    "Da wir nun vollzälig sind, können wir mit der Prüfung beginnen." begrüßte Solvinnen die Anwesenden, dabei tippte er auf seinen Kommunikator. "Raum 5 verriegeln, Aufzeichnung starten."

    Edmund hatte keine Ahnung mit wem der Admiral da sprach, aber er nahm an, dass irgendwo jemand in einem Kontrollzentrum saß und seine Anweisungen ausführte. Eddo hob fragend die Hand.
    "Ja, Mr. Dorn?"
    "Sir, warum wurde die Prüfung hierher verlegt, Sir?"
    Die anderen Prüflinge warfen Eddo komische Blicke zu. Entweder kannten sie die Antwort bereits oder aber sie trauten sich nicht, selber zu fragen. Er versuchte sie zu irgnorieren.
    "Das hängt mit Ihrer Aufgabe zusammen. Statt der anberaumten theoretischen Prüfung, werden Sie heute einen Praxistest ablegen." Solvinnen wandte sich ab, ließ seinen Blick über die anderen gleiten und wollte mit der Beschreibung des Testes fortfahren.

    "Warum, Sir?"
    Ruckartig drehte sich der Admiral wieder zu Eddo. Der hatte das Gefühl, von den Augen des Admirals regelrecht durchbohrt zu weden. Tapfer hielt Edmund dem stand.
    "Weil..." begann Solvinnen gedehnt. "Ihr Prüfer, Captain Gates, ausgefallen ist und ich nun die Prüfung übernehmen. Und ich habe mich für einen Praxistest entschieden. Sonst noch Fragen?"
    Eddo schüttelte kaum merklich mit dem Kopf. Auch die anderen Kadetten verneinten die Frage.
    "Gut, dann können wir ja fortfahren."

    Edmund konnte nicht ahnen, dass ihr Prüfer ein Ex-Agent des Flotten Geheimdienstes und nicht der aller geduldigste seiner Art war. In früheren Zeiten hätte Einan Solvinnen ihm wohl möglich einfach mit den bloßen Händen den Kopf abgerissen. Aber zum Glück standen sie alle nun unter Beobachtung und es war wohl auch besser so, dass Eddo von all dem nichts wusste.
    Der Admiral teilte jedem Kadetten ein Padd aus.
    "Sie sollen heute mit Hilfe wissenschaftlicher Daten etwas finden. Was Sie finden sollen, steht auf ihrem Padd. Als Ausgangspunkt haben Sie nur die daraufbefindlichen Daten zur Verfügung. Sie können aber während der Prüfung auf die Datenbank der Flotte zugreifen. Sie haben für diese Aufgabe 45 Minuten Zeit. Ab jetzt."

    Der Admiral sah auf seinen Chronometer und gab dann einen Befehl in seinen Kommunikator: "Programm starten."
    Augenblicklich erhob sich über ihren Köpfen eine dreidimensionale Holografie des Weltalls. Genauer gesagt, des Argelius Sektors. Edmund überflog die Daten auf seinem Padd.
    Er sollte einen Neutronenstern finden und zwar in Planquadrat G7. Eddo blickte auf in das Gewirr aus Sternen, Nebeln und Planeten über ihm und suchte Planquadrat G7. Er fand ihn auch recht schell, doch was dort nicht zu sehen war, war ein Neutronenstern. Eigentlich war dort überhaupt nichts zu sehen, auße ein paar unbedeutende Planeten.

    Eddo blickte wieder auf sein Padd. Wie fand man einen Stern, der unsichtbar war?

    </RPG>


    <SUM>
    Tag 2 an der Akademie: Edmund verpasst fast seine Prüfung und muss sich dann mit einem mürrischen Admiral und verschwundenen Sternen befassen. Und das alles ohne einen richtigen Kaffee.
    </SUM>

    So, etwas zum Grübeln damit dir nicht langweilig wird.

    submitted by
    Friederike aka RAdm. Solvinnen

    <RPG>

    # Ort: Riker Building, 2. Etage, Raum 5
    # Zeit: MD 2.0804

    // Na da hat Admiral Drosselbart uns ja was schönes eingebrockt. //

    Edmund schloss für einen Moment die Augen und versuchte sich, auf das Thema zu konzentrieren. Was wusste er über Neutronensterne? Was hatte er in den letzten Jahren gelernt? Wie aus dem Lehrbuch, tauchten die Informationen vor seinem inneren Auge auf.

    // Neutronensterne entstehen durch eine Supernova. Sie weisen spezifische Muster auf, die einer Quantensingularität ähneln. //

    Admiral Solvinnen lief langsam mit langen Schritten durch den Raum, so leise, als würde er schweben. Dorn versuchte ihn zu ignorieren, was aufgrund seiner imposanten Statur gar nicht so einfach war.

    // Spezifische Muster, die einer Quhantensingularität ähneln... // wiederholte er den letzten Satz in Gedanken.

    Er öffnete auf seinem PADD die Simulations-Analyse und führte einen Subraumemssionen-Scan durch.

    Als er die Ergebnisse sah, war er etwas überrascht. Anhand der leeren Stelle auf der Karte hätte er solche Werte dort nicht erwartet.

    "Erhöhte Tetryonemission.", murmelte er kaum hörbar vor sich hin.
    "Das könnte auf die Existenz des Neutronensterns hindeuten."

    // Wie hieß es weiter? Wenn ein Neutronenstern schnell rotiert, wird er zu seinem Pulsar.
    Konnte das eine mögliche Lösung sein? Ein Pulsar? //

    Seine Lippen kräuselten sich und er legte seinen Kopf schief.

    // Die Emissionswerte wären gleich, doch wäre ein Pulsar trotzdem nicht unsichtbar. //

    "Nein, kein Pulsar.", murmelte er statt dessen vor sich hin und schüttelte seinen Kopf.
    Der Stern konnte nicht einfach verschwunden sein, es musste eine andere Lösung geben. Außerdem sprachen die Werte seines Scan-Ergebnisses dafür. Nachdenklich kratzte er sich am Kopf und nahm sich einen Moment, um die anderen Kadetten zu beobachten. Sie starrten stur auf ihre PADDs und ihre Finger huschten hin und her, drückten Knöpfe und Anweisungen.

    // Was machen die da eigentlich die ganze Zeit? //

    Edmund zog seine Brauen zusammen, legte den Kopf in den Nacken und starrte an die Decke. Einige Minuten verstrichen, in denen er mögliche Zusammenhänge versuchte zu finden. Hätte er doch heute morgen nur einen anständigen Kaffee gehabt! Und für Carmen musste er sich auch noch etwas einfallen lassen. Doch darüber würde er sich später den Kopf zerbrechen. Jetzt galt es erst einmal Drosselbarts Rätsel zu lösen.

    Als er seinen Kopf wieder senkte stand Admiral Solvinnen direkt vor ihm und starrte ihn an.
    Erschrocken zuckte Eddo zurück.

    "Admiral Dro...."

    Gerade noch rechtzeitig konnte er den Rest des Wortes herunter schlucken und korrigierte sich schnellstmöglich.
    Solvinnens Blick sprühte Funken. Edmund war sich sicher, wenn Blicke töten könnten, würde er auf der Stelle umfallen. Er schluckte und kniff die Lippen zusammen.

    "Kadett...", begann der Admiral.

    Solvinnen besah sich noch einmal ausführlich und intensiv Eddos Namensschild, bevor er fortfuhr.

    "...Dorn. Haben Sie Ihre Aufgabe gelöst?"

    Erneut musste Edmund schlucken. Sein Mund war trocken und seine Zunge klebte an seinem Gaumen. Er hatte einen hochrangigen Offizier vor sich und er war gerade drauf und dran seine Karriere zu beenden, bevor sie überhaupt erst begonnen hatte.

    Obwohl er das Blut in seinen Ohren pulsieren spürte, sog er einen tiefen Atemzug ein und antwortete.

    "Admiral Solvinnen."

    Diesmal betonte er seinen Namen absichtlich, als Zeichen, seinen Versprecher wieder zu korrigieren.

    "Der Subraumemssionsscan zeigt erhöhte Tetryonenemission, wo sich der Neutronenstern eigentlich befinden sollte. Auch wenn er von unseren Kartenscannern nicht angezeigt wird, gehe ich weiterhin davon aus, dass er sich immer noch an Ort und Stelle befindet und zwar genau hier."

    Edmund tippte auf eine leere Stelle auf der Karte, genau dort, wo der Subraum-Scanner die erhöhten Emissionswerte gemessen hat. Der Admiral kniff die Augen zusammen und sah ihn weiterhin wortlos an.

    "Nun ja...", stotterte Dorn.

    "Wie sie sehen, sehen sie nichts. Aber ich habe da eine Idee. Der Argelius Sektor befindet sich in der Nähe der romulanischen Grenze. Getarnte romulanische Schiffe können trotz Tarnung anhand messbarer Tetryonenemissionen geortet werden."

    Er verharrte einen Moment, bevor er seinen Verdacht äußerte.
    Der Admiral schwieg weiterhin.

    "Wäre es möglich... nun ja... Ich vermute..."

    // Was soll diese Stotterei? // schalt er sich selbst.

    Dann gab er sich einen Ruck und spuckte es endlich aus

    "...dass der gesamte Stern getarnt wurde."

    Augenblicklich wurde es mucksmäuschenstill im Raum. Auch wenn es vorher schon kaum Geräusche gegeben hatte, so konnte man jetzt die sprichwörtliche Stecknadel fallen hören.
    Die anderen Kadetten hatten die Blicke von ihren PADDs erhoben und sahen das ungleiche Paar an. Alle warteten gespannt auf die Antwort des Admirals.

    </RPG>

    <SUM>
    Edmund scannt den Subraum auf Emissionen und lokalisiert die Stelle wo der Neutronenstern sich befinden müsste. Da er jedoch nicht zu sehen ist, vermutet er dass der gesamte Stern getarnt wurde.
    </SUM>

    ---
    submitted by
    Tom aka Cdt. Eddo
    Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr wenn das Licht angeht. 8)

    <RPG>

    # Ort: Riker Building, 2. Etage, Raum 5
    # Zeit: MD 2.0844

    Doch statt einer Antwort bekam Edmund vom Admiral nur einen weiteren Blick aus seinen zusammengekniffenen Augen.
    Dann wandte Solvinnen sich an die anderen Kadetten und blickte auf seinen Chronometer in der Hand.
    "Die Zeit ist um, meine Damen und Herren. Wollen wir doch mal sehen, wie weit Sie mit den Aufgaben gekommen sind, die Ihnen gestellt wurden."

    Er trat zu dem am nächsten stehenden Kadetten und nahm diesem das Padd aus der Hand.
    "Mr. Simmons. Ihre Aufgabe bestand darin, in Planqadrat B4 einen bewohnbaren Planeten für die Umsiedlung der Barzaner zu finden. Ihre Lösung ist ein.... Planet der Klasse L? Nach Ihrer Umsiedlung, Mr. Simmons, hätten die Barzaner nicht viel Freude an ihrer neuen Heimat gehabt. Sie wären alle gestorben. Wie mir scheint, haben Sie in Ihrer Aufregung Barzan und Benzar verwechselt. Das sollten Sie eigentlich besser können."
    Mit eingenicktem Kopf nahm der Kadett das Padd wieder entgegen.

    "Lassen Sie uns sehen, welch ungewöhnliche Wege unsere anderen Kadetten eingeschlagen haben." fuhr Solvinnen fort und schritt die Reihe der Prüflinge ab. "Miss Ralguhl.... nein."
    Kopfschüttelnd reichte er ihr Padd zurück.
    "Mr. Havar?" Erwartungsvoll schaute der angesprochene Kadett zu Admiral Drosselbart auf, der erst grinste und dann das Padd zurück gab. "Leider nein."
    So ging es die ganze Reihe der zur Prüfung angetretenen Kadetten hindurch. Keiner schien den Erwartungen des strengen Prüfers auch nur ansatzweise gerecht zu werden.
    Schließlich kam Solvinnen zu Edmund zurück.

