[Federation Prawda] Ausgabe 03/16

      [Federation Prawda] Ausgabe 03/16

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      Federation Prawda - Ausgabe 03/16
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      Inhalt:
      • Breaking News – Kontakt zu Odyssey abgebrochen
      • Interview mit Marcus L’Engle
      • Der Fluch der Alten
      • Die Kochstunde: Aus der Akademieküche
      • Unruhen auf Strion QZ1
      • Rückzug der Srday - na und?
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      Breaking News – Kontakt zu Odyssey abgebrochen

      —- Breaking News —- Kontakt zu Odyssey abgebrochen —- Rettungsmission fraglich —- Überlebende unbekannt —- Ursache klingonisch?—-

      Wie uns aus noch unbestätigten Quellen berichtet wurde ist der Kontakt zur Flotte von Commodore Skyla Lyma abgebrochen.
      Es ist zur Zeit weder möglich mit der USS Odyssey noch mit einem der anderen Schiffe Kontakt herzustellen.

      Wie sich die treuen Leser erinnern werden war die Commodore samt Flotte in das Carraya System beordert worden.
      Das Carraya System befindet sich in unmittelbarer Nähe zur momentanen Frontlinie und ist ein wichtiger Stützpunkt für die Föderation und die Sternenflotte.
      Der plötzliche Abbruch der Kommunikation lässt darauf schließen das die Klingonen den Sektor angegriffen und vielleicht auch eingenommen haben.
      Vom Flottenhauptquartier gab es bislang dazu keine Stellungnahme.

      Da wir keine Panik schüren wollen werden wir uns mit weiteren Berichten vorerst zurück halten und melden uns wieder wenn wir gesicherte Informationen zur Lage im Carraya System und natürlich den dort stationierten Einheiten haben.

      Die Redaktion

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      Interview mit Marcus L’Engle

      Meine lieben Leserinnen und Leser,

      ich hatte das Vergnügen mit einem der aktuell beliebtesten Autoren unserer Zeit zusammentreffen zu dürfen und ihn ein paar zum Teil sehr private Fragen über sein Leben stellen zu dürfen.

      Im schönen San Francisco im wunderschönen Tina Turner Hotel haben wirauf einem Balkon mit Blick in die Bucht den Abend bei einem wirklich netten Interview ausklingen lassen.

      Der Autor dessen Vermögen nur geschätzt werden kann und dessen letzte 6 Bücher Wochen, ja fast monatelang die Bestsellerlisten fast in der gesamten Galaxis anführten hat mit seinem neuen Projekt für Wirbel gesorgt.

      Der Mann über den kaum etwas bekannt ist und der die Öffentlichkeit wie der liebe Teufel das Weihwasser scheut hat sein letztes Buch in einer knappen Auflage wahrhaftig drücken und binden lassen. Seit Jahrzehnten ist es das erste Mal das ein Buch in einer größeren Auflage veröffentlicht wurde und reißenden Absatz fand. Diese Idee schlug ein wie der sprichwörtliche Blitz und auch ich muss zugeben, dass ich großesGlück habe nun auch ein wirklich echtes Buch in meinem Wohnzimmerschrank stehen zu haben.

      Wenn ich jetzt mal aus dem Nähkästchen plaudern darf, mein Kollege der kulinarisch geschätzte Fridolin Oktopus hat gleich drei Bücher ergattern können, er liebt es dieselben Dinge in unterschiedlichen Tentakeln halten zu können. Es gilt auch zu vermuten, dass es drei Mal lesen wird. Wenn ich mich nicht irre, hat er sich extra für die Bücher wasserfeste Schränke besorgt und einbauen lassen, aber das nur als Randbemerkungen für die Fans unseres Chefkochs aus dem nassen Meer.

      Hier und heute dreht sich alles um unseren geschätzten Gast und ich werde versuchen für die große Fan-Gemeinde ein paar Informationen aus dem Mann herauszukitzeln.

      „Marcus, es ist mir eine Eher einen der angesehensten Schriftsteller unsere Epoche hier begrüßen zu können.“

      Der Autor lächelt verlegen: „Ich weiß nie wie ich auf solche Komplimente reagieren soll“, antwortet er auffallend verlegen.

