Neeba Raqeem - First Steps

      Neeba Raqeem - First Steps

      <RPG>

      Zeit: SpD 8.1059
      Ort: USS Kensington, Ready Room des CO

      "Die Klingonen haben was?", fragte Lt. Cmdr. Irina Kor. Die hochgewachsene und mit einem kräftigen Rücken ausgestattete Russin stellte ihre metallene Tasse auf dem Tisch ab und rieb sich die Augenwurzel. Das lange blonde Haar, straff in einen französischen Zopf geflochten, ließ sie dabei über ihre linke Schulter nach vorne fallen.
      Vor dem Tisch stand Ensign Amun, vom Hause Sethos. Der Acamarianer hatte soeben Bericht darüber erstattet, dass die Klingonen einen erfolgreichen Angriff auf die USS Korolev, USS Hammond und die USS Shitennō-ji ausgeführt hatten. Zwar war keines der Schiffe vernichtet worden, aber doch waren hohe und schwere Verluste gemeldet worden.

      Captain Jakob Leinhardt ergriff das Wort: "Wie ist ihre Einschätzung, Ensign? Was bezwecken die Klingonen damit?" Der ehemalige Dozent für strategische Verteidigung legte das PADD, auf dem der Bericht seines zweiten taktischen Offiziers geladen war, zur Seite und sah den Acamarianer durch seine stahlblauen Augen an. Die kurzgeschorenen, weißgrauen Haare kontrastierten das militärische Gesamtbild des Schweden. Kleine Fältchen bildeten sich an seinen Augen, als er mit verkniffenen Lippen versuchte ein Lächeln der Ermutigung auf sein Gesicht zu bringen.

      Amuns dunkler Teint glänzte leicht im künstlichen Licht des Besprechungsraums. Die Hände hinter dem Rücken verschränkt hatte er sich in eine bequemere Haltung gebracht.
      Der Acamarianer, dessen schulterlanges Haar zu einem straffen Zopf hochgesteckt war, hatte sich mit seinen hinter dem Rücken verschränkten Händen in eine bequeme Haltung gebracht. Amun hatte an der Akademie gelernt, dass er dadurch selbstbewusster auf Menschen wirken würde. Wenn er es nun noch schaffen würde dem Blick seines CO stand zu halten, dann hätte er beim Skipper vielleicht ein Stein im Brett. "Ich denke, dass die Klingonen mit einer kleinen Vorhut in unseren Raum durchgebrochen sind und versuchen werden unsere Versorgungslinien zum Carraya-System zu beschneiden."

      "Wie sollen die Klingonen das geschafft haben", schaltete sich nun der direkte Vorgesetzte Amuns ein. Der Bolianer Rox, saß im Rücken des Acamarianer. Ihm gefiel nicht, dass der Captain die Meinung seines Untergebenen höhren wollte. Er war der Meinung, dass er die Berichte dem Captain alleine übergeben sollte. Die Einschätzung eines unerfahrenen Fähnrichs konnte sowieso nicht weiter entfernt von der Realität liegen. Amun blickte kurz verwirrt zu seinem direkten Vorgesetzten, dass er diesen Punkt wieder ansprach. "Die beinahe Vernichtung der Shitennō-ji sollte Beweis genug sein, dass die Klingonen hinter den Linien operieren."

      "Aber woher wollen Sie wissen, dass es Klingonen sind, die durch die Linien gebrochen sind? Wir hatten bis vor kurzem Friedenszeiten. Beide Seiten durften die Grenzen passieren, wie sie wollten und selbst wenn. Wir haben noch immer genügend Sensorbojen an den Grenzbereichen gehabt, als dass wir die Flugdaten auswerten könnten. Es wurden hunderte getarnte Durchflüge gemeldet. Es könnten genauso Schiffe sein, die nie wieder zurück geflogen sind. Was ist mit orionischen Piraten, Gorn, vielleicht sogar Romulanische Imperialisten, die meinen mit diesen Angriffen eine Fährte in Richtung der romulanischen Republik zu werfen." Der Einwurf des Bolianers hatte natürlich eine gewisse Wirkung. Kor, selbst nicht gerade klein, lehnte sich in ihren Sessel zurück und fixierte den knapp 180cm hohen Acamarianer. Sie war gespannt, was der zweite taktische Offizier dazu zu sagen hatte.

