MD 9.1237 ff, USS. Damokles, im Inisar-Nebel

      MD 9.1237 ff, USS. Damokles, im Inisar-Nebel

      Zeit: MD 09.1237
      Ort: USS Damokles - Hangar

      <quote>
      So schnell wie irgend möglich um keinen Unfall zu bauen, landete der Pilot geschickt und Präzise auf dem
      Landedeck der Damokles wobei er das Shuttle eben gleich so drehte dass er einen Blitzstart hinlegen konnte wenn er soweit war.

      Zu Kar`la sehend knurrte der Schote. "Steigen Sie aus Ma'am.. wir benötigen hier gleich allen Platz der Welt..."

      [...] Die Botschafterin schüttelte den Kopf und knurrte leise einen klingonischen Fluch, doch sie ging nun schließlich heraus.

      Kurz darauf kamen auch das angeforderte Medizinische Personal und brachten Ihre Utensilien und liegen mit.

      </quote>

      [NRPG: Hier muss ich mal eine kleine Änderung von Remi's Post vornehmen, denn zu MD 09.1303 steht Fio mit beim Erstkontakt im Damokles-Hangar, während Soltan und Nira zu der Zeit noch auf dem Planeten rumlaufen. Das Außenteam ist also noch nicht abgeholt, ganz so schnell wird das Hin- und Herfliegen wohl auch nicht gehen.]

      Fionnlagh wollte selbstverständlich umgehend wieder starten und seine zurückgelassenen Kameraden wie versprochen abholen. Daher begann er sofort wieder mit den Start-Checks. Das "Ausladen" der mitgebrachten reglosen Fremden in ihren Raumanzügen dauerte ihm jedoch viel zu lange. Die Mediziner nahmen erst Checks vor und dann waren auch noch vier Mann nötig, um einen von ihnen auf eine Trage zu heben!

      "Schwächlinge.", knurrte der Schotte abfällig, als er das beobachtete. "Beeilt euch, Mann, ich muss wieder los!", fügte er lauter hinzu.

      In diesem Moment tauchte Captain Ibis Lomb an der Ausstiegsluke auf. "Lt. Campbell, kommen Sie bitte mal zu mir."

      "Muss das sein? Ich muss ...", protestierte der Pilot.

      "Sofort, Lt.!", beharrte die Captain mit Nachdruck, aber ohne zu brüllen.

      Knurrend fügte sich der Schotte und verließ hinter einer Trage mit einem der Fremden, die gerade herausgetragen wurde, das Shuttle. Jetzt war nur noch einer drin und in wenigen Minuten konnte er wieder losfliegen ....

      "Ich möchte Sie hier dabei haben, wenn die Fremden erwachen.", informierte ihn Ibis. "Sie werden für die Sicherheit der Botschafterin Kar'la sorgen. Zudem haben Sie von allen Anwesenden annähernd eine ähnliche Statur wie die Fremden ...." Ihr Blick fiel auf die Zwei-Meter-Leute auf den Tragen. Sie hatte vorsichtshalber auch die Gr'sait informiert, die jemanden für den Erstkontakt herüberschicken wollten. " ... sie sollen nicht glauben, wir wären alle klein und schwächlich."

      "Captain, ich halte die Rettung unserer zurückgelassenen Außenteammitglieder für wichtiger ..." //als diesen diplomatischen Mumpitz.// dachte der Schotte den Satz zu Ende.

      "Ich teile Ihre Meinung durchaus, daher habe ich wie von Ihnen angefordert für die Bereitstellung von zwei weiteren Shuttles mit medizinischer Ausrüstung gesorgt, die umgehend starten werden." Sie blickte zu zwei Shuttles im Hangar, die sich soebend startbereit machten.

      "Captain, ich bin Pilot und kein Diplomat ...", knurrte Fionnlagh, aber Ibis würgte seinen Protest ab.

      "Sie sind mehr als ein Pilot, Sie sind auch ein guter Kämpfer. Und daher brauche ich Sie hier zur Gewährleistung der Sicherheit.", betonte sie.

      "Ja, Ma'am.", fügte sich Fio und musste zusehen, wie andere Piloten aufbrachen, um das Außenteam zurückzuholen.