      „Ist das ein Grund warum sie aus ihrem Privatleben solch ein Geheimnis machen?“

      „Ja“, antwortet Marcus knapp, „Ich stehe nicht gern im Mittelpunkt und finde auch nicht dass es richtig ist solch einen Wirbel um einen Autor zu machen. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich liebe das Schreiben und sehe es eher als Berufung, als Beruf, aber dennoch bin ichnur eine Person die Wörter nett angeordnet auf Papier bringt. Jeder Arzt, oder Lehrer bringt der Gesellschaft mehr als ich es je könnte.“

      „Ich denke sie haben Recht, das Werk von Ärzten, Lehrern und anderem Hilfspersonal sollte man IMMER anerkennend erwähnen, aber auch ihre Werke haben sicherlich den einem oder andere Menschen in einer Lebenskrise ein wenig Trost gespendet.“

      Marcus versucht sich an einem Lächeln, „Ich bin schon froh, wenn sie die Leute unterhalten. Es war ein Sprung von den Holodeckabenteuern die ich früher verfasst habe, zu den Abenteuern auf Papier aber dennoch hat es mit sehr viel Freude bereitet, die Geschichten die mein Hirn sich ausdenkt, mit Worten und Farben schmückt ins Universum zu entlassen.“

      „Ich weiß, das sie nicht gern über ihr Privatleben sprechen, aktuell gibt es von Ihnen nicht einmal veröffentliche Bilder, warum ist das so?“

      Der Autor atmet tief ein, „Nur meine engsten Freunde wissen, dass ichauf einem Minenplaneten aufgewachsen bin. Meine Mutter hat meinen Bruder und mich unterrichtet und neben Bauplänen und technischen Zeichnungen hatten wir genau ein Buch. Eine digitale Fassung von Shakespeares Macbeth und noch vor meinen 12 Lebensjahren habe ich es knapp 100-mal gelesen. Mein Bruder und ich kannten das gesamte Werk irgendwann auswendig und wollten es nachspielen.

      Sie können sich sicherlich vorstellen, dass solche eine Darbietung bei etwas ruppigen Minenarbeitern nicht sonderlich gut ankam.“

      „Ihr Talent wurde in der Kindheit also nur durch ihre Mutter gefördert?“

      Marcus nickte, „Bis zu ihren Tod hat sie versucht, das Licht der Literatur in das Dunkle der Mine zu tragen.“

      „Ich sehe, dass dieses Thema Sie noch immer, nach alle die Jahre berührt und schwenke nun doch wieder zu einer anderen Frage. Ist es wahr, dass sie ein ganz normales Leben führen? Ich meine, dass Sie einen Beruf nachgehen und jeden Tag früh aufstehen um ihren Tag wie 90 % der Bevölkerung der Föderation zu verbringe. Mit ihrem Vermögen könnten Sie doch tun was Sie wollten?“

      Marcus blickte erneut verlegen auf den Boden, „Aber vielleicht ist es genau das was ich will. Früh aufstehen, etwas Sinnvolles tun. Den Menschen helfen und dann am Abend, wenn ich etwas Zeit über habe, schreibe ich ein paar Kapitel, oder eben Keines wenn ich zu müde bin.“

      „Es scheint mir wirklich so als würden sie ein Doppelleben führen.“

      Ein Lachen den Autors, „Wenn sie mich jetzt nicht mit dieser altertümlichen Comicfigur vergleichen… wie hieß sie… Superman?“

      „Auch dieser führe ein Doppelleben und versuchte in beiden den Menschen zu helfen.“

      Einen Moment war der Autor verlegen, „Ich hoffe sehr, dass ich nach meiner Abreise den Menschen im All helfen kann. Es war mir immer schon ein Anliegen, die tapferen Offizieren der Sternenflotte zu unterstützen.“

      „Ich habe bereits davon gehört, dass sie einen Admiral als Fan und Freund haben und dieser ihnen die Möglichkeit geboten hat die Sternenflotte zu unterstützen. Es tut mir leid, dass ich nun so direkt frage, aber sie sind in ihrem geheimen Leben aber kein Offizier.“

      „Ich denke nicht, dass ich brauchbar wäre als Offizier. Ich habe schon als Kind ausgetestet wie weit man Regeln biegen kann bevor sie brechen. Außerdem fehlt mir ab und zu ganz gewiss die nötige Ernsthaftigkeit für diesen Beruf. Ich denke jedoch das ich einen besseren Weg gefunden habe die Sternenflotte zu unterstützen.“

