Neeba Raqeem - First Steps

      Neeba Raqeem - First Steps

      <RPG>

      Zeit: SpD 8.1059
      Ort: USS Kensington, Ready Room des CO

      "Die Klingonen haben was?", fragte Lt. Cmdr. Irina Kor. Die hochgewachsene und mit einem kräftigen Rücken ausgestattete Russin stellte ihre metallene Tasse auf dem Tisch ab und rieb sich die Augenwurzel. Das lange blonde Haar, straff in einen französischen Zopf geflochten, ließ sie dabei über ihre linke Schulter nach vorne fallen.
      Vor dem Tisch stand Ensign Neeba Raqeem. Der Bajoraner hatte soeben Bericht darüber erstattet, dass die Klingonen einen erfolgreichen Angriff auf die USS Korolev, USS Hammond und die USS Shitennō-ji ausgeführt hatten. Zwar war keines der Schiffe vernichtet worden, aber doch waren hohe und schwere Verluste gemeldet worden.

      Captain Jakob Leinhardt ergriff das Wort: "Wie ist ihre Einschätzung, Ensign? Was bezwecken die Klingonen damit?" Der ehemalige Dozent für strategische Verteidigung legte das PADD, auf dem der Bericht seines zweiten taktischen Offiziers geladen war, zur Seite und sah den Bajoranern durch seine stahlblauen Augen an. Die kurzgeschorenen, weißgrauen Haare kontrastierten das militärische Gesamtbild des Schweden. Kleine Fältchen bildeten sich an seinen Augen, als er mit verkniffenen Lippen versuchte ein Lächeln der Ermutigung auf sein Gesicht zu bringen.

      Der ungewöhnlich große und mit breiten Schultern ausgestattete Bajoraner hatte sich mit seinen hinter dem Rücken verschränkten Händen in eine bequeme Haltung gebracht. Raqeem hatte an der Akademie gelernt, dass er dadurch selbstbewusst auf Menschen wirken würde. Wenn er es nun noch schaffen würde dem Blick seines CO stand zu halten, dann hätte er beim Skipper vielleicht ein Stein im Brett. "Ich denke, dass die Klingonen mit einer kleinen Vorhut in unseren Raum durchgebrochen sind und versuchen werden unsere Versorgungslinien zum Carraya-System zu beschneiden."

      "Wie sollen die Klingonen das geschafft haben", schaltete sich nun der direkte Vorgesetzte Raqeems ein. Der Bolianer Rox, saß im Rücken des Bajoraners. Ihm gefiel nicht, dass der Captain die Meinung seines Untergebenen höhren wollte. Er war der Meinung, dass er die Berichte dem Captain alleine übergeben sollte. Die Einschätzung eines unerfahrenen Fähnrichs konnte sowieso nicht weiter entfernt von der Realität liegen. Raqeem blickte kurz verwirrt zu seinem direkten Vorgesetzten, dass er diesen Punkt wieder ansprach. "Die beinahe Vernichtung der Shitennō-ji sollte Beweis genug sein, dass die Klingonen hinter den Linien operieren."

      "Aber woher wollen Sie wissen, dass es Klingonen sind, die durch die Linien gebrochen sind? Wir hatten bis vor kurzem Friedenszeiten. Beide Seiten durften die Grenzen passieren, wie sie wollten und selbst wenn. Wir haben noch immer genügend Sensorbojen an den Grenzbereichen gehabt, als dass wir die Flugdaten auswerten könnten. Es wurden hunderte getarnte Durchflüge gemeldet. Es könnten genauso Schiffe sein, die nie wieder zurück geflogen sind." Der Einwurf des Bolianers hatte natürlich eine gewisse Wirkung. Kor, selbst nicht gerade klein, lehnte sich in ihren Sessel zurück und fixierte den großgewachsenen Bajoraner. Sie war gespannt, was der zweite taktische Offizier, der fast noch grün hinter den Ohren war, dazu zu sagen hatte.

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      Zeit: SpD 8.1059
      Ort: USS Kensington, Ready Room des CO

      Neeba versucht seinen Führungsstaab und die Vorgesetzten davon zu überzeugen, dass die Klingonen gezielt hinter den Linien der Föderation operieren.

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      Zeit: SpD 8.1059
      Ort: USS Kensington, Ready Room des CO

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      "Aber woher wollen Sie wissen, dass es Klingonen sind, die durch die Linien gebrochen sind? Wir hatten bis vor kurzem Friedenszeiten. Beide Seiten durften die Grenzen passieren, wie sie wollten und selbst wenn. Wir haben noch immer genügend Sensorbojen an den Grenzbereichen gehabt, als dass wir die Flugdaten auswerten könnten. Es wurden hunderte getarnte Durchflüge gemeldet. Es könnten genauso Schiffe sein, die nie wieder zurück geflogen sind." Der Einwurf des Bolianers hatte natürlich eine gewisse Wirkung. Kor, selbst nicht gerade klein, lehnte sich in ihren Sessel zurück und fixierte den großgewachsenen Bajoraner. Sie war gespannt, was der zweite taktische Offizier, der fast noch grün hinter den Ohren war, dazu zu sagen hatte.
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      Raqeem schaute aus den Augenwinkeln in die Runde. Die Situation war angespannt. Er spürte das anderen Offiziere ihn genau beobachteten. Es war sehr selten das ein Offizier aus der zweiten Reihe die ungeteilte Aufmerksamkeit des gesamten Führungsstabs hatte. Er räusperte sich.

