2415-03-17

      (da es zu meinem Charakter schon eine kleine ‚Vorgeschichte‘ im Forum gibt, bitte zuerst das ‚Campusleben I‘ lesen)

      PROLOG

      =A= Benjiro Kazuki, Quartier, Akademie der Sternenflotte, ERDE, SOL =A=

      Benjiro hatte recht zügig nach seiner Versetzung von Falls Church ins Hauptquartier der Sternenflotte, respektive an die Akademie selbiger, den Weg nach San Francisco zurückgelegt und war in seinem alten Quartier eingetroffen, das immer noch für ihn reserviert geblieben war. Dieses war dem Umstand geschuldet, dass er bis dato als Student an der Akademie galt und sowohl im Hörsaal, als auch aus der Ferne mittels der modernen Technik des Holodeck, seine Studien abgeschlossen hatte. So war es ihm im Laufe der notwendigen Jahre gelungen, auch seine forensische Ausbildung zu vervollkommnen und dazu auch in der Mindestzeit seinen Bachelor in analytischer Forensik zu erlangen. Die darauf aufbauende Weiterbildung zum Master und – oder anstatt dessen direkt – die Promotion stand nun ebenfalls auf einem Einsatzposten zur Diskussion und lag durchaus im Bereich des Machbaren, wenn auch noch in ansehnlicher Ferne. Dafür war ihm von der Akademie ein Platz auf einem regulären Flottenschiff gesichert worden. Dort sollte er neben einem standardmäßigen Posten, der ihm erst an Bord würde übertragen werden, zusätzlich auch die kleine Abteilung des JAG-Corps einstweilig übernehmen, da dessen bisheriger Offizier im Einsatz verloren gegangen war. Sein Versetzungsbefehl ließ die genaue Postenzuweisung offen, lediglich die Zugehörigkeit zum Marine Corps würde beibehalten werden.

      Der second Lieutenant nutzte jetzt die Gelegenheit, noch ein paar Kleinigkeiten aus seinem Quartier abzuholen, bevor er sich zur Star Base One und an Bord der Gunnthra begeben würde. Die Vorzüge eines Quartiers nunmehr für einen Junior Offizier brachten es mit sich, über ein wenig mehr Platz zu verfügen und auch das eine oder andere mehr mit sich führen zu können, was ihm vorher als einfachem Unteroffizier der ermittlungsunterstützenden Abteilung nicht gestattet gewesen war. Also hatte Benjiro beschlossen, seinen kleinen Haushalt auf dem Campus endlich aufzulösen; und das für ihn Wichtigste mit auf die Reise zu nehmen, was einem Familienmitglied am nächsten kam. Er hatte sich also die notwendigen Papiere und ein Behältnis aus geflochtenen Weidenstäben besorgt und letzteres stand jetzt vor ihm auf dem Boden und harrte seines potentiellen Insassen. „Nun komm schon, Blacky, stell Dich nicht so an.“ sprach der jungen Mann zu einem schwarzen Schatten auf dem Schrank, der sich partout nicht von dort fortbewegen wollte und ihn mit großen Augen anstarrte. Es war nicht einfach dem Kleinen klarzumachen, dass der Umzug notwendig war und gar nicht wehtun würde. Nach einer langen Weile gelang es ihm dann aber doch mit gutem Zureden und ein paar schmackhaften Leckerli.

      STORYLINE

      =A= Benjiro Kazuki, Star Base One (SB 1), ERDE, SOL =A=

      Der designierte Ermittler der Raidon hatte mit seinem Handgepäck per Orbitalshuttle Star Base One erreicht und trotz seiner Papiere und Genehmigungen nur nach einigen bürokratischen Mühen und mit Einsatz allem von ihm bis dato aufgenommenen Wissen hinsichtlich des Einsatz psychologisch freundlicher Maßnahmen den Weg durch die Sicherheitsschleusen freigegeben bekommen. Der größere Anteil seiner Habe durfte indes bereits als Frachtgut auf dem Transportshuttle und vielleicht in seinem Quartierbereich angekommen sein, während Benjiro sich noch mit seinem zur Sicherheit weiterhin internierten Mitbewohner im Transferterminal aufhielt. Er beobachtete diskret das Kommen und Gehen, da ihn das Verhalten von Menschen und anderen Spezies sehr interessierte, wenn diese sich unbeobachtet fühlten, und ihren Gefühlen und ihrem Wesen und Auftreten freien Lauf ließen. Ein leises Fauchen aus dem Weidenkorb heraus ließ ihn aber aufmerken und in eine bestimmte Richtung blicken. Dort sah er eine Person, die er einmal auf einem Symposium getroffen und flüchtig kennen gelernt hatte: ein Captain Wolfeye – oder, wie er sich berichtigen musste, inzwischen sogar Commodore. Ein seltsamer Name für einen Terraner und augenscheinlich bereits im Ruhestand, wie das weitere Lametta an dessen Uniform verriet. Aber der Mann bemerkte ihn nicht oder ignorierte ihn und war auch gleich darauf durch den Ausgang verschwunden.

      Das Terminal hatte sich etwas geleert und Benjiro war durch eine große Scheibe hindurch der Blick auf ein nahe bei stehendes Shuttle freigegeben worden. Er trat näher an die Scheibe heran vor ein Infodisplay und stellte den Weidenkorb auf den Boden. Aus dieser Perspektive konnte er die Beschriftung nicht lesen, ahnte aber um welches Shuttle es sich handeln könnte, da sein PADD mit dem Versetzungsbefehl ihn hierher geführt hatte. „Computer,“ sprach er zum Display, „welches Shuttle ist hier abgestellt?“ Pflichtgemäß antwortete die Maschine ihm: „Bei dem hier abgestellten Shuttle handelt es sich um die USS Gunnthra, Transportshuttle der Akademie der Sternenflotte.“ Der junge Mann nickte. „Zeige mir die Spezifikationen und den Deckplan.“ Sofort wurde ihm das gewünschte auf dem Display angezeigt und Benjiro studierte die Daten flüchtig. Ein Shuttle der Danube-Klasse; klein und schnittig; genau das Richtige für den Transport von einer Handvoll Junior-Offiziere zu einem nicht allzu weit entfernten Einsatzschiff. „Übertragung auf mein PADD.“ wies er das Gerät an und hielt ihm seines vor die Anzeige. Er nickte zufrieden: das sollte ein gemütlicher Umzug werden. Ein dezentes „Mauuu.“ holte ihn aus seinen Gedanken zurück und er ging vor dem Körbchen auf ein Knie herunter. „Wir sind ja bald da…“

      [tbc]

      Wörter: 800
      Beteiligte Charaktere: Blacky, Kater; Cameo-Auftritt Cpt/Cdo Wolfeye (kein Angehöriger der SFG)
      NRPG/OOC: bin mal gespannt, ob und wenn ja wer sich an dieser Stelle noch dazu gesellen wird…
      Anm.: falls notwendig lässt sich das Thread-Datum zgl. Start-Datum des RP noch anpassen und ein wenig weiter in die Zukunft legen
      Zur Textformatierung: kursiv für Gedanken, rot für direkte Rede des eigenen Charakter, blau für direkte Rede anderer Charaktere
      >>> Benjiro Kazuki <<<
      registered irc-nick: Faolan
      __________________________________________
      Wer unsere Träume stiehlt, gibt uns den Tod.
      Konfuzius (551 - 479 v. Chr.)
      2414-03-17