      „Darf ich fragen wie Sie das tun?“

      „Fragen können Sie alles, aber diese Antwort bleibe ich Ihnen bis zum nächsten Interview schuldig.“

      „Ich freue mich wirklich auf dieses zweite Treffen, auch wenn dieses dann doch eher über einen Subraumkanal stattfinden wird.“

      „Ich bedanke mich jedoch für ihre Zeit und verabschiede mich bei Ihnen und meinen Lesern.“


      Mit freundlichen Grüßen

      Kadifa Kolumni

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      Der Fluch der Alten

      Lundraja IV: Seltsame Symptome bei Telepathen nach Schließung der alten Tempel. Plünderer von Unbekannten abgeschlossen. Ältestenrat nicht zu erreichen.

      Ungewöhnliches scheint derzeit auf Lundraja IV vor sich zu gehen. Diese Welt, die als Heimat der wenig bekannten und erforschten symbiotischen Spezies der Srday gilt, war bis zum Jahresbeginn noch eng mit der Föderation assoziiert und galt als verbündete Welt. Mit dem Jahreswechsel erschien jedoch der Botschafter der Srday bei Präsidentin Chiyo Yokinobu, um einen Großteil der existierenden Verträge aufzulösen.

      Trotz dieses drastischen Schrittes schien sich für das Leben der Bewohner Lundrajas – die Welt besitzt einen hohen Anteil an zugewanderten Spezies – nur wenig zu verändern. Zwar wurden die uralten Tempel auf der Oberfläche des Planeten verschlossen, doch waren diese bereits vorher ohnehin nur für wenige Personen zugänglich.

      Ungewöhnlich war der vor dem Jahreswechsel verkündete ‚Ratschlag‘ an alle telepathisch begabten Personen, den Planeten bis zum Jahreswechsel zu verlassen und nicht zurück zu kehren. Tatsächlich folgten bei weitem nicht alle Telepathen diesem Ratschlag. Mittlerweile zeigen die verbliebenen Telepathen jedoch Symptome eines seltsamen Leidens: Alle klagen sie darüber, dass ihre telepathischen Sinne eingeschränkt seien, ganz so, wie Sehsinn und Gehör unter Wasser eingeschränkt sind. Gleichzeitig klagen viele Telepathen über Migräne und dauerhaftem telepathischen ‚Rauschen‘. Bisher erfolgte Untersuchungen konnten keine Krankheitserreger identifizieren.

      Andere Nachrichten sprechen von Weltraumpiraten und Plünderer, die anscheinend den Verlust des Schutz der Föderationsflotte ausnutzen wollten, um die alten Anlagen auf der Oberfläche des Planeten zu untersuchen und zu plündern. Mehrere Zeugen berichten übereinstimmend von „Lanzen aus schwarzem Licht“, die zu verschiedenen Zeitpunkten Schiffe vaporisiert haben sollen. Unseren Nachforschungen zufolge wurdendie besagten Schiff zuvor einmalig durch eine automatisierte Nachricht aufgefordert, abzudrehen und ihr Unterfangen abzubrechen. Jene, die dieser Aufforderung nicht nachgekommen sind, wurden zerstört.

      Der sogenannte Ältestenrat, der in der Vergangenheit die Geschicke des Planeten lenkte und Ansprechpartner für offizielle Anfragen war, warfür die Redaktion der Prawda nicht mehr erreichbar. Stattdessen wurden die Redakteure darüber informiert, dass der Ältestenrat sich auf unbestimmte Zeit zurückgezogen habe und die Verwaltung des Planeten derzeit einer provisorischen Regierung zu falle, die die Verfassung überarbeite und Wahlen vorbereite. Auf die seltsamen Vorkommnisse bezüglich der Telepathen angesprochen, erhielt die Redaktion lediglich die Antwort, dass man Telepathen den Besuch des Planeten genauso wenig empfehlen könne, wie Nicht-Sauerstoff-Atmern den Aufenthalt in der Atmosphäre ohne Atemgeräte. Die Sternenflotte hat bereits reagiert und eine entsprechende Warnboje am Rand des lundrajischen Raumes positioniert.