      </RPG>

      <SUM>

      Zeit: SpD 8.1059
      Ort: USS Kensington, Ready Room des CO

      Neeba versucht seinen Führungsstaab und die Vorgesetzten davon zu überzeugen, dass die Klingonen gezielt hinter den Linien der Föderation operieren.

      </SUM>
      Ja, meine Damen und Herren, wenn alle Stricke reißen, dann kann man sich nicht mal mehr aufhängen
      Johann Nepomuk Eduard Ambrosius Nestroy

      "Eine versaute Fantasie ist ein unendliches Fest!"
      W. Shakespeare

      "Wir sind im Auftrag des Herren unterwegs."
      Blues Brothers
      Moin!

      Da ich ja nochmal meinen Char geändert hab, hier schon mal das bisherige Geschreibsel zusammenkopiert und um ein paar Details des neuen Chars ergänzt.

      Lieben Gruß!
      Mo

      <RPG>

      Zeit: SpD 8.1059
      Ort: USS Kensington, Ready Room des CO

      "Die Klingonen haben was?", fragte Lt. Cmdr. Irina Kor. Die hochgewachsene und mit einem kräftigen Rücken ausgestattete Russin stellte ihre metallene Tasse auf dem Tisch ab und rieb sich die Augenwurzel. Das lange blonde Haar, straff in einen französischen Zopf geflochten, ließ sie dabei über ihre linke Schulter nach vorne fallen.
      Vor dem Tisch stand Ensign Amun, vom Hause Sethos. Der Acamarianer hatte soeben Bericht darüber erstattet, dass die Klingonen einen erfolgreichen Angriff auf die USS Korolev, USS Hammond und die USS Shitennō-ji ausgeführt hatten. Zwar war keines der Schiffe vernichtet worden, aber doch waren hohe und schwere Verluste gemeldet worden.

      Captain Jakob Leinhardt ergriff das Wort: "Wie ist ihre Einschätzung, Ensign? Was bezwecken die Klingonen damit?" Der ehemalige Dozent für strategische Verteidigung legte das PADD, auf dem der Bericht seines zweiten taktischen Offiziers geladen war, zur Seite und sah den Acamarianer durch seine stahlblauen Augen an. Die kurzgeschorenen, weißgrauen Haare kontrastierten das militärische Gesamtbild des Schweden. Kleine Fältchen bildeten sich an seinen Augen, als er mit verkniffenen Lippen versuchte ein Lächeln der Ermutigung auf sein Gesicht zu bringen.

      Amuns dunkler Teint glänzte leicht im künstlichen Licht des Besprechungsraums. Die Hände hinter dem Rücken verschränkt hatte er sich in eine bequemere Haltung gebracht.
      Der Acamarianer, dessen schulterlanges Haar zu einem straffen Zopf hochgesteckt war, hatte sich mit seinen hinter dem Rücken verschränkten Händen in eine bequeme Haltung gebracht. Amun hatte an der Akademie gelernt, dass er dadurch selbstbewusster auf Menschen wirken würde. Wenn er es nun noch schaffen würde dem Blick seines CO stand zu halten, dann hätte er beim Skipper vielleicht ein Stein im Brett. "Ich denke, dass die Klingonen mit einer kleinen Vorhut in unseren Raum durchgebrochen sind und versuchen werden unsere Versorgungslinien zum Carraya-System zu beschneiden."

      "Wie sollen die Klingonen das geschafft haben", schaltete sich nun der direkte Vorgesetzte Amuns ein. Der Bolianer Rox, saß im Rücken des Acamarianer. Ihm gefiel nicht, dass der Captain die Meinung seines Untergebenen höhren wollte. Er war der Meinung, dass er die Berichte dem Captain alleine übergeben sollte. Die Einschätzung eines unerfahrenen Fähnrichs konnte sowieso nicht weiter entfernt von der Realität liegen. Amun blickte kurz verwirrt zu seinem direkten Vorgesetzten, dass er diesen Punkt wieder ansprach. "Die beinahe Vernichtung der Shitennō-ji sollte Beweis genug sein, dass die Klingonen hinter den Linien operieren."