      Bammel

      =A= Chrylasis, Quartier, Akademie der Sternenflotte, ERDE, SOL =A=

      „Chrylasis,ich gratuliere dir“, sprach ein junger Mann auf einem Bildschirm zu ihr, während sie damit
      beschäftige war, den Rest ihrer Sachen einzupacken. Es war nicht das
      erste Mal, dass sie sich diese Nachricht angehört hatte und noch
      immer erfüllte es sie mit dem gleichen Stolz, wie an dem Tag als sie
      es empfangen hatte. Ihr Mentor und mittlerweile auch guter Freund
      lächelte über das ganze Gesicht, bevor die Übertragung
      verblasste.

      Chrylasis spielte einen Moment lang mit dem
      Gedanken, sie erneut abzuspielen, aber dafür blieb ihr mit einem
      Blick auf den Chronometer keine Zeit mehr. Wichtiger war jetzt noch
      einmal durchzugehen, ob sie alles hatte. Viel war es trotz ihrer
      Jahre auf der Akademie noch immer nicht, dennoch immerhin mehr, als
      bevor sie hier auf der Erde angekommen war. Und auch wenn es
      sicherlich weniger war, als manch andere mitnahm, gerade das waren
      Dinge, die ihr wichtig waren.

      Zu diesen gehörte auch die eben erneut abgespielte Aufzeichnung. Ihr wurde das Herz schwer, in
      nächster Zeit würden sie sich nur noch über Kommitteilungen
      unterhalten können. Traurig nahm sie die Aufzeichnung aus dem
      Abspielgrat und steckte sie ebenfalls zu ihren Sachen.

      Seine Mission würde weit weg gehen und es würde Monate dauern, bis sie
      sich wiedersehen würden. Chrylasis war sich unsicher, ob sie es
      tatsächlich ohne den Zuspruch ihres Mentors schaffen würde. Er war
      natürlich überzeugt davon und sie eigentlich auch, solange er in
      ihrer Nähe war.

      Jetzt allerdings, kurz vor dem Abflug bekam sie erste Zweifel.

      Es war vielleicht das erste Mal überhaupt , dass Chrylasis völlig auf
      sich alleine gestellt war. Ohne das ihr ständig jemand mit Rat oder
      Tat zur Seite stand. Auf der Akademie waren etwaige Fehler meist
      nicht schwerwiegend gewesen. Es gab hier eine Art doppelten Boden,
      der sie es beim nächsten Mal besser machen lassen konnte.

      Auf einem Schiff, einer richtigen Mission sah das natürlich ganz anders
      aus. Ein Fehler und es würde vielleicht jemand zu Schaden kommen.

      Kaum jemand wusste wahrscheinlich besser als Chrylasis , wie gefährlich
      es dort draußen tatsächlich war. Einerseits freute es sie, endlich
      wieder raus zukommen, anderseits hatte sie auch Ur Ängste. Was wenn
      die dünne Platine der Zivilastion von ihr abfiel? Sie doch in alte
      Muster fiel? Oder gar jemand begegnete den sie und ihr Vater betrogen
      hatten? Das war nicht weit hergeholt, denn sie und er waren auf eine
      Menge Planeten gewesen.

      Dennoch...dafür hatte Chrylasis nicht so hart gearbeitet um den Kopf in den Sand zu
      stecken. Sie hatte sich für diesen Weg entschieden und was immer
      auch geschehen würde, sie würde es überstehen.

      Mit neuer Entschlossenheit zog sie den Reißverschluss ihrer Tragetasche
      zu. Mit eben dieser verließ sie auch ihr altes Quartier. Im Grunde
      ihr einziges Zuhause und überhaupt erstes Dach über den Kopf. Die
      wenigen Jahre in der Haftanstalt zählte sie nicht dazu.

      Doch Chrylasis würde sich irgendwann wieder eins schaffen. Einen Ort an
      dem sie jederzeit zurückkehren konnte. Jetzt aber ging es um andere
      Dinge und es war Zeit nach vorne zu sehen.

      Hinter sich hörte sie die Tür zu gleiten. Sehr bald würden hier neue
      Kadetten einziehen, mit den gleichen Hoffnungen und Ängsten wie sie
      eins.

      STORYLINE

      =A= Chrylasis Jhing Webster, Star Base One (SB 1), ERDE, SOL =A=

      Esdauerte nicht lange, bis Chrylasis an den Abflugort des Shuttles
      gelangt war.

      Der kleine Transporter war nicht sonderlich geräumig, aber für den
      Hinflug zu ihrem Schiff musste es genügen.

      Sie runzelte einen Moment lang die Stirn. Und sah wie ein kleiner
      Weidenkorb vor einem ihr fremden Mann stand, in dessen Inneren sich
      etwas Dunkles bewegte. Sie sah noch einmal genauer hin. Tatsächlich
      hatte sie ihn ein oder zweimal gesehen, doch kannte sie ihn sonst
      nicht.

      Nicht mal seinen Namen.

      Der ihr Unbekannte beugte sich nun vor das Körbchen und schien mit dem
      was sich im Inneren befand zu sprechen. Sie hoffte bloß, dass es
      kein Dreibeißer war. Ein kleines Raubtier, dass gerne von Klingonen
      gehalten wurde. Ähnlich der irdischen Katzen, doch doppelt so
      gefährlich. Nicht um sonst hatte der Dreibeißer seinen Namen. Sein
      Biss, unbehandelt wirkte tatsächlich drei Mal.

      Nur zu gut erinnerte sich Chrylasis daran, was mit denen passierte, die
      nicht rechtzeitig eine Behandlung bekamen. Man starb langsam und
      qualvoll.

      Aber sie rief sich selbst zur Ordnung. Sicherlich war ein solches Tier auf
      einem Starfleetschiff nicht erlaubt. Dennoch fühlte die junge Frau
      Unbehagen.

      Wer nimmt denn sein Haustier mit, auf seine erste Mission?, dachte
      sie etwas verwirrt, bevor Chrylasis eine neutrales Gesicht aufsetzte.
      Was auch immer ihn dazu veranlasste, früher oder später würde sie
      es erfahren.

      Damit trat sie näher zum Shuttle hin.

      Freundlich begrüßte sie ihn. „Hallo....ich bin Chrylasis Webster“,
      ihren zweiten Namen ließ sie vorerst weg. Meistens sprach man sie
      ehe mit dem ersten an. Er spielte in der jetzigen Vorstellung keine
      Rolle. Das Nennen des Zweitens hätte auf ihr Gegenüber arrogant
      wirken können und das wollte Chrylasis auf keinen Fall.



