Biographie Amun

      Biographie Amun

      1.Allgemeines

      Name: Neeba
      Vorname: Raqeem


      Spezies: Bajoraner (Daher Neeba Raqeem)
      Geschlecht : Männlich
      Geburtsjahr: 2386 (29 Jahre)
      Heimatplanet: Prophet's Landing (Bajoranische Kolonie)
      Rang: Ensign
      Position: TAK (USS Kensington)
      Größe: 1.83 m
      Gewicht: 86 kg
      Augenfarbe: Braun
      Haarfarbe: Schwarz
      Merkmale: Sein Nasenkamm ist normal ausgeprägt.
      Raqeem trägt einen kunstvoll bearbeiteten Ohrring aus Cobalt und Silber am rechten Ohr.

      Familie:

      Mutter: Neeba Ora
      Vater: Neeba Taavon

      2.Lebenslauf/Werdegang

      Neeba Raqeem wurde 2386 als einziges Kind der Eheleute Neeba Ora und Neeba Taavon auf Prophet's Landing geboren. Die bajoranische Kolonie, die im bedrohlichen Schatten des Cardassianischen Raums liegt, hat nichts von den prunkvollen Gärten und Palästen Bajors. Kein Luxus, dafür aber eine offene Dorfgemeinschaft unter Gleichgesinnten.

      Das Ehepaar zog ihren Sohn in einfachen Verhältnissen auf. Raqeems Vater betrieb das „Kalgith“, ein kleines Restaurant, während seine Mutter ihr Einkommen als Offizierin der lokalen Sicherheitsbehörden verdiente. Obwohl sich Ora weitere Kinder wünschte, blieb Raqeem Einzelkind.

      Requeem durchlebte eine normale Jugend mit den typischen Höhen und Tiefen. Seine schulischen Leistungen waren anfangs durchschnittlich. Später besserten sie sich als Raqeem begann, sich für den Unterricht zu interessieren.

      Außerhalb der Schule vereinsamte der Junge zunehmend. Die Kolonie ist nicht groß und die Fluktuation der Bewohner war größer als auf einer der bajoranischen Kernwelten. Viele Bürger sahen die Arbeit auf Prophet's Landing als Bestrafung und versuchten die Siedlung so schnell wie möglich wieder zu verlassen. Die Meisten von Raqeems Freunden blieben nicht länger als vier bis fünf Jahre. Schnell sehnte sich auch der junge Mann nach Abwechslung. Der Entschluss die Kolonie zu verlassen stand lange fest.

      Mit der Volljährigkeit setzte Neeba Raqeem diesen Plan um. Er verließ Prophet's Landing und zog nach Bajor, wo er ein Studium beginnen wollte. 17 Jahre nach dem Rückzug der Cardassianer hatte sich die Hauptstadt von der Annexion erholt und ist befand sich in einer neuen Blütezeit.

      Hier fand der junge Raqeem das erste Mal größeren Anschluss, die ersten Jahre auf Bajor werden für Ihn immer etwas Besonders bleiben. Raqeem beginnt Architektur und Mathematik zu studieren. Seine Noten sind gut.

      Trotz der neuen Umgebung und dem Leben im Zentrum der bajoranischen Welt stellte Raqeem nach zwei Jahren fest das er mit dem Studium unzufrieden war. Er brach das Studium ab und verließ Bajor. Er wollte andere Welten sehen. Er heuerte an einem Handelsschiff an und arbeitete an Bord in der Kombüse. Die Arbeit in der Küche kannte er aus dem Restaurant seines Vaters.

      Nach drei Jahren voller wechselnder Schiffe, Welten und Lebewesen, entschied er sich in der kleinen bajoranischen Community auf dem Planeten Dore II niederzulassen. Der Planet hatte sich mit seinem mediterranen Dschungel und vielen Wasserfällen einen Namen als Urlaubsressort gemacht. Unter den Wipfeln der Bäume in einer warmen Sommernacht entwickelte sich Raqeems besondere Leidenschaft für Tanz und Musik.

      Es war Neeba Ora, die dem Leben ihres Sohnes bei einem seiner kurzen Besuche auf auf der Heimatwelt einen neuen Impuls gab. Ora machte Raqeem auf eine Ausschreibung der Sternenflotte aufmerksam. Nachdem die Regierung 2375 das Beitrittsgesuch Bajors erneuert hatte, war der Weg an die Akademie der Sternflotte auch für Bajoraner deutlich leichter geworden. Die Flotte würde Raqeems turbulentes Leben etwas mehr stabilisieren. Hier könnte er an Bord eines Schiffes Abenteuer erleben und trotzdem lernen, Verantwortung zu tragen. Das war zumindest der heimliche Gedanke der Mutter.

      Raqeem dachte lange über den Vorschlag nach und versprach schließlich es wenigstens zu versuchen.

      Er bewarb sich auf eines der Stipendien und erhielt den Platz wider aller Erwartung! Voller Vorfreude verabschiedete er sich von seinen Eltern und schrieb sich ein.

      Akademie / Flotte

      Die Zeit an der Akademie verging wie im Flug für Raqeem. Der Unterricht forderte ihn. Anders als andere Studenten verbrachte der junge Bajoraner viele Stunden mit Training und Üben. Die Anforderungen reizten ihn aber. Er genoss den Kontrast des Studiums im Vergleich zu seinem bisherigen Leben.

      Raqeem war der ganze Stolz seiner Eltern! Auch wurde seine Beziehung zu den Ihnen wieder besser. Die Besuche auf der Heimatwelt wurden wieder regelmäßiger. In der Uni entwickelte Raqeem eine Vorliebe für die taktischen Fachbereiche. Seine mathematischen Kenntnisse halfen ihm unterbewusst dabei.

      Als er die Akademie mit einem guten Abschluss verließ, schenkte ihm seine Mutter einen aufwendig bearbeiteten Ohrschmuck aus Cobalt und Silber. Er soll ihn stets an die grünen Wiesen von Prophet's Landing erinnern.

      Sein erster Marschbefehl führte den jungen Offizier auf die USS Reaver, wo er im taktischen Ressort seine berufliche Heimat fand.

      Laufbahn:

      USS Reaver (Centaur Class) - Taktischer Offizier (Keine Ressortleitung) / 6 Monate

      USS Kensington (Defiant Class) – erster taktischer Offizier (TAK) / 10 Monate

      3. Fähigkeiten

      Raqeem hasst Springball. Die bajoranische Nationalsportart ist ihm zu eintönig.

      Seine besondere Leidenschaft zu Musik äußert sich häufig auf Partys und Festlichkeiten, auf denen er gerne (ob gewünscht oder unerwünscht) die Musikauswahl vornimmt. Sein Musikgeschmack variiert dabei oft stark. Außerdem tanzt er sehr gerne.

      Durch seine wechselnden Jobs in der Kombüse gehört das Kochen ebenfalls zu seinen Disziplinen. Dabei stehen sowohl Allerweltsgerichte als als auch ausgewählte bajoranische Küche auf dem Speiseplan. Auch das Brauen von bajoranischen Getränkespezialitäten gehört dazu.

      Er besitzt eine sehr schnelle Auffassungsgabe und kann sich neuen Situationen sofort anpassen. Er besitzt ein hohes mathematisches Verständnis.

      4. Medizinische Akte

      Keine Besonderheiten.

      5. Psychologisches Profil

      Raqeem hat ein warmes Gemüt. In größeren Menschenmengen agiert er extrovertiert, auch wenn Smalltalk ihm nicht so besonders liegt. Er ist ein guter Zuhörer.

      Raqeem ist sehr höflich im Umgang mit seinen Kollegen. Im Job kann er sehr bestimmend werden und mit Nachdruck auf seine Position bestehen. Er ist nicht nachtragend.

      Außerdem weiß er eine Tasse Deka-Tee sehr zu schätzen.

      <Psychologische Beurteilung von Neeba Raqeem / Lt. Diána / CNS USS Reaver >

      Ens. Neeba ist voll einsatzfähig und hat in seiner Dienstzeit gezeigt, dass er auch in außergewöhnlichen Situationen sehr besonnen agieren kann. Ich habe ihn daher für den Posten des ersten taktischen Offiziers empfohlen (Siehe Anhang).

      Trotzdem muss ich hinzufügen, dass Neeba unter einer abgeschwächten Form des Borderline Syndroms leidet. Um es etwas zu präzisieren: Ihm fällt es sehr schwer, alleine zu sein. Es fiel einigen Crewmitgliedern auf das er jede Möglichkeit eines sozialen Kontaktes nutzt und auch extrem aktiv danach sucht.

      Es scheint das ihm am Bord der Reaver nicht recht der Anschluss zur Crew gelang. Ich wünsche ihm für die Zukunft alles Gute. Diána Ende

      (PS: Ich versehe diesen Eintrag mit dem Schweigepflicht-Schlüssel)>

      6. Klassifizierte Sektion

      -

      Spieler: Mo Bishop

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Mo Bishop“ ()

      Hey!

      So adhoc habe ich nur zwei kleinere Kritikpunkte:

      Wir haben hier eine Begebenheit, die es EIGENTLICH schwer macht einem Ensign von der Akademie direkt einen Abteilungsleiterposten zu verpassen. Normalerweise steigen Spieler als Ensign neu ein und erhalten in der SFG standardmäßig einen Abteilungsleiterposten.
      Momentan ist die Situation aber so, dass du als Wiedereinsteiger natürlich schon die SFG und das RPG an sich kennst.
      Zudem ist die Position eines Abteilungsleiters für einen Fähnrich eben immer sehr strittig, vor allem, wenn er ganz frisch von der Akademie kommt und somit im Zweifel fünfzig andere Offizieren, die in dem Ressort arbeiten, vor die Nase gesetzt wird. Zusätzlich aber haben wir mit der Odyssey einen 'big ass' Kreuzer, der von einer Kommodore geführt wird und sich an der vordersten Front befindet.

      Deine Lösung deinen TAK im Vorfeld, also bevor er auf die Odyssey kommt, bereits ein paar Posten erlebt zu haben, ist keine schlechte Idee. Sie deckt sich mit meinem Verständnis davon, wie die Abteilungsleiter überhaupt zu ihren Posten kommen sollten.
      Wir fangen ja auch nicht Montags mit einem neuen Job an und sind zur Mittagspause der Chef des Ladens (also im Regelfall. Ich bin da natürlich anders. ;P)

      Trotzdem finde ich, dass zwei Posten zu viel sind. Ich wäre eher für diese Variante.

      Mo Bishop schrieb:

      USS Reaver (Centaur Class) - Taktischer Offizier (Keine Ressortleitung) / 6 Monate

      USS Kensington (Defiant Class) – zweiter taktischer Offizier (TAK) / 6 Monate


      Allerdings bringt uns das auch in die Lage, dass dein Charakter länger im Dienst ist, als andere Charaktere, die schon seit längerer Zeit bespielt werden, aber inGame halt auch nur drei Monate Starfleet hinter sich haben.
      Es ist immer ein Zwiespalt in solchen Situationen die richtige Balance zu finden. Ich denke mit sechs Monaten kommen wir aber hin.