      "Aber woher wollen Sie wissen, dass es Klingonen sind, die durch die Linien gebrochen sind? Wir hatten bis vor kurzem Friedenszeiten. Beide Seiten durften die Grenzen passieren, wie sie wollten und selbst wenn. Wir haben noch immer genügend Sensorbojen an den Grenzbereichen gehabt, als dass wir die Flugdaten auswerten könnten. Es wurden hunderte getarnte Durchflüge gemeldet. Es könnten genauso Schiffe sein, die nie wieder zurück geflogen sind. Was ist mit orionischen Piraten, Gorn, vielleicht sogar Romulanische Imperialisten, die meinen mit diesen Angriffen eine Fährte in Richtung der romulanischen Republik zu werfen." Der Einwurf des Bolianers hatte natürlich eine gewisse Wirkung. Kor, selbst nicht gerade klein, lehnte sich in ihren Sessel zurück und fixierte den knapp 180cm hohen Acamarianer. Sie war gespannt, was der zweite taktische Offizier dazu zu sagen hatte.

      Amun schaute aus den Augenwinkeln in die Runde. Die Situation war angespannt. Er spürte das anderen Offiziere ihn genau beobachteten. Es war sehr selten das ein Offizier aus der zweiten Reihe die ungeteilte Aufmerksamkeit des gesamten Führungsstabs hatte. Er räusperte sich.

      "Die Klingonen sind kein friedliches Volk. Sie handeln zu jeder Zeit äußert aggressiv und direkt. Für sie gleicht der Kampf einer Jagd, wie gegen Vieh. Ihre Taktik selbst ist dabei aber durchschaubar.“, holte Amun aus. Es kostete ihn einige Konzentration den hypnotischen blauen Augen des Captains stand zu halten. Auch versuchte er, das angriffslustige Schnauben des Bolianers auszublenden.

      „Ensign wollen sie damit sagen, dass das klingonische Imperium für sie leicht zu durchschauen ist?“ sägte ihm der erste taktische Offizier durch den Bericht. Sein Kopf wandte sich immer wieder hastig zum Captain um. Dieser folgte dem Schauspiel, sein Lächeln wirkte ein bisschen eingefroren.

      // Was ist mit Roxxy los? // dachte Leinhardt bei sich. Sein TAK war normalerweise eine recht ausgeglichenere Persönlichkeit. Fühlte er sich durch die Anwesenheit seines Stellvertreters in seiner Autorität angegriffen?

      „Nein Sir. Natürlich nicht.“, wandte Amun mit ruhiger Stimme ein. Vielleicht war das mit dem persönliche Bericht an Leinhardt doch keine gute Idee gewesen. Aber jetzt gab es kein zurück mehr. Diese Gewissheit gab ihm unerwartet Kraft, während er fort fuhr.

      „Es geht hier um eine rein taktische Analyse. Ich habe die aktuellen Positionsdaten und Grundwerte mit den bisherigen Offensivtaktiken einer vergleichbaren klingonischen Schiffstärke kontrastiert. Oft lässt sich ein wiederkehrendes Muster erkennen. Interessanter Weise ähnelt diese Methode der Jagd eines irdischen Wolfs. Dieser lauert an Furten oder Flüssen und warten darauf, dass die Beute nach dem Trinken am Wasser wieder zurück in den Bau will.“

      „Das mag ja sein, aber Sie beantworten die Frage von Lt. Rox nicht. Was macht sie so sicher, dass die Klingonen die Linien bereits durchbrochen haben?“, wandte nun die erste Offizierin ein. Irina Kor zeigte in keinster Weise, ob sie die Stimmung im Raum registriert hatte.

      „Wie ich schon sagte, die Attacke auf die Shitennō-ji allein ist schon sehr eindeutig. Eine Miranda Fregatte wird ja nicht unbedingt in Friedenszeiten in diesem Sektor attackiert. Um auf Nummer sicher zu gehen, hab ich außerdem die Signalbojen in der Umgebung gecheckt. Auffällig davon ist nur eine. Sie liegt am äußersten Rand und befindet sich auf einer direkten Fluglinie zum Ort des Angriffs. Hinzu kommt, dass sie exakt sechs Stunden vor dem Angriff zerstört wurde.“

      „Der Diagnosebericht sagt, es war ein stink normales technisches Versagen.“ bellte Rox. Seine Stimme klang immer noch ungehalten, auch wenn er nicht mehr ganz so viel Druck in der Stimme hatte. Sein Blick war auf das PADD in Leinhardts Hand gerichtet.