    "Mr. Dorn." Innerlich wappnete sich Eddo für das vernichtende Urteil. Vermutlich hatte der Admiral ihn sich für ganz zum Schluss aufgehoben, um ihn möglichst lange leiden zulassen und dann vor der versammelten Klasse nieder machen zu können. Edmund schluckte und sah auf.
    "Sie denken also, dass der Stern, den Sie finden sollten, von Romulanern getarnt wurde?" Die Stimme des Admirals hatte etwas Sarkastisches an sich. "Und Ihnen fällt keine andere Möglichkeit ein, warum man den Stern nicht sehen kann?"
    "Äh, nein Sir." // Jetzt kommt's. //
    "Hmm..." Solvinnen drückte sein Rückrat in eine noch etwas aufrechtere Position und räusperte sich.

    "Sie dürfen sich gratulieren. Da Sie als einziger erfolgreich waren... aus dieser Reihe von studierten Riesen. Prüfung bestanden."
    Edmund konnte nicht glauben, was er da hörte. Er hatte Recht? Erleichtert atmete er auf.
    Unterdessen hatte Solvinnen sich wieder an die übrigen gewandt.
    "Alle anderen sollten sich noch einmal gründlich Gedanken machen, ob die angestrebte Karriere in der Sternenflotte das Richtige für sie ist. Weggetreten!"
    Eiligen Schrittes huschten die Kadetten aus dem Prüfungsraum.

    Auch Eddo schickte sich an schleunigst hier weg zu kommen. Er hatte kein Verlangen danach, noch weiter mit Admiral Drosselbart in einem Raum zu sein. Eher nach einer Mütze Schlaf und außerdem musste er sich noch eine Wiedergutmachung für Carmen einfallen lassen. Doch Solvinnen's Stimme hielt ihn zurück.
    "Einen Moment noch Kadett."
    Edmund blieb wie angewurzelt stehen.
    "Wenn Sie Ihre Forschritte mit Ihren Jahren verdoppeln, so fürchte ich, werden Sie Ihre Kameraden weit zurück lassen."
    Eddo drehte sich um und sah den älteren Mann verdutzt an.
    "Lassen Sie uns einige Schritte gehen, Kadett."

    Da Edmund nicht wagte zu widersprechen, nickte er nur und folgte Solvinnen hinaus. Eine Weile gingen sie schweigend den Gang entlang.
    // Wenn er mir was zu sagen hat, wird er das Gespräch wohl auch beginnen, oder? // schoss es Eddo druch den Kopf während er überlegte, ob er irgendetwas sagen sollte oder besser die Klappe hielt. Bei so exentrischen, hochrangigen Offizieren wusste man nie.
    "Sagen Sie, Mr. Dorn. was haben Sie für Ziele?", begann Solvinnen schließlich nach einer Weile und seine Stimme klang nicht mehr so schneidend, wie im Prüfungsraum. Eher interessiert.
    Edmund überlegte: Ziele? Außer ein Leben mit Lizzy?

    </RPG>

    <SUM>
    Eddo besteht die Prüfung, doch der Admiral hat noch was mit ihm vor und lässt ihn nicht so leicht vom Haken.
    </SUM>

    Bin gespannt auf die Antwort ;)

    submitted by
    Friederike aka RAdm. Solvinnen

    <RPG>

    # Ort: Riker Building, 2. Etage
    # Zeit: MD 2.0859

    Es war eine wirklich unerwartete Wendung. Eben hatte er noch Blut und Wasser geschwitzt, teilweise eingeschüchtert von der puren Größe des Rear Admirals, die sich nicht nur auf seine physische Statur bezog. Und jetzt liefen sie nebeneinander und Rang und Dienstgrad schienen für den Moment keine Rolle mehr zu spielen.

    Natürlich war Edmund dieses Verhalten nicht neu. Immerhin spielten während der Übungen und Einsätze der Feuerwehr der militärische Dienstgrad auch keine Rolle. Am Ende gehörten sie letztlich alle zur Förderation und wenn Solvinnen seine strengen Züge ablegte, dann konnte er sogar richtig nett wirken.

    Edmund zwinkerte einer kleinen rothaarigen Kadettin zu, die mit ihrer Freundin an ihnen vorbei eilte und widerstand dabei der Versuchung ihr hinterher zu sehen. Der Admiral wartete auf eine Antwort, dass war ihm klar und er hatte sicherlich auch jede Menge Einfluss, der seine eigene Zukunft beeinflussen konnte und wahrscheinlich auch würde.

    "Sir, wenn Sie mir die gleiche Frage noch vor einer Stunde gestellt hätten, wäre meine erste Antwort ein Kaffee gewesen."

    Hinter ihnen konnte er schnell näher kommende Schritte hören und musste schmunzeln als Solvinnen in seinem Gang stockte und stehen blieb. Manchmal konnte er einfach nicht anders. Der Admiral sagte zwar nichts, doch Eddo sah die Fragezeichen in seinen Augen. Er bewegte sich auf einem schmalen Grat und öffnete gerade seinen Mund, um weiter zu reden, als ihn plötzlich ein Hand an der Schulter herum riss.

    "Hey Eddo, ich brauch mal kurz deine Hilfe. Bei der Erzeugung von Warpfeldern muss das Warpplasma in einem bestimmten Verhältnis von Deuterium und Antideuterium in einer Materie-Antimaterie-Reaktion..."

    Phil sprach zwar schnell, doch weiter kam er nicht. Eddo hob abwehrend beide Hände und wollte ihn gerade abwimmeln als er an Phils Augen erkannte, dass dieser den Mann neben ihm studierte. Sein Blick fiel auf Solvinnens Kragen und aus seinem offenen Mund erlosch die scheinbar endlos sprudelnde Quelle der Wörter.

    Er sah zurück zu Edmund mit sichtbarem Erstaunen auf seinem Gesicht.

    "Ich... ähm... ich... komm später noch mal auf dich zu. Okay?"

    Ohne ein weiteres Wort drehte er sich um und lief genauso schnell davon, wie er gekommen war.
    Edmund drehte sich zurück zum Admiral und biss sich auf die Unterlippe.

    "Wo waren wir stehen geblieben?"

    Sie begannen ihren Gang fortzusetzen, bevor er weiter sprach.

    "Um ganz offen zu sein, Sir, habe ich mir darüber noch überhaupt keine Gedanken gemacht."

    Dies war die wohl ehrlichste Antwort die er im Moment geben konnte.

    "Ich habe offene Stellen auf der USS Odyssey und der USS Gallantry gesehen und ich denke meine Chancen wären dort gar nicht so schlecht.

    "Sie möchten also die Erde verlassen?"

    Das war eine weitere kritische Frage des Admirals. Natürlich bedeutete es für Edmund eine große Veränderung. Er würde viele Beziehungen und Freunde, die er hier hatte, zurück lassen müssen. Sein Leben würde sich von Grund auf ändern, doch hatte er sich nicht gerade deshalb in die Akademie eingeschrieben? Träumte er nicht immer noch von Abenteuern und den unendlichen Weiten des Universums?

    "Ja, Sir."

    Die Antwort war kurz und knapp, doch er spürte, dass er gar nicht mehr dazu sagen musste. Jedes Jahr graduierten hunderte, wenn nicht gar tausende von Absolventen und nahmen ihren Dienst in der Sternenflotte auf. Einige blieben zu Hause, andere in die Organisation und Administration, doch das würde ihn auf lange Sicht nur langweilen.

    "...vorausgesetzt ich bestehe auch die anderen Prüfungen, natürlich."

    "Da mach ich mir bei Ihnen überhaupt keine Gedanken.", erwiderte der Admiral.

    Sie gingen ein paar Schritte weiter, das Schweigen nur gebrochen von vorbei eilenden Kadetten als der Admiral eine weitere wichtige Frage stellte.

    "Wenn Sie sich zwischen den beiden Schiffen entscheiden müssten. Welches würden Sie wählen?"

    Es waren beides gute Schiffe, und die Auschreibungen klangen beide sehr verlockend. Doch Edmund schwante, dass er sich jetzt nicht mehr heraus reden konnte. Manchmal mussten Entscheidungen gefällt werden, ganz einfach so. Es gab keine guten oder schlechten Entscheidungen, es gab nur Konsequenzen.

    "Nun ja, ich glaube nicht, dass ich dabei eine Wahl habe...", begann Edmund und war das etwa ein Schmunzeln auf den Lippen des Admirals?

    // Es gibt keine schlechten Entscheidungen! Hauptsache du triffst eine! //

    "Die Odyssey ist neu und wäre sicherlich die sinnvollere Wahl, doch ich würde die Gallantry wählen."

    Der Admiral sagte erst einmal nichts. Wie immer eigentlich. Es gab keine Frage nach dem Warum, Wieso und Weshalb. Alles was Edmund erkonnen konnte war ein Nicken, ein Zeichen des Verständnisses.

    Sie hatten mittlerweile den Fahrstuhl am Ende des Ganges erreicht, dessen Türen jedoch noch verschlossen waren. Die Stille wurde langsam unheimlich. Oder wollte der Admiral auf etwas ganz anderes hinaus? Eddo war sich sicher, dass er es früh genug erfahren würde.

    "Erm... Sir?"

    Der Admiral drehte sich zu ihm um.

    "Warum haben Sie die Prüfung vorzeitig beendet?"

    Wieder runzelte Solvinnen die Stirn und schnell fügte Edmund hinzu:

    "Nun ja... Wir hatten noch eine Minute."

    </RPG>

    <SUM>
    Eddo erwähnt zwei offene Posten auf der Gallantry und Odyssey. Als Solvinnen ihn um Entscheidung bittet, wählt er die Gallantry.
    </SUM>

    So nun ist es raus. Ich habe hier einfach Friederike den Vorzug gegeben, Engagement muss auch belohnt werden. :)

    ---
    submitted by
    Tom aka Cdt. Eddo
    Auch wenn deine Entscheidung schon gefallen ist, macht es denke ich Sinn, dass wir diesen Plot noch ein bißchen weiterführen, um deinen Wechsel auf die Einheit gut vorzubereiten. :thumbup:

    Deinen Edmund hast du offentlich schon sehr konket im Kopf, zumindest ist mir gar nicht aufgefallen, dass du gar keine Bio von ihm gepostet hattest. Aber für den weiteren Spielverlauf und vor allem für die anderen Spieler ist es schon hilfreich eine Bio deines Chars zu haben. Darum würde ich dich bitten, die hier schon einmal zu posten. Eine Vorlage findest du unter Step 2: Die Biografie eures Charakters

    Alles Weitere klären wir dann per PN. ;)

    <RPG>

    # Ort: Riker Building, 2. Etage, Lift
    # Zeit: MD 2.0903

    Die Türen des Lifts gingen zischend vor ihnen auf und Solvinnen stieg mit der Selbverständlichkeit ein, dass Edmund ihm folgen würde. Also tat Eddo es auch.
    [Bitte geben Sie Ihr Ziel ein.] flötete eine liebliche Stimme, während sich die Türen wieder schlossen.
    "Etage 5." antwortete der Admiral bevor er auf Eddos Frage reagierte. "Was Sie in 44 Minuten nicht schaffen, schaffen Sie auch nicht mit einer Minute mehr. Da draußen haben Sie auch keine extra Minuten." Solvinnen wies in eine unsichtbare Ferne und für einen Moment war da wieder der rauhe Tonfall aus dem Unterricht.

    "Abgesehen davon hatten Sie Ihre Lösung doch bereits parat, oder nicht?" Er sah Edmund mit hochgezogener Augenbraue an, doch Eddo beschloss auf dieses indirekte Kompliment nur mit einem Nicken zu reagieren. "Unsere Arbeit ist wie Zahncreme zurück in die Tube pressen*. Da ist kein Platz für Schwache." < *Norwegische Redensart >

    Edmund sah ihn verdutzt von der Seite an. Hieß es nicht immer, in der Sternenflotte sei Platz für alle? Aber vermutlich stimmte dies nur bedingt und die Schwachen, wie Solvinnen sie nannte, wanderten dann wohl in die Administration. Irgendwer musste das ja auch machen und dafür musste man wohl keinen getarnten Neutronenstern finden können.

    "Sie haben heute viel Talent bewiesen" setzte der Admiral ihr Gespräch fort. "Wenn Sie wirklich raus in die Weiten des Universums wollen, kann ich Ihnen helfen. Und Sie haben Recht, beide Schiffe, die Sie genannt haben, sind gute Einheiten. Aber haben Sie schon mal in Erwägung gezogen, etwas anderes zu machen?"
    "Etwas anderes?" Edmund überlegte was es neben einem Posten auf einem Schiff oder einer Station noch geben konnte. Der Admiral meinte hoffentlich nicht einen Außenposten oder eine Kolonie. Denn eines war Edmund Dorn ganz sicherlich nicht: ein Naturbursche. Er brauchte schon den nötigen technischen Fortschritt um sich herum.