      Wörter:
      856
      Beteiligte Charaktere: Blacky, Kater; Cameo-Auftritt Mentor von Chrylasis
      NRPG/OOC: Hoffentlich hab ich jetzt soweit alles verstanden.
      Zur Textformatierung: kursiv für Gedanken, rot für
      direkte Rede des eigenen Charakter, blau für direkte Rede anderer
      Charaktere
      Jesus hat versprochen, es würde keine bösen Menschen mehr geben. Odin hat versprochen, alle Frostriesen zu töten. Ich weiß ja nicht, wie es dir geht, aber ICH KANN KEINE FROSTRIESEN ENTDECKEN!!!
      PROLOG

      =A= Licea Irani, Holodeck, Star Base One (SB 1), ERDE, SOL =A=

      Der weiche Sand unter ihren nackten Füßen war locker und durch die strahlende Sonne so warm, dass sich Liceas Zehen tief in ihm vergraben konnten, als sie sie bewegten. Einzelne Sandkörner rieselten über ihren Spann, kitzelten auf eine angenehme Art und Weise auf der Haut. Mit ausgebreiteten Armen stand die Betazoidin am Strand, die Arme ausgebreitet und genoss die Sonnenstrahlen, die ihr Gesicht streichelten. Ihre Augen waren geschlossen und sie atmete tief ein und aus, in einem immer gleich bleibendem Rhythmus, während eine sanfte Brise, die vom Meer aus ging, vergeblich versuchte, sie in Richtung des Wassers zu ziehen. An einem anderen Tag hätte Licea dieser stummen Aufforderung sicher nachgegeben und sich in das Nass gestürzt.

      Gefühlte Stunden vergingen, in denen sich die Betazoidin sich nicht rührte, sich nur ihr Brustkorb hob und senkte, dann durchbrach ein Piepsen die Stille. Lange Sekunden vergingen, dann senkte Licea den leicht gehobenen Kopf ein wenig und öffnete die Augen. Ihre Arme fielen in einer kontrollierten Bewegung nach unten, dann drehte die Frau sich langsam um. Auf dem Oberteil ihrer Sternenflottenuniform, dessen sie sich aus Bequemlichkeit entledigt hatte, lag neben ihrem Kommunikator ein einzelnes PADD. Es war wie ein Sinnbild für ihre derzeitige Habe - denn die meisten anderen ihrer Sachen waren eingelagert. In dem winzigen Quartier, das sie hier auf der Station zugewiesen bekommen hatte, hatten weder ihre Staffelei noch ihre anderen Habseligkeiten Platz gefunden.

      Wieder Piepste es leise, diesmal aber nicht aus Richtung ihrer Sachen, sondern eher “über“ ihr. Mit Bedauern auf dem Gesicht drehte Licea sich wieder um und schaute auf das Meer hinaus. Mehrere Sekunden verstrichen, dann begann die Umgebung sich aufzulösen. Das Programm, das die Betazoidin anhand eines Bildes erstellt hatte und das einen Strand an der Küste Betazeds interpretierte, gemalt von ihrem Bruder, wurde beendet und ein Seufzer kam über Liceas Lippen. Sie hatte über zwei Wochen auf die Holodeckzeit gewartet und die paar Stunden, die sie bekommen hatte, war wie im Flug verstrichen. Der Körper der Ensign drehte sich um, dann beugte sie sich runter. Die Socken, die sie in ihre Stiefel gestopft hatte, zog sie als erstes an und war froh, dass der Sand nur ein Hologramm gewesen war. Sonst hätte sie in den nächsten Stunden wohl mit Sand an den Füßen herumlaufen müssen. Sie schlüpfte in die Dienststiefel und griff dann auf einmal nach Uniformoberteil und PADD.

      Während sie das Oberteil anzog, versuchte sie die frisch eingetroffene Post auf dem Datenträger zu entziffern. Ein Blick auf den Betreff sagte ihr, dass es um ihre Versetzung ging - vielleicht gab es ja doch mal neue Informationen, wusste sie doch schon länger, wo es für sie hingehen sollte. Nur bisher hatte es keine Möglichkeit gegeben, auch dorthin zu fliegen. Nach der neusten Nachricht hatte sich das wohl geändert und während sie sich in die Lektüre vertiefte, verließ sie mit langen Schritten das Holodeck. Auf dem Gang wich sie einigen Zivilisten aus, ohne dabei auf zu schauen, die Stirn leicht in Falten gelegt. Das konnte ja was werden...


      STORYLINE

      =A= Licea Irani, Star Base One (SB 1), ERDE, SOL =A=

      Buntes Treiben herrschte auf dem Promenadendeck, erinnerte Licea an das Meer, das sie gerade hinter sich gelassen hatte, das genauso einen Strom bildete, wie die bunten Punkte, Rot, Gelb, Blau, manche auch Grün, die sich hier bewegten. Die Betazoidin war wie ein Fels in dieser Brandung, denn sie hatte verharrt - zwar am Rand, aber manche Teile des Stroms flossen trotzdem um sie herum, ohne sie dabei groß zu berühren. Licea starrte auf die verspiegelte Fläche, vor der sie stehen geblieben war und sie starrte, wie so oft in den letzten Tagen, auf die blauen Absätze ihrer Uniform. Dieser Farbwechsel war wie ein Sinnbild für die ganze Situation, die ihren Ursprung auf Bajor genommen hatte.

      Langsam senkte die Betazoidin den Blick und die Finger ihrer rechten Hand umklammerten das PADD so fest, dass ihre Fingerspitzen sich weiß färbten. Sie hatte das Counselor-Studium durchgezogen mit dem klaren Ziel, anderen zu helfen. Dass die Sternenflotte sie als Juristin eingesetzt hatte, war eine fifty-fifty Chance gewesen und sie hatte in den letzten vier Jahren mit viel Herzblut diesen Job getan. Das war jetzt vorbei. Bis die Wogen sich geglättet hatten, hatte der FKOM-OPS gesagt. Wie lange das wohl dauern würde? Und war es überhaupt realistisch, dass man sie dann von dem Posten auf einem Schiff wieder abzog, um sie erneut durch die Galaxis reisen zu lassen? Vermutlich nicht.

      Liceas linke Hand hob sich und sie kratzte sich kurz über die Stirn, dann schaute sie wieder auf. Erst mit langsameren Schritten, dann im gleichen Tempo wie die anderen Individuen bahnte sie sich ihren Weg über das belebte Promenadendeck. Es dauerte eine Weile, dann schob sie sich aus dem Strom heraus, als sie in die Nähe des Terminals war, das ihr Ziel war. So stand es auf dem PADD und Licea war fest entschlossen, sich an jeglichen Befehl so getreu wie irgend möglich zu halten. Ein Desaster, wie auf Bajor, hatte ihr gereicht.