      ----------------------------
      Zeit: MD 09.1302
      Ort: Hangar, USS Damokles


      <quote>
      Der Fremde erhob sich während diesem winzigen Moment,ihrer Abgelenkt. Seine Körperhaltung sprach Bände, darüber das er fast genauso ängstlich war wie die, die um ihn herum standen. Er öffnete seinen Mund, zu mindestens sah es aus als wäre es einer und schien irgendetwas sagen zu wollen. Doch nichts verließ den seinen. Stattdessen starrte er sie alle an. Schien abschätzen zu wollen, welche Gefahren ihm und seinen Begleitern drohen mochten.
      </quote>

      H'sti hatte mit einem schnellen Blick bemerkt, dass seine Begleiter noch nicht erwacht waren. Es war üblich, in einer Notsituation durch die Starre Lebensenergie zu sparen. Leider schien sein Notsignal Fremde statt seiner eigenen Leute angelockt zu haben. Diese Fremden starrten ihn nun an. Viele von ihnen wirkten klein und schwach, aber es waren auch einige größere Exemplare darunter. Sie sahen sehr unterschiedlich aus, selbst ihre Gesichtszüge unterschieden sich. Er konnte ihre Gesichtsausdrücke nicht deuten. Die Körperhaltung wirkte jedoch nicht bedrohlich - im Moment. In der Starre wäre er hilflos gewesen und sie hatten dies nicht ausgenutzt. Er wertete das fürs Erste als positiv. Er wollte sich vorstellen - doch dann wurde ihm bewusst, dass dies wohl nicht seine Aufgabe war. Er war nur Pilot, seine Begleiter hingegen waren angesehene Persönlichkeiten - was wenn sie seine Worte, seine Entscheidungen missbilligen würden? Er wünschte, ein Priester wäre hier. Dieser könnte die Gedanken der Fremden lesen und würde sicher wissen, wie ihre Absichten waren. Er hingegen musste sich auf Mutmaßungen verlassen.

      Das Helmdisplay seines Raumanzuges zeigte H'sti den sinkenden Stand der Energie und Atemluft an. Mit einem für die Außenstehenden nicht wahrnehmbaren Impuls an sein Implantat startete H'sti eine Abfrage der Umgebungswerte. Die Messergebnisse wiesen die Umgebungsatmosphäre als ungefährlich und atembar aus, lediglich die Temperatur war etwas zu hoch, aber noch verträglich. Der Pilot zögerte nur kurz. Der schonende Umgang mit Ressourcen war einer der Grundsätze, der schon den Allerkleinsten eingebleut wurde. Er deaktivierte seinen Anzug und ließ die Verschlüsse seines Helmes aufschnappen. Zischend fand ein Atmosphärenausgleich statt. Langsam, die Reaktionen der Umstehenden beobachtend, hob H'sti seine Hände an seinen Helm, drehte ihn leicht und setzte ihn ab.

      Ein Raunen ging durch die Menge der umstehenden Offiziere. Die Gesichtszüge des Fremden waren zwar teilweiseauch durch den Helm erkennbar gewesen. Und die Mediziner, die die ersten Untersuchungen vorgenommen hatten, waren bei weitem nicht so überrascht wie die übrigen Offiziere. Doch nun, als der Fremde seinen Helm abgenommen hatte, war für alle Anwesenden eines klar: Sie hatten Verwandte der Gr'sait gefunden!

      Die Ähnlichkeit der Völker war unverkennbar. Die Haut des Fremden war noch blasser als die von Botschafter Ch'argo oder den anderen Gr'sait, die gelegentlich die Station besuchten. Auch waren seine Haare hellblond statt schwarz. Aber die drei roten Augen saßen an der gleichen Stelle, der Schädelbau war ähnlich, die Statur des Fremden ebenso.

      Captain Ibis, die selbst ebenfalls wie die klingonische Botschafterin hinter einer Reihe von Sicherheitsleuten stand, aktivierte ihren Kommunikator: "Wann trifft der Vertreter der Gr'sait ein?", fragte sie auf der Brücke nach.

      [Botschafter Ch'argo hat soeben Transporterraum 3 verlassen und müsste gleich bei Ihnen sein.], kam die Antwort.

      "Sehr gut.", antwortete Ibis und schloss die Verbindung. "Er wird sich freuen, dass die Legende sich bewahrheitet.", murmelte sie leise. Sie selbst war noch nicht sicher, ob weitere Vertreter der Gr'sait eine gute Nachbarschaft waren. Immerhin galt dieses Volk früher als sehr kriegerisch.