      Der zweite Punkt ist die Heraushebung etwaiger Schwächen.
      Was ich an Schwächen rausgelesen habe war bislang, salopp gesagt, dass er es nicht gerne hat alleine zu sein und insgesamt ein geselliger Typ ist.
      Das erscheint mir ein wenig dünn, also habe ich mal meine Liste rausgekramt.

      Ich erstelle bei der Erschaffung meiner Charaktere eine Liste mit zwei Spalten.
      Links positive Eigenschaften, rechts die negativen Eigenschaften. Dementsprechend versuche ich auch die Charaktere für mich zu strukturieren, wenn ich sie kennenlerne, um zu Wissen, wie ich sie im RPG schreiben soll. Oftmals überlege ich, wie der Charakter damit umgehen würde, wenn sein Hund gerade vor seinen Augen umgebracht worden ist. (Leider kein Scherz, auch wenn es sich dann seltsam liest...)
      Wenn ich deine Charakterbeschreibung durchlese, dann komm ich auf folgende Liste:

      positiv
      negativ
      mathematisch begabt ("Ich hatte einen Hund, jetzt habe ich Null Hunde")
      kann nicht alleine sein (braucht einen neuen Hund?)
      gesellig (aber nur in großen Menschenmengen? Was, wenn man zu zweit im Turbolift steht? Awkward silence? Braucht er den Hund als Icebreaker?)
      extrovertiert - plappert viel? nervig? hunderte Geschichten über seinen Hund?
      musikalisch (Hundegejaule ist keine Musik!)
      vergebend? (kann das negativ sein? Na ja, falls jemand seinen Hund tötet und er fünf Minuten später statt einen auf John Wick zu machen, mit dem Täter auf die beste Freundschaft anstößt, dann wäre das seltsam)
      besonnen
      Karrierist?
      (auf Position bestehend)
      extrovertiert (Mein Hund ist übrigens...)
      bestimmend (Herrchen-Komplex?)
      Konzentrationsfähigkeit
      (ergibt sich aus dem guten zuhören)
      überdenkt zu viel? (Bio-Text zur Bewerbung bei der Sternenflotte)
      "warmes gemüt"/stets gut gelaunt? (SEIN HUND WURDE GERADE UMGEBRACHT VERDAMMTE SCHEIßE NOCHMAL UND ER LACHT ALS WÄRE ER DAS GLÜCKLICHSTE WESEN ALLER ZEITEN!)
      leicht beeinflussbar? (Bio-Text zur Bewerbung bei der Sternenflotte - Einfluss der Mutter)
      höflich (erzählt nicht jedem vom Tod seines Hundes)
      Muttersöhnchen? (Bio-Text zur Bewerbung bei der Sternenflotte)
      Schnelle Auffassungsgabe
      sprunghaft/begeistert sich nicht lange für eine Sache? (Bio-Text "braucht Abwechslung" - Studiumabbruch)
      Anpassungsfähig (Solange mein Hund Spaß hat, habe ich Spaß)
      kann sich nicht durchbeißen? (Studiumabbruch) gibt schnell auf? (Studiumabbruch) - Dagegen spricht, dass er die Akademie durchgezogen hat
      beweglich/sportlich (Der mit dem Hund tanzt)

      optimistisch (Bio-Text zur Bewerbung bei der Sternenflotte)

      nachdenklich (Bio-Text zur Bewerbung bei der Sternenflotte)

      Intelligent (Stipendium, Matheverständnis, Akademiezeit bestanden)

      strebsam (arbeitet für den Erfolg auf der Akademie)


      Ich gebe zu, dass es ein paar mehr Punkte wurden, als ich Anfangs gedacht habe. Aber ich habe die Bio drei Mal durchlesen müssen, um sie zu finden. Es sind sicherlich noch zwei oder drei Punkte versteckt, die sind aber eben nicht leicht rauszulesen. Auch die vielen Fragezeichen auf der "negativen" Seite deuten darauf, dass es nicht klar ersichtlich ist. (Wie im echten Leben auch :-O :ichweiss:) Aber, wenn wir hier kooperativ spielen wollen, dann sollten wir die Charaktere für alle so verständlich einfach schreiben und vor allem die gewünschten Charakterzüge, die alle beachten sollen, auch wirklich herausheben. If you know what I mean.
      Ja, meine Damen und Herren, wenn alle Stricke reißen, dann kann man sich nicht mal mehr aufhängen
      Johann Nepomuk Eduard Ambrosius Nestroy

      "Eine versaute Fantasie ist ein unendliches Fest!"
      W. Shakespeare

      "Wir sind im Auftrag des Herren unterwegs."
      Blues Brothers
      Hey!

      Danke für die ausführliche Kritik! Ich hab sie mir zu Herzen genommen und den Charakter etwas großflächiger umgebaut. Liest sich jetzt deutlich flüssiger. Hoffe er gefällt :)

      Lieben Gruß
      Mo

      -

      1.Allgemeines

      Name: Neeba
      Vorname: Raqeem


      Spezies: Bajoraner (Daher Neeba Raqeem)
      Geschlecht : Männlich
      Geburtsjahr: 2386 (29 Jahre)
      Heimatplanet: Prophet's Landing (Bajoranische Kolonie)
      Rang: Ensign
      Position: TAK (USS Kensington)
      Größe: 1.83 m
      Gewicht: 78 kg
      Augenfarbe: Braun
      Haarfarbe: Schwarz
      Merkmale: Sein Nasenkamm ist normal ausgeprägt.
      Raqeem trägt einen kunstvoll bearbeiteten Ohrring aus Cobalt und Silber am rechten Ohr.

      Familie:

      Mutter: Neeba Ora
      Vater: Neeba Taavon

      2.Lebenslauf/Werdegang

      Neeba Raqeem wurde 2386 als einziges Kind der Eheleute Neeba Ora und Neeba Taavon auf Prophet's Landing geboren. Die bajoranische Kolonie, die im bedrohlichen Schatten des Cardassianischen Raums liegt, hat nichts von den prunkvollen Gärten und Palästen Bajors. Kein Luxus, dafür aber eine offene Dorfgemeinschaft unter Gleichgesinnten.

      Das Ehepaar zog ihren Sohn in einfachen Verhältnissen auf. Raqeems Vater betrieb das „Kalgith“, ein kleines Restaurant, während seine Mutter ihr Einkommen als Soldatin verdiente. Obwohl sich Ora weitere Kinder wünschte, blieb Raqeem Einzelkind.

      Reqeem durchlebte eine normale Jugend mit den typischen Höhen und Tiefen. Seine schulischen Leistungen waren anfangs durchschnittlich. Später, mit ca. elf Jahren, besserten sich seine Noten, als Raqeem begann, sich für den Unterricht zu interessieren. Ungefähr in diesem Alter freundete er sich mit einem Jungen an, der gerade erst hergezogen war. Sein Name war Chess. Gemeinsam streiften sie oft durch die Siedlung und träumten von fernen Orten und exotischen Wesen.

      Die Kolonie war nicht groß und die Fluktuation der Bewohner war größer als auf einer der bajoranischen Kernwelten. Viele Bürger sahen die Arbeit auf Prophet's Landing als Bestrafung und versuchten die Siedlung so schnell wie möglich wieder zu verlassen. Die meisten von Raqeems Bekannten blieben nicht länger als ein paar Jahre. Die Familie von Chess war da leider keine Ausnahme. Die Mutter von Chess wollte zurück nach Bajor, weshalb ihr Sohn sie begleiten musste. Chess war auf Prophet’s Landing Raqeems engster Freund gewesen!

      Der Verlust des besten Freundes war für Raqeem eine schlimme Erfahrung. Zwar versuchten die Beiden über die Entfernung miteinander in Verbindung zu bleiben, aber natürlich war dies etwas völlig anderes. In Prophet's Landing hielt Raqeem nichts mehr. Auch Seine Eltern konnten den Verlust des Freundes nicht kompensieren. Um die Ehe der Beiden stand es alles andere als gut. Sie waren zu sehr mit ihren eigenen Problemen beschäftigt um zu bemerken, dass ihr Sohn unter der Situation litt.

      Der Junge begann sich zurück zu ziehen. Insgeheim schmiedeten Raqeem und Chess bereits Pläne wie Raqeem seinem Freund folgen konnte. Vier Monate nach Chess’ Wegzug war die Gelegenheit günstig. Raqeem setzte seinen Plan in die Tat um. Heimlich floh er von der Kolonie und reiste mit einem Handelsschiff nach Bajor. Seine Eltern waren verrückt vor Sorge. Raqeem versuchte sie halbherzig zu beschwichtigen. Immerhin wurde der junge Bajoraner in wenigen Monaten volljährig.

      Auf Bajor angekommen waren die beiden Freunde endlich wieder vereint! Mehr als 17 Jahre nach dem Rückzug der Cardassianer hatte sich die Hauptstadt von der Annexion erholt und befand sich in einer neuen Blütezeit. In der WG des Freundes fand der junge Raqeem das erste Mal größeren Anschluss. Die ersten Jahre auf Bajor werden für Ihn immer etwas Besonders bleiben. Ebenfalls von Zuhause geflohen und in der WG untergekommen, war die junge Bajoranerin Nirdi. Gemeinsam machte das Trio die Nacht zum Tag!

      Das erste Jahr lebte Raqeem in den Tag hinein, finanziert von Nebenjobs im Gastronomiebereich. Die Arbeit in der Küche kannte er aus dem Restaurant seines Vaters. Neeba Ora und Taavon drängen ihren Sohn immer wieder dazu, mehr aus seinem Leben zu machen, während Raqeem sie belächelte. Er wollte sein Leben anders leben als seine Eltern! Ohne Regeln!

      Nach zwei weiteren Jahren ergab sich eine außergewöhnliche Möglichkeit. Auf dem Planeten Dore II suchte man Personal. Der Planet hatte sich mit seinem mediterranen Dschungel und vielen Wasserfällen einen Namen als Urlaubsressort gemacht. Raqeem und Chess nutzten diese einmalige Chance, Bajor endlich zu verlassen und etwas vom Universum zu sehen. Unter den Wipfeln der Bäume in zahlreichen warmen Sommernächten, entwickelte sich Raqeems besondere Leidenschaft für Tanz und Musik.

      Aber das Paradies währte nur von kurzer Dauer. Raqeem musste feststellen, dass Chess begann, ihn zu meiden. Immer häufiger suchte dieser Kontakt zu anderen Gästen und Mitarbeitern. Es wirkte auf Raqeem so, als wäre Chess der Kontakt mit ihm unangenehm. Er stellte Chess zu Rede. Es kam zu einem üblen Streit. Chess warf Raqeem vor, ihn Zeit seines Lebens bei seiner Entwicklung zu bremsen. „Du bist wie immer Ballast für mich!“, waren Chess’ letzen Worte bevor er die gemeinsame Wohnung auf Dore II für immer verlies.

      Raqeem war untröstlich. Ihm war die Entwicklung des anderen unerklärlich. Wie hatte es soweit kommen können? Was hatte er getan was den Anderen so abstieß? Chess reagierte auf keine seiner Nachrichten, es war als wären sie nie befreundet gewesen. Verletzt und gedemütigt verlies Raqeem Dore II an Bord eines Diplomatenschiffs, in dessen Kombüse er spontan untergekommen konnte. Er nahm sich vor, sich nie wieder so verletzten zu lassen.