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      Die Kochstunde: Aus der Akademieküche

      Hallo liebe Leserinnen und Leser,

      hier meldet sich wieder einmal Fridolin der Oktopus.

      Dieses mal aus dem Sternenflotten – Hauptquartier, genauer gesagt ausder Lehrküche der Kadetten. Auch im Zeitalter des Replikators ist es von Nöten; das die Kadetten einen Grundkurs im Kochen absolvieren, denn sollte es zu einem Unfall im Einsatz kommen, oder zu einem unerwarteten Zwischenfall will die Sternenflotte ja nicht das ihre teuer ausgebildeten Offiziere vor einer verschlossenen Dose verhungern. Der gekonnte Umgang mit einem Dosenöffner will daher geschult sein und glauben Sie mir liebe Leserinnen und Leser, ich habe mir bei diesem gefährlichen Unterfangen einen meiner Tentakel eingeklemmt. Noch heute ist mein Saugnapf noch grün und blau, aber ich gehe davon aus, dass eine Heilung bald einsetzen wird. Falls das nicht der Fall sein wird, werde ich meinen Tentakel einfach abstoßen und neu wachsen lassen. Meine Spezies tut dies oft wenn wir verletzt sind, oder mit einem abgestoßenenArm nach einem Weibchen zu werfen um ihr unser Interesse zu verdeutlichen. Man möge mir meine kleine Reise in die Heimat verzeihen.

      Nun aber zurück zu meiner Kochstunde an der Akademie…

      Ich habe es kaum glauben können, auf dem Stundenplan stehen der Umgang mit einfachen Kochutensilien und die Kunde über einige essbare Beeren, auch giftige Pilze und Früchte der unterschiedlichen Welten werden verbal angeschnitten.

      Gelernt habe ich auch, dass Beeren und Bären etwas vollkommen anderessind und der Genuss von Zweiterem zu einem gefährlichen Unterfangen werden kann, besonders wenn man dem Bären ohne Vorwarnung in das Haarige Bein beißt.

      Den meisten Kadetten war diese grundlegende Information jedoch nicht neu!

      Es ist ein Unfassbar, dass die Kadetten über den Unterscheid zwischen Beeren und Bären informiert, jedoch aber nicht über die Quallennetze meiner Heimatwelt, diese kulinarischen Fauxpas habe ich natürlich umgehend korrigiert und staunende Blicke der Kadetten geerntet.

      Ein High Light meines Besuches in der Lehrküche war die Zubereitung eines Omeletts. Auch mir war dieses Gericht vollkommen neu und so hat man auch mir die Gelegenheit geboten, meine Ärmchen in eine Kochschürze zu stecken und die Eier in die Pfanne zu schlagen. Natürlich war mein erster Versuch nicht von sonderlich viel Erfolg gekrönt und so ist mir die gelbliche Köstlichkeit leider in der Pfanne angebrannt, so dass es sich nur mit viel Mühe als schwarze trockene Masse aus der Kochschüssel schälen ließ. Geschmacklich war es jedoch vollkommen nach meinem Geschmack, diese Meinung teilte aber keiner der Kadetten – leider! Sie haben etwas verpasst.

      Der Zweite Versuch war dann nur noch dunkelbraun, aber dieses menschliche Gericht scheint mir jedoch eine wahrliche Herausforderung zu sein.

      Ich hatte jedoch Glück im Unglück und so haben mir die frischgebackenen Kadetten ihre Köstlichkeiten überlassen und ich konnte meine Tentakel in die gelbliche Köstlichkeit stecken und Herrlich schlemmen. Meine schwarze Variante war mir jedoch doch immer noch ein klein wenig lieber.

      Es scheint mir als würden nach ihrer Dienstzeit einige der Kadetten doch eine ganz andere Laufbahn einschlagen wollte, sicher gibt es das eine oder andere Restaurant das sich um dieses Personal bemühen wird.

      Sie können sich schon auf unsere nächste Kolumne freuen, dieses mal haben wir eine ganz besondere Einsendung für eine spezielle betazoidische Limonade.

      Eine meiner treuesten Leserinnen hat mir erneut ein Rezept zugesandt undwieder einmal hat es meine aller liebste Rothaarige in meine Spalte geschafft.