      Ohne auf die anderen Personen im Terminal zu achten trat sie an eines der Displays, das gerade unbenutzt war. Nach einem kurzen Blick auf ihr PADD gab sie den Namen des Shuttles ein, das sie zur Raidon bringen sollte und nachdem sie einen Schreibfehler korrigiert hatte, bekam sie auch die gewünschte Antwort wo es stand. Langsam schaute sie sich um, registrierte verschiedene Spezies, die hier entweder auf ihren Abflug oder auf Freunde und Kollegen warteten. Ob manche davon auch auf die Raidon wollten? Sie trat einen Stück vom Display weg, um dessen Verfügbarkeit zu gewährleisten, legte den Kopf dann leicht schief und nahm die Gedanken und Gefühle der anderen Anwesenden in sich auf. Etwas, das sie in den letzten Wochen so wenig wie möglich getan hatte, dafür hatte sie zu sehr mit sich selbst gehadert. Aber es war an der Zeit nach vorne zu schauen, ohne wenn und aber. Mit langsamen Schritten, um nicht zu sehr auf sich aufmerksam zu machen, ging sie in Richtung von zwei Personen, deren Gedanken ihr verraten hatten, dass sie ebenfalls auf ihr Schiff versetzt worden waren.

      [tbc]

      Wörter: 1000
      USS Eternity ▪ USS Raidon

      Don't walk in front of me - I was not born to follow
      Don't walk behind me - We were all born to lead
      Don't walk without me - I might need you tomorrow
      Walk right beside me - Be the real friend I need
      © Celtic Woman - Walk beside me

      PROLOG

      =^= Chr’is Slach’k – Müller, USS-Rhein im Anflug auf Star Base One, Erde =^=

      Eigentlich hätte sie nach Ankunft auf SB-1 7 Tage frei haben sollen und sie hatte sich schon auf den Kurzurlaub auf der Erde bei ihren Pflegeeltern gefreut. Zu früh gefreut. Via Subraum-COMM erhielt Chr’is ihren Versetzungsbefehl auf die USS-Raidon. Nun war es Essig mit Erholung. Keine liebevolle Zeit mit Frank und Lydia. Keine Markknochen zum zerbeißen und genießen. Keine Musestunden mit Musik. Stattdessen sollte es von der USS-Rhein auf ein anderes Runabout gehen und mit diesem Richtung Raidon.
      Die 9 Monate mit den Shuttles und die Zeit auf der Rhein waren ganz nett gewesen. Angenehmer Dienst und meist in der Nähe der Erde, wo sie ihre Pflegeeltern oft sehen konnte. Aber dafür hatte sich nicht 10 Jahre die Akademie besucht. Die wirkliche Herausforderung würde nun kommen. Eine Aufgabe, ein Posten, auf einem großen Schiff. Es war nicht der Job den Chr’is fürchtete. Es war die große Crew!

      Nachdem Chr’is ihren Versetzungsbefehl erhalten hatte führte sie, via Subraum-COMM, Gespräche mit ihren Eltern und Pflegeeltern. Alle freuten sich dass sie nun einen Posten erhalten hatte und bedauerten es zugleich dass man sich nun seltener treffen konnte. Aber so war das Leben eines Sternenflottenoffiziers.

      Das Timing war auch rech knapp. Sie landeten praktisch in letzter Minute. Wenigstens hatte es beim Anflug keine Probleme gegeben und da ihr Passagier ein Ratsmitglied war konnten sie ohne Verzögerung landen.


      STORYLINE
      =^= Chr’is Slach’k – Müller, USS-Rhein im Anflug auf Star Base One, Erde =^=

      Viel hatte Chr’is nicht dabei. Ihre wenigen Habseeligkeiten passten in einen Rucksack. Nur ihr original Katana trug sie in der linken Hand. Die Sicherheitsleute des Hangars kannten sie zwar schon, warfen aber trotzdem einen misstrauischen Blick auf das Schwert. Am Tor blieb die Iskyra stehen um sich zu orientieren. Es war belebt wie immer und viele Leute liefen geschäftig hin und her und kreuz und quer. Wie immer in solchen Situationen fühlte sich Chr’is nicht wohl. Es half aber nichts. Da musste sie durch. Nach ein paar tiefen Atemzügen ging sie los. Mit eiligen Schritten bewegte sie sich durch die Menge, anderen Lebewesen ausweichend. Sie bemerkte nicht wer ihr da alles über den Weg lief. Schnellen Schrittes näherte sie sich der Gunnthra, wo schon drei Leute angekommen waren. Ein Flug zu Viert? Oder mehr? Egal. Auf der Raidon würde sie es mit über 400 Crewmitgliedern zu tun haben.

      Langsamer werdend näherte sie sich der kleinen Gruppe. Freundlich nickte sie in die Runde und hoffte das keiner bemerkte dass sie nervös war.

      „Ich bin Chr’is Slach’k – Müller.“, stellte sie sich vor.


      Wörter: (nur) 421
      Es gibt keine doofen Fragen. Nur doofe Antowrten! :P
      PROLOG

      =A= Joral Tegit, Promenadendeck, Star Base One (SB 1), ERDE, SOL =A=

      Kein fester Boden mehr unter den Füßen, kein Himmel über dem Kopf, keine auf- und untergehende Sonne am Horizont. Stattdessen trennte einen nur eine dünne Wand vom kalten tödlichen Vakuum des Alls. Joral blickte durch das große Fenster der Starbase hinunter auf den blauen Planeten, holte tief Luft und grinste. "Ja!" stellte er mit einem zufriedenen Nicken fest. Genau so und nicht anderes musste es sein.
      Der junge Trill zog ein PADD aus seiner Tasche und das Grün in seinen sonst so grauen Augen schien zu funkeln. Fast liebevoll strichen seine Finger über das auf dem Display angezeigte Bild. "Bald bin ich bei dir, meine Schöne", hauchte er dem Bild entgegen. "Und dann werden wir zwei sicher viel Spaß haben." - Zwei junge Frauen, die beide die Insignien der Sternenflottenakademie trugen, warfen Joral einen vielsagenden Blick zu und tuschelten miteinander. Der junge Trill hob den Kopf und lächelte die beiden Frauen an. "Hallo Ladies", rief er ihnen zu. "Heute Abend schon was vor?"
      Die beiden Frauen hatten wohl nicht damit gerechnet, so direkt angesprochen zu werden und schüttelten überrascht den Kopf. "Aber...", meinte die eine der beiden dann und deutete auf das PADD in Jorals Hand, "...was wird Ihre Freundin dazu sagen, Sir?"

      Den Trill schien diese Frage zu amüsieren, denn er lachte und hielt den beiden das PADD entgegen. "Ihre Gondeln werden sich wohl noch ein wenig gedulden müssen."

      "WAS!?", kam es fast zeitgleich von den beiden Frauen, die sich fragten, was für einen dämlichen Spruch dieser Ensign da gerade von sich gegeben hatte. Dann fiel ihr Blick auf das PADD, dessen Display das Bild eines Raumschiffs zeigte. "Ähm... das... das Schiff, Sir!?", fragte die eine von beiden nochmal nach, nur um ganz sicher zu gehen, auch alles richtig verstanden zu haben.