      Das Leben an Bord des Diplomatenschiffs war ein starker Kontrast zu Raqeems bisherigem Leben. Die Arbeitstage waren lang und die Arbeit anstrengend, aber der junge Bajoraner empfand die Arbeit als wohltuend. Jeden Abend wenn er hundemüde ins Bett fiel, konnte er erhobenen Hauptes auf die Arbeit des vergangenen Tages zurück blicken. Bald arbeitete er nicht nur in der Küche sondern half auch im Service aus. Seine Chefs hielten große Stücke auf ihn. Zwei Jahre gingen ins Land.

      Ganz zufällig sollte sich das Blatt wenden. Bei einem Galadinner zu Ehren des Föderationsbotschafters Lastraac lernte Raqeem zu vorgerückter Stunde einen Sternenflottenoffizier kennen. Lt.Cmdr. Mads Ulberg hatte die üblichen Netiquette nicht beachtet und einfach eine Bar betreten, die eigentlich nur dem Personal vorbehalten war.

      Bei einigen Drinks kamen die Beiden ins Gespräch. Schnell stellte Ulberg fest, dass Raqeem auf dem Schiff ziemlich unterfordert war. Er empfahl dem jungen Bajoraner, sich auf ein Flottenstipendium zu bewerben. Nachdem die Regierung 2375 das Beitrittsgesuch Bajors erneuert hatte, war der Weg an die Akademie der Sternflotte auch für Bajoraner deutlich leichter geworden.

      Die Idee ging Raqeem nicht mehr aus dem Kopf. Häufige hatte er schon darüber nachgedacht, aber bisher immer als sehr unrealistisch abgetan. Aber die Vorstellung, als Entdecker von neuen Welten und Lebensformen durch den Weltraum zu fliegen, beflügelte seine Entschlusskraft.

      Etwa 3 Monate nach dem Treffen mit Ulberg, bewarb sich Raqeem auf das Stipendium. Er wurde wiedererwartend angenommen! Voller Vorfreude schrieb er sich ein.

      Akademie / Flotte

      Die Zeit an der Akademie verging wie im Flug für Raqeem. Der Unterricht forderte ihn. Anders als andere Studenten verbrachte der junge Bajoraner viele Stunden mit Training und Üben. Die Anforderungen reizten ihn aber. Er genoss den Kontrast des Studiums im Vergleich zu seinem bisherigen Leben. Anders als die anderen Studenten war Raqeem fertig mit dem leichten Leben. Er wusste, dass diese Möglichkeit einmalig war. Er gab alles um die Prüfungen zu bestehen. Außerhalb der Grundkurse entwickelte er eine Vorliebe für die taktischen Fachbereiche, in denen er am Ende als einer der Besten galt.

      Sein erster Marschbefehl führte den jungen Offizier auf die USS Kensington, wo er im taktischen Ressort seine berufliche Heimat fand.

      Laufbahn:

      USS Kensington (Defiant Class) – zweiter taktischer Offizier (TAK) / 6 Monate
      USS Odyssey (Discovery Class) – erster taktischer Offizier (TAK) / -

      3. Fähigkeiten

      Raqeem hasst Springball. Der bajoranische Nationalsport, oft ein typischer Bestandteil eines bajoranischen Dorfgemeinschaft, war ihm als Kind zu eintönig.

      Raqeem kann notfalls ein sehr hohes Arbeitsvolumen meistern ohne Pause zu machen. Diese Eigenschaft hat er den Doppel- und Dreifachschichten in der Kombüse zu verdanken, in denen er oft stundenlang und hochkonzentriert seiner Tätigkeit nachgehen musste.

      Nach der Arbeit am Arbeitsplatz des TAKs kann Raqeem am besten in der Küche entspannen. Durch seine wechselnden Jobs in der Kombüse gehört das Kochen zu seinen Disziplinen. Dabei stehen sowohl Allerweltsgerichte als als auch ausgewählte bajoranische Küche auf dem Speiseplan. Auch das Brauen von bajoranischen Getränkespezialitäten gehört dazu.

      Seine besondere Leidenschaft zu Musik äußert sich häufig auf Partys und Festlichkeiten, auf denen er gerne (ob gewünscht oder unerwünscht) die Musikauswahl vornimmt. Sein Musikgeschmack variiert dabei oft stark. Außerdem tanzt er sehr gerne.

      Raqeem weiß eine Tasse Deka-Tee jederzeit sehr zu schätzen.

      4. Medizinische Akte

      Keine Besonderheiten.

      5. Psychologisches Profil

      Raqeem ist sehr selbstständig. Früh hat er gelernt sich selbst um sein Schicksal zu kümmern. So litt er früher unter einem gewissen Autoritätsproblem. Erst seinen Eltern, später seinen Vorgesetzten gegenüber. Die Zeit an der Akademie hat dieses Verhalten etwas relativiert, allerdings kann Raqeem immer noch sehr schnell erkennen, welche Beweggründe hinter einem Befehl stehen. Wenn dies mit seiner eigenen Auslegung des Befehls nicht konform ist, scheut er sich nicht dies offen anzusprechen, auch wenn ihm dieses Verhalten schon den ein oder anderen Rüffel eingebracht hat.

      Die Arbeit außerhalb der Sternenflotte hat ihn für den sozialen Aspekt des Berufs sensibilisiert. Viele Offizierskollegen standen bei ihrer Arbeit nie „Ganz unten in der Nahrungskette“. Beispielhaft ein Chefarzt, der sich über die mühselige Arbeit einer Krankenschwester lustig macht. Für ein solches Verhalten hat Raqeem kein Verständnis.

      Der junge Bajoraner fühlt sich wohl in größeren Menschenmengen. Ihm fällt es leicht, mit anderen ins Gespräch zu kommen. Er ist ein aufmerksamer Zuhörer.

      Allerdings sind diese Gespräche nur oberflächlich. Raqeem tut sich immer noch sehr schwer, sich neuen Personen anzuvertrauen. Chess’ Verhalten hat bis heute bleibende Narben hinterlassen und seine Angst wieder einen geliebten Menschen so radikal zu verlieren, ist sehr groß.

      6. Klassifizierte Sektion

      -

      Spieler: Mo Bishop
      Hi!

      Hier ein paar Kommentare meines Co-SL, die ich für ihn hier poste

      Ein paar Punkte, die mir spontan auffallen:

      -Was ist mit Nirdi passiert? Erst waren sie ein Trio internale, und dann wird sie ab Dore II mit keinem Wort mehr erwähnt (zumindest warum sie nicht mitkam (oder kam sie mit?) und wie sie heute zueinander stehen fände ich interessant).

      -Chess verhalten finde ich seltsam dafür das die beiden einfach nur Kumpels waren. Mir las sich da ungefragt ein 'unerwiderte Liebe knutscht mit jemand anderem'-Subtext ein...

      -Die Motivation für die Sternenflottenbewerbung ist mir etwas dünn: Ein netter Fremder empfiehlt es, weil er ihn für unterfordert hält, und Raqeem hat früher von fernen Welten und exotischen Orten geträumt.
      Da hätte er auch Freibeuter werden können, insbesondere wenn er Autoritäten nicht mag.
      Hm, ok, "Häufige hatte er schon darüber nachgedacht (...)". Ganz so vom Himmel viel die Entscheidung nicht.

      Auch finde ich das die Figur recht stark zwischen Lebemann und Musterschüler schwankt:
      Auf Bajor mit Nebenjobs über Wasser gehalten und gefeiert.
      Auf Dore ein normaler Job, aber auch viel gefeiert.
      Auf dem Diplomatenschiff dann viel gearbeitet, Feierpensum unbekannt.
      Akademie: Musterschüler.
      Ja, er schreibt da mehr zu als ich in der Kurzfassung schreibe. Aber warum wandelt er sich an der Akademie? Warum sieht er sie als einmalige Chance (und für was? die Chance, das er nach dem Abschluss auf ein Patrouillenschiff versetzt wird und die nächsten 20 Jahre lang Neutrinowerte entlang der nausikaniaschen Grenze messen muss ist nicht so gering; auf einem Diplomatieschiff hat er u.U. bessere Chancen was von der Galaxis zu sehen.).

      Andererseits weiß ich auch nicht in wie weit es Sinn macht an solchen eher kleineren Punkten rumzukritteln. Die Bio hat für meinen Geschmack ein paar "darum"s zu wenig (und ein paar '!' zuviel), aber es ist mMn. eine funktionierende Bio [...].

      Was ich vielleicht noch etwas schade finde ist das ich auch in der 2. Bio nicht so recht herauslesen kann, was schlimmes passiert wenn sein Hund stirbt...

      Ja, meine Damen und Herren, wenn alle Stricke reißen, dann kann man sich nicht mal mehr aufhängen
      Johann Nepomuk Eduard Ambrosius Nestroy

      "Eine versaute Fantasie ist ein unendliches Fest!"
      W. Shakespeare

      "Wir sind im Auftrag des Herren unterwegs."
      Blues Brothers
      Hey!
      Auch an dich Lasse danke für die Kritik!
      Ich bin so frei und schreib mal meine Gedanken zu den einzelnen Punkten hier rein.

      ​-Was ist mit Nirdi passiert? Erst waren sie ein Trio internale, und dann wird sie ab Dore II mit keinem Wort mehr erwähnt (zumindest warum sie nicht mitkam (oder kam sie mit?) und wie sie heute zueinander stehen fände ich interessant).


      Mir sind die offenen Punkte sehr bewusst, ich hab verschiedene Plots mit Absicht offen gelassen um an Bord die Möglichkeit zu haben die eigene Charakterbildung weiter voran zu bringen (Sollte ich Lust dazu haben. Oft ergibt sich ja auch ganz viel anderes). Das gleiche gilt auch für den Chess Plot. Aber ich gebe gerne zu das ich da noch etwas dran feilen kann um das ganze nachvollziehbarer zu machen.

      -Die Motivation für die Sternenflottenbewerbung ist mir etwas dünn: Ein netter Fremder empfiehlt es, weil er ihn für unterfordert hält, und Raqeem hat früher von fernen Welten und exotischen Orten geträumt.​


      Dazu kurz als Erklärung: Meine bisherigen Charaktere waren alle recht "gradlinig" würde ich mal sagen. Also:

      1. Super Schüler
      2. Super Student
      3. In Irgendwas der allerbeste mit Auszeichnung
      4. Leider irgendeiner Tot (Tragisch tragisch)
      5. Versetzung mit Auszeichnung bla

      Es fehlte einfach an Zwischentönen. Raqeem ist für mich ein Experiment mal eine nicht ganz so starre Bio zu schreiben. Aber ich gebe zu das so ein Charakter sich natürlich im reinen ingame "Bewerbungsprozess" viel schwieriger gegen einen Musteroffizier durchsetzen kann.

      ​Aber warum wandelt er sich an der Akademie?


      Hier wiederum würde ich etwas widersprechen. Ich finde schon das nachvollziehbar ist WARUM er in der Sternenflotte alles gibt. WARUM er überhaupt die Flotte näher in betracht zieht ist hingegen nicht ganz so eindeutig, ja.