    "Sie hätten gute Chancen beim Geheimdienst." ließ da der Admiral ganz beiläufig die Bombe mitten in Eddos Gedanken platzen.

    // Geheimdienst? // Eddo fiel aus alle Wolken, bemühte sich aber äußerlich um Fassung. // Gab's den denn noch? Und meinte der Admiral das wirklich ernst? //

    Die Türen des Lifts öffneten sich wieder, doch Edmund blieb wie angewurzelt stehen. Seine Beine fühlten sich auf einmal bleischwer an und das lag nicht an seiner Müdigkeit. Die war momentan sein geringstes Problem.
    "Kommen Sie, Mr. Dorn. Ich habe nicht den ganzen Tag Zeit." rief Solvinnen, der bereits ein paar Schritte voraus war.
    Mit einem Satz sprang Eddo aus dem Lift, bevor die Türen sich wieder schlossen, und beeilte sich den Admiral einzuholen.

    "Wohin gehen wir eigentlich, Sir?"
    "Zu einem guten Freund." erwiderte der Skandinavier mit einem winzigen Schmunzeln. "Wenn Sie wirklich auf die Gallantry wollen, ist er der Mann, der Sie dorthin bringen kann."
    Gespannt verfolgte Eddo wie sie den langen Flur entlang gingen und dann schließlich im Zimmer einer Vordame landeten. Der Admiral war eingetreten ohne anzuklopfen, was Eddo schon an sich verwunderlich fand. Doch noch überraschender war, was ihn dort erwartete.

    Hinter dem Tisch in dem Empfangsraum saß eine Aenar im typischen Yeoman-Outfit. Wie eine Wachspuppe saß sie starr da, den Blick leer geradeaus. Nur ihre weißen Fühler zuckten kurz und richteten sich nach den beiden Eindringlingen aus.
    "Rearadmiral Solvinnen, Willkommen." flötete die Frau. "Wen haben Sie da mitgebracht."
    Ein Lächeln erschien auf dem Gesicht des alten Admiral Drosselbarts. Das erste warme Lächeln, das Eddo bei ihm wahrgenommen hatte.
    "Das ist Kadett Dorn." erwiderte Solvinnen und trat näher. Eddo folgte ihm im Hintergrund.

    "Kadett Dorn." wiederholte die Aenar und ließ seinen Namen in der Luft nachklingen. "Ah, da haben wir es: Kadett Edmund Dorn, Mensch. Geburtsort Erde. Kadett vierten Ranges. Verfügt über einen Pilotenschein. Hat Kurse in Schiffs-Sicherheit belegt und leistet freiwillig Dienst in der Brandbekämpfungs-Einheit des Campus. Eigentlicher Schwerpunkt: Wissenschaft und Medizin. Noch unentschlossen, wie mir scheint."

    Irritiert sah sich Edmund im Raum um. Woher wusste sie all diese Dinge über ihn? Dann fiel ihm auf, dass ihre Finger auf einer Tastatur lagen. Einer Tastatur ohne Tasten, sondern mit feinen Sensoren, die die Informationen aus dem Computer direkt über die Nerven ihrer Finger in ihr Gehirn übertrugen. Aenar waren nämlich blind. Doch darüber hinaus verfügten sie über telepathische Fähigkeiten, die es ihnen auch ermöglichten, Personen zu erkennen.
    Solvinnen schmunzelte. "Sehr gut getroffen."
    "Und ich nehme an, Sie möchten mit ihm zum Admiral?"
    "Ganz richtig." bestätigte der RAdm.

    "Gehen Sie ruhig rein. Admiral Tokariew erwartet Sie bereits." Die Aenar wies mit ihrer Rechten zu der zweiflügeligen Tür und Solvinnen hies Edmund ihm zu folgen.
    Dieser fragte sich langsam, wo er hier nur hinein geraten war. Das würden seine Freunde ihm doch niemals glauben.

    </RPG>

    <SUM>
    Solvinnen bietet Eddo einen Job ganz anderer Art an und nimmt ihn mit, einen alten Freund besuchen, der ihn wohl auf seine Wunscheinheit bringen kann.
    </SUM>

    So bevor wir deine Versetzung festzimmern, bekommt Eddo noch mal Zeit und Luft, seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Vielleicht überlegt er es sich ja nochmal anders und will doch lieber auf die andere Einheit? ;)

    submitted by
    Friederike aka RAdm. Solvinnen


    Name des Spielers: Thomas Dobrokovsky
    E-Mail Adresse: sfg[at]tomd[dot]de

    Allgemeines

    Charname: Edmund Dorn
    Spezies: Mensch
    Geschlecht: männlich
    Geburtsdatum: 29.04.2388
    Herkunft: Erde
    Rang: Kadett
    Position: Akademie
    Familienstand: ledig

    Aussehen

    Größe: 1.82m
    Gewicht: 90kg
    Statur: sportlich
    Haar: leuchtend rot, kurz geschnitten
    Bart: max. 3-Tage Bart
    Augen: strahlend blau
    Haut: Kaukasisch sonnengebräunt.

    Familie

    Vater: Thomas Dorn
    Mutter: Emily Dorn
    Geschwister: keine
    Religion: keine

    Edmund war ein Einzelkind, hat jedoch aufgrund der großen Familien seiner Eltern jede Menge Tanten, Onkels, Cousins und Cousinen.

    Fähigkeiten

    Lehrgänge: Sicherheit, Wissenschaft, Medizin
    Zusatzausbildungen: Pilot
    zivile Vorbildung: Ersthelfer, Brandbekämpfer, Datentechnik, Kryptographie
    Hobbies: Poker, Schach, Golf, Rätsel aller Art, Propeller-Flugzeuge im Holodeck, Gesellschaft mit anderen

    Lebenslauf

    2388 Geburt auf der Erde
    2395 Beginn der schulischen Ausbildung
    2398 Eintritt in freiwillige Brandbekämpfung, Jugendabteilung
    2406 Übergang in freiwillige Brandbekämpfung, Aktive
    2408 Ende der schulischen Ausbildung, Durchschnitt 1.6
    2408 Beginn des Studiums für Nachrichtentechnik
    2410 Abschluss des Studiums für Nachrichtentechnik in Signalanalyse, Fernübertragungen, Kryptographie
    2410 Beginn der Ausbildung an der Sternenflottenakademie
    2414 Abschluss der Sternenflottenakademie in Wissenschaft und Medizin

    Sternenflottenlaufbahn

    2410 Beginn der Ausbildung an der Sternenflottenakademie
    2414 Abschluss der Sternenflottenakademie in Wissenschaft und Medizin

    Medizinische Akte

    Besondere Kennzeichen:
    Drachen-Tattoo von linkem Schulterblatt bis auf die Schulter
    ca. 20 cm lange Narbe an der rechten Schulter

    Krankheiten
    keine chronischen Erkrankungen
    gelegentlich leichte allergische Reaktionen

    Psychologisches Profil
    intelligent, lernt schnell
    flirtet gern
    Neuem und Unbekannten gegenüber anfangs verschlossen
    liebt Rätsel aller Art, kann sich regelrecht darin verbeißen
    lässt sich jedoch auch leicht ablenken
    im Allgemeinen sehr routiniert und zielstrebig
    ihm unterlaufen jedoch immer wieder mal Schusselfehler
    leichte Anzeichen Autorität zu missachten
    bleibt auch in kritischen Situationen ruhig, wenn diese sich mit bereits bekannten Erfahrungen vergleichen lassen
    Unbekanntes macht ihn nervös und unsicher, auch wenn er es sich nicht anmerken lassen möchte
    selten Übersprungreaktionen, doch wenn, dann richtig

    Soziale Geschichte

    Akademie: Quartier zusammen mit Cdt. Thorsten W., Daniel R.
    Feuerwache Akademie: Timo, Frank, Carmen, Mo, Kha'Thak
    Prüfer: Einan Solvinnen
    Sehr schön!

    Wenn du magst, kannst du gerne Einzelheiten aus seinem Lebenslauf auch noch ausführen. Ist kein Muss, aber vielleicht gibt es eine Begebenheit, die ihn zu dem Menschen macht, der er heute ist, dann ist das für die anderen Spieler ein Hilfe, um sich besser in deinen Char hinein zu versetzen.

    Das Psychologisch Profil liest sich in der Regel einprägsamer, wenn's ein beschreibender Text ist, statt einer Aufzählung. Aber das sind Feinheiten, über die man streiten kann und sind ersteinmal auch nicht so wichtig.

    Hauptsache wir haben einen Überblick, wer uns da in Haus geflattert kommt. ;)
    Bei dem Drachentatoo musste ich schmunzeln. Eddo wird da nicht der einzige sein, der mit sowas auf unserer Einheit rumläuft.

    Die Einladungen für die RPG- und NRPG-Liste sind bereits zu dir unterwegs.

    <RPG>

    # Ort: Shuttle
    # Zeit: MD 3.1100

    "Was wollen wir hier?"

    Carmen wurde langsam ungeduldig. Edmund hatte ihr nichts verraten, lediglich, dass er sein Versprechen heute einlösen würde. Er steuerte ein geliehenes Shuttle von der Akademie zum Pazifik, über die Golden Gate Bridge, vorbei an Treasure Island und über das Wasser in Richtung Südost. Eddo lächelte, verriet ihr aber nicht was er vorhatte.

    "Abwarten. Siehst du die größere Halbinsel direkt vor uns?"

    Carmen nickte.

    "Natürlich, der alte Oakland Airport."
    "Dort landen wir."

    Die Verwirrung stand ihr ins Gesicht geschrieben, doch sie verkniff sich weitere Fragen.
    Staub und Sand wirbelte auf als das Shuttle landete und für einen Moment verblasste die strahlende Mittagssonne in einem Gewirr feiner leuchtender Punkte und Reflektionen. Sie warteten einen Moment bis der Staub sich wieder gelegt hatte und stiegen dann aus.
    Dorn streckte sich und genoss die warme Sonne auf seinem Gesicht als Carmen ihn in die Seite knuffte und ihre Frage zum hundersten Mal wiederholte.

    "Was wollen wir hier?"
    "Komm mit."

    Edmund lief voraus, ihre Frage ignorierend, und wusste sie würde ihm folgen. Allein ihre Neugier würde sie nicht ruhen lassen und was sollte sie allein auf diesem alten Gelände schon anstellen? Er schmunzelte als er wenige Sekunden später ihre schnellen, leichten Schritte hinter sich hörte.

    "Mein lieber Freund, wenn das nicht wirklich was Großartiges wird, bist du fällig! Das verspreche ich dir!"

    Dorn blieb stehen, drehte sich zu ihr um und legte seine Hände auf ihre Schultern.

    "Carmen, du wolltest eine richtige Entschädigung und die sollst du bekommen. Also entspann dich und genieß es einfach!"

    Mit diesen Worten trat er an das große Metalltor vor dem sie standen und betrat es durch eine kleine Schlupftür. Die Luft innen war trocken und staubig, doch das störte ihn nicht. Er entriegelte das Schloss und begann eine große Hälfte der Tür aufzuschieben. Sofort strömte helles Sonnenlicht in die Halle.
    Es dauerte auch gar nicht lange da begann Carmen die zweite Hälfte des Tores in die andere Richtung aufzuschieben. Sie lachte und schüttelte gleichzeitig den Kopf.

    "Das ist ein gottverdammter Hangar! Und da stehen ja sogar noch Flugzeuge darin. Wie alt sind die? Dreihundert, vierhundert Jahre?"

    In der Mitte der Halle stand ein hellblaues uraltes Propeller-Flugzeug.

    "Es gibt eine kleine Gruppe von Menschen, die sich der Erhaltung und Pflege dieser alten Modelle gewidmet haben.", begann Edmund. "Dies hier ist eine originale Klemm 25. Sie hatte ihren Erstflug vor etwa einem halben Jahrtausend und von den ursprünglich etwa sechshundert gebauten Exemplaren ist sie die Letzte und Einzige, die es überhaupt noch gibt. Es gibt keinerlei Ersatzteile mehr und sämtliche Reparaturen müssen per Hand durchgeführt werden. Jedes verdammte Zahnrad, jede gebrochene Leiste und jeder verrostete Kolben mussten selbst geschliffen werden."