      <SUM>

      MD 9.1237, USS. Damokles, im Inisar-Nebel: Fionnlagh erhält den Befehl auf der Damokles zu bleiben und beim Erstkontakt zu helfen. Zwei andere Shuttles starten, um die Außenteammitglieder zu holen.

      MD 09.1302, Hangar, USS Damokles, im Inisar-Nebel: Der Pilot H'sti ist als erster erwacht, fühlt sich aber nicht befugt, etwas zu sagen. Als er den Helm seines Raumanzugs abnimmt, wird allen klar, dass sie Verwandte der Gr'sait gefunden haben.

      </SUM>
      Das Rezept für Gelassenheit ist einfach: Man darf sich nicht über Dinge aufregen, die nicht zu ändern sind.


      Helen Vita (schweizerische Diseuse und Schauspielerin, 1928 - 2001)

      MD 9.1335ff [Inisar-Nebel, Planetenoberfläche; Personen: Soltan, Nira] - Rückkehr der Zurückgelassenen

      Ort: Inisar-Nebel, Planetenoberfläche, fremdes Shuttle
      Zeit: MD 9.1335

      <quote>
      Nira bemerkte schnell das der Wind immer stärker wurde und ihr ein Weiterkommen erschwerte. Die zuletzt durchgegeben Koordinaten waren noch ein gutes Stück von ihr entfernt. Vielleicht war es ratsam umzukehren? Ihre Sicht wurde immer schlechter und erschwerte es ihr voranzukommen. Ein übriges tat eine Antigravgerät, die sie hinter sich her bewegte.

      [...]

      Währenddessen war Soltan damit beschäftigt sich wieder aufzurichten. Er hatte den Notruf abgeben und wusste das jemand geschickt wurden war ihm zu helfen. Trotzdem war es wichtig, dass er wieder auf die Beine kam und gegeben falls gestützt mitlaufen konnte. Seit etwa eine halbe Stunde hatte er den Kontakt völlig verloren und er begann damit sich seine Chancen auszurechnen. Schnell war ihm klar, dass sie nicht groß waren. Was also konnte er noch tun? Nicht weit von der Stelle, an der er kauerte erschien ein Schatten, der sich gegen das wenige Licht absetzte, dass es noch gab. Gefahr drohte, dass spürte selbst der rationale Vulkanier.
      </quote>

      Schnell tastete er nach seinem Phaser, den er in der festen Überzeugung, ihn nicht zu benötigen, trotzdem aus rationalen Erwägungen und in Einhaltung der Vorschriften mitgenommen hatte. Er zog ihn hervor, stellte die höchste Betäubungsstufe ein und beobachtete wachsam den Schatten. Ansonsten bemühte er sich jedoch um Reglosigkeit. Keine Aufmerksamkeit zu erregen, erschien ihm die beste Variante, auch wenn er natürlich neugierig war, was für ein Wesen sich näherte.

      Er sollte es schließlich nicht erfahren. Der Wind war stärker geworden und die Sicht deshalb weiter verschlechtert. Durch den aufgewirbelten Sand konnte er nur einen Schemen sehen, knapp kniehoch, wenn er denn gestanden hätte, um die Größe zu vergleichen. Es war nur logisch das Wesen zu seiner eigenen Sicherheit als potentiell gefährlich einzustufen, da er ja nicht wusste, um was es sich handelte. Noch während er über die Implikationen des Vorhandenseins eines größeren einheimischen Wesens, stark genug, diesen Winden zu trotzen, möglicherweise ein Raubtier, nachdachte - es musste "Beute" für dieses Wesen geben, üblicherweise standen am Anfang der Nahrungskette Pflanzenfresser, also musste es auf diesem unwirtlichen Planeten doch Vegetation geben, er hatte sie nur noch nicht gefunden - entfernte sich der Schatten wieder, ohne dass Soltan ihn näher zu Gesicht bekommen hatte. Die schlechte Sicht und seine Reglosigkeit schienen ihn geschützt zu haben.