      -
      Mein Fazit: Ich bin im Moment gerade eh nicht so richtig mit dem Charakter zufrieden. Mal sehen ob ich noch was änder oder wirklich nochmal bei 0 anfang. Bin mir grad nicht so sicher. Ich schreib die Tage weiter dran rum.

      Lieben Gruß
      Mo

      PS: Raqeem ist gegen Hunde allergisch ;)
      Guten Abend zusammen!

      Sorry.. hat ziemlich lange gedauert ingesamt. Das Warten hat sich aber (wie ich finde) gelohnt :) Der Char liest sich flüssiger als Raqueem, obwohl er deutlich länger ist. Bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

      Anmerkung: Die finale Rechtschreibkontrolle erfolgt morgen. Wollte nur schon mal hier updaten damit das Tutorial Geschreibsel weitergehen kann.

      Lieben Gruß!
      Mo



      1. Allgemeines


      Name: Amun, vom Haus Sethos

      Spezies: Acamarianer
      Geschlecht : Männlich
      Geburtsjahr: 2389 (26 Jahre)
      Heimatplanet: Acamar III
      Rang: Ensign
      Position: TAK (USS Kensington)
      Größe: 1.78 m
      Gewicht: 73 kg
      Augenfarbe: Braun
      Haarfarbe: Schwarz
      Religion: Hori
      Spiritueller Grad: geweihter Wesir des Horus

      Familie/Clan: Sethos

      Mutter: Sechet
      Vater: Athos
      Bruder: Mandaron

      Merkmale:
      Amun trägt die Haare etwa Schulterlang, im Dienst meist zu einem Zopf am Hinterkopf gesteckt. Seine Haut hat einen dunkelbraunen Teint.

      2. Lebenslauf/Werdegang


      Einführung in das Clan Leben / Spirituelle Leben

      Das hohe Haus Sethos gehört zu den ältesten Clans der Acamarianer. Anders als Beispielsweise „die Sammler“ gehörten die Mitglieder dieses Clans immer zu den Befürwortern eines geeinten Zentralregierung. Der Clan besteht ab dem Jahr 2360 noch etwa aus 60 Familien.

      Die spirituelle Entwicklung des Familienverbunds ist ein besonderes Merkmal. So entsteht im Laufe der Jahrhunderte innerhalb der Dynastie eine besondere Verehrung des irdisch/ägyptischen Gottes Horus. Forscher sind sich uneinig wie es zu dieser Vermischung kam. Es entstanden mehrere Kultstätten und ein großer Horus Tempel am zentralen Sitz des Clans auf Acamar III. Anders als auf der Erde ging die Spirituelle Fortbildung der Glaubensanhänger, die sich selbst Hori nennen, aber einen anderen Weg. Durch die unterschiedlichen biologischen und geistlichen Grundlagen vermischten sich viele Elemente mit Komponenten der Selbstverteidigung und der Telekinese. Dabei schottete der Clan sich stark von den anderen Clans der Acamarianer ab.

      In den kriegerischen Zeiten des Clans lebte diese spirituelle Gemeinschaft auf. Zu dessen Blütezeit waren große Festlichkeiten für alle Clanmitglieder bindend und ein feste Größe in der sozialen Gemeinschaft. Nach der Vereinigung in der Zentralregierung ebbte dieser Spiritualismus aber deutlich ab.

      Heute ist die Hori Religion für die Clanmitglieder ein privates Ritual, was nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet.

      Geburt und Kindheit


      Amun wurde als zweiter Sohn des Athos und der Sechet, zwei Kaufleuten, geboren. Seine enge Familie gehörte zu dem Zweig des Clans, dem die spirituelle Entwicklung bis heute ein wichtiges Anliegen ist. Während sein Vater für die spirituellen Lehren zuständig war, führte die Mutter die anderen Geschicke der Familie als deren Oberhaupt.

      Hier verlebte Amun weitestgehend eine normale Kindheit. Als Zweitgeborener wurden ihm deutlich mehr Freiheiten eingeräumt als seinem sechs Jahre älteren Bruder Mandaron. Das Verhältnis der Brüder war auf das Wesentliche beschränkt. Der Altersunterschied und völlig unterschiedliche Interessen sorgten für eine gewisse Entfremdung. Die Beziehung der Eltern zueinander war kompliziert und schwierig.

      Seine schulischen Leistungen waren anfangs durchschnittlich. Später, mit ca. elf Jahren, besserten sich seine Noten, als Amun begann, sich für den Unterricht zu interessieren. Seine spirituelle Ausbildung begann mit neun, was er selbst sehr ernst nahm.

      Als der Junge 14 Jahre alt war entschied die Mutter das die Familie den Clan verlassen sollte. Acamar III unterlag nach wie vor einigen Handels Einschränkungen. Außerdem wollte die Mutter ihrem Sohn alle Möglichkeiten für eine berufliche Entwicklung geben. Dem Vater war gegen diese Entfernung zum restlichen Clan und zum großen Horustempel. Der Streit dauerte an. Beide wollten nicht nachgeben. Egal wie fest sich Amun sein Kissen an den Kopf drückte, er hörte ihre Schreie trotzdem.

      Letztlich zog die Mutter einen den Schlussstrich, was gleichzeitig auch die Trennung des Paares bedeutete. Während Mandaron bei seinem Vater blieb, kehrte Amun gemeinsam mit seiner Mutter der alten Heimat den Rücken. Sie siedelten sich auf Dore II an, einem Zwergplanet im Randgebiet der Föderation.

      Jugendjahre

      Zu Anfang fiel es Amun schwer in der direkten Umgebung Anschluss zu bekommen. Es war hart für Ihn gewesen die Freunde aus dem Tempel zurück zu lassen. Energisch bestand seine Mutter darauf das er etwas mit Gleichaltrigen unternahm. Bei einem der nachmittäglichen Streifzüge lernte er den jungen Bajoraner Chess und seine Schwester Nirdi kennen. Das ungleiche Geschwisterpaar kam schnurstracks auf ihn zu. Chess legte den Kopf schief und deutete auf seine Stirnfurche. „Was hast du da?“. Amun erklärte es, während Nirdi ihre kleinen Finger in die Furche legte und leise „Cool...“ sagte.

      Fernab vom acamarischen Heimtempel kamen die neuen Freunde genau zum richtigen Zeitpunkt. Nach Amuns anfänglicher Schüchternheit entwickelten sich die Beiden zu seinen besten Freunden. Der junge Acamarianer lebte auf. Auch seine schulische Leistung nahm wieder zu. Das Bildungsniveau und die Infrastruktur auf Dore II waren bedeutend besser als auf der Heimatwelt. Ein Hauptgrund für die guten Noten war aber die Gemeinschaft mit Nirdi und Chess. Die Drei waren unzertrennlich, im Unterricht als auch außerhalb der Schule.

      Auch in der Ferne versuchten Amun und seine Mutter ihre spirituellen Übungen und Mediationen aufrechtzuerhalten. In diesem Punkt war der junge Acamarianer sogar noch eifriger als seine Mutter. Als ihre Volljährigkeit näher rückte war ihr Plan bereits klar. Gemeinsam verließen die drei Dore II. Für Amun war die Entscheidung sehr schwer, da ihm seine Mutter sehr fehlte. Letztlich ging er aber mit und gemeinsam reisten die Drei nach Psi Upsilon III, einem kleinen Planeten mit sehr hoher Schwerkraft.

      Chess war es, der die Pläne den Planeten zu verlassen entschieden voran getrieben hatte. Es war schon immer sein Traum gewesen den Bewerbungstest an der Sternflottenakadmie in Psi Upsilon III anzutreten. Hier weit draußen waren die Regeln nicht so streng wie in der Akademie der Erde. Bewerber konnten als Nichtförderationsmitglieder über einen praktischen Test ihre Eignung für die Flotte unter Beweis stellen.

      Als auch Nirdi sich zum Test einschrieb wollte Amun natürlich nicht fehlen. Tragischerweise erfuhr ihre Freundschaft durch diesen Test zu einem nachhaltigen Bruch. Denn sowohl Amun als auch Nirdi bestanden die Prüfung, nur Chess selbst fiel durch. Er war untröstlich.

      Ohne ein weiteres Mal mit seiner Schwester und seinem besten Freund zu reden verschwand der junge Bajoraner spurlos. Jede Suchaktion blieb ohne Erfolg, Chess hatte den Planeten verlassen. Ratlos und unglücklich blieben die beiden Anderen zurück. Amun versuchte für Nirdi da zu sein, aber natürlich konnte er ihr nicht den Bruder ersetzen. Für Sie war die Situation unerträglich. In letzter Minute konnte der junge Acamarianer Nirdi vor dem Raumhafen abfangen. Sie wollte nicht bleiben ohne Chess. Weinend lag sie in seinen Armen. Nachdem Sie sich wieder einigermaßen unter Kontrolle hatte, beratschlagten sie was nun zu tun war. Das Gespräch zog sich in die Länge, letztendlich blieben sie. Beide kamen zu dem Schluss das ihr Freund, wenn er die Schmach verarbeitet hatte, es gewollt hätte das sie die Chance an der Akademie nutzen. Schweren Herzens schrieben sie sich – nunmehr zu zweit – an der Universität ein.

      Akademie

      Es fühlte sich komisch an ohne Chess zu studieren. Amun merkte zwar das es ihm nicht schwer fiel, mit neuen Personen in Kontakt zu treten, allerdings fühlte sich das oft wie Verrat an seinem Freund an. Auch fremdelte er mit dem strengen Tagesablauf. Andererseits lenkte ihn das harte Training ab. Auch an die strikte Hierarchie musste Amun sich erst gewöhnen. Er kannte aus dem Tempel zwar eine ähnliche Struktur, nur war sie bei weitem nicht so militärisch organisiert. Seine Spiritualität erlebte eine neue Blütezeit. In den langen und monotonen Trainingseinheiten war er froh sich in seine geistigen Riten zurückziehen zu können.

      Das Training lief gut, fast zu Amuns eigener Überraschung. Im Stillen war er seiner Mutter sehr dankbar für ihren Umzug auf Dore II. Ohne seine Kindheit im Förderationsraum wäre der technologische Sprung für ihn an der Akademie sehr groß gewesen. So konnte er mühelos mithalten. Im zweiten Semester erhielten die beiden Freunde endlich Nachricht von Chess. Er hatte auf einem Handelsschiff angeheuert und dort einen Platz in der Kombüse erhalten. In unregelmäßigen Abständen hielten sie Kontakt, auch wenn die kurzen Gespräche natürlich nicht die Intensität eines „echten“ Gespräch von Angesicht zu Angesicht hatten.

      Amun war dankbar das er in dieser Zeit wenigstens Nirdi an seiner Seite hatte. Die Bajoranerin war leiser geworden seid ihr Bruder in ihrem Trio fehlte. Trotzdem verbrachten sie jede freie Minute miteinander. In den Semesterferien des sechste Semesters passierte es dann. In einer feuchtfröhlichen Partynacht mit viel Alkohol nutze Nirdi auf der Tanzfläche eines kleinen Clubs die Möglichkeit das zutun, was sie schon sehr lange hatte tun wollen – Sie küsste Amun.