    Sie liefen um das historische Modell, während Edmund ihr weitere Einzelheiten erklärte. Carmen strich mit ihren Fingern über die Flächen und stutzte.

    "Ist das etwa Holz?"

    Edmund nickte.

    "In der Tat. Dieses Flugzeug hat Geschichte geschrieben, es war eines der Ersten und vermutlich auch eines der Letzten. Bereits schon Anfang des 22. Jahrhunderts gab es nur noch eine handvoll Exemplare."

    "Und wie kommst du dazu? Gehört sie etwa dir?"
    "Nein Carmen, dieser Flieger ist unbezahlbar. Wie du weißt bin ich ein großer Fan von historischen Propeller-Maschinen und eines Tages stieß ich auf einen kleinen Verein der sich genau damit befasste, allerdings mit echten Modellen! Ist das zu Glauben? Natürlich sind viele Dinge nicht mehr Original, doch wir haben versucht sie so gut es geht in ihrem ursprünglichen Zustand zu belassen. Komm hilf mir mal."

    Gemeinsam schoben sie das Flugzeug aus der Halle auf das Vorfeld. Sein babyblau schien im hellen Sonnenlicht regelrecht zu leuchten.

    "Ich weiß du teilst nicht unbedingt meine Faszination, aber möchtest du dich nicht einmal hinein setzen?"
    "Dürfen wir das denn?"

    Eddo zuckte mit seinen Achseln. Carmen sträubte sich etwas doch letzten Endes half er ihr auf die Tragfläche und dirigierte sie in den vorderen Sitz des Tiefdeckers. Während er wieder von der Tragfläche herunter kletterte, rief er ihr zu: "Doch das Beste kommt erst noch."

    Bevor sie wieder aussteigen konnte, war er bereits auch schon um die Fäche herum gelaufen und stellte sich direkt vor das Flugzeug und griff an eine Seite des Propellers. Er streckte sich und mit aller Kraft die er hatte drückte er die Propellerspitze nach unten.

    "Was machst du da?"

    Der Motor knallte zweimal und eine kleine, schwarze Rauchwolke stieg aus dem Auspuff, doch Edmund ließ sich von beiden nicht weiter stören und wiederholte das Maneuver zwei weitere Male. Und dann passierten drei Dinge gleichzeitig. Mit einem lauten Knall sprang der Motor des Flugzeugs an. Im gleichen Augenblick begann Carmen zu schreien und blieb vor Schreck wie angewurzelt im Flugzeug sitzen. Edmund dagegen versuchte beide zu übertönen und rief zurück: "Das beste jedoch ist, sie fliegt noch!"

    Kurz darauf stand er auf der Tragfläche neben ihr, drückte ihr eine Sonnenbrille in die Hand und schnallte sie an.
    "Beruhige dich, du wirst es genießen!"

    Sie starrte ihn mit weit aufgerissenen Augen an. Entweder würde sie ihn danach hassen oder lieben. Er kletterte in den Sitz hinter ihr und prüfte die Instrumente. Sie drehte sich soweit es ging zu ihm um und fragte, "Dürfen wir das denn?" - "Vermutlich nicht!"

    Mit diesen Worten schob er den Gashebel vor und nach einigen Augenblicken setzte sich das Flugzeug doch tatsächlich in Bewegung. Im Zick-Zack-Kurs rollte er zur nächsten Piste, die ihre besten Zeiten längst hinter sich gelassen hatte. Doch das war ihm egal. Dieser Flieger war früher auf Äckern und Feldern gestartet und gelandet, da würde das bisschen Sand ihm nicht viel ausmachen. Hoffentlich.

    Mit einem lauten Brüllen des Motors begann sich der Propeller schneller und schneller zu drehen, doch im ersten Moment passierte einfach gar nichts. Dann setzte sich das Flugzeug ganz langsam in Bewegung und wurde immer schneller und schneller. Von Adrenalin und dem Fahrtwind angepeitscht begann Carmen wie auf einer Achterbahn zu kreischen. Das Heck des Flugzeugs hatte sich bereits vom Boden gelöst und durch die verringerte Reibung begann es noch schneller Fahrt aufzunehmen.
    Die Tachonadel kletterte auf läppische 60km/h und Edmund tippte mit einer Hand auf Carmens Schulter. Sie verstummte und folgte seinem ausgestreckten Arm. Die Piste befand sich bereits schon einige Meter unter ihnen und schnell gewannen sie an Höhe. Etwa zweihundert bis dreihundert Meter über dem Boden stabilisierte Edmund das Flugzeug und steuerte einen ähnlichen Kurs zurück zu Treasure Island, flog unter der Golden Gate Bridge hindurch, drehte an einem Stützpfeiler um und kehrte anschließend wieder zum alten Oakland Flugplatz zurück.

    Als der Motor nach der Landung verstummte hatte ein endlos breites Grinsen von Ohr zu Ohr im Gesicht. Er half Carmen aus ihrem Sitz und von der Tragfläche und kaum als sie wieder festen Boden unter den Füßen hatte, trommelte sie mit ihren Fäusten auf seine Brust.

    "Sag mal spinnst du?! Ich wäre vor Angst fast gestorben!"

    Doch genauso schnell wie ihr Wutausbruch gekommen war, verebbte er auch wieder. Sie drehte sich von ihm weg, wieder zurück und begann wie ein kleines Kind auf der Stelle zu hüpfen.

    "Aber es war soo geil! Danke, danke, danke, danke, danke!"
    "Gern geschehen."

    Mehr brachte er im Moment nicht heraus. Gemeinsam schoben sie das Museumsstück zurück in den Hangar und verschlossen diesen wieder sorgfältig.

    "Jetzt lass uns von hier verschwinden, bevor wir noch richtig Ärger bekommen."

    Sie eilten zurück zum Shuttle und wenige Augenblicke später waren sie zurück auf dem Weg zur Akademie.
    Diesen Tag würden beide nicht vergessen.

    </RPG>

    <SUM>
    Edmund löst sein Versprechen Carmen gegenüber ein.
    Gesamtdauer ca. 3 Stunden.
    </SUM>

    Einfach ein loses Ende abgeschnitten, ob unglaubwürdig oder nicht sei erst einmal dahin gestellt. Konnte es mir einfach nicht verkneifen.
    Reply any, der Campus ist ja voll von Leuten :)
    Das liest sich als hätte da jemand Ahnung davon. *g* Was war's denn für ein Modell? Ne Klemm 25?

    <RPG>

    # Ort: Büro Admiral Tokariew
    # Zeit: MD 2.0915

    Hinter einem weiteren Schreibtisch saß ein weiterer Admiral. // Gleich zwei davon an einem Morgen. // seufzte Edmund innerlich.

    Doch dieser schien das genaue Gegenteil von Solvinnen zu sein. Er war kleiner und auch schmächtiger. Und er lächelte.
    Admiral Tokariew erhob sich und kam um seinen Tisch herum, um sie zu begrüßen.
    "Kadett Dorn, freut mich Sie kennen zu lernen." Er hielt Eddo die Hand hin, die dieser zögerlich ergriff.
    "Ebenfalls." murmelte Edmund. Wobei das noch keinesweds sicher war.

    Wer hatte ihm noch mal gesagt, man solle sich vor lächelnden Führungsoffizieren in Acht nehmen? War es Thorsten oder Frank gewesen? Und was hatte er damals genau gesagt? // Die lächelnden sind die schlimmsten. Du nickst einmal an der falschen Stelle und schon befindest du dich auf einem Shuttle in Richtung Breen. // Misstrauisch beäugte Eddo Tokariew, der mittlerweile seinen alten Kumpel begrüßte.
    "Sol, schön dich zu sehen." Dann nahm er wieder hinter seinem Schreibtisch Platz und bot ihnen beiden die Sessel davor an. "Also... was führt dich zu mir."

    "Dieser junge Mann hier" Solvinnen wies auf Eddo, der unbehaglich in seinem Sessel hi und ehr rutschte. "Möchte gerne auf die USS Gallantry." Das letzte Wort betonte Admiral Drosselbart als hätte es eine besondere Bedeutung.
    "So?" Tokariew zog eine Augenbraue in die Höhe, sah erst Solvinnen an, dann Edmund und dann wieder zurück. "Und woher weißt du das?"
    "Ich bin für einen Prüfer eingesprungen und habe mir ein paar Kadetten angesehen..."
    Der Mann hinter dem Schreibtisch lachte verhalten. "Immer noch der alte Spitzel."

    Edmund wurde, während er zuhörte, immer mulmiger zu mute. Irgendwie bekam er das Gefühl, als würden die beiden um ihn falschen. Kein sehr angenehmes Gefühl. // Können die endlich mal zur Sache kommen? //
    Dann wandte Tokariew sich wieder an ihn. "Ist es wahr?
    Eddo nickte... und überlegte sofort, ob das falsch war.
    "Hm..." Tokariew lehnte sich in seinen Sesse zurück. "Ich fürchte, da habe ich eine schlechte Nachricht für Sie, Kadett. Die Gallantry existiert nicht mehr. Sie ist verschollen."

    "Verschollen?" Nun verstand Eddo überhaupt nichts mehr. "Aber warum ist sie dann ausgeschrieben?"
    Edmund achtete im Moment nicht darauf, dass er gerade einen Admiral anfuhr. Er hatte Fragen und er wollte Antworten.
    "Wohl ein Versehen..." antwortete Tokariew ausweichend. Dann warfen sich die beiden Admiräle wieder Blicke zu und das mulmige Gefüh in Eddo verstärkte sich.
    "Versehen?" fragte Edmund noch einmal. Aber die alten Herren schienen ihn nicht zu hören.
    "Hast du seine Akte gesehen?" sagte Solvinnen stattdessen, worauf Tokariew einen Blick auf seinen Computer warf und nickte. "Er ist talentiert. Du solltest ihm reinen Wein einschenken."

    Tokariew musterte Edmund. "Vielleicht überqualifiziert. Sie haben Nachrichtentechnik studiert, bevor Sie sich an der Akademie einschrieben. Und obwohl Sie Ihre Schwerpunkte auf Wissenschaft und Medizin legten, haben Sie Kurse in Schiffssicherheit belegt. Sie scheinen ein Mann mit vielen Interessen... und vielen Fähigkeiten."
    Er warf Eddo einen weiteren langen Blick zu, bevor er fortfuhr.
    "Die Postenausschreibung der USS Gallantry ist ein Test."

    // Ein Test? // schoss es Eddo in den Kopf. // Wer kommt denn auf so eine Idee, ein verschollenes Schiff als Test auszuschreiben? //
    "Sie erscheint ziemlich weit unten auf der Liste. Die meisten Kadetten scrollen erst gar nicht so weit runter. Wer die Ausschreibung entdeckt, hat also entweder vorher nichts Passendes gefunden oder aber sucht etwas ganz Bestimmtes. In beiden Fällen lohnt es sich meistens einen Blick in die Akte des Bewerbers zu werfen.... so wie in Ihrem Fall, Mr. Dorn."
    "Kommt das denn oft vor?" kam es Edmund über die Lippen.
    Tokariew schüttelten den Kopf. "Die Quote liegt bei 1 zu 200."

    "Und was das heißt das jetzt?" Edmund richtete sich leicht auf. Vielleicht war das, was am Ende hier rauskam, doch nicht so uninteressant.
    "Es heißt, dass wir Sie gerne mit all Ihren Fähigkeiten einsetzen möchten." Tokariew sezte noch einmal neu an. "Wie schon gesagt, ist die USS Gallantry offiziell verschollen. Allerdings gibt es Bemühungen sie wiederzufinden. Immerhin geht es hier um 1100 Angehörige unserer Flotte die einfach so spurlos verschwunden sind." Schmale Sorgenfalten erschienen auf der Stirn des Admiral. "Eine Sonderheit bereitet sich darauf vor, der Spur der Gallantry zu folgen und sie entweder zu finden oder herauszubekommen, warum sie verschwunden ist."