      „Stimmt, aber ich hab die Position mit den Langstreckensensoren überprüft. Die Boje ist zerstört worden. Die Emissionen der Wrackstücke sind zweifelsfrei magnetisch..“

      „Die haben die Boje vor der Zerstörung lahmgelegt um uns zu vorzugaukeln sie wäre einfach defekt.“, schloss der Captain, mehr zu sich selbst als zu den Anwesenden. Sein Lächeln war einem nachdenklichen Ausdruck gewichen. Sein Blick glitt in die Ferne.

      „Exakt Sir.“ bestätigte der junge Acamarianer, während seine Schultern sichtlich an Anspannung verloren. Seine Schwingen entfalteten sich gegen seinen Willen. Er versuchte sie wieder zu falten als eine Frage Kors seine ganze Konzentration einforderte.

      „Was schlagen sie vor, Ensign?“, fragte die russische EO, sie hatte einen kurze Blick mit Leinhardt gewechselt.

      „Unsere Stellung ist sehr offen. Solange die genaue Anzahl der Angreifer nicht klar ist dürfen wir nicht riskieren von ihnen überrannt zu werden.“ antwortete Amun nach kurzem Nachdenken.

      „Aber würden wir ihren Angriffsplan mit einem Angriff unsererseits nicht ziemlich stören? Damit würde der Wolf doch nicht rechnen, wenn die Beute sich auf ihn stürzt, oder?“ fragte der Captain etwas spöttisch. Doch sein Lächeln war wieder da. Dieses Mal wirkte es um einiges ehrlicher als noch vor ein paar Minuten.

      Amun wollte gerade antworten als er jäh unterbrochen wurde.

      [Brücke an Captain Leinhardt]

      Leinhardts Blick war immer noch auf seinen zweiten taktischen Offizier gerichtet als er seinen Communicator aktivierte.

      „Was gibts?“

      [Sir, unsere Sensoren registrieren eine Warpspur, vermutlich eine klingonische Schiffsklasse, näherkommend… schnell näherkommend...]

      <Ball zurück >
      </RPG>

      <SUM>
      Zeit: SpD 8.1059
      Ort: USS Kensington, Ready Room des CO

      Ens. Amun führt seinen Bericht über das Operieren hinter der feinlichen Linie aus, als das Meeting abrupt unterbrochen wird..
      </SUM

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      Luis & Mo

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      <RPG>
      Zeit: SpD 8.1105
      Ort: USS Kensington, Brücke

      Ein großes Stutzen im ersten Moment wurde durch den trockenen Befehlston Leinhardts durchbrochen. „Roter Alarm!“ Irina schnappte sich ihre Kaffeetasse, Rox straffte seine Uniform beim Aufstehen und war als erster durch die sich öffnende Tür auf der Brücke gelandet. Amun und Irina folgten direkt dahinter, während sich Leinhardt nochmals kurz mit Amuns PADD befasste.

      Als Leinhardt die Brücke betrat hatte Rox den Hauptbildschirm bereits auf das angebliche Ziel geschaltet. Irina erhob sich aus dem Sessel des Skippers und tippte der Pilotin auf die Schulter. Während Kampfgefechten nahm sich die XO heraus die CONN selbst zu steuern. Vertrauen war gut, selbst fliegen besser. Vor allem, wenn man sich als Pilot die ausgefallenen Strategien des Captains vor Augen hielt. „Misses Yu. Geben Sie mir die Energiewerte der Warpspur auf den taktischen Bildschirm. Ensign Amun, Lt. Rox – was sehen sie?“

      Rox überlegte. „Schwer zu sagen Captain. Anhand des Energieoutputs könnte es ein alter klingonischer D7-Kreuzer sein. Aber wieso sehen wir ihn überhaupt? Die Tarntechnologie der Klingonen müsste diese doch tarnen. Egal, wie alt der Kreuzer ist.“