      Für Amun war es die erste Erfahrung in Sachen Liebe oder um es etwas besser zu formulieren: Er war mit der Situation völlig überfordert. Natürlich mochte er Nirdi ebenfalls sehr – ja er liebte sie sogar. Irgendwie. Aber schnell stellte er fest das sich ihr Verhältnis geändert hatte seid sie ein Paar waren. Nirdi schien seid neuestem ein sehr großes Interesse an seinem Körper zu haben. Je körperlicher ihre Beziehung wurde, desto mehr stellte Amun fest das er die alte Nirdi zurück haben wollte. Egal ob der tiefgründige Gedankenaustausch oder lustige gemeinsame Stunden nach dem Training, Nirdi schien das alles nicht mehr wichtig zu sein.

      Als er die Dinge beim Namen nannte kam es zu einem großen Steit. Nirdi weinte bitterlich und flehte ihn an sie nicht auch noch zu verlassen. Amun versuchte sie zu beruhigen aber dies war schwieriger als gedacht. Sie drohte das Studium abzubrechen. „Bitte nicht du auch noch..“, weinte sie bitterlich. Die Vorstellung an der Akademie ohne Nirdi zu sein war unvorstellbar für Amun. Ohne lange nachzudenken gab er nach.

      Verlustängste sind keine gute Grundlage für eine Beziehung, das merkte Amun sehr schnell. Ihre Treffen wurden weniger und liefen immer häufiger nach dem gleichen Schema ab. Amun versuchte die Tatsache zu ignorieren, da sich Nirdi allem Anschein nach mit der Situation arrangiert hatte. Ihre Freundschaft hatte sich verändert. Das Anschweigen und „aus dem Weg gehen“ gehörte nun zu ihrem Leben dazu. Beide klammerten sich Aneinander aus Angst sich zu verlieren.

      Die Zeit verging und das letzte Semester brach an. Amun verbrachte die meiste Zeit mit lernen und den praktischen Lehrgängen, die das Ende des Studiums einleiten. Er sah Nirdi in der Regel nur noch 1-2 mal pro Woche. Er war ihrem Wunsch, zusammen in ein Studentenapartment zu ziehen, bisher immer geschickt aus dem Weg gegangen. Indes zahlte sich das Lernen aus. Er bestand die Prüfungen mit einem sehr zufriedenstellenden Ergebnis. Auch Nirdi schaffte die Examen. Freudestrahlend nahmen sie sich in die Arme. Mehrere Minuten standen sie so, bis Amun spürte das es nun Zeit war Lebewohl zu sagen. Sie schauten sich lange an, es fiel kein einziges Wort.

      Ohne von Nirdi noch einmal Abschied zu nehmen verließ er Psi Upsilon III und kehrte nach Acamar III zurück. Er brauchte Abstand zu der Situation. Er hatte geplant den Heimurlaub bis zu seiner ersten Versetzung im hohen Tempel des Horus zu verbringen. Viele Jahre war er nicht hier gewesen. Als er über die Schwelle trat empfing ihn eine Überraschung. Sein Bruder Mandaron hieß die neuen Besucher freundlich willkommen, ohne Ihn zu erkennen. Erst als sie sich Auge um Auge gegenüber standen stutzte er. Die Freude über das Wiedersehen war ehrlich. Mandaron hatte sein Leben ganz den priesterlichen Lehren der Familie gewidmet. Die gemeinsame Zeit tat Amun gut. Sein Bruder nahm ihn täglich mit in den Tempel, wo Beide gemeinsam die spirituellen Riten ihrer Väter vollzogen. Aber auch außerhalb des Tempels genoss Amun die Zeit mit seinem Bruder.

      Es war Mandaron der für seinen Bruder bürgte, als dieser sich für das Erlangen seines ersten spirituellen Meistergrades vorbereitete. Die Prüfung war in vielerlei Hinsicht viel schwieriger als die Examen der Akademie. Der Höhepunkt des Ritus sah die Trennung des Geistes vom Körper vor. Später konnte Amun sich an nichts mehr erinnern.

      Als Amun aufwachte musste er feststellen das das Ritual Spuren hinterlassen hatte. In seinem Rücken steckte ein Paar Flügel! Er fühlte sie ganz deutlich! Als er an den Spiegel trat dachte er zuerst er würde sich dies einbilden. Aber Mandaron konnte die Schwingen auf der Haut fühlen, als Amun aufgeregt auf ihn zugerannt kam. Eine Nebenwirkung des Rituals und ein besonders Geschenk des Horus, lächelte sein Bruder.

      Die Zeit auf dem Heimatplaneten verging viel zu schnell. Bald schon erhielt Amun seinen ersten Marschbefehl. Es ging auf die USS Kensington. Dies weckte eine Vorfreude die ihn selbst überraschte. Zum Abschied schenkte Mandaron ihm zwei Skarabäus–Käfer. Amun musste lachen als sein Bruder ihm verriet das sie auf den Namen Ramses I und Ramses II hörten. Mit sich selbst ihm Reinen wandte er sich um und verließ den Planeten seiner Ahnen.

      Laufbahn:

      USS Kensington (Defiant Class) – zweiter taktischer Offizier (TAK) / 6 Monate

      USS Odyssey (Discovery Class) – erster taktischer Offizier (TAK) / -

      3. Fähigkeiten

      Amuns Körper ist in einer guten, bis sehr guten Verfassung. Sein Hori Training beinhaltet auch Elemente der Selbstverteidigung und des unbewaffneten Kampfes.

      Amun besitzt telekinetische Schwingen, die an die Flügel eines Falken erinnern. Die Spannweite der Flügel beträgt insgesamt 1,70cm (vollständig aufgespannt). Der Knotenpunkt der Flügel ist am Rücken genau zwischen den beiden Armen. Die Flügel entstanden bei seinem heiligen Weihezyklus zum Wesir des Horus. Die Flügel sind nicht sichtbar, aber ihre Berührungen kann man fühlen. Die Kraft und Intensität der Flügel variiert. Bei starken Emotionen sind sie viel stärker.

      Er besitzt zwei Skarabäus-Mistkäfer mit dem Namen Ramses I und Ramses II.

      4. Medizinische Akte

      Amun ist gesund und voll dienstfähig.

      Er trägt, wie es bei den Acamarianern Sitte ist, eine prägnante Gesichtstätowierung. Auch zieren seinen restlichen Körper weitere Tätowierungen teilweise dokumentieren sie die Durchführung einzelner spiritueller Riten. Andere haben nur einen ästhetischen Zweck.

      5. Psychologisches Profil

      Amun ist durchaus extrovertiert und sucht gerne den Kontakt zu anderen Crewmitgliedern, dabei sind Stand und Rang zweitrangig. Er ist dabei ein guter Zuhörer, allerdings erzählt er so gut wie nichts von sich.

      Durch die Scheidung seiner Eltern, verbunden mit der daraus folgenden Einsamkeit durch den Umzug mit der Mutter hat sich eine abgeschwächte Form des Borderlinesyndroms entwickelt. Simpel gesagt: Er hat Angst alleine gelassen zu werden. Die Erfahrungen mit der Freundschaft zu Chess und Nirdi haben diese Empfindung leider sogar noch verstärkt. So hat er gelernt das es oft besser ist, seine wahren Gefühle nicht laut auszusprechen und eher den Anderen Personen Raum für Gefühle zu lassen. Seine spirituelle Erziehung hilft ihm dabei. Dabei ist die Religion für ihn Privatsache, an der er niemanden teilhaben lässt.

      Durch die sehr dominante Art seiner Mutter hat Amun eine Schwäche für selbstbestimmte Frauen, von denen er sich angezogen fühlt. Oft auch zu seinem Nachteil, da er auf diesem Gebiet recht naiv ist. Obwohl er in der Sternflottenzeit bereits mit dem anderen Geschlecht Bekanntschaft gemacht hat, fühlt sich Amun auf diesem Gebiet schnell hilflos. Er versucht sich dann nichts anmerken zu lassen und sich der Situation zu entziehen.

      Amun legt Wert auf sein Aussehen, macht sich allerdings selbst gerne über eitle Personen lustig.

      6. Klassifizierte Sektion

      Nachtrag zu den Schwingen:

      Prinzipiell ist fliegen für Amun unmöglich. Allerdings würde ich mir vorbehalten diese Fähigkeit in einer absoluten Notsituation auszuspielen, aber keinesfalls regelmäßig. Sie sind eher als Gimmick zu verstehen.

      Erläuterungen zum Clan:

      Es folgt eine Einführung in die Horusgrade des Sethos Clans. Die Gläubigen bezeichnen sich übrigens selbst als „Hori“. Das Gradsystem stammt noch aus der Zeit bevor der Clan an Bedeutung im Alltag der Familien verlor. Heute wird das System nicht mehr so streng bearbeitet, sonst wäre es beispielsweise Amun nicht möglich gewesen außerhalb des Planeten weitere Grade zu erreichen.

      Dies sind nur meine persönlichen Notizen für den Clan, sie sind fürs RPG erstmal nicht relevant.

      Novizengrade

      Anmerkung: Die Novizengrade richten sich besonders an die Kinder, um ein frühes Interesse für das spirituelle Erbe des Clans zu gewährleisten.

      Diener des Tempels 1°
      Mindestalter beträgt 0 Jahre.

      Gehilfe des Magazins 2°
      Mindestalter beträgt 6 Jahre.

      Adept des heiligen Falken 3°
      Mindestalter beträgt 12 Jahre.

      Gesellengrade
      Anmerkung: Nicht jeder Gläubiger wählt die gleichen Gradzyklen. Während der Gesellenzeit spalten sich die Wege der Berufung auf.

      Siegelträger des Wesirs 10°
      Markiert den Beginn der Gesellengrade. Der Grad wird pro Siegelwahrer 3x vergeben.
      Mindestalter beträgt 16 Jahre.

      geweihter Sekretär des heiligen Falken 14°
      Alle folgenden Grade setzen die Mündigkeit voraus. Niedrigster Grad für eine selbstständige Tätigkeit im Tempel. Setzt den Besuch von mindestens 3x anderen Kultstätten voraus, um einen Einblick in unterschiedliche Riten zu erhalten.

      Innerer Diener des Schreins 18°
      Gehört dem Priesterkollegium an. Arbeitet den Priestern direkt zu. Der Grad wird pro Schrein 7x vergeben. Eine Ausnahme bildet der große Tempel, hier wird er 12x vergeben. Aus den Dienern eines Schreins wird außerdem ein Stellvertreter erwählt, der sich „erster Diener des Schreins“ nennt. Sein Grad bleibt aber der Gleiche.

      Dieser Grad ist der letzte der für alle Glaubensanhänger gleich ist. Danach entscheidet sich ob der Gläubige eher einen spirituellen oder einen kämpferischen Weg einschlägt.

      Erwählter Ritter des Horus 21°
      Der oberste Gesellengrad für alle Hori die der Gemeinschaft mit der Waffe dienen wollen. Jeder Schrein definiert diesen Grad anders, daher kann es zu Namensunterschieden kommen. Gemein haben sie alle die Zahl.