    Eine künstlerische Pause folgte.
    "Mit Ihren Fähigkeiten könnten wir Sie dabei gebrauchen."
    // Ein Sondereinsatz? Und das gleich nach meinem Abschluss? // So eine Chance bekam sicherlich nicht jeder.
    "Und wo ist der Haken?" fragte Eddo, der sich den Rat seiner Freunde sehr zu Herzen nahm.
    "Die Mission ist geheim. Keine Kontakte zu Familie oder Kameraden in der Zeit. Sie verschwinden von der Bildfläche - zumindest solange die Mission dauert." Tokariew blickte noch einmal zu Solvinenn und zögerte. "Außerdem hätten wir da noch einen Spezialauftrag für Sie."

    // Ein Spezialauftrag in einer geheimen Sondermission? // Verdammt! Das war heiß.
    Die Stimme des Admirals riss Edmund aus seinen sich überschlagenen Gedanken.
    "Also was sagen Sie, Mr Dorn, sind Sie interssiert?"

    </RPG>

    <SUM>
    Edmunds Begegnung der dritten Art geht in die zweite Runde. Doch am Ende wartet ein verlockendes Angebot auf ihn.
    <SUM>

    submitted by
    Friederike aka das Sammelsorium der alten und verschrobenen Admiräle

    <RPG>

    #Ort: Büro Admiral Tokariew
    #Zeit: MD 2.0930

    Als Edmund die beiden Admiräle miteinander verglich, kam er nicht umhin zu schmunzeln. Die Situation mutete geradezu komisch an, denn das Bild von Drosselbart bekam er einfach nicht aus dem Kopf. Zusammen mit Admiral Tokariew, verstärkte der Größenunterschied das Bild einer kleinen, schmächtigen Figur.

    // Na wen haben wir denn da, Drosselbart und Rumpelstilzchen. Fehlt nur noch, dass in einer Ecke ein paar verschollene Strohhalme herum liegen. //

    Instinktiv suchte Edmund die Ecken des Raumes ab, konnte jedoch keine finden. Zum Glück. Hätte er tatsächlich welche gesehen, er wäre laut lachend zusammen gebrochen.
    Aber was der Admiral ihm eröffnete klang nicht nur sonderlich, sondern zugleich auch äußerst interessant. Allein die Idee, die Stellenausschreibung eines verschollenen Schiffes als Test zu integrieren hatte ihm diese Tür einen kleinen Spalt aufgeschoben. Kombiniert mit der bestandenen mysteriösen Prüfung von Admiral Solvinnen eröffneten sich ihm gerade ungeahnte Möglichkeiten, von denen er nie in seinen kühnsten Träumen geträumt hätte.

    Dazu wurde auch über einen Sondereinsatz gesprochen. Gut, die Promotion seines Lebenslaufes und seiner Fähigkeiten hätten ihm durchaus schon gereicht. Wer weiß was in solchen Sondereinsätzen alles passierte. Am Ende wurde dort womöglich auch noch scharf geschossen? Andererseits war ihm durchaus bewusst, dass es höchstens eine Handvoll Kadetten auf dem Campus gab, denen diese Chance jemals angeboten werden würde. Und er war einer von ihnen. Dieses Angebot konnte er unmöglich ausschlagen.

    "Mr. Dorn?"

    Tokariew riss ihn aus seinen Gedanken. Edmund straffte seine Schultern und setzte sich aufrecht in seinen Sessel.

    "Admiral, auf jeden Fall!"

    Als ihm bewusst wurde, dass die Begeisterung in seinen Worten auf keinen Fall zu überhören war, räusperte er sich und fügte schnell in einem ruhigeren Tonfall hinzu:
    "Ich meine, ich freue mich sehr über dieses Angebot."

    Er bemerkte das Schmunzeln des Admirals, während Solvinnen zufrieden nickte.

    "Das habe ich mir bereits schon gedacht und habe ihnen deshalb eine kurze Zusammenfassung vorbereitet."

    Edmund lauschte gebannt den Worten von Tokariew. Die Aufregung in ihm ließ sich kaum unterdrücken und so hing er regelrecht an den Lippen des Admirals und versuchte jedes einzelne Wort in sich aufzusaugen. Als der Admiral seine Ausführungen beendet hatte entstand eine kurze Pause, gefolgt von dem geradezu erwarteten Abschluss.

    "Haben Sie noch irgendwelche Fragen?"

    Die hatte er, denn die Ausführungen des Admirals waren vielsagend und nichtssagend zugleich. Ihm war klar, dass er der Sondereinheit zugeordnet werden würde, die der Spur der Gallantry folgen sollte. Von der geheimen Spezialmission hatte der Admiral jedoch noch nicht gesprochen.

    "Worum geht es bei dem Spezialauftrag?"

    Der Admiral sah ihm tief in die Augen.

    "Kadett, ein Schritt nach dem anderen. Zuerst werden Sie die Akademie beenden und graduieren. Sobald Sie anschließend der Sondereinheit offiziell angehören, erhalten Sie entweder eine verschlüsselte Subraum-Message oder ein separates Briefing. Das entscheiden wir zu gegebener Zeit anhand der Dringlichkeit und des verbleibenden Zeitfensters."

    Edmund nickte. Viel Zeit schien nicht mehr zu bleiben. Die letzte Prüfung hatte er unter Solvinnens wachsamen Augen abgelegt und die Graduierung bestand nur noch aus einer obligatorischen Veranstaltung, die sicherlich unter den gegebenen Umständen auch rein bürokratisch verwaltet werden könnte. Es wäre sicherlich schade, wenn er sie verpassen würde, immerhin hatte er viele Freunde und Bekannte in den letzten Jahren kennen gelernt, doch manchmal müssen persönliche Interessen auch zurück gestellt werden.

    // Ich muss mir schnell für Carmen etwas einfallen lassen, am besten gleich morgen! //

    Er wandte sich wieder an Tokariew.

    "Gibt es ein ungefähres Zeitfenster? Wann soll es losgehen?"

    Der Admiral nickte.

    "Ich habe mit dieser Frage bereits schon gerechnet. Sie sind doch bei der Brandbekämpfungseinheit?"

    Dorn nickte.

    "Geben Sie mir Ihr Pager-PADD."

    Edmund griff an seinen Gürtel und holte das kleine Mini-PADD aus seiner Tasche und reichte es ohne ein Wort zu sagen dem Admiral. Es dauerte ein paar Minuten in denen Tokariew darauf herum tippte und es anschließend an den Kadetten zurück gab.

    "Sie haben jetzt eine zusätzliche RIC auf Ihrem PADD. Eine lautloser Vibrations-Alarm, der nur Ihnen zugeordnet ist. Der Meldungstext wird den Ort enthalten, an dem Sie sich einzufinden haben."

    Gut, damit konnte Eddo leben. Allerdings bedeutete das auch, dass er seine Dinge hier schnellstens regeln sollte. Die Einsatz-Meldung konnte ab sofort und zu jeder Zeit eintreffen.

    <NRPG: Noch weitere Informationen von den Admirälen, etc.?>

    "Gut, dann wäre damit alles fürs Erste geregelt."

    Tokariew nickte erneut und auch auf Solvinnens Gesicht war tatsächlich ein Lächeln zu sehen. Es schien bereits schon fast so als ob er sich freute. Ein zufriedenes Lächeln.

    // War das etwa alles vorbereitet? // überlegte Edmund, als er aufstand und zur Tür ging.
    // Wurde die Prüfung etwa absichtlich verlegt und von ihm übernommen? Nur um mich noch einmal zu testen? //

    Ungläubig schüttelte er seinen Kopf. Kurz bevor er die Tür erreichte hielt ihn Tokariew noch einmal zurück.

    "Mr. Dorn?"

    Ein eindringlicher Tonfall der eine sofortige Reaktion erwartete. Edmund drehte sich zu den beiden Admirälen um.

    "Ja, Admiral?"

    "Nicht vergessen. Kein Wort zu niemandem!"

    </RPG>

    <SUM>
    Eddo nimmt das Angebot selbstverständlich an, weiß aber im Grunde immer noch nicht genau worum im Detail gehen wird. Er hat eine zusätzliche Alarmierung erhalten, die ihn zur Sondereinheit versetzen wird.
    </SUM>

    Ich hoffe ich habe dir jetzt nicht zu viel dazwischen gefunkt oder ob du einen anderen Plan hattest. Sonst füge einfach an entsprechender Stelle die nötigen Informationen ein.

    submitted by
    Tom aka Eddo

    Edmund Dorn schrieb:

    Ich hoffe ich habe dir jetzt nicht zu viel dazwischen gefunkt oder ob du einen anderen Plan hattest. Sonst füge einfach an entsprechender Stelle die nötigen Informationen ein.


    Alles gut, keine Bange. Hatte dir ja extra das Fenster gelassen. ;)
    Die Idee mit dem Pager gefällt mir... mal schauen, wovon wir Eddo damit weg holen. :spiteful:
    Meine Reply bekommst du heute Abend.

    Titel: Be sure to wear flowers in your hair

    <RPG>

    # Ort: Gang vor Admiral Tokariew's Büro
    # Zeit: MD 2.0946

    Edmund trat den Weg zurück zum Komplex seines Quartiers an. Im Stillen grübelte er immernoch, ob das alles Zufall gewesen war oder ob sie ihn schon länger im Visier gehabt hatten. Und wenn letzteres, warum?
    Er war so sehr in seinen Gedanken vertieft, dass er kaum wahrnahm, was um ihn herum geschah. Nicht einmal die Gruppe junger Firstclass-Kadettinnen registrierte er.

    Erst eine barsche Männerstimme riss ihn aus seiner Gedankenwelt.
    "Dorn!"
    Eddo drehte sich um. RAdm Solvinnen war nur wenige Schritte hinter ihm. Er musste kurz nach ihm das Büro von Tokariew verlassen haben.
    "Ja?"
    "Sie laufen in die falsche Richtung. Zu ihrem Quartier geht es dort hinunter." Er wies einen weiteren Gang entlang. Edmund war das gar nicht aufgefallen.
    "Danke." erwiderte er und zögerte einen Moment. "Kann ich Sie was fragen?"

    Solvinnen zog kurz die buschigen Augenbrauen hoch, nickte aber.
    "Was wäre gewesen, wenn ich mich für die Odysseus entschieden hätte?"
    Der alte, rothaarige Mann betrachtete aufmerksam den jungen, rothaarigen Mann.
    "Ich wusste noch nicht, wo ich mit Ihnen hingehe." antwortete Solvinnen schließlich. "Ich habe viele Freunde hier. Und wenn Sie die Odysseus gewählt hätten, dann hätte ich Sie zu einem anderen von ihnen gebracht."
    "Dann war das kein Zufall... die Prüfung... und das alles?"

    "Es gibt da draußen eine Menge Zufälle, Kadett. Bei manchen lässt sich ein Muster erkennen. Sehr wahrscheinlich hätten Sie auch ohne unsere Begegnung heute auf die ein oder andere Weise Karriere gemacht. Aber so, wie die Dinge gelaufen sind, können wir wenigstens sicher sein, dass Ihre Ausbildung nicht umsonst war."
    War das eine Antwort? Nicht wirklich, aber es war wohl das Beste, was Edmund kriegen konnte.
    "Verstehe, Sir."
    "Nein, noch nicht." Schüttelte Solvinnen den Kopf. "Aber bald werden Sie es." Mit einem kräftigen Handschlag verabschiedete sich der Admiral von Eddo. "Und denken Sie immer daran: da draußen gibt es keine Extra-Minuten. Viel Glück!"

    "Danke..." Eddo sah dem komischen Admiral Drosselbart nach, bevor er sich selbst wieder in Bewegung setze. Ob er ihn wiedersehen würde? Vermutlich nicht. Solche Typen trat man nur einmal in seinem Leben.

    # Ort: Eddo's Quartier
    # Zeit: MD 2.später

    "Sag mal, wo warst du denn?" wurde Eddo von seinem Mitbewohner Thorsten begrüßt. "Phil war schon ein paar Mal hier und hat nach dir gefragt."
    "Ich war am anderen Ende des Campus." erwiderte Edmund zerstreut.
    "Er hat auch was von einem Admiral mit rotem Bart gefaselt." fuhr Thorsten fort. "Hattest du nicht heute Früh eine Prüfung?"
    "Ja." Eddo nahm sein Pager-Padd vom Gürtel und legte es auf den Tisch neben seinem Bett. Dann zog er eine Tasche unter seinem Bett hervor und begann ein paar Sachen auszusortieren. Einiges davon landete gleich in der Tasche.