      Die junge Dame ist ungeschlagen Einsendemeisterin und sicherlich werden wir auch nach dieser Limonade noch viel von dieser ganz besonderen Person hören.

      In diese Sinne verbleibe ich mit feuchten Grüßen aus dem Tiefen der menschlichen Meere.

      Fridolin der Oktopus

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      Unruhen auf Strion QZ1

      Soeben ereilte die Redaktion des Prawda News Teams widersprüchliche Informationen aus dem Herz des Asteroidengürtel von Strion. Die Region, in der seid mehr als 15 Jahren Bergbau praktiziert wird, gilt seid längerem schon als schwieriger Ort zum Leben. Trotz seiner Abgeschiedenheit ist der Strion Gürtel ein einzigartiger Rohstofflieferant, da praktisch jeder der Asteroiden für den industriellen Bergbau geeignet ist. Das Unternehmen Astera Mining Inc. ist dort immer wieder in die Kritik geraten, da die dortigen Arbeitsbedingungen immer noch nicht den üblichen Standards entsprechen. Besonders im Fokus: die Versorgungsstation QZ1.

      Laut unbestätigten Quellen wurde dort ein geplanter Streik für bessere Lebensbedingungen von Sicherheitskräften des Unternehmens gewaltsam beendet. Etwa 60 Fachkräfte sollen bei den Ausschreitungen verletzt worden sein, die Zahl gilt jedoch als nicht bestätigt. Auf Nachfrage der Redaktion stritt Astera Mining jedes Eingreifen ab. Besonders brisant: Das Unternehmen kooperierte immer wieder eng mit den Streitkräften der Förderation. Ob tatsächlich Mitglieder der Sternenflotte an der Niederschlagung des Aufstands beteiligt ist mehr als spekulativ.

      Trotzdem schwieg das Pressebüro der Sternenflotte erstaunlich lange, bevor es den Gerüchten eine offizielle Absage erteilte.

      Was hat es mit den Streiken auf sich?

      Wir bleiben für sie dran!


      Prawda Redaktion

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      Rückzug der Srday – na und?
      Ein Kommentar von Botschafter a.D. Khana Mbdnga

      Es ist eine dieser politischen Meldungen, die bei Diplomaten desinteressiertes Achselzucken auslösen: Die Srday haben zum 01. Januar dieses Jahres überraschend die Assoziationsverträge mit der Föderation gelöst und die Zusammenarbeit mit der Sternenflotte beendet. Die Tatsache, dass dafür extra ein Kreuzer der Srday (von vermutlich dreien) zur Erde kam, um diese Nachricht durch ihren Botschafter überbringen zu lassen, war dabei noch das aufregendste.

      Wer oder was sind die Srday überhaupt? Die Srday sind eine transdimensionale, energetische Spezies, die eine symbiotische Verbindungen mit anderen Spezies eingehen, um mit dieser Dimension zu interagieren. Sie betrachten den vierten Planeten des abgelegenen Lundraja Systems als ihre Heimat – und sind selbst dort gegenüber anderen Spezies in der Minderheit. Lundraja IV ist nicht Teil der Föderation, sondern gilt als sogenannte assoziierte Welt, die vom Schutz durch die Sternenflotte, Zugriff auf wissenschaftliche Institute und dem Zugang zum Föderationsmarkt profitiert. Dafür erkennt sie Standards der Föderation an, öffnet das System für Föderationsbürger und Sternenflottenschiffe und akzeptiert eine permanente beidseitige diplomatische Vertretung.
      Die Wirtschaft des Planeten beherbergt dabei nur eine mittelgroße Industrieproduktion ohne besonderes Alleinstellungsmerkmal. Zwar exportieren verschiedene Firmen Computerteile und Industriewaren für die Flotte, diese sind aber in Handelsvolumen und Qualität leicht zu ersetzen. Nicht, dass dies notwendig wäre – denn tatsächlich bleiben die Handelsvereinbarungen mit Firmen auf Lundraja IV unberührt. De facto haben sich die Srday nur aus einigen Forschungsprojekten zurückgezogen, sowie – unverständlicherweise – ein Verteidigungsabkommen mit der Föderation aufgekündigt. Und dass, wo doch sie am Meisten davon profitieren.