      Bevor Amun seine Gedanken dazu äußern konnte meldete sich Lomar, ein Xindi-Arborealer. „Captain Leinhardt. Ich empfange einen diplomatischen Funkspruch. Er ist älter, aber noch immer gültig, Sir.“
      „Interessant. Danke Lt. Lomar „

      Irinia Kor drehte sich in ihrem Stuhl um. „Sollen wir auf gelben Alarm runtergehen und das klingonische Schiff rufen, Captain?“
      „Nein, wir bleiben auf rotem Alarm.“ Leinhardt wandte sich wieder seinen Taktikern zu. „Was wollten Sie sagen Ensign?“

      Amun räusperte sich. „Ich habe vorhin die Jagdtaktiken der Klingonen mit denen von Wölfen verglichen. Es könnte sein, dass sich nun einer im Bärenpelz versucht anzuschleichen.“
      Der Schwede lächelte dünn. „Im Schafspelz. Aber ja, das ist gut möglich.“ Captain Leinhardt drehte sich um, straffte seine Uniform und begab sich an seinen Stuhl. Die Hände hinter seinem Rücken verschränkend blickte er in Richtung Hauptbildschirm und nickte mit strenger Miene: „Ensign Amun, das hier könnte ihre Feuertaufe sein. Welches Vorgehen empfehlen Sie?“

      Der Acamarianer tauschte einen kurzen Blick mit seinem direkten Vorgesetzten Rox aus. Dem Blick war die klare Abneigung des Bolianers anzusehen. Amun konzentrierte sich und schluckte schwer, bevor er sich streckte und die Haltung des Skippers nachahmte. „Die Wahrscheinlichkeit, dass wir hier einem diplomatischen Kreuzer begegnen ohne von der Odyssey oder einem anderen vorgelegenen Posten zu hören, dass ein solcher Kreuzer unterwegs ist, ist sehr gering. Dennoch würde uns ein Ruf auf allen Kanälen absichern. Nichtsdestotrotz würde ich alle vorbereiteten Verteidigungsmanöver in die Subroutinen einspeisen, um je nach Situation reagieren zu können. Vielleicht“, Amun blickte in Richtung eines älteren Trill an der technischen Station. Der Chefingenieur nickte ihm zu, aufmunternd. Beide hatten sich in Amuns kurzer Zeit auf der Kensington halbwegs angefreundet, lagen ihre Quartiere doch direkt nebeneinander. Über einen Raktajino brütend, hatten sie mehrere Szenarien ausgearbeitet, in denen die technische und die taktische Abteilung im Vorfeld zusammenarbeiten mussten, um in diesem Krieg Asse aus dem Ärmel ziehen zu können. „Ich würde Taktik Chaos-Zwei empfehlen, Sir.“

      „Chaos-Zwei?“, kam es von Rox, der sich nun einschaltete. „Captain, das klingonische Schiff ist nur noch knapp sechzig Sekunden unserer Waffenreichweite entfernt.“

      „Hat es uns schon gerufen“, fragte der Mann in der Mitte der Brücke in den Raum. „Nein, Sir.“ Erneut quittierte der Skipper die Antwort mit einem „Interessant.“ Er wandte sich an seinen TAK. „Rox, schalten Sie mir einen Countdown von 45 Sekunden auf den Bildschirm. Chaos-Zwei Ensign? Wären Sie bereit mich darüber aufzuklären, was es damit auf sich hält? Aber bedenken Sie, dass Sie nur noch 41 Sekunden Zeit haben.“

      </RPG>

      <SUM>
      Zeit: SpD 8.1105
      Ort: USS Kensington, Brücke

      Das klingonische Schiff reist nicht getarnt an und versendet einen alten, aber noch immer in der Datenbank gültigen Code des diplomatischen Corps. Leinhardt traut dem Braten nicht und fragt Amun, wie dieser reagieren würde, würde er die Kensington befehligen.
      Amun muss Captain Leinhardt nun binnen weniger Sekunden davon überzeugen, dass sein Taktikprogramm "Chaos-Zwei", ein guter Start wäre gegen eine womögliche, klingonische Bedrohung.