    "Ja, und?" Offensichtlich war Thorsten an einer ausführlicheren Unterhaltung interessiert.
    "Bestanden."
    "Was nicht erklärt, warum du so einsilbig bist und deine Sachen packst." Eddos Kamerad erhob sich von seinem Bett, auf dem er saß und baute sich neben ihm auf. "Du hast doch wohl nicht schon deine Versetzungsorder?"
    Eddo schüttelte den Kopf. "Nein, aber es war die letzte Prüfung. Es kann also nicht mehr lang dauern."
    "Na, bis zur Graduation wirst du ja wohl noch da sein." lachte Thorsten.

    Edmund zuckte mit den Achseln und erntete dafür einen sehr irritierten Blick seines Mitbewohners. Dann hörte er, so plötzlich wie er damit angefangen hatte, auf mit Wuseln, schnappte sich den Pager und wandte sich zur Tür.
    "Ich muss auch los. Ich muss noch was für Carmen finden."
    Verdutzt schaute Thorsten ihm hinterher. Scheinbar hatte Eddo bei dem nächtlichen Einsatz was auf den Kopf bekommen. Anders war sein Verhalten kaum zu erklären.

    # Ort: Strand von San Francisco
    # Zeit: Drei Tage später

    Edmund spürte den warmen Sand unter seinen nackten Füßen. Das Meer spülte salzige, blaue Wellen ans Ufer und er genoss das Geräusch der Brandung, wie ein reinigendes Rauschen.
    Am Horizont ging die Sonne unter und tauchte den Himmel in rosaoranges Licht. Es war einer seiner letzten Abende in dieser Stadt und so verabschiedete er sich von ihr. Von der Stadt und von der Frau, die zwischen seinen Beinen saß und sich rückwärts an ihn lehnte: Lizzy.

    Der Duft des Meeres verfing sich zusammen mit Sandkörnern in ihrem noch feuchtem Haar, das mit dem Wind über seine Wangen streichelte. Er schloss seine Arme noch fester um sie und wollte sie nie wieder los lassen. Konnte er das wirklich über sich bringen? Sie nicht mehr wiederzusehen - für wer weiß wie lange. Nicht mehr mit ihr zu Reden, nicht mal über Subraumfunk. Edmund seufzte still.

    Noch hatte Admiral Tokariew sich nicht bei ihm gemeldet. Die Graduationsfeier war am Tag zuvor gewesen. Doch Eddos Pager blieb stumm. Zuerst hatte es ihn geärgert. Er hatte sich um alle seine Dinge gekümmert, saß sozusagen auf gepackten Koffern und nichts geschah. Dann war ihm für ein Moment der Zweifel gekommen, ob es nicht doch ein Scherz gewesen war, den sich die alten Herren mit ihm erlaubt hatten.
    Doch nun war er glücklich diese Zeit noch zu haben. Zeit, um sie mit Lizzy zu verbringen.

    Von irgendwoher ertönte aus einem Lautsprecher Musik. "...all across the nation... such a strange vibration... people in motion..."
    Der Rhythmus und der Bass des Songs gingen ihm durch Mark und Bein. So als ob jemand die Lautsprecherbox direkt hinter ihm aufgebaut hätte. Oder lag es an an Lizzy, dass er innerlich zu vibrieren schien?
    Nein, er vibrierte tatsächlich....

    Eddo schlug die Augen auf und fasst an seinen Gürtel. Sein Pager!
    [Hangar 42G, bringen Sie nur das Nötigste mit.] Das war es. Das war sein Startsignal.
    Mit einem Ruck sprang Edmund auf die Beine und wischte sich die Grashalme von der Hose. Der Campus hatte sich nach der Graduierung merklich geleert. Trotzdem nutzen noch einige andere das schöne Wetter und hingen auf der Wiese vorm Wohnkomplex herum. Mit zügigen Schritten, aber nicht zu eilig, ging Eddo hinauf auf sein Quartier. Alles war gepackt, alles war fertig. Jetzt musste er sich nur noch verabschieden. Zum Glück konnte er Lizzy überall mit hinnehmen. In seinen Gedanken.

    <nrpg: falls Edmund sich noch von seinen Kameraden verabschieden will oder du uns noch erzählen möchtest, wie Eddo bei den Feierlichkeiten auf den Tischen tanzte.... nur zu, tu dir keinen Zwang an. ;) >

    # Ort: Hangar 42G
    # Zeit: MD 5.1556

    Sein Bestimmungsort lag ziemlich weit außerhalb des Shuttledepots. Kaum einer der Arbeitskräfte konnte ihm sagen, wo Hangar 42G überhaupt lag. Und als er dort eintraf, wirkte das Flugfeld vor dem Hangar ziemlich verlassen. Ja, an einigen Stellen war die Natur sogar schon dabei, dass von ihr geraubte Gebiet wieder zurück zu erobern.
    Doch dann, als er näher kam, erkannte er eine einzelne Figur vor dem Hangar stehen. Eine Frau im Rang eines Commanders, die unruhig auf und ab ging.

    "Ensign Dorn?" fragte sie gleich als sie Edmun erblickte. Dieser musste sich an seinen neuen Rang erst noch gewöhnen.
    "Ja?"
    "Ich bin die Adjutantin von Admiral Tokariew. Er möchte Sie noch einmal sehen, bevor sie mit dem Training beginnen und zu Ihrer Mission aufbrechen." Sie führte ihn zu einer kleinen Tür, die in das große Hangartor eingelassen war.

    // Moment! Training? Davon istkeine Rede gewesen. Was für ein Training? // Unsicher und innerlich auf Widerstand eingestellt, folgte Edmund ihr ins Innere.
    "Ah, unser Neuzugang." begrüßte Tokariew ihn und streckte ihm freundlich die Hand engegen.
    "Admiral." erwiderte Eddo knapp. "Ihre Adjutantin sagte etwas von einem Training. Was für ein Training soll ich bekommen?"
    "Das ist der Grund, weswegen ich noch mit Ihnen sprechen wollte. Es hängt mit diesem Spezialauftrag zusammen." Tokariew verschränkte seine Arme hinter dem Rücken und begann ein Stück zu Gehen. Gespannt folgte Eddo ihm. "Diese Sondereinheit zu der sie stoßen... das sind alles sehr fähige Offiziere... mit langjähriger Erfahrung und Spezialisten auf ihrem Gebiet..."

    Edmund hörte, wie der Admial um den heißen Brei drumherum redete.
    "Manche von ihnen sind jedoch etwas spezieller als andere."
    Eddo kniff die Augen zusammen. "Das soll heißen?"
    "Das soll heißen, dass sie unserer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen. Und da ich nicht persönlich vor Ort sein kann... Ihrer Aufmerksamkeit."
    "Sie wollen, dass ich einige von ihnen überwache?" Wäre Edmund nicht so diszipliniert, wäre ihm sicherlich die Tasche aus der Hand gerutscht.

    "Nicht überwachen. Sie sollen nur ein Auge auf sie werfen... für mich... und mir ab und zu berichten, wie es so mit ihnen läuft."
    "Wer? Um wen geht's?"
    "Der Captain, ein Mann namens McQueen, und ein Mitarbeiter der Wissenschaft, Sharom Ventra, er ist Andorianer." erklärte Tokariew und kehrte mit Eddo zu ihrem Ausgangspunkt zurück. "Um den Captain brauchen Sie sich nicht zu kümmern, dafür habe ich jemanden anderen. Aber ich möchte, dass Sie Mr. Ventra im Auge behalten."

    Darum war er also für sie so wertvoll. Er verstand etwas von Kryptologie und sein Schwerpunkt war Wissenschaft... und damit sollte er seinen neuen Vorgesetzten bespitzeln.
    "Warum, Sir?" Wenn er sich schon auf so etwas einließ, dann wollte er wenigstens wissen, wofür.
    "Vieles aus Lt. Cmdr. Ventras ist klassifiziert, aber ich verletzte wohl kein Geheimnis, wenn ich Ihnen verrate, dass er mehrere gefährliche Zusammenstöße mit Subraumphänomenen und zeitlichen Verzerrungen hatte. Sein Spezialgebiet ist zugleich auch sein Fluch. Und zusammen mit dem hochtechnisierten Schiff, mit dem diese Sondereinheit aufbricht, lässt das einige im Flottenkommando nervös werden. Darum brauche ich Ihre Hilfe."

    "Was genau wollen Sie über ihn wissen und wie soll ich Sie kontaktieren? Sie sagten doch, dass das Schiff während der Mission keinen Kontakt zur Flotte hat."
    "Ganz richtig. Darum dieses spezielle Training. Hier werden Sie alles lernen, was Sie zu Ihrem Auftrag noch wissen müssen und gebrauchen können. Mich interssiert vor allem, womit sich Mr. Ventra während der Mission beschäftigt - auch in seiner Freizeit - und in welchen Aktivitäten er eingebunden ist. Also versuchen Sie eine enge Beziehung zu ihm aufzubauen." Aus dem Mund des Admirals klang das so einfach.

    "Ist das die Sondereinheit?" fragte Edmund, schulterte seine Tasche (mit nur dem Nötigsten) und deutete auf eine Gruppe von Offizieren im hinteren Teil des Hangars.
    Tokariew schüttelte den Kopf.
    "Nein, das sind Mitglieder anderer Sondereinheiten, die nur mit Ihnen dieses Trainings absolvieren. Ihre Namen brauchen Sie sich nicht zu merken. Ihre Einheit ist schon aufgebrochen."

    // Das wird ja immer besser. //

    "Und wie soll ich dann zu ihr gelangen?" fragte Edmund ungeduldig.
    "Mit einem Shuttle. Wenn die Zeit reif ist." Tokariew schüttelte ihm noch einmal die Hand und schickte sich an mit seiner Adjutantin ein bereits wartendes Shuttle zu besteigen.
    "Wie lange?" rief Edmund ihm in den Lärm der aufheulenden Triebwerke nach.
    Tokariew drehte sich lächelnd um. "Bei Ihrer Auffassungsgabe.... maximal zwei Tage. Haben Sie viel Spaß." Winkend verschwand der schmächtige, aber durchaus gerissene Admiral im Shuttle, das gleich darauf abhob.

    'Hüte dich vor lächelnden Führungsoffizieren. Sie sind wie Gebrauchtwagenverkäufer - und ehe du dich versiehst, befindest du dich auf einem Shuttle in Richtung Breen.'
    // Oder sonst wo hin. // Edmund schüttelte den Kopf. Dann wandte er sich um, und ging zu seinem Training.

    </RPG>

    <SUM>

    # Ort: Gang vor Admiral Tokariew's Büro
    # Zeit: MD 2.0946

    Eddo klärt, ob seine Begegnung mit Solvinnen Zufall war oder nicht.

    # Ort: Eddo's Quartier
    # Zeit: MD 2.später

    Thorsten bemerkt an seinem Zimmergenossen ein merkwürdiges Verhalten.

    # Ort: Strand von San Francisco
    # Zeit: Drei Tage später

    Edmund verabschiedet sich von Lizzy.

    # Ort: Hangar 42G
    # Zeit: MD 5.1556

    Tokariew weiht Edmund in seinen Spezialauftrag ein.

    </SUM>

    So, nun ist Eddo voll umfassend informiert... oder so halb wenigstens. ;)

    submitted by
    Friederike

    <RPG>

    #Ort: Sternenflottenakademie, Hangar 42G
    #Zeit: MD 5.1603

    Ensign. Er hatte es tatsächlich geschafft. Wenigstens hatte es die Sternenflotte in den letzten Jahren geschafft auch ihre interne Struktur zu vereinheitlichen. Noch vor einigen Jahren hätte er den Rang des Fähnrich gehabt. Das war zwar genau das Gleiche wie Ensign, doch im Zuge der Globalisierung hatten die unterschiedlichen Begriffe in der Vergangenheit immer wieder zu Verwirrungen unter Crewmitgliedern geführt, so dass die Führungsebene der Sternenflotte sich letztendlich zu diesem positiven Schritt entschlossen hatte.

