[MD 10] Quartiergeschichten

      [MD 10] Quartiergeschichten

      Fortsetzung aus LICHT AUS!!


      Zeit: MD 10.1630
      Ort: Quartier O'Donnell und de Janiel

      Wenige Sekunden danach fühlte er ein Kopfbrummen, und er konnte den Drang nicht unterdrücken sich an die Schläfe zu fassen, während er mit der anderen Hand nach seiner Sonnenbrille griff.

      //Das wird ja immer schöner hier... erst das Quartier streitig machen, dann mir den letzten Zufluchtsort nehmen wollen, der mir ohne Licht bleibt.// schoss es ihm durch den Kopf

      Sie legte den Kopf leicht schief und betrat den Wohnraum.

      Felicità war erschrockener, als man es ihr ansehen konnte. Sie hätte nicht gedacht, dass jemand wie der stellvertretende taktische Offizier um diese Uhrzeit im Quartier sitzen würde. Sie hätte ihn viel mehr in seiner Abteilung vermutet.

      "Computer, Licht aus!", befahl sie mit scharfer Stimme und stand von einer Sekunde auf der anderen im Dunkeln.

      Marcus seufzte leise. Erst Kopfschmerzen, nun sah er selbst auch kaum etwas. Er zog sich die Sonnenbrille wieder vom Gesicht und sah dann der EO dabei zu, als diese sich durch den Raum zu tasten begann. Als sie sich das Bein an einer Kommode stieß und einen lauten Fluch in einer Marcus unbekannten Sprache brummte, konnte er sich ein gewisses Grinsen nicht verkneifen. Nicht vor Schadenfreude, sondern weil er feststellen musste, dass sein "Defekt" ihn in so einer Situation bevorteilte.

      "Weiter nach links", schloss er aus ihren tastenden Bewegungen, dass sie den Replikator suchte.

      //Wird auch Zeit, dass du was sagst//, schoss Felicità in Gedanken dagegen, sagte jedoch nichts. Die verdunkelten Fenster machten der EO ihr Vorhaben nicht einfacher, bis sie schließlich auf die Schaltfläche des Replikators stieß und dieses sich daraufhin erhellte.

      Die schmalen Finger der Schweizerin huschten über die Tasten, bis sie gefunden hatte, was sie suchte. Kurz darauf summte es - auch das mit einem melodischen Hintergrund. Diese Station wurde Feli immer suspekter.

      Mit einer Taschenlampe in der Hand drehte sie sich schließlich um und achtete darauf, den sTAK nicht zu blenden, als sie, jetzt etwas besser sehend, in Richtung des Schlafzimmers gehend, wo sich ihre Sachen befanden.

      "Ich habe mit der OPS gesprochen", erwähnte sie nebenbei, laut genug, dass Marcus es hören musste.

      "Ich auch", brummte der Ire. "Wir sollen uns 'arrangieren'."

      "Ja, das gleiche sagte man mir auch", erwiderte Felicità mit Schweizer Akzent, bevor sie begann sich auszuziehen. "Ich bin gespannt, wie lange die Computerfritzen brauchen."

      Lediglich in ein Handtuch gehüllt verließ sie das Schlafzimmer wieder und beachtete nicht, dass der sTAK leicht nach Luft schnappte, als sie an ihm vorbei ins Bad ging.

      Marcus hatte eine Freischicht und war sich in just diesem Moment etwas unsicher, ob er diese hier verbringen wollte. Machte sie sich bettfertig? Eigentlich hatte er sich etwas hinlegen wollen. Er hatte nichts gegen weibliche Gesellschaft unter seiner Decke, doch er suchte sie sich lieber selbst aus und ließ das keinen verrückten Computer entscheiden. Sicher, die EO war nicht unattraktiv, in einer anderen Situation hätte er sie nicht von der Bettkante geschubst. Aber so? Er zögerte und starrte auf seine Sonnenbrille, die er in seiner Hand hielt.

      Es dauerte nicht lange, dann öffnete sich die Tür zum Bad wieder und feuchte Luft, die nach einem für Marcus undefinierbaren Geruch duftete, verbreitete sich im Raum, während die scheinbar frisch geduschte Schweizerin erneut das Quartier durchquerte, bevor sie wieder im Schlafzimmer verschwand.