      </SUM>
      Ja, meine Damen und Herren, wenn alle Stricke reißen, dann kann man sich nicht mal mehr aufhängen
      Johann Nepomuk Eduard Ambrosius Nestroy

      "Eine versaute Fantasie ist ein unendliches Fest!"
      W. Shakespeare

      "Wir sind im Auftrag des Herren unterwegs."
      Blues Brothers
      Moin! Ich nutze den freien Tag mal um der Kensington die erste Kampfhandlung auf den Leib zu schneidern. Macht bisher unglaublich Spaß! :)

      Lieben Gruß
      Mo

      <RPG>
      Zeit: SpD 8.1106
      Ort: USS Kensington, Brücke

      <Quote>
      „Hat es uns schon gerufen“, fragte der Mann in der Mitte der Brücke in den Raum. „Nein, Sir.“ Erneut quittierte der Skipper die Antwort mit einem „Interessant.“ Er wandte sich an seinen TAK. „Rox, schalten Sie mir einen Countdown von 45 Sekunden auf den Bildschirm. Chaos-Zwei Ensign? Wären Sie bereit mich darüber aufzuklären, was es damit auf sich hält? Aber bedenken Sie, dass Sie nur noch 41 Sekunden Zeit haben.“
      </Quote>

      Die Zeit schien für Amun kurz still zu stehen. Es fühlte sich fast zu gut an um wahr zu sein. Captain Leinhardt gab ihm ganz persönlich die Chance seine taktischen Pläne in die Tat umzusetzen! An der Akademie hatte er von solchen Situationen geträumt!

      Er fing Jadreds Blick auf. Der CING wirkte in diesem Moment wie der genaue Gegenentwurf zu Rox, dessen Finger ziellos und hektisch über Tactical 1 glitten. Der ältere Trill nickte Amun kaum merklich zu.

      „Sir es handelt sich um einen Köder. Ich denke nicht, dass uns dieses Schiff angreift. Wir..“

      „Das ist kein taktisches Manöver Ensign!“, kam es postwendend vom amtierenden TAK der Kensington. „Jetzt ist nicht der Zeitpunkt für Vorträge..“, fuhr Rox fort, wurde aber umgehend von Leinhardt unterbrochen, der sich zu ihm umgedreht hatte. Seine blauen Augen funkelten. „Lieutenant Rox, nicht jetzt! Ensign Amun befolgt meinen direkten Befehl!“. Seine Stimme war gereizt. „Los weiter Ensign, sie haben 32 Sekunden!“, sagte er in Amuns Richtung, während der Countdown auf dem Hauptscreen unerbittlich weiter nach unten lief.

      „Sie werden uns nicht attackieren Sir. Ich denke es handelt sich hier um ein Ablenkungsmanöver. Unsere Augen sollen die eigentliche Gefahr nicht sehen.“, fuhr Amun fort. Er war während er redete ein paar Schritte in den Raum gegangen. Er stand nun direkt hinter Fähnrich Yu, die an der anderen taktischen Konsole saß.

      „Von wo aus soll die weitere Gefahr kommen? Die Sensoren zeigen nichts an.“, vermeldete Irina seelenruhig während ihr Blick auf dem klingonischen Schiff ruhte. Amun hatte begonnen die Werte der Konsole genau zu studieren, als er merkte das Yu aufgestanden war. Sie legte ihm eine Hand auf die Schulter und schenkte ihm ein ermutigendes Lächeln. Aufatmend setze er sich an die Konsole und bedankte sich mit einem leisen „Danke Qian.“ bei der Chinesin.

      Seine Hände lagen nun auf der Konsole. Wie selbstverständlich bewegten sich seine Finger über die Konsole, er musste fast nicht drüber nachdenken, so sehr waren ihm die Bewegungen in Fleisch und Blut übergegangen. Jede Unsicherheit war von ihm abgefallen. Dies war sein Element. Er bildete sich ein wie er das Schiff unter seinen Fingern fühlen konnte, die Macht die von ihm aus ging.