    Ensign. Stolz befühlte er den einzelnen golden Punkt an seinem Kragen. Tokariew war eben mit seinem Shuttle gestartet, nachdem er ihn mit seiner Sonderaufgabe betraut hatte: Spitzelei! Er sollte doch tatsächlich seine eigenen Kameraden ausspionieren. Was hatte sich der Admiral nur dabei gedacht? Und was hatte er sich dabei gedacht diese Aufgabe überhaupt anzunehmen? Nach der ganzen Ausbildung und der Eindringlichkeit über Zusammenhalt und Unterstützung innerhalb der Förderation sollte er gleich bei seinem ersten Auftrag gegen genau die Prinzipien verstossen, die ihm nun jahrelang eingetrichtert wurden? Ihm war nicht wohl bei dem Gedanken. Überhaupt nicht wohl. Doch trotzdem stand er hier. Ensign Edmund Dorn.

    Edmund atmete tief durch und versuchte sich die Einzelheiten noch einmal ins Gedächtnis zu rufen. Sein Ziel war Lt.Cmdr. Sharom Ventras. Andorianer. Was wusste er bereits über ihn? Vom Rang her stand er drei Ränge über ihm, das war immerhin keine Kleinigkeit und es hat Ventras sicherlich Jahre gebraucht, bis er dorthin gekommen ist. Edmund hoffte inständig, dass Ventras umgänglich war. Wenn es nur Gutes zu berichten gab, konnte das ihn immerhin auch helfen.
    Er grub weiter in seinem Wissen. Was wusste er über Andorianer? Sie sahen ähnlich aus wie die Aenar, die er bereits in Tokariews Vorzimmer kurz gesehen hatte. Blaue Haut, blaues Blut, zwei Fühler auf dem Kopf, einer Schnecke nicht unähnlich und meist weiße Haare. Das waren allerdings nur Äußerlichkeiten. Die Menschen sahen ja auch alle verschieden aus. Doch auf diese Fühler würde er achten müssen, waren sie doch die emotionalen Kennzeichen der Andorianer. Zu guter letzt war Ventras auch noch sein Vorgesetzter. Wenigstens kannte er schon mal dessen Rang und Namen.

    Erneut atmete er noch einmal tief durch, streckte sich und griff nach seiner neben ihm stehenden Tasche und lief auf die Gruppe von Offizieren im hinteren Teil des Hangars zu.

    "Da sind sie ja endlich Ensign!"

    Monoton und fast gelangweilt wurde er vom einzigen Vulkanier begrüßt. Dorn sah sich kurz die anderen vier Anwesenden an. Der Vulkanier war Commander, die anderen drei Offiziere teilten sich die Ränge der Lieutenants und Lieutenant Commander. Er war also mindestens zwei Ränge unter ihnen, das Nesthäkchen also und genau so sahen sie ihn auch an.

    // Na das kann ja heiter werden. //

    Der Vulkanier lief ohne ein Wort zu sagen voraus und die Gruppe folgte ihm wortlos. Sie schienen alle generell recht wortkarg zu sein, was Edmund überhaupt nicht störte. Wenigstens konnte er sich so nicht durch ein falsches Wort in zusätzliche Schwierigkeiten bringen. Vor einem Shuttle blieb ihr Anführer stehen.

    "Steigen Sie ein, unsere Zeit ist begrenzt!"

    Die anderen drei Offiziere betraten das Shuttle. Bevor er Ihnen folgte, wandte er sich noch einmal an den Vulkanier.

    "Sir, wohin fliegen wir?"

    Ohne mit der Wimper zu zucken und mit nur einem knappen Wort kam die Antwort wie aus der Pistole geschossen.

    "Luna"

    Mehr würde er wohl im Moment wohl nicht erfahren, aber diese Vulkanier waren ja generell immer etwas seltsam drauf. Edmund nickte, betrat das Shuttle und setzte sich gegen einen muskelbepackten Lieutenant.

    "Eddo." sagte er und streckte ihm die Hand entgegen.

    Der andere sah ihn aufmerksam an und wartete einen Moment, als müsste er überlegen wie sein Name war. Schließlich schien er jedoch zum Entschluss gekommen zu sein, diesen preisgeben zu dürfen und schlug in Edmunds ausgestreckte Hand ein.

    "Fisher."

    // Naja, immerhin was. //

    Dorn nickte und lehnte sich in seinem Sitz zurück.

    #Ort: Luna
    #Zeit: MD 5.1635

    Sie hatten den Mond schnell erreicht und auch weiterhin wurde nur sehr wenig zwischen den Teilnehmern gesprochen. Der Vulkanier führte sie am Rande der Kolonie zu einem unscheinbaren, grauen Gebäude, das gut zu einem der vielen anderen Siedlungskomplexe hätte gehören können. Trotzdem war es etwas abseits gelegen. Edmund registrierte mehrere unscheinbare kleine Kameras, die das gesamte Gelände zu überwachen schienen. Als sie sich dem Eingang näherten öffnete sich die Tür wortlos und mit einem leisen Klicken verschloss sie sich wieder hinter ihnen, nachdem sie das Gebäude betreten hatten.
    Der Vulkanier deutete einen kurzen Gang mit wenigen Türen hinunter und sah kurz auf seinen Chronometer.

    "Es wird Zeit mich kurz vorzustellen. Mein Name ist P'Sy, ich werde Sie die nächsten Tage begleiten. Sie haben jetzt Zeit ihr Gepäch abzulegen. Es sind bereits drei Zimmer für sie hergerichtet. Ms. Lemar, Nr. 4, Mr. Mash, Nr. 3, Mr. Fisher und Dorn, Nr. 2. Wir treffen uns um 1700 in dem Zimmer dort am Ende des Ganges."

    Er wies auf eine Tür mit der Aufschrift HUGH. Als Edmund das sah stutze er einen Moment, konnte es jedoch nicht richtig einordnen. Sie hatten nur wenig mehr als zwanzig Minuten für sich, und so geriet die Eingebung auch schnell wieder in den Hintergrund.


    #Ort: Luna, HUGH
    #Zeit: MD 5.1700

    Der Raum mit der Bezeichnung HUGH bestand aus einem großen ringförmigen Tisch, der in Richtung Tür eine Öffnung aufwies. Die vier Teilnehmer warteten stehend bereits schon wenige Minuten vor der vereinbarten Zeit und eine unbehagliche Stille hatte sich zwischen ihnen regelrecht festgebissen. Leise öffnete sich die Tür und P'Sy betrat den Raum mit einem PADD in der Hand.

    "Setzen sie sich."

    Als wäre es von vornherein festgelegt oder als stünden kleine Platzmarkierungen auf dem Tisch, verteilten sich die vier an genau gegenüberliegenden Punkten des Tisches und viertelten ihn damit in vier gleiche Große Teile.

    "Interessant."

    Statt das Zentrum des Ringes zu betreten, wie es Edmund erwartet hätte, blieb der Vulkanier außerhalb davon und begann hinter ihnen in langsamen Schritten auf und ab zu gehen.

    "Ich nehme an Sie wissen bereits warum Sie hier sind, also sollten wir nicht zu viel Zeit mit überflüssigen Formalitäten verschwenden und gleich mit dem Training beginnen. Lassen Sie mich etwas wissen. Sie haben mittlerweile bereits etwas Zeit miteinander verbracht. Was können Sie mir nach dieser kurzen Zeit bereits jetzt schon über sich sagen?"

    Die Teilnehmer sahen sich einander an. Keiner schien den Anfang machen zu wollen. Der Vulkanier sah kurz auf sein PADD und dann wieder in die Runde.

    "Sie sollten diese Zeit ebenfalls nutzen, es liegt ja schließlich auch ganz in Ihrem Interesse. Ensign Dorn, fangen Sie doch einfach an. Erwähnen Sie alles an was sie sich erinnern."

    // Na klasse. Das Küken im Raum, keine Ahnung worum es geht und ich darf mich gleich beim ersten Gespräch blamieren. //

    Edmund stieß die Luft zwischen seinen Lippen hervor und sah sich der Reihe nach die anderen Kursteilnehmer an während er antwortete.

    "Nun ja, was soll ich hier sagen... ich schätze alle anderen Anwesenden auf Anfang dreißig..."

    Er stutzte einen Moment und begann bei seinem Zimmergenossen.

    "Lt. Fisher, Mensch, männlich. Aufgrund seines Aussehens sehr sportlich aktiv und ich vermute stark, dass er einer Sicherheitsabteilung angehören wird. Er hatte eine schwarze Sporttasche mit den Insignien FF bei sich."

    Sein Blick verließ Fisher und glitt den Tisch entlang zum nächsten Teilnehmer.

    "Lt. Lemar, ein weiblicher Talarianer mit interessanten tiefbraunen Augen..."
    Er räusperte sich bevor er fortfuhr.
    "Ungeachtet der Tatsache ihrer Spezies würde ich sie eher in den Bereich des Counseling einordnen. Sie hatte eine braune kleine kompakte Tasche dabei."

    Schließlich gelangte er zum letzten Kursteilnehmer.

    "Lt.Cmdr. Guru Mash, ein männlicher Voth, was seine abweisende Haltung uns gegenüber erklärt. Wir scheinen ziemlich stark zu stinken. Es fällt mir schwer ihn einzuordnen, würde aber eher auf die taktische Besetzung tippen."

    Edmund verstummte und sah auf den Vulkanier. Er überlegte ob er ihn in seine Zusammenfassung mit einbeziehen sollte oder nicht und entschied sich nach einigen Sekunden dagegen. Der Ensign nickte als Zeichen, dass er seine Ausführungen beendet hatte.

    "Interessant." war alles was der Vulkanier dazu sagte.

    Die anderen Teilnehmer schilderten ihre Auffassungen, die sich am Ende mehr oder weniger alle glichen, schließlich gab es auch nur wenig Neues zu berichten.
    P'Sy begann mit einigen grundlegenden Informationen über den Aufbau des Trainings und wie die nächsten Tage für die Teilnehmer aussehen würden, bevor er sie wieder verabschiedete.

    "Das soll es als kleine Einführung für heute gewesen sein. Wir treffen uns morgen um 0800 hier wieder. Kann mir jemand sagen was der Name des Raumes bedeutet?"

    Wieder sahen sich alle einander an. Da war doch etwas gewesen. Edmund überlegte.

    // HUGH. Ein Männername, ganz klar. Aber es hatte doch auch noch ein andere Bedeutung. H-U-G-H. Könnte das etwa... //
    In Gedanken begann er zu zählen.
    // Eins, zwei, drei. //
    Dann noch einmal.
    // Eins, zwei, drei. Ja, das ergibt einen Sinn. //
    Wieder streckte er seinen Kopf nach oben und sah an die Decke, die Augen leicht zusammen gekniffen.
    // Eins, zwei, drei. Es passt! Und auch der vierte Buchstabe passt, identisch mit dem ersten. //

    "Keiner?"

    Der Vulkanier hob eine Braue.

    "ERDE!", sagte Edmund mit leichter Erregung.

    Die anderen starrten ihn an.

    "Der Name steht für ERDE.", wiederholte sich der Fähnrich.
    "Jeder Buchstabe um drei Zeichen weiter gezählt ergibt HUGH."

    Er konnte die Erkenntnis auf ihren Gesichtern förmlich sehen.

    "Sehr gut Mr. Dorn", antwortete P'Sy. "Ich beginne zu verstehen, warum man Sie als Ensign zu diesem Kurs zugelassen hat."

    </RPG>

    <SUM>
    #Ort: Sternenflottenakademie, Hangar 42G
    #Zeit: MD 5.1603
    Das Training besteht aus 4 Personen, geleitet von einem Vulkanier. Gemeinsam fliegen sie zu Luna zu einem abseits gelegenen Gebäudekomplex.

    #Ort: Luna, HUGH
    #Zeit: MD 5.1700
    Die erste Trainingseinheit besteht aus einem kurzen Überblick über die kommenden Tage und einer kurzen Vorstellung der Teilnehmer. Eddo als rangniedrigster konnte einige Zweifel über seine Tauglichkeit zumindest etwas verringern.
    </SUM>

    Immer dieses Eigenleben der Figuren...

    submitted by Tom aka Eddo
    "P'Sy" - ist ja süß und so ein richtiger Vulkanier aus der Klischee-Schublade
    Interessant.
    Gefällt mir.

    Edmund Dorn schrieb:

    Immer dieses Eigenleben der Figuren...