      Erhabener Priester des Tempels 25°
      Oberster Gesellengrad der Priester. Kann eigenmächtig einen Schrein führen. Es gibt formal keine nominelle Beschränkung mehr, allerdings ist es üblich das die Zahl der Priester pro Schrein nicht mehr als 3x übersteigt.

      gesalbter Siegelwahrer des heiligen Falken 30°
      Ein Zwischengrad für Gesellen, die den Meistergrad erreichen wollen. Für Sie schließt sich hier der Kreis. Bei ihrer Arbeit werden sie von bis zu 3x Siegelträgern unterstützt, die gerade ihren Gesellengrad erreicht haben.

      Der Siegelwahrer wird von einem Wesir oder hohen Ritter persönlich auserwählt und bis zur Meisterreife von Diesem begleitet.

      Meistergrade

      Hoher Ritter der königlichen Garde 40°
      Der höchste Meistergrad für alle Gläubigen, die dem heiligen Falken mit der Waffe dienen. Mit diesem Grad gehört das Führen einer Einheit zu ihren Privilegien.

      Die Mitglieder diesen Grades gehören auf Lebenszeit zur persönlichen Garde des Großwesirs. Ihnen obliegt auch der Schutz des Hohepriesters und die Beaufsichtigung des großen Horus Tempels. Der Hauptmann der Garde wird vom Großwesir persönlich erwählt. Dieser gibt ihm den Titel „Hoher Falke“. Sein Grad bleibt unterändert.

      Anmerkung: Selbstverständlich kann ein Ritter diesen Grades die Weihezyklen des Wesirs antreten, wenn er möchte.

      geweihter Wesir des Horus 60°
      Um den Grad eines Wesirs zu erreichen muss ein Mitglied des Inneren Zirkels für den Neuen werben. Der Zirkel muss darüber abstimmen ob der Neueinsteiger die heiligen Rituale, die für die sprituelle Prüfung nötig sind, erlernen darf. Es reicht eine einfache Mehrheit im Zirkel.

      Der Wesir hat eine wichtige Funktion innerhalb des Glaubensgemeinschaft. Er gehört selbst mit diesem Grad zum inneren Zirkel des Großwesirs. Hier darf er offen und frei sprechen. Zudem unterstützt er den Großwesir bei seiner Regierungsarbeit. Ähnlich einem Kabinett kann der Großwesir einem geweihten Wesir bestimmte Aufgaben eigenmächtig übertragen. Der Rang beinhaltet also erste große administrative Funktionen. Außerdem gilt er als Botschafter des Horus.

      geheimer Prophet des Tempels 80°
      Dieser Grad ist ein besonderer Meistergrad des Priesterkollegiums. Seine genaue Funktion ist nicht öffentlich bekannt, auch die Anzahl der Propheten ist ein Geheimnis.

      Die Propheten sind neben dem Hohepreister die Einzigen die Zugang zum Allerheiligsten im hohen Tempel haben. Sie sind kein Bestandteil des inneren Zirkels.

      Auserwählter Richter des heiligen Falken 100°
      Die Richter sind Teil des Inneren Zirkels. Es gibt immer Drei von Ihnen gleichzeitig. Sie werden vom Zirkel selbst gewählt. Der Großwesir selbst darf nicht mitwählen. Sie bilden die Judikative im Clan.

      Die drei Richter allein verfügen über die Macht den Großwesir des Amtes zu entheben. Dazu benötigen sie allerdings die Zustimmung des amtierenden Hohepriesters.

      Oberster Architekt des Horus 120°
      Der Erste der drei Obersten drei Positionen, deren Grad absolut einmalig ist. Der Titel des Architekt ist durchaus auch auf die Bautätigkeit bezogen, allerdings beinhaltet er auch die Strukturen allgemein. Daher ist der Oberste Architekt eher mit einem „Außenminister“ gleichzusetzen. Er gilt als rechte Hand des Großwesirs, mit ähnlicher Machtbefugnis innerhalb des Clans. Selbstverständlich ist er Mitglied des Inneren Zirkels.

      Der amtierende Oberste Architekt trägt den Namen Nep-Ra III.

      Hohepriester des Tempels 140°
      Der Oberste Priester und Glaubeslenker des Clans. Neben den geheimen Propheten die einzige Person mit Zugang zum Allerheiligsten im hohen Tempel. Er ist verantwortlich für die gesamte spirituelle Erziehung im Clan und Einhaltung der religiösen Tugenden. In dieser Funktion ist er dem Großwesir sogar übergeordnet. Er hat kein Zugang zum inneren Zirkel.

      Er ist für die Inthronisierung des Großwesir verantwortlich. Er hat, zusammen mit den Richter, die Macht dem Großwesir den Thron zu entziehen. Für dieses Verfahren müssen allerdings alle einstimmig dafür stimmen. In der Geschichte des Clans ist dies erst ein einziges Mal passiert.

      Die amtierende Hohepriesterin trägt den Namen Seti I.

      Vollkommener Großwesir des Horus 180°
      Wir sind am Ende des Gradmessers angekommen. Ab hier bewegt es sich wieder zum Anfang zurück. Der Vollkommene Großwesir ist der Vorsitzende des Inneren Zirkels der Wesire und das Oberhaupt des Clans. Er leitet zusammen mit dem Obersten Architekten, den Richtern und dem Zirkel die Geschicke der Familiendynastie.

      Zu Beginn noch von Vater zu Sohn weitergegeben, ist dieser Titel mittlerweile ein demokratisch erwähltes Amt. Allerdings sind die Hürden immer noch sehr hoch. Es gibt einige sehr geheime Riten und Bräuche um für das oberste Amt des Amhenhotep Clans kandidieren zu können. Diese Wahl wird von den Richtern kontrolliert und durchgeführt, die selbst für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung stehen.

      Der amtierende Großwesir trägt dem Namen Amhenhotep VI

      Ens. Amun
      2. TAK USS Kensington
      Aka
      Mo Bishop
      Hi,

      ich bin ungern der Spielverderber, aber ein paar Anmerkungen und Fragen hätte ich doch:
      • Einen Charakter nach einer Gottheit eines realen Glaubens zu benennen galt zumindest früher als "schlechter Stil". Man läuft Gefahr, jemanden OT zu beleidigen. Daher sollten wir das nicht tun.
      • In die gleiche Richtung geht der Name "Sethos"
      • Die SFG hatte schon einmal eine Spezies, die sich sehr nahe an dem ägyptischen Pantheon bewegte (die Hirogola). War damals schon nicht unbedingt cool. Ich fände eine eigene Religion besser.
      • Woher kommen die telekinetischen Flügel? "Rule of cool" in allen Ehren - aber telekinetische Flügel, die nach einer Priesterweihe bei einer nicht-telepathischen Spezies erscheinen, sind eher Space Fantasy ("Immortal"?) als Science Fiction.
      • Wurden die Clans nicht mehr oder minder aufgelöst, was der Grund für die "Sammler" war?
      • Was hat er denn genau studiert?
      • Ich bin mir nicht sicher, ob man jemanden mit diesem psychologischen Profil wirklich die Waffenkontrolle eines Schiffs anvertrauen würde. Ich denke, das Profil sollte man eventuell nochmal überdenken und schärfen.
      Lt. jg Ajur, Sohn des Nedek - TAK USS Hephaistos
      Ens. Emin, FLG USS Odyssey
      Cmdr. Aleksander Solowyov, CO USS Galathea
      Colin A. Averon Shamar

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Effi“ ()

      Aloha und DANKE EFFI :) Das du dich hier mit eingeschaltet hast. Du bringst ein paar Punkte auf, die ich auch kritisch beäugt habe, aber einfach zeitlich noch nicht hinbekommen habe zu thematisieren. Seit mich Mo aber heute auf deine Kritik angesprochen hat bin ich so frei gewesen und habe mit ihm ein wenig die Bio durchgesprochen.

      Effi schrieb:

      Einen Charakter nach einer Gottheit eines realen Glaubens zu benennen galt zumindest früher als "schlechter Stil". Man läuft Gefahr, jemanden OT zu beleidigen. Daher sollten wir das nicht tun.

      Effi schrieb:

      In die gleiche Richtung geht der Name "Sethos"


      Damals (TM) ;)
      Hätte er die Namen Amrun und Sethos nicht in Verbindung mit der altägyptischen Religion gebracht, wäre das vielleicht gar nicht aufgefallen. Auch, wenn es unzählige mögliche Spezies gibt, so denke ich, dass bei humanoiden Spezies irgendwann die Lauttabelle erschöpft ist und sich früher oder später Namen verschiedenster Kulturen dem Klang nach ähneln können.
      Ich persönlich habe keine Probleme damit diese Namen zu lesen oder sie mit einer kulturell angepassten und veränderten Religion zu betrachten.

      Effi schrieb:

      Die SFG hatte schon einmal eine Spezies, die sich sehr nahe an dem ägyptischen Pantheon bewegte (die Hirogola). War damals schon nicht unbedingt cool. Ich fände eine eigene Religion besser.


      Du weißt doch wie aufwändig so eine eigenständig kreierte Religion sein kann. Da kann ich Mo verstehen, wenn er sich eine bereits bekannte und vorhandene Religion anpasst und mit der versucht etwas neues zu kreieren, um sich Zeit zu sparen und allen Mitspielern trotzdem etwas verständliches zum Spielen mitgeben kann.

      Der Gedanke, dass die Religion von Menschen mitgebracht wurde irritiert mich, bzw. dass da ein irdischer Zusammenhang sein soll (DIES KANN MAN BITTE GENAUER BESCHREIBEN :habenwollen: ). Wir hatten auf der Quigley mal eine Mission in der die antiken Götter der Griechen, Germanen usw. eine Rolle gespielt hatten. Im Endeffekt wollte Loki, dass die Erde wieder an die alten Götter glaubt - ähnlich der TOS Folge mit Apoll, nur dass am Ende ALLE "Götter" mit ihren Raumschiffen (ähnlich den Goa'uld-Mutterschiffen) zur Erde vorgestoßen sind, um Loki und die restlichen Titanen usw. die noch auf der Erde waren mitzunehmen. Einsehend, dass ihre Zeit auf der Erde quasi beendet war. Dass diese Aliens auf Acamar eine ähnliche religiöse Entwicklung genommen haben (Häuser Sethos, vielleicht noch Odin, Vishnu etc.) wäre eine Möglichkeit diese Idee, die Mo hat, mit a) dem bereits (bzw. noch) vorhandenen SFG-Lore zu verbinden und b) eine mögliche direkte Verbindung zu den TOS-Geschehnissen. Es würde also unter die Kategorie "Gab es irgendwie schon in Star Trek" fallen.

      Effi schrieb:

      Woher kommen die telekinetischen Flügel? "Rule of cool" in allen Ehren - aber telekinetische Flügel, die nach einer Priesterweihe bei einer nicht-telepathischen Spezies erscheinen, sind eher Space Fantasy ("Immortal"?) als Science Fiction.


      Die Flügel... Ja, da bin ich bei dir. Ich finde ein 'ist plötzlich und ohne Erklärung' da, auch eher... na ja....

      Effi schrieb:

      Wurden die Clans nicht mehr oder minder aufgelöst, was der Grund für die "Sammler" war?