      Der Vulkanier musste seinen Chronometer nicht konsultieren, um zu wissen, dass er weitere 15 Minuten vertan hatte, ohne dem rettenden Shuttle näher zu kommen. Der stärker werdende Wind würde das entsandte Rettungsteam sehr behindern und seine Chancen, gefunden zu werden, sanken stetig. Er entschied, dass er alles versuchen musste, sich selbst zu retten. Und Rettung bot nur das Shuttle. Sein verletztes Bein konnte er nicht belasten, also begann er auf Händen und einem Knie zu kriechen, das verletzte Bein hinterherziehend. Seine ihn noch immer mit dem Shuttle verbindende Sicherheitsleine war sein Wegweiser, denn sehen konnte kaum noch was, Phaser und Tricorder musste er wegstecken, um die Hände zur Fortbewegung mitnutzen zu können. Es war eine würdelose Art der Bewegung und der Raumanzug war einer starken Belastung durch das Schleifen über den steinigen Untergrund ausgesetzt. Aber wenn ihm jemand entgegen kam - und diejenigen sich nicht verliefen - hatte er noch eine Chance.

      ------------------------------
      Ort: Inisar-Nebel, Planetenoberfläche
      Zeit: MD 9.1358

      Als das Rettungsteam von der Damokles neben dem havarierten Shuttle der durch Fionnlagh Campbell geretteten Fremden aufsetzte, fielen Steven Albacus und dem Ashani-Wissenschaftler Leraan fast hörbar wahre Felsbrocken vom Herzen. Nur zu gern öffneten sie dem Rettungsteam die Einstiegsluke, um sie herein zu lassen. Weniger angenehm war ihnen das notwendige Eingeständnis, dass Soltan und Nira noch immer in der unwirtlichen Atmosphäre dieses Planeten herumliefen und schon einige Zeit kein Funkkontakt mit ihnen mehr möglich war.
      Albacus und Leraan durften schließlich in eines der Rettungsshuttles überwechseln, das umgehend startete, um sie zur Damokles zurückzubringen. Es zahlte sich nun aus, dass auf Fionnlaghs Anweisung hin zwei Shuttle gestartet waren.

      Das zweite Shuttle machte sich auf die Suche nach den Vermissten, die Richtung war ja bekannt. Der Pilot hatte zwar mit den Turbulenzen des Sandsturms zu kämpfen, doch die Mühe wurde belohnt: Sie konnten kurz darauf zwei Lebenszeichen orten. Das Shuttle landete und nahm Nira auf, auf deren Antigraveinheit Soltan lag. Sie hatte den Vulkanier schließlich gefunden, war aber sehr dankbar, sich mit dem Gewicht nicht die ganze Strecke durch den Sturm zurückkämpfen zu müssen. Das Rettungsteam kehrte umgehend zur Damokles zurück, um Soltan auf die Krankenstation zu verfrachten. Dem Vulkanier war völlig klar, dass ihn wohl noch eine Predigt über die Risiken im Vergleich zum Nutzen der gesammelten Proben erwartete. Er war nur neugierig, ob die CWI selbst sich das trauen würde oder Captain Lomb diejenige wäre, deren Ausdruck der Besorgnis er sich würde anhören müssen.




      MD 9.1335: Soltan hält seinen Phaser bereit, aber das unbekannte Wesen in seiner Nähe entfernt sich einfach wieder. Schließlich wird ihm klar, dass er sich seiner Rettung entgegen bewegen muss, wenn er diesen Ausflug überleben will. Er beginnt auf Händen und Knien zu kriechen.

      MD 9.1358: Die zwei Shuttles von der Damokles kommen beim Außenteam an. Albacus und Leraan werden aus dem havarierten Shuttle der Fremden "befreit", Nira und Soltan werden vom zweiten Shuttle aufgegabelt, nachdem sie sich offenbar schon gefunden hatten. Alle kehren zur Damokles zurück.
      Das Rezept für Gelassenheit ist einfach: Man darf sich nicht über Dinge aufregen, die nicht zu ändern sind.


      Helen Vita (schweizerische Diseuse und Schauspielerin, 1928 - 2001)

      Dem Tod ins Auge sehen

      [size=12]MD 9.1335ff [Inisar-Nebel, Planetenoberfläche; Personen: Soltan, Nira] - Rückkehr der Zurückgelassenen