    Ach das ist ganz normal und wird dir hoffentlich noch häufiger passieren. ;)

    Kleine Korrektur: Eddos neuer Vorgesetzte heißt Ventra, nicht Ventras. Ich werd in Zukunft beim Genitiv ein 's verwenden, dann passieren solche Verwechslungen wohl nicht mehr. ;)


    Titel: Mein Name ist Dorn, Eddo Dorn

    <RPG>

    # Ort: Luna, HUGH
    # Zeit: MD 7.ca.1600

    Erschöpft ließ Eddo seinen Kopf auf die Arme sinken, die auf dem Tisch lagen. Das Training war sehr intensiv. Zwei Tage lang hatte man sie darin unterrichtet, wie man Nachrichten ver- und entschlüsselte (was er schon kannte), wie man Personen unauffällig beschattete, sich zu ihren Quartieren und Arbeitsbereichen unbemerkt Zugang verschaffte, wie man Nachrichtn in Subrauminterferenzen versteckte, wo man seine eigenen Geheimnisse am Besten aufbewahrte und was man tun sollte, wenn man erwischt wurde. Das kleine Einmaleins der Spionage.

    Edmund kam sich vor wie in einem Julian-Bashir-Crashkurs. Da dieser auch Nahkampftechniken zur Verteidigung enthielt und sie seit Beginn des Trainings nur zum Essen und Schlafen Pausen gemacht hatten, war er regelrecht erschlagen... körperlich wie geistig. Er wollte nur noch in sein Bett und träumen... am liebsten von Lizzy... in einem verführerischen Kleid... gehörte das nicht zur Grundausstattung von Spionen, so eine Femme fatal?

    Doch stattdessen erwartete man nun von ihm, unter Beweis zu stellen, dass er auch in erschöpftem Zustand in der Lage war, zu denken und zu handeln ............................................................ ................................................................................... Ok, er gab auf. Er konnte es nicht.
    "Ensign Dorn, kann ich Ihrer Haltung entnehmen, dass Sie die Lösung wissen?" hörte er die Stimme seines Ausbilders P'Sy hinter sich. Edmund war sogar zu müde, um die Augen zu öffne. Es war ihm im Moment schlicht weg egal.
    "Ensign Dorn?" wiederholte der Vulkanier und lüpfte in gewohnter Manier eine Augenbraue.

    Langsam erhob sich Eddo und drehte sich zu ihm um.
    "Nein, Sir, ich weiß es nicht."
    Der Ausbilder sah ihm lange in die müden Augen. Eddo spürte die Blicke der anderen Teilnehmer auf sich. Ähnlich wie bei seiner Prüfung mit Solvinnen.
    "Welches ist Ihre Waffe, Ensign?" fragte P'Sy.
    Edmund blickte zurück."Ich trage keine, Sir."
    "Was ist Ihre Waffe?" wiederholte P'Sy. "Was hält Sie am Leben während Ihrer Mission?"
    Eddo schwieg.

    "Ich sage es Ihnen: Es ist Ihr Gehirn. Ihr Scharfsinn." P'Sy blickte die anderen Teilnehmer an. "Ihr Verstand, wenn alle anderen um sie herum, den Verstand verlieren." Dann sah er wieder zu Edmund. "Ich hoffe, Sie gehen nicht unbewaffnet in Ihre Mission."
    "Ich hoffe, ich werde gar keine Waffe benötigen." erwiderte der junge Ensign etwas trozig.
    Der Vulkanier wandte sich um und ging zur Frontseite des Raums.
    "Wir machen hier später weiter. Gehen Sie was essen und dann ruhen Sie sich aus. Weggetreten."
    Alle vier Teilnehmer erhoben sich und gingen Richtung Tür. Obwohl sie sicherlich alle geübte Pokerspieler waren, war die Erleichterung in ihren Gesichtern abzulesen.

    "Wird auch Zeit." murmelte Fisher beim Rausgehen zu Eddo, der ihm nickend antwortete.
    "Sie nicht, Ensign Dorn." hielt ihn da ihr Ausbilder zurück. Überrascht blickte Edmund zu ihm auf. "Da sind zwei Herren, die Sie sprechen möchten."
    "Wir sehen uns nacher." sagte Eddo zu Fisher und folgte P'Sy in einen kleine Raum nebenan.
    Dort warteten zwei identisch aussehende Männer auf ihn.

    "Das ist Agent Jay..." "Und das ist Agent Kay." Die beiden Männer wiesen auf den jeweils anderen.
    Perplex starrte Eddo sie an. Hatte sein Zimmerkumpel Daniel mit seinen Verschwörungstheorien doch endlich mal Recht? Gab es Sektion 31 wirklich? Und konnte die ganze Sache noch verrückter werden?
    // Man in Black. // Obwohl so schwarz sahen sie gar nicht aus, eher grau. Als wenn ihnen jemand schlechsitzende Fliegermonturen der ersten Pioniere übergezogen hatte.

    "Wir sind von der Temporalen Ermittlung." sagte der etwas ältere der beiden. "Wir sind hier, um Sie an Ihren Bestimmunsgort zu bringen." Der jüngere reichte Eddo ein Padd. "Die USS Spirit of St. Louis. Hierdrauf finden Sie alle Informationen. Allerdings wird das Padd Ihren Flug nicht überleben. Sie müssen es sich also vorher ansehen."
    "Was hat die Temporale Ermittlung damit zu tun, wie ich zu meiner Einheit komme?" Edmunds Müdigkeit war auf einen Schlag verschwunden.
    "Wir überwachen jede Art von temporalen Vorfällen, d.h. auch Zeitverzerrungen und das künstliche Auslösen solcher."

    // Künstliches Auslösen...? // Eddo warf einen Blick auf das Padd. Seine Einheit befand sich offensichtlich bereits am Rande des Föderationsgebiets. In der Nähe eines NeEr fragte sich, wie sie in den paar Tagen dorthin gelangen konnte. Etwa auch durch künstlich ausgelöste Zeitverezzungen? Und nun sollte er ihnen folgen.
    "Was hat das mit mir zu tun?"
    Agent Kay übernahm es zu antworten. "Sie werden mit einem Shuttle zu diesen Koordinaten fliegen." Er deutete auf das Padd. "Und dann diese Vorrichtung aktivieren." Er übergab ihm einen Handgroßen Zylinder mit einem Knopf oben drauf. Einen einzigen.

    "Und was passiert dann?" Eddo blickte die Dose in seiner Hand misstrauisch an.
    "Wenn alles gut geht, wird sich ein Subraumspalt öffnen und Sie werden durch das Raum-Zeit-Kontinuum zu exakt ihrem Zielpunt gezogen."
    "Und wenn nicht?"
    "Dann wird das Shuttle entweder in sämtliche Stücke zerissen.." antwortete Agend Jay. "Oder Sie kommen an einem ganz anderen Ende des Universums raus."
    "Wo Sie mich nicht finden werden...?"
    Agent Kay nickte sachlich. "Korrekt."

    "Und wann soll es los gehen?"
    "Jetzt gleich. Darum sind wir hier." erwiderte Kay. "Wir von der Temporalen Ermittlung haben keine Zeit zu vergeuden."
    Edmund blickte von den beiden Agents-of-Grey zu Ausbilder P'Sy. "Dann ist das Training beendet?"
    "Für Sie schon." antwortete dieser ohne Anzeichen von Bedauern oder sonstiger Emotionen. "Sie werden mit dem zurecht kommen müssen, das Sie bisher gelernt haben."
    Vermutlich war das in dessen Augen nicht viel, aber Eddos reichte es.
    "Dann hole ich mal meine Sachen..."

    # Ort: Akademie Trainingsshuttle "Thunderbird"
    # Zeit: MD 7.1620

    Nun zahlten sich Eddos Flugkenntnisse aus. Er saß auf dem Pilotensitz des Shuttles. Das Padd und den silbrigen Zylinder neben sich auf dem Copiloten-Sitz.
    Schritt für Schritt ging er die Checkiste durch, so wie man es ihm beigebracht hatte. // Manövriertriebwerke an.... check. // Auf der Anzeige leuchteten weitere Felder auf.
    // Impulstriebwerke bereit.... check. //

    Er hörte wie sich von hinten Schritte näherten. Es waren Agent Kay und Jay.
    "Sind Sie bereit, Ensign?"
    "Ich denke schon."
    "Dann viel Glück." Agent Kay klopfte ihm auf die Schulter. "Und grüßen Sie Commander Ventra bitte nicht von uns."
    Die beiden Männer verließen das Shuttle und Edmund sah ihnen irritiert hinterher. Was hatte das denn nun schon wieder zubedeuten? Mit einem Kopfschütteln wandte er sich wieder seinen Anzeigen zu.

    Es wurde Zeit, dass er hier wegkam. So oder so. Edmund schloss die Luke und startete die Triebwerke. Langsam hob das Shuttle vom Boden und nahm dann schnell an Geschwindigkeit zu. Als er weit genug entfernt war, schaltete er die Impulstriebwerke hinzu und schoss aus dem Anziehungsbereich von Luna heraus. Mit vollem Impuls steuerte er auf die angegbenen Koordinaten dazu. Irgendwo abgelegen hinter den Ringen des Saturn, versteckt durch deren Strahlung. Er schaltete den Autopilot ein, um sich bis dahin den Inhalt des Padds einzuverleiben.

    ***********************************
    USS Spirit of St Louis - leichter Aufklärer der Spirit-Klasse
    Gebaut 2412 / Breite (X): 58 m / Höhe (Y): 24 m / Länge (Z): 110 m
    Quanten-Slipstream-Antrieb, bis max. Warp 12
    Besatzung: max. 30 Personen, derzeit 25 Personen
    Captain: Cpt. James McQueen
    Erster Offizier: Cmdr. Sam Garrett
    CWI: Lt.jg. Iom / WI: Lt.Cmdr. Sharom Ventra
    *************************************

    Eddo stutzte. Der Mann, den er beobachten sollte, hatte einen viel höheren Rang, war aber dennoch nicht Abteilungsleiter. Diese Information konnte für seinen Auftrag vielleicht wichtig sein.

    *************************************
    Auftrag: Verfolgung und Wiederfinden der beiden verschollenen Schiffe USS Gallantry und USS Archeron. (Hinweis: inoffizielle Mission; kein Funkkontakt zur Flotte)
    Derzeitiger Aufenthaltsort: Xarantine Sektor, nähe Gulan Nebel.
    *************************************

    // Na hoffentlich komme ich dort raus. //
    Er hatte die Zielkoordinaten erreicht und schaltete den Autopilot aus. Dann legte er das Padd beiseite, das sich wohl von selbst zerstören würde oder so etwas ähnliches, und griff nach dem Zylinder.
    Unsicher beäugte Edmund das Ding in seiner Hand einige Sekunden.
    // Jetzt oder nie. // Edmund drückte den Knopf.
    In einer schnellen Reihenfolge tauchten Bilder der letzten Tage vor seinem Auge auf. Bilder von der Graduierungsfeier, von Thorsten und Daniel, von Carmen wie sie ihn geboxt hatte, von Solvinnen und der Aenar in Tokariew's Vorzimmer und von dem Türschild des Ausbildungsraums: HUGH - Erde. Vielleicht würde er sie nie wieder sehen.....

    Dann erhellte ein weißer Blitz alles um ihn herum und die Welt zerbarst in tausend kleine Splitter.

    </RPG>

    <SUM>
    # Ort: Luna, HUGH
    # Zeit: MD 7.ca.1600

    Edmund erfährt wir ermüdend das Spionagehandwerk sein kann.

    # Ort: Akademie Trainingsshuttle "Thunderbird"
    # Zeit: MD 7.1620

    Endlich beginnt sein Abenteuer. Da draußen....

    </SUM>

    So damit endet Eddo's Zeit an der Akademie und in der Ausbildung. Ich würde dich bitten, an dieser Stelle nicht mehr weiterzuschreiben, weil das Anschluss Post dann auf unserer Liste erfolgt.
    Du kannst natürlich gerne noch die Zeit davor etwas ausfüllen, wenn du magst. Oder aber du stellst Eddo schonmal deinen neuen Spielkameraden vor, indem du ausgewählte Post hier aus dem Forum über die Liste postest. Wäre ja schade, wenn diese Menge an kreativer Energie verloren ginge. Bei welchem Post du anfangen möchtest, überlass ich dir. Dieses und die beiden vorherigen werde ich auf jeden Fall auch über die Liste schicken, damit die anderen die Vorgeschichte kennen. ;)

    Der Start mit dir war schon sehr vergnüglich und ich freue mich, dies an anderer Stelle fortzusetzen.

    submitted by
    Friederike aka Kay and Jay