      "Die Klingonen sind kein friedliches Volk. Sie handeln zu jeder Zeit äußert aggressiv und direkt. Für sie gleicht der Kampf einer Jagd, wie gegen Vieh. Ihre Taktik selbst ist dabei aber durchschaubar.“, holte Raqeem aus. Es kostete ihn einige Konzentration den hypnotischen blauen Augen des Captains stand zu halten. Auch versuchte er, das angriffslustige Schnauben des Bolianers auszublenden.

      „Ensign wollen sie damit sagen, dass das klingonische Imperium für sie leicht zu durchschauen ist?“ sägte ihm der erste taktische Offizier durch den Bericht. Sein Kopf wandte sich immer wieder hastig zum Captain um. Dieser folgte dem Schauspiel, sein Lächeln wirkte ein bisschen eingefroren.

      // Was ist mit Roxxy los? // dachte Leinhardt bei sich. Sein TAK war normalerweise eine recht ausgeglichenere Persönlichkeit. Fühlte er sich durch die Anwesenheit seines Stellvertreters in seiner Autorität angegriffen?

      „Nein Sir. Natürlich nicht.“, wandte Raqeem rasch ein. Vielleicht war das mit dem persönliche Bericht an Leinhardt doch keine gute Idee gewesen. Aber jetzt gab es kein zurück mehr. Diese Gewissheit gab ihm unerwartet Kraft, während er fort fuhr.

      „Es geht hier um eine rein taktische Analyse. Ich habe die aktuellen Positionsdaten und Grundwerte mit den bisherigen Offensivtaktiken einer vergleichbaren klingonischen Schiffstärke kontrastiert. Oft lässt sich ein wiederkehrendes Muster erkennen. Interessanter Weise ähnelt diese Methode der Jagd eines irdischen Wolfs. Dieser lauert an Furten oder Flüssen und warten darauf, dass die Beute nach dem Trinken am Wasser wieder zurück in den Bau will.“

      „Das mag ja sein, aber Sie beantworten die Frage von Lt. Rox nicht. Was macht sie so sicher, dass die Klingonen die Linien bereits durchbrochen haben?“, wandte nun die erste Offizierin ein. Irina Kor zeigte in keinster Weise, ob sie die Stimmung im Raum registriert hatte.

      „Wie ich schon sagte, die Attacke auf die Shitennō-ji allein ist schon sehr eindeutig. Eine Miranda Fregatte wird ja nicht unbedingt in Friedenszeiten in diesem Sektor attackiert. Um auf Nummer sicher zu gehen, hab ich außerdem die Signalbojen in der Umgebung gecheckt. Auffällig davon ist nur eine. Sie liegt am äußersten Rand und befindet sich auf einer direkten Fluglinie zum Ort des Angriffs. Hinzu kommt, dass sie exakt sechs Stunden vor dem Angriff zerstört wurde.“

      „Der Diagnosebericht sagt, es war ein stink normales technisches Versagen.“ bellte Rox. Seine Stimme klang immer noch ungehalten, auch wenn er nicht mehr ganz so viel Druck in der Stimme hatte. Sein Blick war auf das PADD in Leinhardts Hand gerichtet.

      „Stimmt, aber ich hab die Position mit den Langstreckensensoren überprüft. Die Boje ist zerstört worden. Die Emissionen der Wrackstücke sind zweifelsfrei magnetisch..“

      „Die haben die Boje vor der Zerstörung lahmgelegt um uns zu vorzugaukeln sie wäre einfach defekt.“, schloss der Captain, mehr zu sich selbst als zu den Anwesenden. Sein Lächeln war einem nachdenklichen Ausdruck gewichen. Sein Blick glitt in die Ferne.

      „Exakt Sir.“ bestätigte der junge Bajoraner, während seine Schultern sichtlich an Anspannung verloren.

      „Was schlagen sie vor, Ensign?“, fragte die russische EO, sie hatte einen kurze Blick mit Leinhardt gewechselt.

      „Unsere Stellung ist sehr offen. Solange die genaue Anzahl der Angreifer nicht klar ist dürfen wir nicht riskieren von ihnen überrannt zu werden.“ antwortete Raqeem nach kurzem Nachdenken.

      „Aber würden wir ihren Angriffsplan mit einem Angriff unsererseits nicht ziemlich stören? Damit würde der Wolf doch nicht rechnen, wenn die Beute sich auf ihn stürzt, oder?“ fragte der Captain etwas spöttisch. Doch sein Lächeln war wieder da. Dieses Mal wirkte es um einiges ehrlicher als noch vor ein paar Minuten.

      Raqeem wollte gerade antworten als er jäh unterbrochen wurde.

      [Brücke an Captain Leinhardt]

      Leinhardts Blick war immer noch auf seinen zweiten taktischen Offizier gerichtet als er seinen Communicator aktivierte.

      „Was gibts?“

      [Sir, unsere Sensoren registrieren eine Warpspur, vermutlich eine klingonische Schiffsklasse, näherkommend… schnell näherkommend...]

      <Ball zurück :) >
      </RPG>

      <SUM>
      Zeit: SpD 8.1059
      Ort: USS Kensington, Ready Room des CO

      Ens. Neeba führt seinen Bericht über das Operieren hinter der feinlichen Linie aus, als das Meeting abrupt unterbrochen wird..
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      Ens. Neeba Raqeem
      2. TAK USS Kensington
      Aka
      Mo Bishop