      Ort: Inisar-Nebel, Planetenoberfläche, fremdes Shuttle
      Zeit: MD 9.1344



      Der Vulkanier musste seinen Chronometer nicht konsultieren, um zu wissen, dass er weitere 15 Minuten vertan hatte, ohne dem rettenden Shuttle näher zu kommen. Der stärker werdende Wind würde das entsandte Rettungsteam sehr behindern und seine Chancen, gefunden zu werden, sanken stetig. Er entschied, dass er alles versuchen musste, sich selbst zu retten. Und Rettung bot nur das Shuttle. Sein verletztes Bein konnte er nicht belasten, also begann er auf Händen und einem Knie zu kriechen, das verletzte Bein hinterherziehend. Seine ihn noch immer mit dem Shuttle verbindende Sicherheitsleine war sein Wegweiser, denn sehen konnte kaum noch was, Phaser und Tricorder musste er wegstecken, um die Hände zur Fortbewegung mit nutzen zu können. Es war eine würdelose Art der Bewegung und der Raumanzug war einer starken Belastung durch das Schleifen über den steinigen Untergrund ausgesetzt. Aber wenn ihm jemand entgegen kam - und diejenigen sich nicht verliefen - hatte er noch eine Chance.


      Er kroch vorwärts.

      Sein inneres Zeitgefühl, auf das sich Soltan sonst gut verlassen konnte, verlor sich je länger er sich fortbewegte. Ein interessanter Aspekt, mit dem er sich sicher gerne Philosophisch außer einander gesetzt hätte, wenn er die Zeit und geistige Kraft dazu gehabt hätte. Jetzt aber galt es weiter zu kommen und zu hoffen, dass man ihn vielleicht fand. Wobei Hoffnung sicher etwas war, das irrational und wenig logisch war. Normalerweise hätte sich der Vulkanier auch nicht damit abgegeben. Allerdings hatte er öfters beobachten können, bei Menschen etwa, dass sie gerade dadurch in der Lage waren unglaubliche Dinge zu vollbringen. Weswegen er in solchen Situationen wie jetzt, die scheinbar ohne jeden Ausweg erschienen, versuchte darauf zurück zugreifen.
      Doch langsam musste sich der Vulkanier eingestehen, dass trotz aller Anstrengung es ihm schon jetzt schwerer fiel, weiter zu kommen und sich zu motivieren. Sein Körper schrie nach einer Pause. Seine Schultern, Arme und Hände sendeten einen stechenden Schmerz aus. Doch er wusste sobald er sich einen Moment lang Ruhe gönnte, würde er nicht mehr weiter robben können.

      Ja, vielleicht sogar sterben.

      Eine Vorstellung, an die er sich versuchte zu gewöhnen. Es war wenig logisch Furcht davor zu haben. Jedes Lebewesen starb irgendwann einmal. Die einen auf natürliche Weise, die anderen durch Auslese der Natur und andere wie er durch Naturereignisse. Nein, Angst hatte er nicht. Das wäre einem Vulkaniers unwürdig gewesen, eher Bedauern darüber, dass er wohl möglich nicht mehr erleben würde, wie seine Kinder größer wurden. Aber auch darüber, dass die wertvollen Proben, die er bei sich hatte verloren waren.

      Soltan schloss innerlich seinen Frieden und hörte auf damit einen unsinnigen Kampf gewinnen zu wollen. Er war plötzlich sehr müde. Nicht weit von ihm vernahm er in diesem Augenblick ein Röcheln und ein beißender Geruch stieg ihm in die Nase. Er versuchte etwas durch den Sturm zu sehen, der jetzt so dicht geworden war, dass man kaum seine eigen Hände sehen konnte.

      Deswegen musste er trotz seiner guten Sehnerven,die Augen zusammen kneifen um zu erkennen, was sich vor ihm oder in seiner Nähe befand. Etwas Großes, schwarzes konnte er aus machen. Eventuell das Tier von vorhin? Hatte es keine Beute gefunden und ihn auserkoren? Ein Gedanke der nur dann vernünftig war, sollte es sich tatsächlich um ein Raubtier handeln. Durchaus im Bereich des Möglichem, da die Fauna hier kaum mehr anbot, als Jäger oder Gejagter zu werden. Soltan musste sich wohl zu letztrem zählen.