      Mehrere Minuten hörte Marcus die EO rumoren, dann betrat sie ein weiteres Mal den Hauptraum, in eine frische Uniform gekleidet, immer noch die Taschenlampe in der Hand.

      Leise pfeifend trat sie an den Replikator und der sTAK erkannte an den Tasten, die sie betätigte, dass sie sich etwas zu essen bestellte. //Eigentlich keine schlechte Idee//, ging es ihm durch den Kopf.


      Zeit: MD 10.1630
      Ort: Quartier O'Donnell und de Janiel

      Eine schnelle Reaktion und ungewöhnliche Einblicke.
      You can't take the CNS from me...
      USS Eternity ▪ USS Raidon


      Der Klügere tritt nach!
      Slack!, trandoshanischer Krieger

      Bloß kein Romantisches Essen!

      Zeit: MD 10.1645
      Ort: Quartier O'Donnell und de Janiel



      Einen Moment stand er noch dort und beobachtete Sie im dunkeln.
      //Zumindest hat sie einen Körperbau der sich sehen lassen kann ...//
      dachte er sich und brachte ein leichtes Schmunzeln fertig. Natürlich
      konnte er trotz seines besseren Sehvermögens ihr nicht durch das um sie
      gewickelte Handtuch schauen als sie so in Richtung Bad schritt und
      wieder hinaus. Doch sah er deutlich mehr als nur Silhouetten im Dunkeln,
      hatte er sie doch so gesehen, wie ein normal sehender im hellen Licht
      sehen würde.

      Doch Marcus wäre nicht Marcus wenn er einfach nur danach gehen würde,.
      Er dachte weiter nach:

      //Etwas Glück habe ich wohl schon mit Ihr... Es könnte weitaus schlimmer
      sein, wenn auf die selbe Weise eine Zicke hier einzöge die wegen jeder
      Kleinigkeit alles und jeden angiftet... dass macht die Sache zumindest
      erträglicher//
      dachte er sich und lief selbst zum Replikator um etwas
      etwas Geschirr zu replizieren, welches er neben hin stellte.

      //Sie ist Schweizerin dann wird sie wohl Käse mögen...// dachte er sich
      und schoss mit diesem Gedanken natürlich glatt ins Blaue.

      Natürlich hatte sie sich jetzt schon etwas bestellt, aber das war
      sicherlich kein Hinderungsgrund für das was er vorhatte.

      "Was alten Sie von Rotwein?" wollte er wissen und erntete einen
      fragenden Blick, als Feli sich zu der Stimme von Marcus umdrehte.

      "Kommt darauf an.. was Sie vorhaben..." erwiderte Sie und hielt Ihre
      Schüssel Salat noch in den Händen, den Sie sich gerade repliziert hatte.
      ES klang nicht abweisend und auch nicht distanziert, aber dennoch..
      forschend. Auch wenn sie nun schon etwas Zeit zusammen verbracht hatten
      wusste sie doch noch immer nicht so recht, was er für einer war, genau
      so wenig wie Marcus es wusste.

      Der angesprochene legte den Kopf leicht schief, und stellte das Geschirr
      auf dem Holztisch im Wohnzimmer ab. "Man will das wir uns arrangieren
      Miss de Janiel... " brummte der sTAk als müsste er sie belehren, ohne
      unhöflich dabei zu wirken.

      "Daher halte ich es für angebracht, das man sich etwas besser kennen
      lernt... die Ist-Situation ist gelinde gesagt.... nicht dass was ich von
      einer guten Situation vorstelle" brummte er und zuckte mit den
      Schultern. Er hatte sich gerade so zurückhalten können die Situation als
      Scheiße zu bezeichnen.

      Sie lachte.. das klang doch wein wenig albern... oder nicht? "Und
      deshalb wollen Sie jetzt ein romantisches Dinner mit mir?" hob sie eine
      Braue. Es klang beinahe so. Allerdings schien er Ihm nicht so dass er so
      etwas tun konnte. Auch schienen seine Emotionen nicht gerade darauf
      hinzudeuten, schienen diese einfach nur neutral zu sein.