      Leinhardt fixierte den jungen Acamarianer, dabei lehnte er sich in seinem Stuhl ein wenig zurück und sagte ein wenig spöttisch: “Wie sie meinen Ensign, aber nur zur Ihrer Information: Der D7 Kreuzer ist in 22 Sekunden in Waffenreichweite. Was ist das taktische Manöver Chaos-Zwei?“

      Mit einem kurzen Blick auf die Scanner vergewisserte Amun sich, das die Waffensysteme des Klingonischen Schiffes weiterhin nicht geladen waren. „Chaos-Zwei beginnt mit einem metaphasischen Scan. Erinnern sie sich an die Angriffstaktik der Wölfe? Ich will gern frühzeitig weitere Wölfe ausschließen.“. Den letzten Satz sprach Amun mehr zu sich selbst.

      „Tun sie es.“, gab der Captain grünes Licht. Rox, der seit dem Rüffel des Captains wütend auf die Leinwand gestarrt hatte, räusperte sich. „Sir, eine metaphasische Abtastung benötigt eine präzise Kalibrierung der Amplituden und der geometrischen Daten, das ist ohne wissenschaftliches Labor an Bord unmöglich in der Kürze der Zeit zu schaffen. Nicht an Bord einer Defiant Klasse.“

      „Sir wenn Sie erlauben. Ich habe ein entsprechendes Programm entwickelt was die Konsolen der Kensington für die unterschiedlichen technischen Anforderungen von Ensign Amuns Strategien erweitert, darunter auch die gewünschte Rekalibrierung. Die Berechnungen laufen bereits.“, meldete sich erstmals LtCmdr. Perram zu Wort. Der ruhige Trill vertrat auf der Brücke die technische Abteilung des Schiffs.

      „Gut, Perram. Aber warum rufen die uns nicht?“. Der Captain zögerte. Die Sekunden glitten dahin. Es war fast zu spät für eine andere Vorgehensweise. Andererseits war diese Situation für sie gerade alles andere als lebensbedrohlich. Das klingonische Schiff war ihren Systemen mehr als unterlegen. Also warum es nicht drauf ankommen lassen? Er war vom Eifer des jungen Offiziers angetan, auch wenn ihm natürlich noch einige Brückenerfahrung fehlte.

      Ein kurzes Piepen der Konsole bestätigte den Abschluss der Rekalibrierung. Jadred Perram nickte Amun von der CING Konsole aus zu, worauf Amun umgehend den Scan startete. Exakt im gleichen Moment lief der Countdown aus. Die weißen Lettern am Schirm zeigten 0 weitere Sekunden an. Amuns Blick ruhte auf der Konsole während er ein weiteres Mal das gegnerische Schiff scannte.

      „Keine Reaktion Sir. Ihre Waffensysteme sind deaktiviert“, bestätigte Rox, dumpf.

      Leinhardt atmete die angehaltene Luft aus. „Fliegen sie näher ran Nummer 1. Vergrößern. Was macht die metaphasische Abtastung?“

      „Läd noch, ich subtrahiere die Ergebnisse vom optischen Scan um..“. Weiter kam Amun nicht, als er die Ergebnisse auf dem Schirm angezeigt bekam. Leinhardt war die Reaktion des Acamarianers nicht entgangen. Er bellte: „Auf den Schirm!“

      Sie waren umzingelt.

      Der Xindi-Arborealer Lomar, sprach das Offensichtliche aus. „Zwei weitere D7 Kreuzer nähern sich von vorne Sir, ein weiteres dorsal. Ihre Waffensysteme sind geladen.“. Leinhardt war bereits aufgesprungen. Plötzlich ging alles ganz schnell.

      „Waffensysteme laden Rox, wir müssen..“ kam es von Korr, deren Gesicht das erste mal an diesem Tag den neutralen Ausdruck verloren hatte. „Befehl aufgehoben Lt. Rox, Wenn wir jetzt unsere Waffen laden werden sie uns gemeinsam angreifen. Noch wissen sie nicht, dass wir Sie sehen können.“ Leinhardt zögerte und strich sich mit der Hand über die Stirn. Die plötzliche Bedrohung hatte die Situation völlig verändert.
      „Vorschläge?“

      „Die Analyse ihrer Subraumkommunikation weißt darauf hin, dass es sich bei dem Angreifer hinter uns um den Anführer handelt. Oder um in Ensign Amuns taktischer Analyse zu bleiben: Der hinter uns ist der Leitwolf.“, sagte Rox. Amun wandte sich um und stellte zu seinem Erstaunen fest das Rox ihn mit einem schiefen Lächeln bedachte. Auch Leinhardt hatte den Kommentar des Bolianers erst für weiteren Spott gehalten, aber in der Stimme des ersten taktischen Offiziers klang ebenfalls Respekt mit. Erleichtert stellte er fest das die reale Bedrohung jeden Konkurrenzgedanken seiner Offiziere verdrängt hatte.