      Was blieb ihm zu tun? Abwarten und sehen, ob seine Vermutung richtig war? Es war sicher ein schneller Tod, außer das Tier pflegte seine Opfer auszusaugen oder langsam zu vergiften. Doch der Vulkanier ging auch hier davon aus, dass es wegen der hiesigen Natur eher schnell gehen würde. Es machte wenig Sinn in einer solch feindlichen Umgebung. Sicher war es besser das die Beute schnell starb, um sie dann ungehindert forttragen zu können oder auf der Stelle zu verspeisen.Eventuell jagte es stets, wenn ein Sturm herrschte um sich ungehindert trotz seiner Größe an seine Beutetiere schleichen zu können. Soltan blieb ganz ruhig, als sich das Ungetüm ihm weiter näherte. Endlich konnte er mehr ausmachen, und war sich plötzlich unsicher, ob es das Tier von vorhin wirklich war. Es wirkte irgendwie behäbiger, aber auch das konnte täuschen. Dennoch trotz seinen zu erwarten Schicksal bewunderter er, dass was sich ihm nun als Anblick bot. Dieses Tier hatte sich fast perfekt an seine Umgebung angepasst. Ähnlich wie Schneeschuhen sahen dessen Pfoten aus, groß und breit, aber sie boten genügend Fläche damit es sich gut auch auf weichem Boden bewegen konnte. Soltan war jetzt völlig klar das sein erster Eindruck verkehrt war. Selbst mit seiner vollen Kraft, hätte er kaum eine Chance gegen dieses Tier gehabt.

      Es öffnete seinen Mund,erneut stieg ein krankheitserregender Duft in seine feine Nase....und Soltan erwartete den Tod....

      Als etwas an seinem spitzen Ohren vorbei zischte und er spürte wie das Tier sich von ihm abwendete und einen gequälten Laut von sich gab.

      Soltan starrte angestrengt in die Richtung, konnte aber erneut nur ein Schemen ausmachen. Doch es war kaum eine Frage, dass es jemand war, der zu seiner Rettung gekommen war. Sich jetzt allerdings ebenso in Gefahr befand wie er. Von irgendwoher nahm der Vulkanier all seine Kraft zusammen und versuchte das große Tier mit den Händen zu erreichen.

      Er musste versuchen einen Kontakt herzustellen, vielleicht konnte er so wenigstens seine Hilfe beschützen.



      Ort: Inisar-Nebel
      Zeit: MD 9.1400



      Das zweite Shuttle machte sich auf die Suche nach den Vermissten, die Richtung war ja bekannt. Der Pilot hatte zwar mit den Turbulenzen des Sandsturms zu kämpfen, doch die Mühe wurde belohnt: Sie konnten kurz darauf zwei Lebenszeichen orten. Das Shuttle landete und nahm Nira auf, auf deren Antigraveinheit Soltan lag. Sie hatte den Vulkanier schließlich gefunden, war aber sehr dankbar, sich mit dem Gewicht nicht die ganze Strecke durch den Sturm zurückkämpfen zu müssen. Das Rettungsteam kehrte umgehend zur Damokles zurück, um Soltan auf die Krankenstation zu verfrachten. Dem Vulkanier war völlig klar, dass ihn wohl noch eine Predigt über die Risiken im Vergleich zum Nutzen der gesammelten Proben erwartete. Er war nur neugierig, ob die CWI selbst sich das trauen würde oder Captain Lomb diejenige wäre, deren Ausdruck der Besorgnis er sich würde anhören müssen.



      „Sie sind ein Dummkopf“, begann Nira ihren Frust in Worte zu fassen. Es überraschte Soltan wenig und insgeheim fand er seine Vermutungen über sie bestätigt.

      Er hob eine seiner spitz geschwungen Brauen.
      „Was befähigt Sie zu dieser Annahme?“, fragte er zurück.
      Nira starrte ihn einen Augenblick verwirrt an, ob er sich mit ihr einen Scherz erlaubte. Doch das Gesicht des Vulkaniers blieb völlig neutral.

      Es war wirklich nicht ohne Grund, warum sie diese Minicomputer nicht ausstehen konnte. Nira begann es schon zu bedauern, versucht zu haben ihn zu retten.
      „Ich hätte Sie da lassen sollen“,fasste sie ihre Gedanken in Worte.
      „Was bedauerlich, aber verständlich gewesen wäre“, stimmte er ihr trocken zu und Nira hatte immer mehr das Gefühl, er nahm sie auf dem Arm. „Dennoch wenn Sie mich für einen Dummkopf halten, sind Sie nicht minder einer. Es war nicht logisch , mich weiter zu suchen, sobald der Sturm stärker wurde“

      Nira wollte etwas sagen, aber Ibis Wortmeldung unterbrach sie. Komischerweise hatte es ihr besser als erwartet gefallen, das Kommando gehabt zu haben, wenn auch nur für wenige Stunden. Sie fragte sich, ob es vielleicht noch einmal eine Gelegenheit für sie geben könnte, ein Gruppe anzuführen.