      Ich habe die Folge nicht mehr im Kopf. Ist zu lange her und ich habe keine Zeit mir die Folge nochmal anzuschauen. Kann mir aber auch vorstellen, dass das Clan-System im Endeffekt nur reformiert wurde? Erklärungen? :habenwollen:

      Effi schrieb:

      Was hat er denn genau studiert?


      Falls du auf den Satz 'sie schrieben sich an der Universität ein' anspielst. Vermutlich meinte er damit die Akademie, da er TAK spielen möchte wird der Charakter etwas mit TAK studiert haben ?(

      Effi schrieb:

      Ich bin mir nicht sicher, ob man jemanden mit diesem psychologischen Profil wirklich die Waffenkontrolle eines Schiffs anvertrauen würde. Ich denke, das Profil sollte man eventuell nochmal überdenken und schärfen.


      Bezüglich des PP habe ich mit ihm schon gesondert gesprochen. Ich denke er wird sich meine Vorschläge zu Herzen nehmen.
      Ja, meine Damen und Herren, wenn alle Stricke reißen, dann kann man sich nicht mal mehr aufhängen
      Johann Nepomuk Eduard Ambrosius Nestroy

      "Eine versaute Fantasie ist ein unendliches Fest!"
      W. Shakespeare

      "Wir sind im Auftrag des Herren unterwegs."
      Blues Brothers

      Nabend zusammen!

      Ich hab nach den unterschiedlichen Kritiken für mich versucht genau herauszuarbeiten, was für mich beim Spielen wichtig und was "nur" eine erzählerische Spielerei ist. An dieser Stelle nochmal Danke an alle Kritiker :) Hab aus diesem Grund die ägyptischen Komponente (größtenteils) entfernt und viele Aspekte mit dem Clan etwas ausführlicher beleuchtet. Die Sammler, die man als räuberische Nomaden aus TNG kennt, haben sich als Reaktion auf die Gründung der Zentralregierung gebildet. Nur nochmal als Reminder ;)

      Das hierarchische System des Tempels ist nun die Hierarchie des Clans, die ich allerdings nochmal separat nachreichen muss. Würde das aber auch erst tun, wenn dies im Spiel für Amun relevant wird.

      Auch die Schwingen sind nun raus, denke es macht so mehr Sinn. So und jetzt viel Spaß beim Lesen!

      Lieben Gruß
      Mo

      1. Allgemeines

      Name: Amun, vom Haus Thalrasil
      Spezies: Acamarianer
      Geschlecht : Männlich
      Geburtsjahr: 2389 (26 Jahre)
      Heimatplanet: Acamar III (Das Verborgene Tal)
      Rang: Ensign
      Position: TAK (USS Kensington)
      Größe: 1.78 m
      Gewicht: 73 kg
      Augenfarbe: Braun
      Haarfarbe: Schwarz

      Familie/Clan: Thalrasil
      Position in der Dynastie: geweihter Wesir des Hauses Thalrasil
      Mutter: Sechet
      Vater: Athos
      Bruder: Mandaron

      Merkmale:
      Amun trägt seine schwarzen Haare zu schulterlangen Dreadlocks gedreht. Dies ist für ihn ein Erbe seiner Familienzugehörigkeit. Im Dienst meist zu einem dickeren Zopf am Hinterkopf gesteckt. Seine Haut hat einen dunkelbraunen Teint.

      2. Lebenslauf/Werdegang

      Einführung in das Clan Leben

      Das hohe Haus Thalrasil gehört zu den ältesten Clans der Acamarianer. Während einige Acamarianerclans unter dem Begriff „die Sammler“ ein Nomandenleben begannen, gehörten die Mitglieder der Thalrasil immer zu den Befürwortern eines geeinten Zentralregierung. Der Clan besteht ab dem Jahr 2360 noch etwa aus 40 Familien. Erstmals geschichtlich erwähnt wurde er 1500 Jahre davor. Auf diese lange Zeit sind die Familienmitglieder sehr stolz.

      Die gesamte Familiendynastie ist von einer sehr komplexe Hierarchie geprägt. Die Gründung geht auf Ateus I zurück, der später als der erste Großwesir (Clanführer) des Clans galt. Nach seiner Bestätigung als Anführer, schlossen sich immer mehr Familien dem Clan an. Viele Hochzeiten und Geburten wurden gefeiert, der Clan wuchs.

      Im Nachwirken der ersten Blutzeit, einem kriegerischen Konflikt der mehr als Dreiviertel aller Acamarianer Clans einbezog, kam die Thalrasil Dynastie an erhebliche Macht. Der regierende Großwesir Molysus verfügte über so viel Einfluss wie kein Clanführer nach ihm. Auch die Bedeutung von Riten und der internen Clan Hierarchie war auf dem Höhepunkt. Molysus´Sohn Lophin war es, der das Zeitalter einläutete, was später in die Geschichtsbücher als „Die große Dunkelheit“ einging. Er verlor einen kriegerischen Konflikt gegen das Haus Drala, um die Vorherrschaft in der Hauptstadt. Der Clan war gezwungen das eroberte Land zu verlassen. Lophin selbst wurde hingerichtet. Es war seine Tochter Kriena die den Clan ins Verborgene Tal führte, was den Familien von nun an als Stammsitz diente.

      Unter Kriena begann der Clan sich auch weiblichen Großwesiren zu öffnen. Die Dynastie lebte von nun an abgeschottet von den anderen Clans und ging kriegerischen Disputen aus dem Weg. Die strenge hierarchische Ordnung wurde nach und nach aufgeweicht. Heute ist sie ein Teil der Identität der Familie. Die Familienoberhäupter werden aber nun ebenfalls demokratisch gewählt.
      (Für weitere Informationen zur Thalrasil Dynastie, siehe klassifizierte Sektion)

      Geburt und Kindheit

      Amun wurde als zweiter Sohn des Athos und der Sechet, zwei Kaufleuten, im Verborgenen Tal, dem Zentrum des Clans auf Acamar III, geboren. Hier verlebte Amun weitestgehend eine normale Kindheit. Als Zweitgeborener wurden ihm deutlich mehr Freiheiten eingeräumt als seinem sechs Jahre älteren Bruder Mandaron. Das Verhältnis der Brüder war auf das Wesentliche beschränkt. Der Altersunterschied und völlig unterschiedliche Interessen sorgten für eine gewisse Entfremdung. Die Beziehung der Eltern zueinander war kompliziert und schwierig.

      Seine schulischen Leistungen waren anfangs durchschnittlich. Später, mit ca. elf Jahren, besserten sich seine Noten, als Amun begann, sich für den Unterricht zu interessieren. Der Vater war es wichtig, die Kinder auch in der Geschichte der Familiendynastie zu unterweisen. Amun mochte diesen speziellen Unterricht sehr.

      Als der Junge 14 Jahre alt war, entschied die Mutter, dass die Familie den Clan verlassen sollte. Acamar III unterlag nach wie vor einigen Handelseinschränkungen. Außerdem wollte die Mutter ihrem Sohn alle Möglichkeiten für eine berufliche Entwicklung geben. Dem Vater war gegen diese Entfernung zum restlichen Clan. Der Streit dauerte an. Beide wollten nicht nachgeben. Egal wie fest sich Amun sein Kissen an den Kopf drückte, er hörte ihre Schreie trotzdem.

      Letztlich zog die Mutter einen Schlussstrich, was gleichzeitig auch die Trennung des Paares bedeutete. Während Mandaron bei seinem Vater blieb, kehrte Amun gemeinsam mit seiner Mutter der alten Heimat den Rücken. Sie siedelten sich auf Dore II an, einem Zwergplanet im Randgebiet der Föderation.

      Jugendjahre

      Zu Anfang versuchte Amun sehr unbeschwert Kontakt zu anderen zu bekommen, aber leider musste er feststellen, dass er auf Dore II nicht von Familienmitgliedern umgeben war. Hier gab es Leute die ihn nicht leiden konnten und das ganz frei heraus äußerten. Der sonst extrovertierte junge Acamarianer fand kaum Anschluss.

      Energisch bestand seine Mutter darauf, dass er trotzdem etwas mit Gleichaltrigen unternahm. Bei einem der nachmittäglichen Streifzüge lernte er den jungen Bajoraner Chess und seine Schwester Nirdi kennen. Das ungleiche Geschwisterpaar kam schnurstracks auf ihn zu. Chess legte den Kopf schief und deutete auf seine Stirnfurche. „Was hast du da?“. Amun erklärte es, während Nirdi ihre kleinen Finger in die Furche legte und leise „Cool...“ sagte.

      Fernab von der acamarischen Heimat, kamen die neuen Freunde genau zum richtigen Zeitpunkt. Nach Amuns anfänglicher Vorsicht, entwickelten sich die Beiden zu seinen besten Freunden. Der junge Acamarianer lebte auf. Auch seine schulische Leistung nahm wieder zu. Das Bildungsniveau und die Infrastruktur auf Dore II waren bedeutend besser als auf der Heimatwelt. Ein Hauptgrund für die guten Noten war aber die Gemeinschaft mit Nirdi und Chess. Die drei waren unzertrennlich, im Unterricht als auch außerhalb der Schule.

      Als ihre Volljährigkeit näher rückte war ihr Plan bereits klar. Gemeinsam verließen die drei Dore II. Für Amun war die Entscheidung sehr schwer, da ihm seine Mutter sehr fehlte. Letztlich ging er aber mit und gemeinsam reisten die Drei nach Psi Upsilon III, einem kleinen Planeten mit sehr hoher Schwerkraft.

      Chess war es, der die Pläne den Planeten zu verlassen, entschieden voran getrieben hatte. Es war schon immer sein Traum gewesen den Bewerbungstest an der Sternflottenakadmie in Psi Upsilon III anzutreten. Hier weit draußen waren die Regeln nicht so streng wie in der Akademie der Erde. Bewerber konnten als Nichtförderationsmitglieder über einen praktischen Test ihre Eignung für die Flotte unter Beweis stellen.

      Als auch Nirdi sich zum Test einschrieb wollte Amun natürlich nicht fehlen. Tragischerweise erfuhr ihre Freundschaft durch diesen Test einen nachhaltigen Bruch. Denn sowohl Amun als auch Nirdi bestanden die Prüfung, nur Chess selbst fiel durch. Er war untröstlich.

      Ohne ein weiteres Mal mit seiner Schwester und seinem besten Freund zu reden verschwand der junge Bajoraner spurlos. Jede Suchaktion blieb ohne Erfolg. Chess hatte den Planeten verlassen. Ratlos und unglücklich blieben die beiden Anderen zurück. Amun versuchte für Nirdi da zu sein, aber natürlich konnte er ihr nicht den Bruder ersetzen. Für sie war die Situation unerträglich. In letzter Minute konnte der junge Acamarianer Nirdi vor dem Raumhafen abfangen. Sie wollte nicht bleiben ohne Chess. Weinend lag sie in seinen Armen. Nachdem sie sich wieder einigermaßen unter Kontrolle hatte, beratschlagten sie was nun zu tun war. Das Gespräch zog sich in die Länge, letztendlich blieben sie. Beide kamen zu dem Schluss, dass ihr Freund, wenn er die Schmach verarbeitet hatte, es gewollt hätte, dass sie die Chance an der Akademie nutzen. Schweren Herzens schrieben sie sich – nunmehr zu zweit – an der Universität ein.