      „Sir wenn wir einen Quantentorpedo manuell bereit machen, bemerken sie unsere Bewaffnung erst im Moment des Abschusses. Wenn der Leitwolf durch einen so gezielten Angriff ausgeschaltet wird, ist ihre Angriffsformation erledigt.“, ergänze Amun sofort.

      „Gute Arbeit Taktik! Verringern sie langsam das Tempo Nummer 1. Wir müssen so nah wie möglich an den Leitwolf ran um Ihnen keine Zeit für ein Ausweichmanöver zu geben. Captain Leinhardt an Torpedorampe 2, ein Quantentorpedo für manuelle Zündung bereit machen!“. Langsam ließ sich Leinhardt wieder in den Captainchair sinken. Sein Blick ruhte weiter auf dem Schirm. Irina nickte kaum merklich mit dem Kopf während sie mit einem „Aye Sir“ bestätigte und den Kurs anpasste.

      „Und jetzt wollen sie mir weismachen Ensign Amun, das jedes Detail dieses Plans schon im taktischen Manöver Chaos-Zwei enthalten war?“ nutzte Jakob die kurze Pause. Amun musste Lächeln, auch wenn er den Blick für keine Sekunde von der Konsole nahm. „Nein Sir, Chaos-Zwei ist eher eine Strategie als ein einzelnes Manöver. Alle Chaos Strategien beruhen auf dem analysierten Kampfverhalten. Aber wie in jedem guten Plan ist viel Platz zum Improvisieren.“, gab er mit ein wenig Zögern zu. Auch auf dem Gesicht des Schweden zeigte sich nun ein Grinsen.

      [Torpedorampe 2 an Brücke, Quantentorpedo zum manuellen Abschuss bereit!]

      „Sehr gut Torpedorampe 2, warten sie auf die Freigabe durch die Taktik. Wie ist unsere Position Commander Korr?“

      „Wir haben uns dem dorsalen Schiff bis auf 500 Kilometer genähert. Wenn jemand von Ihnen hustet, hören die da drüben das.“, gab die Russin zur Antwort.

      „Gut.. Taktik – Laden aller Waffensysteme einleiten sobald der Torpedo die Rampe verlassen hat und Schilde auf Maximum! Ensign Amun.. ihr Torpedo.“, delegierte Jakob das Feuerkommando an Amun. Es fühlte sich an wie die Belohnung seiner Arbeit und war vom Captain ganz sicher auch so gemeint. Amun gestattete sich einen kurzen Blick zum Stuhl in der Mitte. Ihre Blicke kreuzten sich.

      „Taktik an Torpedorampe 2, Feuer frei!“

      Mit einem dumpfen Geräusch verließ der Quantentorpedo die Rampe und glitt in einem majestätischen Bogen auf das Kommandoschiff der Klingonen zu. Das Schiff machte einen Satz zur Seite – aber zu spät. Der Torpedo detonierte.

      <Ball zurück!>

      </RPG>

      <SUM>

      Zeit: SpD 8.1106
      Ort: USS Kensington, Brücke

      Ensign Amun führt gemeinsam mit dem leitenden Ingenieur LtCmdr. Perram das strategische Manöver Chaos-Zwei aus, welches den Brückenmitgliedern offenbart, dass die Kensington von drei weiteren Kreuzern umzingelt ist. Umgehend ordnet Captain Leinhardt den verdeckten Angriff auf das klingonische Kommandoschiff an. Der Angriff gelingt, das gegnerische Schiff wird von einem Quantentorpedo getroffen.
      </SUM>

      Submitted by

      Ens. Amun
      2. TAK USS Kensington
      aka
      Mo Bishop

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