      Vereinzelt stößt man auf Gerüchte, dass die Technologie der Srday der Föderation weit voraus sein soll – aber wer je die Lebensumstände der Bevölkerung auf Lundraja IV gesehen hat, der wird dies ebenso als lachhaft zurückweisen, wie die immer wieder auftauchenden Geschichten, dass die Srday die Föderation während des letzten Jahrhunderts vor einer Invasion nicht einer, sondern gleich zwei fremder Mächte bewahrt haben sollen. Tatsächlich hat die mysteriöse Natur der Srday so manche Autoren immer wieder zu romantischen Werken wie auch literarischen Räuberpistolen verleitet – man denke nur an solche Werke wie „Der Fremde in meinem Traum“ oder die „Agent Morpheus“ Reihe.

      Dieser scheinbar seltsame Vorgang erscheint erst dann in einem anderen Licht, wenn man ihn als erzwungenen Schritt sieht, mit der die Föderation sich eines unliebsamen Verbündeten entledigt, diesem aber dabei gestattet, das Gesicht zu wahren. Dazu muss man einige Jahre zurück gehen, zu einem Skandal, der nie publik wurde: Eine interne Untersuchung der Sternenflotte hat damals festgestellt, dass mehrere Offiziere in Schlüsselpositionen beim Flottenkommando, der Registraturkommandatur wie auch dem Sternenflottengeheimdienstes SFI unbekannterweise Träger eines Srday-Symbionten waren. Unbestätigten Berichten zufolge stellten sie zudem mindestens zwei kommandierende Offiziere von Sternenflottenschiffen. Einem weiteren Offizier mit Srday-Symbionten wird zudem Beteiligung an der Zerstörung eines Schiffes der Voodoo-Klasse, ebenso wie Spionage und Plünderung archäologischer Fundstätten, zur Last gelegt – er entzog sich einer weiteren Untersuchung durch Fahnenflucht. Aus diplomatischer Sicht kann hier die Sternenflotte gar nicht anders handeln, als solchen Tendenzen entgegen zu wirken – und eine Auflösung der Verträge seitens der Srday ist ein Weg, dies ohne Aufsehen zu erreichen. Beunruhigend sind zudem Nachrichten von Lundraja IV, die darauf hinweisen, dass die dortige Regierung zunehmen isolationistisch und ausgrenzend wird. So wurden alle telepathisch begabten Bewohner und Besucher aufgefordert, zu ‚ihrer eigenen Sicherheit‘ den Planeten zu verlassen.

      Am Ende ist die Auflösung der Verträge mit den Srday kein Verlust für die Föderation – im Gegenteil. Gerade in der jetzigen angespannten Situation sollte die Flotte froh sein, einen potentiellen Krisenherd aus ihrer Verantwortung entlassen zu haben. Zwar sollte die Flotte die Augen nicht gänzlich vom Lundraja System abwenden, doch scheint dieses zu unbedeutend und abgelegen, als dass es wirklich zu einer Bedrohung in der Zukunft werden könnte – selbst, wenn die Srday ein Bündnis mit einer anderen Spezies eingehen sollten. Am Ende wird das nun aufgekündigte Abkommen nicht mehr sein als eine Fußnote in Geschichtsbüchern.

      NRPG-Anmerkung:
      Mit diesem Artikel (und einer Reihe von RPG, die noch veröffentlicht werden werden) verabschieden sich die Srday als aktive Spezies aus der SFG. Die Srday waren eine zeitlang eine sehr aktiv bespielte Spezies, die eine Rolle in mehr als einer Zeitlinienmission der SFG spielten. Doch mit dem Schrumpfen der SFG und der damit verbundenen der Anpassung der Zeitlinie an die STO-Zeitlinie sowie die engere Ausrichtung zurück zum Kanon passen die Srday nicht mehr so Recht ins Bild. Viele Ansatzpunkte aus der Speziesbeschreibung sind nicht mehr länger SFG-Kanon und auch nicht mehr bespielt. Und so ist es an der Zeit, diese Spezies „in den Ruhestand“ zu schicken und so das Andenken zu bewahren. Danke an alle, die Teil dieser Geschichte waren. Es war ein toller Ritt.


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      Alle Artikel auch nachzulesen unter: prawda.sf-germany.com/
      Take my love, take my land
      Take me where I cannot stand
      I don't care, I'm still free
      You can't take the sky from me