      "Natürlich das Schiff!", erwiderte Joral und schüttelte irritiert den Kopf. Was hätte er denn wohl sonst meinen sollen? "Ist sie nicht eine Schönheit? Die Raidon... mein Schiff." - Ja, der Trill liebte die Akira-Klasse. Zwar hatte er bisher noch nicht das Vergnügen gehabt, ein solches Schiff selbst einmal fliegen zu dürfen, aber allein der Gedanke daran ließ seinen Puls schneller schlagen. Das schnittige Design erinnerte ihn an die ersten Schiffe der NX-Klasse. Dagegen wirkte die Enterprise wie ein Pelikan beim Landeanflug - nicht sehr elegant, aber doch irgendwie lustig.

      "IHR Schiff?", hakten die eine Frau nochmal nach und der Zweifel in ihrer Stimme war kaum zu überhören.

      "Klar, MEIN Schiff", erklärte der Trill, zuckte mit den Schultern und steckte das PADD wieder weg. "Ich bin der Pilot." - Jetzt warfen sich die beiden Frauen wieder einen Blick zu und fingen an zu grinsen. - "Der Captain gibt zwar die Befehle, aber die Raidon macht, was ICH ihr sage. Ich bin übrigens Ensign Joral Tegit, ihr könnt mich Joral nennen."

      "Äh... Fiona.... und das ist Julie", stellte sich eine der beiden jungen Frauen sich und ihre Freundin vor. "Wir starten morgen mit unserer Kadettenfahrt", fügte die andere noch hinzu.

      "Und mein Shuttle zur Raidon geht morgen früh", verkündete der Trill und bot beiden Frauen einen Arm an. "Fiona, Julie, sieht so aus, als hätten wir noch jede Menge Zeit." - "Ja, Sir!"

      STORYLINE

      =A= Joral Tegit, USS Gunnthra, Star Base One (SB 1), ERDE, SOL =A=

      "Hallo!? Tschuldigung, darf ich? Danke! Moment... ja, danke!" - Joral würde nicht unbedingt sagen, dass er unpünktlich war. Nein, das war es ganz sicher nicht. Vielmehr würde er es wohl eine effektive Ressourcenzuteilung zum minimalen Verbrauch des Faktors Zeit nennen. Maximales Ergebnis mit minimalen Aufwand. In dem Fall war das Ergebnis das Erreichen des Shuttles zur Raidon und der Aufwand war die Zeit, die er benötigte, um eben jenes Shuttle zu erreichen. Gut, ja, schön, Joral war spät dran! Aber das waren zwei andere Kadettinnen auch. Das sollte jetzt sicherlich keine Entschuldigung sein, aber immerhin eine Erklärung.
      Jedenfalls hatte es der Trill gerade noch rechtzeitig zum Hangar geschafft, um zur angegebene Zeit am Shuttle zu sein. Während seiner Pilotenausbildung hatte Joral mehr als einmal diese kleinen Flitzer fliegen können. Heute nun sollte er damit zur Raidon fliegen. Er war ganz froh, dass man ihm diese Aufgabe geben hatte. Es wäre schon schwer genug gewesen, als Co-Pilot zur Passivität verdammt zu sein und nur die Anzeigen überwachen zu können. Aber als Passagier... Nein, diese Rolle lag Joral einfach nicht.

      Der Trill zeigte einem der Techniker, die den Start des Shuttles vorbereitete, sein PADD. "In Ordnung, alles klar, Sir", nickte dieser, nachdem er die Daten überprüft hatte. "Die Gunnthra ist in 10 Minunten abflugbereit."
      Joral bedankte sich, ging an Bord und verstaute seinen Seesack hinter dem Pilotensitz. Das alte Ding sah nicht so aus, als würde es zur Standardausrüstung der Sternenflotte gehören. Tatsächlich hatte das gute Stück schon Jorals Vater gehört. Aufgewachsen auf Schiffen hatte der Trill gelernt, dass viel Gepäck weder nötig noch sinnvoll war. Alles, was er besaß, hatte Joral in diesem alten Seesack.

      Anschließend lief er zurück zum Eingang des Shuttles. "Die Passagiere für Flug 4-7-5-3 von Starbase One zur USS Raidon werden gebeten an Bord zu kommen. Bitte stellen Sie das Rauchen ein und bringen Sie ihre Sitze in eine aufrechte Position."

      Eine Frau, die Joral nicht kannte, sah in seine Richtung. Dann tippte sie sich mit dem Finger an ihren Hals. Für einen Moment starrte der Trill die Frau verwundert an. Doch dann bemerkte er, dass er im Eifer des morgendlichen Gefechts wohl vergessen hatte, den Kragen seiner Uniform zu schließen. Schnell holte er das nach und bedankte sich mit einem Lächeln.
      "Mit dem ersten Glied ist die Kette geschmiedet. Wenn die erste Rede zensiert, der erste Gedanke verboten, die erste Freiheit verweigert wird, dann sind wir alle unwiderruflich gefesselt."
      Richter Aaron Satie, StarTrek: The Next Generation

      Neu

      Storyline

      =^=Joral Tegit, Chr’is Slach’k – Müller, SS- Gunnthra, Starbase 1 Erde =^=

      Der Trill zählte die Köpfe. Sie würden also zu fünft sein, falls nicht noch wer dazu kam. Zwei Frauen, zwei Männer und eine Katze. Nein. Eine Iskyra. Eigentlich auch eine Frau. Sie brauchte sich nicht um zu drehen damit er sie erkennen konnte. Joral hatte die Offizier, mit dem unaussprechlichen Namen, schon getroffen und den Fehler begangen ihr zu sagen dass das Tragen von Schmuck, damit war ihr breites Sensoren-Halsband gemeint, mit der Uniform nicht erlaubt war. Sie hatte sich umgedreht und ihn ihre blinden Augen sehen Lassen, was ihn erschrocken hatte.

      „Und wie soll ich sie dann sehen und hören?“, hatte die Katze gefragt.

      Diese Lektion, dass es Ausnahmen der Protokolle gab, hatte er gelernt. Später hatte er sie in der Messe beobachten können. Beim Essen. Chr’is hatte dicke Markknochen zerbissen und das Mark geschlemmert so wie er dünne Hölzchen zerbrechen konnte. Ihre Kiefer waren unglaublich stark!

      Auch Licea kannte Chr’is schon und wusste das Arbeit auf sie zukam. Arbeit der schwierigen Art. Ein Problem war das die Iskyra ein Implantat und Sensoren hatte, was das lesen und interpretieren der Gedanken der Iskyra sehr erschwerte. Auch die Emotionen waren stark verschleiert. Des Weiteren hatte sie die Iskyra bei einer Holodeck-Mission und dem anschießen Meeting beobachten dürfen. Die Mission lief für die Katze einwandfrei. Was danach kam war mehr als hart gewesen. Die TAK war von Beginn ihrer Studien an der Akademie als ‚Bitch’ verschrien. Sie war arrogant und überheblich. Etepetete und immer bestens geschminkt. Mit allem drum und dran, welches ein Schauspieler brauchte. Mehr Schein als sein. Das rächte sich bitter! Sie hatte die Simulation versaut. Komplett in den Sand gesetzt. Entsprechend war die Kritik. Nur konnte sie nicht daraus lernen und stellte eine Frage.