      Marcus schüttelte den Kopf. "Nein Ma'am.. kein Scheißkram... nur eine
      Flasche Wein, etwa Käse, ein Baguette und eine Unterhaltung..."

      "Hmm... erwiderte Sie und ging auf den Tisch zu während Marcus aus einem
      Schrank eine Flasche Rotwein aus einem Schrank zog.

      "Und danach...? Was ist dann?" wollte sie wissen.

      Innerlich rollte Marcus mit den Augen. //Natürlich ich bin ein böser
      Mann.. ich habe immer Hintergedanken...// kam es ihm in den Sinn.

      "Dann..." lief er in Richtung des Replikators um eine eingespeicherte
      Käseplatte und etwas von dem genannten Brot zu replizieren.

      "Dann... sind wir etwas weiter darin, zu sagen ob wir den Gegenüber für
      einen Idioten halten oder nicht" erwiderte er trocken und gab seine
      Bestellung im Replikator ein.



      Zeit: MD 10.1645
      Ort: Quartier O'Donnell und de Janiel

      Marcus schlägt ein kleines Essen zum Kennenlernen vor bei einer KLeinen Flasche Rotwein, Baguette und Käse, wenn er sich schon mit ihr arrangieren soll.
      USS Eternity


      Eddard: "Do you know the first thing about sword fighting?" [...]
      Arya: "Stick them with the pointy end"
      - [Game of Thrones, p. 221]

      Alkohol? Nein danke!

      Zeit: MD 10.1645
      Ort: Quartier O'Donnell und de Janiel

      Das glockenhelle Lachen der Schweizerin jagte Marcus einen Schauer über den Rücken - warum konnte er nicht sagen. Es war einfach so. Mit einer kurzen Drehung des Kopfes sah er, dass sie sich bereits an den Tisch gesessen hatte und es sich bequem zu machen schien. Seine Finger fangen instinktiv die richtigen Tasten, um seine Zimmermitbewohnerin (ein komisches Wort, musste er in Gedanken zugeben) nicht all zu lang warten zu lassen. "Ich trinke allerdings keinen Alkohol", raubte sie ihm seine Illusionen.

      Marcus zuckte innerlich zusammen. Hätte sie das nicht gleich sagen können?, ging es ihm durch den Kopf. "Wasser?", hakte er mit deutlich distanzierterem Tonfall nach. Auf ihr "Gerne" hin beließ er seine Bestellung wie sie war und doch - enttäuscht war er jetzt schon.

      Felicità lehnte sich unterdessen auf der Couch zurück und zupfte ihre Hose zurecht, nachdem sie die Beine überschlagen hatte. Scheißkram?, ging es ihr dabei durch den Kopf. Was genau meint er damit? Ihre schmalen Finger fuhren durch die feuchtklammen Haare, um sie ein wenig zurecht zu rücken. Sie hatte noch ein Weilchen Zeit, bis sie bei ihrer Verabredung sein musste und da sie nicht wusste, was es in der Bar zu essen gab, hatte sie einfach gedacht, dass sie vorher noch etwas zu sich nehmen sollte. Die Stimmungsschwankungen des sTAKs hatte sie zwar registriert, doch sie sah diesen Umstand nicht in ihrer Schuld und machte sich auch weiter keine Gedanken darüber.

      Als Marcus jetzt die Käseplatte und das nach frisch-aus-dem-Ofen-duftenden Baguette auf den Tisch legte, fühlte Feli sich an ihre Kindheit erinnert, bei der eine solche Mahlzeit gerne von ihrem Onkel als Zwischensnack auf den Tisch gebracht worden war. Ich sollte mal wieder Ci schreiben, ging es ihr dabei durch den Kopf, als sie mit dem scharfen Messer das Brot zu zerlegen begann, während der sTAK die Weinflasche öffnete.

