RP Ortrichk Lertary

      RP Ortrichk Lertary

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      Ort: Ortrichks Zuhause auf Rr’aghnar
      MD 1.0600
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      Ein kleines Terminal summte laut eine schöne Melodie. Schön, wenn man Iskyra war. Andere Spezies verstanden unter schön etwas anderes.
      Auf dem bescheidenen Bett erwachte Ortrichk aus einem tiefen Schlaf. Sie reckte, streckte und dehnte ihren Körper, so dass einige Gelenke vernehmlich knackten.

      "Ruhe!", schnurrte Ortrichk.

      Unbeeindruckt spielte das Terminal die Melodie weiter, darauf wartend dass die große Katze sich aus dem Bett bequemte und eine Taste drückte. Die Weckfunktion war mit Absicht so eingestellt. Sonst hätte Ortrichk womöglich noch etwas weiter dösen wollen und währe womöglich wieder eingeschlafen und hätte verschlafen.
      Mit einem Satz überbrückte die Katze die 5 Meter zum Terminal und schaltete es ab. Jetzt war sie wach. Seufzend schaute sie noch einmal zu ihrem Schlafplatz, der praktisch nur ein Gestell mit einer dünnen Matratze darauf war. Auf Decke und Kopfkissen konnte Ortrichk verzichten. Es hatte seine guten Seiten kein städtischer Stubentiger zu sein, der ein Weiches Bettchen mit Kuscheldecke und Kissen unbedingt brauchte. Man brauchte kein Bett machen, Bezüge waschen und so weiter. Ab und zu wurde einfach eine neue dünne Matratze repliziert. Fertig.

      Tatsächlich fand sich Ortrichk in der Stadt genau so gut zu Recht wie in den wilderen Teilen von Olbia II. Sie hatte mehrerer Jahre mit ihrer Großmutter und den 4 Geschwistern in der Wildnis gelebt und gelernt dort zu überleben. Dort musste man für sein Leben einiges können und tun und auch noch aufpassen nicht selber vom Jäger zum Gejagten zu werden.
      Hier in der Stadt war das Leben weit bequemer. Entweder man ging sich 'echte' Nahrung kaufen und bereitete sie selber zu oder, noch einfacher, man benutze einen Replikator. Man brauchte auch nicht in einem Fluss zu baden. Es gab Ultraschallduschen oder auch Duschen mit echtem sauberem Wasser. In der Natur hatte sie 30 Meter hochklettern müssen, um das Baumhaus zu erreichen. Hier fuhr sie einfach mit dem Lift in die 6te Etage, wo ihr Apartment lag.

      Heute reichte ihr eine Ultraschalldusche. Die Wasserdusche nutzte sie fast nur wenn sie von der Arbeit oder Lauftraining kam und eine Erfrischung brauchte. Anschließend bürstete sie sorgfältig und gleichmäßig ein Pflegemittel in ihr Fell. Ein reines Naturprodukt, mit dem zarten Duft von Orchideen. Zum Frühstück gab es eine große Schüssel Müsli, aus dem Replikator, und ein echtes Brathähnchen aus dem großen Kühlschrank. Auf welchem Weg die irdischen Hähnchen nach Olbia II gekommen waren wusste Ortrichk nicht. Aber sie waren schnell ein beliebter Appetithappen geworden. Zwei Bissen und weg war das Federtier samt Knochen. Die Eier wurden auch gerne gegessen. Nur musste man davon immer so viele essen um etwas im Magen zu haben und es war mühsam mit den großen Pranken die harte Schale herunter zu pellen.

      Müsli mampfend stand Ortrichk am Küchenfenster und schaute hinaus. Von hier aus konnte man einen Teil des direkt gegenüberliegenden Parks einsehen. Alte große Bäume standen licht beisammen oder bildeten kleine Wäldchen und spendeten Schatten. Es gab viele Rasenflächen und gepflegte Beete. Dieser Park lag im Zentrum der Stadt, war riesig groß und beherbergte die Universität, wo sie arbeitete. 6 Stockwerke unter ihr bewegten sich Gestalten, die meisten zweibeinig, über die schwach beleuchteten Fußwege. 5 Meter über der Straße glitt ein voll besetzter Schwebebus vorbei. Einige wenige Iskyra fuhren mit einem Fahrrad von hier nach da, andere besaßen ein Elektroauto. Zeit für die meisten Iskyra zur Arbeit zu gehen. Einige Hauptverbindungsstraßen würden bald verstopft mit pelzigen Körpern sein und in der Untergrundbahn herrschte quälende Enge, so voll warne die Wagen gestopft. Zum Glück brauchte Ortrichk nur 10 Minuten durch den freien Park traben um ihren Arbeitsplatz zu erreichen.