      „Was glaubt ihr alle wer ich bin? Eine Schlampe?“

      Schwerer Fehler!

      Chr’is antwortete. Bitter-Böse!

      „Nein. Natürlich nicht. Sie sind schlimmer! Sie sind eine Bitch ohne Gleichen!“

      Licea war sich sicher dass Chr’is das die Beförderung zum Lt.Jg. gekostet hatte. Aber es zeigte auch dass die Iskyra offen und ehrlich war und keinesfalls mit ihrer Meinung hinter dem Berg hielt. Hart aber herzlich, offen und ehrlich schien ihr Motto zu sein.

      NRPG: Charakterdarstellung. Ich hoffe es ist ok für euch.
      Es gibt keine doofen Fragen. Nur doofe Antowrten! :P

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      Neu

      STORYLINE

      =A= Benjiro Kazuki, Star Base One (SB1) + USS Gunnthra, ERDE, SOL =A=

      Benjiro erhob sich langsam wieder vom Boden und musterte die unvermutet vor ihm aufgetauchte etwas kleinere Frau. „Kazuki, Benjiro Kazuki. Auch ihnen ein hallo.“ Sie schien etwa in seinem Alter zu sein, wobei er aber nicht eindeutig erkennen konnte, welcher Rasse sie angehörte. Und da Zeit bekanntlich relativ ist, könnte sie durchaus als vergleichsweise ‚junger Teenager‘ oder genauso als ‚gestandene Dame‘ gelten. Wie dem auch sei, ihre freundlich wirkende Miene sowie ihr Uniform und ihr Erscheinen hier implizierten eine gelinde Neugier und ein Ziel vor Augen, also ergänzte er: „Und das Fellknäuel in dem Körbchen ist Blacky, mein Kater. Sie sind Wissenschaftlerin oder Medizinerin und auch auf dem Weg zur Raidon mittels der Gunnthra?“ In den Augen seiner Gegenüber schien es kurz freudig aufzublitzen, als sie ihm das bestätigte: „Biologin, um genau zu sein. Und wir haben offensichtlich dasselbe Ziel.“ Ben nickte. „Wie sie sicherlich sofort erkannt haben, gehöre ich den Marines an. Sollten sie also einmal mit einem Außenteam auf eine Exkursion gehen, könnte es sein, dass ich sie zum Schutz begleite.“ Er verzichtete vorerst darauf zu erwähnen, dass seine Laufbahn auch noch eine andere Möglichkeit für ein Zusammentreffen beinhaltete. Das JAGC genoss kein hohes Ansehen in der Flotte.

      In diesem Moment trat eine weitere Person zu ihnen, wie der second Lieutenant aus den Augenwinkeln bemerkte. Chrylasis – welch ein wundersamer Name, wie er nebenbei dachte - und er drehten sich zu dem Ankömmling um und die Prozedur der kurzen Begrüßung wiederholte sich in gleicher Weise. Ben schätzte auch diese Frau kurz ein, die ihn minimal überragte. Der Physiognomie, primär ausgedrückt in Größe und Farbe der Augen, wiesen auf betazoide Gene hin, und ihre Profession unterstrich diese Annahme. Er fragte sich, ob sie wohl erkennen könnte, dass er noch etwas vor ihnen verbarg, und wie sie damit und mit den Fakten umgehen würde und schmunzelte innerlich. Das wird eine sehr interessante Reise werden. Aber es kam noch besser und sein Glück schien nicht abzureißen, als eine weitere …Lebensform… sich der kleinen Gruppe anschloss. Eindeutig weiblich und ebenso eindeutig eine Katze. Der Marine bemerkte auch ein schmuckes Halsband, was ihn daran erinnert, dass er das von Blacky gegen Flöhe und Zecken wirkende demnächst austauschen musste. Sein innerliches Schmunzeln wurde zu einem Grinsen. Erneute Begrüßung, und eine faszinierende Aussicht. Ihre primäre Fachrichtung war nicht so spannend, aber wie würde es wohl sein, von einer katzenhaften Ärztin untersucht zu werden? Bestimmt recht flauschig.

      Benjiro hatte inzwischen ein seltsames Gefühl und schaute zu seinem Kater hinunter, der aber weiterhin zu seinem Knäuel gerollt an der hinteren Wand seines Körbchen lag, halb unter der eingelegten Decke verschwunden. Von ihm kam die Ausstrahlung also nicht. Dann meinte er, als er in die Runde blickte, eine Art Wiedererkennen deuten zu können, als ob sich einige der Anwesenden bereits kannten – mehr oder weniger. Sollte das jedoch von Bedeutung sein, würde es sicherlich früher oder später aufgeklärt werden; und er zuckte innerlich mit den Schultern. Schließlich ertönte vom Eingang des Danube der Ruf eines jungen Mannes herüber, dessen gerade noch sichtbare Flecken auf einen Trill hindeuteten. Ob vereinigt oder nicht, ließ sich natürlich nicht ausmachen. „Ah die Stewardess bittet uns an Bord.“ lächelte Ben, „Dann wollen wir mal.“ Er hob den Weidenkorb samt darin befindlichem Kater vom Boden und setzte sich eine kleine Rampe hoch in Bewegung, nachdem er die Damen hatte vorausgehen lassen. Im Vorbeigehen nickte er der Servicekraft freundlich zu. Als letzter der kleinen Gruppe an Bord kommend betrat der Dosenöffner mit seinem Mitbewohner dann direkt das erste steuerbords liegende Quartier entsprechend einem Vermerk auf seinem PADD und konnte dort auch den Rest seines spärlichen Gepäck vorfinden.

      INTERMEDIUM

      =A= Blacky, Star Base One (SB 1) + USS Gunnthra, ERDE, SOL =A=

      Der kleine Kater hatte sich gerade erst mit der Situation abgefunden gehabt, die ihn in einem – wenn auch den Durchblick gestattenden – Gefängnis in eine seltsam stinkende Umgebung – offensichtlich so etwas wie eine Übergroße Wohnstatt der Zweibeiner – gebracht hatte, als sich auch schon mehrere andere Zweibeiner seinem Dosenöffner hinzugesellt hatten. Die Zeremonie, die dann abgelaufen war, konnte er inzwischen als Begrüßung unter Gleichgesinnten erkennen. Auch wenn Blacky die gesprochenen Worte nicht verstehen konnte, so war er doch in der Lage die sich entspannenden neutralen Umstände richtig zu deuten. Fasziniert und zugleich erschreckt hatte ihn aber, dass eine von denen um ihn herum scheinbar seiner Art angehörte, wenn auch ungleich größer. Er fragte sich, wie viele Mäuse diese große Kätzin wohl pro Tag jagen musste um satt zu werden, oder ob die Mäuse in ihrer Heimat auch so riesenhaft waren. Es schauderte ihn und er versuchte sich reflexhaft unter seiner Decke zu verkriechen, denn so große Mäuse könnten einen kleinen Kater wie ihn bestimmt als Snack zwischendurch ansehen, sofern sie nicht Vegetarier waren. Aber dann entspannte er sich wieder ein wenig, denn bestimmt würden die nicht ihren Weg hierher finden und sein Dosenöffner ihn ihm Zweifel dagegen verteidigen. Eben ein echtes Familiengebaren.