      Kurz darauf saßen sie gemeinsam an dem Tisch in ihrem unfreiwillig gemeinsamen Quartier und während Felicità sich ihr Baguette mit einem Scheibchen Käse belegte und sich dann zurücklehnte, um in die Dunkelheit zu starren, hörte sie, wie der Ire an seinem Wein nippte. Das Schweigen zwischen den beiden Offizieren wurde immer drückender, doch Feli sah es nicht ein, den ersten Schritt zu machen, schließlich war der sTAK es gewesen, der sich hatte unterhalten wollen.


      Zeit: MD 10.1645
      Ort: Quartier O'Donnell und de Janiel

      Schweigen.
      You can't take the CNS from me...
      USS Eternity ▪ USS Raidon


      Der Klügere tritt nach!
      Slack!, trandoshanischer Krieger

      Zeit: MD 10.1650
      Ort: Quartier O'Donnell und de Janiel


      Ein Schweigen, dass den Iren nicht sonderlich störte, auch wenn es bedrückend war. Er merkte schon, dass Sie nicht anfangen würd zu reden, so war es am Ihm. Was ihm auch nur recht war, dann hatte er irgendwo zumindest ein wenig die Kontrolle darüber wohin die Reise ging... um nicht zu sagen Wohin das Gespräch verlief.

      Mit einem kurzen Befehl an den Computer ließ Marcus den Computer eine kleine Auswahl an ruhiger Musik laufen... eine kleine Auswahl verschiedener in diesem Jahr gängiger Interpreten, nicht zu soft, sondern eher dem Anlass angemessen. Dies war kein Date... nicht aus Marcus Sicht. Es war ein Kennenlernen.

      Außerdem hatte es den Vorteil dass es gegen das schweigen arbeitete... denn er fand ein leichtes Schmunzeln seiner Gegenüber auf Ihrem Gesicht ob der Maßnahme, wenn auch mit einem leicht undeutbaren Gesichtszug was sie darüber dachte.

      Aber da standen sie sich in nichts nach. Beide schien sich nicht so recht in die Karten schauen wollen zu lassen, was ihre Mimik anging.

      Sich zurücklehnend beobachtete er sie einen Moment ehe er sein Weinglas abstelle und einen Happen seines Baguettes aß. Er hatte nicht vor über Irgend etwas zu quatschen, dass man gut und gerne in der Akte lesen konnte, was er bei Ihr getan hatte, soweit sie ihm zur Einsicht stand, und wovon er bei Ihr was seine Person anging auch ausging. Erst recht da Sie seine Vorgesetzte.

      An Ihrem linken Ringfinger bemerkte Marcus einen auffällig silbernen Ring, und er überlegte einen Moment ob er etwas dazu gelesen hatte, dass Sie verlobt sei, doch musste er dies verneinen. Das Wappen darauf war von seiner Position aus nicht so wirklich zu erkennen, da es ihm nicht zugewandt war, ansonsten hätte seine Frage die Ihm in den Sinn kam keinen Sinn gemacht.

      "Darf man gratulieren, oder hat der Ring dort an eurem Finger reine andere Bedeutung ?" kam die Frage von Ihm. Oder tragen Sie ihn nur weil er gut zum Finger passt?" kam schließlich zwischen einem Schluck Wein und einem Bissen vom Käsebuaguette.

      Es war eine harmlose Frage... dennoch, konnte eine Antwort doch einiges schon über die Person erzählen, selbst wenn sie Nicht wirklich darauf antworten wollte. Er konnte quasi nichts falsch damit machen. WEnn sie Nicht antworten wollte, würde er wissen dass sie recht verschlossen ist, wieso also nicht darauf ankommen lassen.

      Wenn sie dennoch erzählte was es mit diesem Ring auf sich hatte, wusste er ebenso woran er war. Familienbewusste Menschen handelten anders Und entschieden anders, als dies Leute taten, die notorische Einzegänger waren, das war einfach so was wie ein Naturgesetz.




      Zeit: MD 10.1650
      Ort: Quartier O'Donnell und de Janiel

      Das Schweigen wird Gebrochen, und Marcus Stellt eine Frage, zu Felicitas Ring.
      USS Eternity


      Eddard: "Do you know the first thing about sword fighting?" [...]
      Arya: "Stick them with the pointy end"
      - [Game of Thrones, p. 221]