      Im Gegensatz zum Leben in der Wildnis musste man in der Stadt bekleidet sein. Die Tigerin stellte die leere Schüssel zurück in den Replikator, wo sie in einem Energiestrahl verschwand. Flink schlüpfte sie ein eine blaue Jeansshorts und in das grüne Sweatshirt mit dem Universitätslogo. Wenigstens brauchte sie keine Schuhe oder gar Stiefel tragen, wie es bei einigen Iskyra in letzter Zeit in Mode kam. Schnell bürstete sie noch einmal ihren buschigen Schweif bevor sie an ihr Kommunikationsterminal trat. Enttäuscht stellte sie fest dass wieder keine Nachricht, auf die sie nun schon so lange wartete, von der Sternenflotte vorlag. Nach einem Seufzer schnappte sie sich ihren Rucksack, verließ die Wohnung und machte sich auf den Weg zur Arbeit.

      Unten angekommen überquerte sie mit 2 langen Sprüngen die Straße und schaute sich noch einmal zu dem Haus um in den sie wohnte. Das Gebäude war aus fast schwarzem Sandstein gebaut und gehörte zu den ältesten der Stadt. In 5 Etagen befanden sich je 2 mittelgroße Wohnungen. Ortrichks Apartment war auf dem Dach und hatte eine Terrasse. Für den normal arbeitenden Iskyra war eine Wohnung oder gar eine Haus der Altstadt schier unerschwinglich. Ortrichk hatte das Apartment von ihrer Großmutter geschenkt bekommen, als sie mit ihrem Studium begonnen hatte und während der Studienzeit mit ihrer Schwester geteilt. Die Schwester hatte nach ihrem Studium die Stadt verlassen, um als Arzt in einer kleinen Stadt zu praktizieren.

      Ortrichk drehte sich um und ließ sich auf die Vorderbeine hinunter, bereit los zu traben. Zwischen den licht stehenden Bäumen, den gepflegten Beeten und Rasenflächen war niemand zu sehen. Der Gruch von frisch gemähtem Rasen stieg Ortrichk in die feine Nase. Klar dass niemand zu sehen war. Durch den Park ab zu kürzen war für die städtischen Iskyra keine Abkürzung. Sie würden über eine Stunde gehen müssen. Da nutzten die Faulpelze lieber die öffentlichen Transportmittel.

      Die Iskyra trabte locker los. Gut um die Muskeln auf zu lockern, aber auch nicht mehr. Die 5 Minuten die sie bis zum medizinischen Labor brauchte konnte man keinesfalls als Frühsport bezeichnen. Ihre Trainingsläufe dauerten gut 2 Stunden und da lief sie auch noch ein wenig schneller.

      Das einzige Hindernis war der Fluss, welcher mit starker Strömung quer durch den Park floss. Die 15 Meter die es zu überbrücken galt, Brücken gab es im Park nicht, waren auch für die Iskyra ein mächtig weiter Sprung. Kurz bevor der Weg rechts abbog, beschleunigte Ortrichk und erreichte im Sprint 65 km/h! Die vier Pfoten wirbelten so schnell dass das menschliche Auge keine Details mehr erkennen konnte. Nach einem letzen Satz setzte sie die Hinterbeine fest auf den Boden und sprang. Die Vorderbeine waren nach vorne geschnellt, was half die Reichweite des Sprungs zu erweitern. Während des Flugs holte sie Hinterbeine unter den Köper, damit sie nach der Landung gleich weiter laufen konnte. Elegant landete sie auf der anderen Seite und trabte mit nun wieder verringerter Geschwindigkeit weiter.

      Ganz unbeobachtet war sie nicht. Ein anderer Iskyra hatte ihren Sprung beobachtet. Von der Gestalt und Fellfärbung erinnerte er an einen schwarzen Leopard. Er trug einen schwarzen Anzug, welcher ihn unter dem Bäumen zu dieser Tageszeit nahezu unsichtbar machte und ein blütenweißes Hemd. Auf der Nase saß eine Brille und wie die meisten Iskyra bevorzugte er einen Rucksack, um diverse Dinge zu transportieren. Viele graue Stellen seines Fells zeugten von seinem fortgeschrittenen Alter. Er würde ein paar Minuten nach Ortrichk im Labor ankommen, da er es nicht eilig hatte und aufrecht ging.

      [SUM]
      Ort: Ortrichks Zuhause auf Rr’aghnar
      MD 1.0600 bis 1.0640
      Ortrichk erwacht, duscht und frühstückt. Danach macht sie sich auf den Weg zur Arbeit wobei sie beobachtet wird
      [SUM]
      CWI Ens. Ortrichk Lertary USS-Odyssey - OPS Ens. Chr’is „Christine“ Slach’k - Müller USS-Raidon

      Es gibt keine doofen Fragen. Nur doofe Antowrten! :P