      Als es schließlich weiter ging in eine kleinere Behausung, konnte Blacky dort vertraute Gerüche wahrnehmen. Hier befanden sich eindeutig Utensilien des letzten Zuhause in Reichweite; und dazu gehörte auch etwas, was der Kater dringend benötigte. Er konnte es kaum erwarten, bis sein Dosenöffner ihre neue Wohnstatt betreten und sein Gefängnis geöffnet hatte. Trotzdem schoben sich zuerst langsam zitternd zwei Büschel drahtiger schwarzer Haare nach vorne, direkt gefolgt von einem rosafarbenen Näschen, und kurz danach dem Rest des Kopfs. Nach einem wie suchenden Rundumblick der großen Augen, trat dann das erste Beinchen zaghaft nach vorne und die daran endende Pfote testete den unbekannten Untergrund. Augenscheinlich für gut befunden, verließ der ganze kleine Kater den Weidenkorb und blieb in der Raummitte stehen, den Kopf hin und her zucken lassend und die Eindrücke der Umgebung in sich aufnehmend. Dann erkundete er – unter einem Schmunzeln seines Dosenöffners – flink die Räumlichkeit, bis er wieder an seinem Ausgangspunkt ankam und sich dort hinsetze. Blacky schaute Benjiro mit schrägem Blick an und schien seine vorläufige Zustimmung mit einem „Mau!“ anzudeuten, sich dann die Pfoten ableckend. Dann fixierte er Benjiro eindringlich, bis dieser sich entschuldigte und schnell das Katzenklo aus dem Gepäck hervorwühlte und befüllte. Blacky konnte endlich.

      [tbc]

      Beteiligte Charaktere: das gesamte bisherige Team
      NRPG/OOC: ein Ansatz die Stränge zusammen und das Team aufs ‚Schiff‘ zu führen
      ich habe das unmittelbar vorhergehende Posting von Mig‘ als einen Blick in die Vergangenheit gedeutet & verstanden
      >>> Benjiro Kazuki <<<
      registered irc-nick: Faolan
      __________________________________________
      Wer unsere Träume stiehlt, gibt uns den Tod.
      Konfuzius (551 - 479 v. Chr.)

      Neu

      STORYLINE

      =A= Licea Irani, Star Base One (SB 1) + USS Gunnthra, ERDE, SOL =A=

      Licea hatte ihre Fluggefährten mit stoischer Gelassenheit zur Kenntnis genommen. Natürlich hatte sie sich artig vorgestellt und am üblichen Geplänkel teilgenommen. Und auch wenn sie einigen ihrer neuen Kollegen bereits früher begegnet war - "kennen" war zu viel gesagt. Zumindest nicht auf einer Ebene, wie die Betazoidin sich eine Bekanntschaft vorstellte. Die Neurosen der Iskyra waren allerdings unter den Psychologiestudenten mehr als einmal Thema - solange kein Professor zuhörte. Lästern wurde an der Akademie nicht gern gehört, was nicht hieß, dass es diese Verfehlungen nicht gab. Aber meist nur hinter verschlossenen Türen und in gemütlichen Runden der Studenten. Wobei Licea wusste, dass auch sie selbst des öfteren Ziel solcher spöttischen Bemerkungen war; sei es wegen eines - von Vulkaniern als irrational bekundeten - Sprungs aus mehreren Kilometern Höhe, nur um auszutesten, wie lange sie warten konnte, bis sie die Reißleine ziehen musste oder wegen ihrer Fähigkeit, die Stunden in therapeutischer Kunst zu umgehen.

      Auf ihrem PADD war keine Quartierzuteilung vermerkt, so dass Licea im Cockpit stehen blieb und zuschaute, wie der Trill sich wieder auf den Pilotensitz fallen ließ. Sein Seesack stand direkt dahinter - ein altertümliches Gepäckstück und sicher nichts, was in das Cockpit gehörte. Schließlich hatte das Shuttle genug Quartiere, der junge Mann würde also nicht im Pilotensessel schlafen müssen. "Und, welchen Posten übt so ein hübsches Wesen wie Sie auf meinem Schiff aus?", kam es nach einigen Minuten von Joral, nachdem er sich mit Schwung in seinem Pilotensessel umgedreht hatte und Licea mit einem herausfordernden Lächeln musterte. Seine Augen funkelten dabei in einer witzigen Mischung aus grau und grün.

      Für einen Moment zog die Betazoidin die Augenbrauen zusammen, ehe sie sich innerlich selbst ermahnte. Sie hatten noch gute 5 Minuten bis zum Abflug, also lag es in der Natur der meisten Lebewesen, die Zeit durch Konversation zu überbrücken. Etwas, das Licea selbst früher auch gepflegt hatte. In ihrer Funktion als juristische Beraterin hatte sie aber schnell gelernt, dass die Leute verstummten, wenn sie erfuhren, welchen Job sie ausübte. Und die wechselnden Einheiten hatten auch nicht gerade dabei geholfen, dass sie die Zeit gehabt hätte, ihre Kollegen richtig kennen zu lernen - oder umgekehrt. "Ich denke mal, Psychologin", erwiderte sie leise und ließ sich dann auf den Sessel des Copiloten fallen. So würde der Trill nicht mehr zu ihr hoch blicken müssen und sie waren auf derselben Augenhöhe. Entspann dich!, befahl Licea sich selbst. "Das wird wohl im Ermessen des Captains liegen, oder in dem der Abteilungsleiter, wie sie uns einsetzen."

      Der musternde Blick von Joral traf sie. Ein Geräusch kam von ihm, das zwischen Zweifel und Zustimmung wie ein "Hmmm" klang. Liceas Mund verzog sich zu einem leichten ernst gemeinten Lächeln. Scheinbar war dieser junge Mann dermaßen von sich überzeugt, dass er davon ausging, die Raidon durch jedes noch so kleine Nadelör fliegen zu können. Sie maßte sich keine Beurteilung an, aber seine Flugkünste würde sie ja gleich live erleben. Dann wusste sie immerhin schon mal, ob sie sich einen Sicherheitsgurt an ihrem Stuhl anbringen lassen musste oder nicht. "Vorausgesetzt, Sie schaffen uns heil bis zur Raidon." Diese kleine Stichelei konnte sie sich nicht verkneifen.

      "Bis zur Raidon und überall hin, wo Sie wollen", meinte Joral anzüglich und nicht zum ersten Mal ging ihm durch den Kopf, dass die Uniformen der Sternenflotte bedauerlicherweise nur Andeutungen machte und die gut gebauten Kurven der weiblichen Crewmen meist untergingen.