      Akademie

      Es fühlte sich komisch an ohne Chess zu studieren. Amun merkte zwar das es ihm nicht schwer fiel, mit neuen Personen in Kontakt zu treten, allerdings fühlte sich das oft wie Verrat an seinem Freund an. Auch fremdelte er mit dem strengen Tagesablauf. Andererseits lenkte ihn das harte Training ab. Auch an die strikte Hierarchie musste Amun sich erst gewöhnen. Er kannte aus dem Familienclan zwar eine ähnliche Struktur, nur war sie bei weitem nicht so militärisch organisiert.

      Das Studium lief gut, fast zu Amuns eigener Überraschung. Im Stillen war er seiner Mutter sehr dankbar für ihren Umzug auf Dore II. Ohne seine Kindheit im Förderationsraum wäre der technologische Sprung für ihn an der Akademie sehr groß gewesen. So konnte er mühelos mithalten. Angefacht durch die teilweise sehr kriegerische Vergangenheit des Familienclans galt Amuns Interesse besonders den taktischen und geschichtlichen Fächern. Gerade die taktische Führung von großen Schiffsverbänden interessierte Ihn sehr.

      Im zweiten Semester erhielten die beiden Freunde endlich Nachricht von Chess. Er hatte auf einem Handelsschiff angeheuert und dort einen Platz in der Kombüse erhalten. In unregelmäßigen Abständen hielten sie Kontakt, auch wenn die kurzen Gespräche natürlich nicht die Intensität eines „echten“ Gespräch von Angesicht zu Angesicht hatten.

      Amun war dankbar, dass er in dieser Zeit wenigstens Nirdi an seiner Seite hatte. Die Bajoranerin war leiser geworden, seit ihr Bruder in ihrem Trio fehlte. Trotzdem verbrachten sie jede freie Minute miteinander. In den Semesterferien des sechste Semesters passierte es dann. In einer feuchtfröhlichen Partynacht mit viel Alkohol, nutze Nirdi auf der Tanzfläche eines kleinen Clubs die Möglichkeit das zu tun, was sie schon sehr lange hatte tun wollen – sie küsste Amun.

      Für Amun war es die erste Erfahrung in Sachen Liebe oder um es etwas besser zu formulieren: Er war mit der Situation völlig überfordert. Natürlich mochte er Nirdi ebenfalls sehr – ja er liebte sie sogar. Irgendwie. Aber schnell stellte er fest das sich ihr Verhältnis geändert hatte, seit sie ein Paar waren. Nirdi schien seit neuestem ein sehr großes Interesse an seinem Körper zu haben. Je körperlicher ihre Beziehung wurde, desto mehr stellte Amun fest, dass er die alte Nirdi zurück haben wollte. Egal ob der tiefgründige Gedankenaustausch oder lustige gemeinsame Stunden nach dem Training, Nirdi schien das alles nicht mehr wichtig zu sein.

      Als er die Dinge beim Namen nannte kam es zu einem großen Steit. Nirdi weinte bitterlich und flehte ihn an sie nicht auch noch zu verlassen. Amun versuchte sie zu beruhigen aber dies war schwieriger als gedacht. Sie drohte das Studium abzubrechen. „Bitte nicht du auch noch..“, weinte sie bitterlich. Die Vorstellung an der Akademie ohne Nirdi zu sein war unvorstellbar für Amun. Ohne lange nachzudenken gab er nach.

      Verlustängste sind keine gute Grundlage für eine Beziehung, das merkte Amun sehr schnell. Ihre Treffen wurden weniger und liefen immer häufiger nach dem gleichen Schema ab. Amun versuchte die Tatsache zu ignorieren, da sich Nirdi allem Anschein nach mit der Situation arrangiert hatte. Ihre Freundschaft hatte sich verändert. Das Anschweigen und „aus dem Weg gehen“ gehörte nun zu ihrem Leben dazu. Beide klammerten sich aneinander aus Angst sich zu verlieren.

      Die Zeit verging und das letzte Semester brach an. Amun verbrachte die meiste Zeit mit lernen und den praktischen Lehrgängen, die das Ende des Studiums einleiten. Er sah Nirdi in der Regel nur noch 1-2 mal pro Woche. Er war ihrem Wunsch, zusammen in ein Studentenapartment zu ziehen, bisher immer geschickt aus dem Weg gegangen. Indes zahlte sich das Lernen aus. Er bestand die Prüfungen mit einem sehr zufriedenstellenden Ergebnis. Seine Noten in den Fächern Mathematik, taktische Analyse und Strategien des Raumkampfs waren sogar herausragend. Außerdem schloss er den Waffenlehrgang Torpedo V als bester Student ab.

      Auch Nirdi schaffte die Examen. Freudestrahlend nahmen sie sich in die Arme. Mehrere Minuten standen sie so, bis Amun spürte das es nun Zeit war Lebewohl zu sagen. Sie schauten sich lange an, es fiel kein einziges Wort.

      Ohne von Nirdi noch einmal Abschied zu nehmen verließ er Psi Upsilon III und kehrte nach Acamar III zurück. Er brauchte Abstand zu der Situation. Er hatte geplant, den Heimurlaub bei seiner Familie im Verborgenen Tal zu verbringen. Viele Jahre war er nicht hier gewesen. Zu seiner eigenen Verwunderung und Freude wurde er hier sehr herzlich empfangen. Besonders die Beziehung zu seinem Bruder Mandaron, der dem Clan mittlerweile in einer Führungsposition diente, lebte nachträglich auf.

      Die Zeit bei der Famile tat Amun sehr gut. Das gemeinsame Leben im Verborgenen Tal war von einer warmen, familiären Atmosphäre geprägt. Ohne besonders darauf hin zu arbeiten begann der junge Acamarianer innerhalb der Familie weitere strukturelle Aufgaben zu übernehmen. Nach einer Prüfung auf diesem Gebiet ernannte ihn sein Bruder sichtlich stolz zu einem geweihten Wesir der Familie. Als solcher gehörte Amun nun zum engeren Führungszirkel des Clans.

      Die Zeit auf dem Heimatplaneten verging viel zu schnell. Bald schon erhielt Amun seinen ersten Marschbefehl. Es ging auf die USS Kensington. Zum Abschied schenkte Mandaron ihm ein Riesenchamäleon, das auf den Namen Lobsang hörte.

      Mit sich selbst im Reinen, wandte er sich um und verließ den Planeten seiner Ahnen.

      Laufbahn:

      USS Kensington (Defiant Class) – zweiter taktischer Offizier (TAK) / 6 Monate
      USS Odyssey (Discovery Class) – erster taktischer Offizier (TAK) / -

      3. Fähigkeiten

      Amun besitzt ein Riesenchamäleon, das auf den Namen Lobsang hört. Das Tier lebt in einem Aquarium in Amuns Quartier. Es ist äußerst schreckhaft und zeigt sich nur, wenn Amun allein ist oder zu ganz besonderen Ausnahmen.

      Amuns Körper ist in einer guten, bis sehr guten Verfassung. Seine Berufung als geweihter Wesir der Famlie, setzt körperliche Fitness und einige Lehrgänge in Selbstverteidigung und Taktiken des unbewaffneten Kampfes voraus.

      Besondere Reife erlangte er während des Studiums in folgenden Fächern:

      Mathematik, taktische Analyse und Strategien des Raumkampfs. Er schloss außerdem den Waffenlehrgang Torpedo V als Klassenbester ab.

      <interne Notiz zur Berufswahl von Amun, Haus Thalrasil / Cmdr. Nayi Erabo / Ausbilder, Psi Upsilon III>

      Kadett Amun zeigt trotz seinem Status als Nicht-Förderationsbürger eine sehr hohe Leistungsbereitschaft. Seine unkonventionelle Art, bestehende Taktiken zu hinterfragen, macht ihn im Gefecht besonders unberechenbar. Er verfügt außerdem über eine sehr hohe Intuition in strategischen Operationen aller Art.

      Er scheint innerhalb der Studentenschaft als eine Art Torpedoexperte zu gelten. Er assistiert Commander Pyrk in dessen Torpedo Lehrgang.

      Ich empfehle ihn daher für die Arbeit als TAK oder CSO. Erabo Ende

      4. Medizinische Akte

      Amun ist gesund und voll dienstfähig. Seine Fitness ist überdurchschnittlich gut. Wie alle Acamarianer hat er eine etwa 1,5 Zentimeter tiefen senkrechten Einschnitt auf der Stirn.

      Außerdem ist sein ganzes Gesicht, sowie sein restlicher Körper von Tätowierungen überzogen, alle haben einen direkten Bezug zum Clan der Thalrasil.

      5. Psychologisches Profil

      Amun ist durchaus extrovertiert und sucht gerne den Kontakt zu anderen Crewmitgliedern, dabei sind Stand und Rang zweitrangig. Er ist dabei ein guter Zuhörer, allerdings erzählt er so gut wie nichts von sich.

      Durch die Scheidung seiner Eltern, verbunden mit der daraus folgenden Einsamkeit durch den Umzug mit der Mutter, hat sich eine abgeschwächte Form des Borderlinesyndroms entwickelt. Simpel gesagt: Er hat Angst alleine gelassen zu werden. Die Erfahrungen mit der Freundschaft zu Chess und Nirdi haben diese Empfindung leider sogar noch verstärkt. So hat er gelernt das es oft besser ist, seine wahren Gefühle nicht laut auszusprechen und eher den anderen Personen Raum für Gefühle zu lassen.

      Durch die sehr dominante Art seiner Mutter, hat Amun eine Schwäche für selbstbestimmte Frauen, von denen er sich angezogen fühlt. Oft auch zu seinem Nachteil, da er auf diesem Gebiet recht naiv ist. Obwohl er in der Sternflottenzeit bereits mit dem anderen Geschlecht Bekanntschaft gemacht hat, fühlt sich Amun auf diesem Gebiet schnell hilflos. Er versucht sich dann nichts anmerken zu lassen und sich der Situation zu entziehen.

      Amun legt Wert auf sein Aussehen, macht sich allerdings selbst gerne über eitle Personen lustig.

      <Psychologische Beurteilung von Amun, vom Haus Thalrasil / Lt. Diána / CNS USS Kensington >

      Trotz seiner Borderline Störung ist Ens. Amun in vollem Maße einsatzfähig. Auch wenn er außerhalb des Dienstes sehr offensiv nach Kontakten an Bord sucht und zuweilen etwas chaotisch und abgelenkt wirkt, musste ich feststellen, dass er seine Aufgaben auf der Brücke sehr gewissenhaft und konzentriert erledigt.

      Es scheint allerdings so, dass ihm an Bord der Kensington nicht recht der Anschluss zur Crew gelang. Ich wünsche ihm für die Zukunft alles Gute. Diána Ende

      (PS: Ich versehe diesen Eintrag mit dem Siegel der ärztlichen Schweigepflicht>

      6. Klassifizierte Sektion

      (Weitere Informationen zum Thalrasil Clan reiche ich gesondert nach.)

      Ens. Amun
      2. TAK USS Kensington
      Aka
      Mo Bishop

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