      "Vielleicht finden Sie erst mal meinen Namen heraus, bevor Sie versuchen, mir einen Weiterflug von der Raidon aus schmackhaft zu machen, Joral", konterte Licea und diesmal waren es ihre Augen, die funkelten, ehe sie sich mit Schwung erhob und in Richtung der Quartiere trat. Ihre telepathischen Fähigkeiten boten ihr einen großen Vorteil, denn sie wusste direkt, welcher Raum bisher ungenutzt war. Auch wenn Chr'is mehr ein Schatten als ein klares Bewusstsein für sie war, reichte es doch, um die Iskyra zu lokalisieren. Also betrat sie selbstbewusst durch das Schott und sah auch direkt die beiden großen Kisten an der sonst freien Wand, in denen sie ihre Habseligkeiten verstaut hatte. Sie legte das PADD auf die untere Koje und entriegelte die vordere Kiste. Es war mehr Beschäftigung als ein gewolltes Kramen in ihren Sachen. Nur wieder alleine mit dem Trill im Cockpit sein, das wollte sie erst mal nicht.

      [tbc]

      Beteiligte Charaktere: Joral Tegit
      USS Eternity ▪ USS Raidon

      Don't walk in front of me - I was not born to follow
      Don't walk behind me - We were all born to lead
      Don't walk without me - I might need you tomorrow
      Walk right beside me - Be the real friend I need
      © Celtic Woman - Walk beside me

      Neu

      ​[tt]​[font='times new roman,times,serif'][size=12][/size][/font][/tt]
      Fragen über Fragen

      =^=Joral Tegit, Chr’is Slach’k – Müller, SS- Gunnthra, Starbase 1 Erde =^=

      STORYLINE

      „Das wird höchst wahrscheinlich geschehen,soweit ich weiß hat die Raidon
      extra einen Biologen angefordert.“ Ein nicht zu
      überhörender Stolz war in ihren Worten zu hören.

      Dann zögerte Chrylasis einen Augenblick, bevor sie Benjiro fragte„
      Aber warum nehmen Sie einen Kater mit? Hat das
      einen besonderen Grund? Ich hoffe, ich trete Ihnen damit nicht zu
      nähe, doch für einen Unteroffizier eher ungewöhnlich. Ich weiß es
      gab und gibt Captains, die Tiere hatten...aber in ihrem Fall finde
      ich es wirklich ungewöhnlich“

      Doch bevor er ihr darauf eine Antwort geben konnte, traten schon die
      nächsten Mitreisenden zu ihnen. Zunächst ein Mann, der nicht nicht
      verhehlen konnte, was er für eine Funktion hatte. Piloten erkannte
      man eigentlich immer. Die meisten hatten etwas verwegenes an sich.
      Manch einer behauptete sogar, es wären die letzten großen Abenteuer
      ihrer Zeit. Doch ihre Aufmerksamkeit wurde schon von der nächsten
      Ankommenden beansprucht.

      Chrylasis sah wie sich ein Wesen zu ihnen gesellte, dass aussah wie eine Mischung aus Katze und
      Flohbefall.

      Irgendwie scheine ich das falsche Schiff erwischt zu haben,
      dachte Chrylasis für sich im Stillen.

      Da dies jetzt schon das zweite Katzenwesen war. Insgeheim hoffte sie,
      dass sie für beide genügend Katzenklos mit dabei hatten. Wobei
      Chrylasis natürlich nicht wusste, ob das große Etwas vor ihr so
      eine überhaupt benötigte.

      Sie rief sich die Crewliste in Erinnerung und vermutete, dass es sich um die Iskyra
      handeln musste. Eine faszinierende Spezies und eine über die relativ
      wenig erforscht war. Auch weil sie als eher verschlossen und
      geheimnisvoll galten. Ihre Neugier jedenfalls hatte die junge Frau
      auf jeden Fall geweckt und Chrylasis konnte sich einen kurzen
      neugierigen Blick nicht ganz verkneifen.

      Sie nahm sich vor, sich irgendwie einen Platz neben der Katze zu sichern,
      um sie vielleicht in ein Gespräch zu verwickeln oder an Bord des
      Schiffes vielleicht etwas näher kennenzulernen. Vielleicht konnte
      sie darüber ja sogar eine Dissertation schreiben.

      Chrylasis schwelgte einen Moment in diesen Erwartungen.

      Doch wurde ihre Aufmerksamkeit davon abgelenkt, dass der verwegene
      aussehenden Kerl,der vor der Katzendame angekommen war, sich sofort
      daran setze ihren Plan in die eignen Tat zu setzen.

      Eine Unverschämtheit wie Chrylasis fand.

      Seitdem sie nicht mehr mit ihrem Vater unterwegs war, verabscheute sie
      solche Typen. Dennoch irgendwas hatte er etwas an sich, dass ihr
      gefiel. Aber natürlich ließ sie sich davon nichts anmerken.Er fing
      sofort an zu sprechen und seine Stimme hatten einen erstaunlich
      schönen Klang.

      Chrylasis erwischte sich dabei, wie sie ganz
      andere Worte von ihm hören wollte. Etwas gerauchtes, zärtliches.
      Sie rief sich erneut zur Ordnung. Was war nur mit ihr los?

      Mit freundlichem Worten begrüßte er die Katzenfrau und dann den Rest.
      Dabei setze er ein Gewinnerlächeln auf. Chrylasis beschloss ihn im
      Auge zu behalten und ihn nicht leiden zu können.

      Das war einfacher… als andere die Variante.

      Ihr Vater hatte immer gesagt, Gauner erkennen Gauner und das war einer.
      Ebenso wie sie, auch wenn Chrylasis sich darum bemühte keiner mehr
      zu sein.

      Sie konzentrierte sich jetzt erst einmal aufs Ärgern,
      darüber, dass er ihr zuvor gekommen war.
      Jetzt war sie dran.

      Chrylasis schenkte ihm ein strahlendes Lächeln, dass er zu gleich
      erwiderte.

      Doch seine Aufmerksamkeit galt der Katzendame und nicht ihr, dass erkannte
      sie mit einem weiteren Verärgerung ihrerseits. Dann bat er sie
      fröhlich und mit einem Spruch in ihr Transportschiff.

      Und da Chrylasis bemerkte, dass sich der junge Mann vor ihr sich abmühte
      mit seinem Gepäck und dem Käfig, fragte sie ihn ob sie ihm
      behilflich sein könne. Vielleicht konnte sie ja mit ihm, dass vorhin
      unterbrochene Gespräch fortsetzen.

      Wörter:
      610
      Beteiligte Charaktere: Benjiro Kazuki, Blacky,Kater; JoralTegit Chr’is „Christine“ Slach’k - Müller
      Jesus hat versprochen, es würde keine bösen Menschen mehr geben. Odin hat versprochen, alle Frostriesen zu töten. Ich weiß ja nicht, wie es dir geht, aber ICH KANN KEINE FROSTRIESEN ENTDECKEN!!!