      Ort: Inisar-Nebel, Planetenoberfläche, fremdes Shuttle
      Zeit: MD 9.1344

      Soltan versucht seinen Plan in die Tat umzusetzen, wird aber daran gehindert.

      Ort: Inisar-Nebel
      Zeit: MD 9.1400

      Soltan und Nira haben nach ihrer Rettung ein kleines Geplänkel miteinander

      Jesus hat versprochen, es würde keine bösen Menschen mehr geben. Odin hat versprochen, alle Frostriesen zu töten. Ich weiß ja nicht, wie es dir geht, aber ICH KANN KEINE FROSTRIESEN ENTDECKEN!!!

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      MD 9: Fremde Gesichter

      Copo von Sabrina und Remius
      Wenig zuvor an Bord der USS Damokles....

      Zeit: MD 09.1307
      Ort: Hangar, USS Damokles



      <Quote>

      [Botschafter Ch'argo hat soeben Transporterraum 3 verlassen und müsste gleich bei Ihnen sein.], kam die Antwort.

      "Sehr gut.", antwortete Ibis und schloss die Verbindung. "Er wird sich freuen, dass die Legende sich bewahrheitet.", murmelte sie leise. Sie selbst war noch nicht sicher, ob weitere Vertreter der Grasartig eine gute Nachbarschaft waren. Immerhin galt dieses Volk früher als sehr kriegerisch.

      </Quote>

      Der Botschafter der sonst eher ein ruhiges Wesen hatte, kam in diesem Moment angehetzt. Seine Augen sahen in alle Richtungen und Ibis konnte ihm nur zu gut anmerken, dass er ziemlich nervös war. Begeisterung war in seinen Worten zu hören, als er sprach. „Wo sind Sie?“, fragte er und jappste nach jedem Wort nach Luft. Er schien gerannt zu sein.

      Ibis war ihm ein Stück entgegen gegangen, um mit ihm einen Moment lang unter vier Augen zu reden. Die Lage war bisher stabil, aber das konnte der Anblick des Botschafters eventuell schnell ändern.

      „Botschafter“, begann sie...doch er hörte ihr nicht zu und rauschte einfach an ihr vorbei.


      Während desssen in der Nähe:

      Natürlich wollte auch Daniel Lincoln alles über diese Expedition wissen, auf welche die USS DAmokles geschickt wurde. Darum wear es nicht ungewöhnlich, dass er es irgendwie geschafft hatte zwei Crewmen der Damolkles für sich zu gewinnen. Einen Schrank von einen Nausicaaner der saich auf das Kämpfen verstand und einen eher doch gewieften und intelligenten kleineren Mann von gerade MAl 1,30 Metern.


      Dieser war schon immer kleinwüchsig gewesen, hatte er einen kleinen Erbfehler in den Genen, doch das machte ihm nichts aus. Was er nicht in der Größe ud der Kraft hatte, das hatte er in seinem Kopf und VErstand.


      Zwerg... Hobbit nannten Ihn manche Spasseshalber und er hatte sich immer darüber amüsiert, und mitgelacht.


      Der NAusicaaner hingegen, war das glatte Gegenteil... Muskelbepackt und Riesig, und auf das Kämpfen bedacht, jedoch aber nicht viel Verstand im Hirn. Er neigte oft zu Jähzorn, was Ihn schon an Bord des Schiffes hatte auffällig werden lassen.


      Daniel hatte diesen auch nur aus einem Grund ausgewählt. Um den verdammten SChotten abzulenken, während der "Hobbit" sein Werk verrichtete, und sich Informatioinen beschaffte. Vorzugsweise vor Ort, auch wenn es sich nur um so was wie einen Erstkontakt handeln sollte. Wissen war bekanntlich Macht. Und Macht... ja Macht war es wonach Daniel strebte.


      So standen Willy und der Nausicaaner in der Nähe der Gruppe, welche sich um den Fremden scharrten, wobei der Nausicaaner nur Augen für den Schotten hatte, der mit vor der Brust verschränkten Armen die Situation und die Umgebung im AUge behielt. Selbst vom weiten schien dieser Schotte eine grimmige Ausstrahlung zu haben, die von Entschlossenheit nur so strotzte...

      Einige Minuten später...


      H'sti hatte mitbekommen, das irgendetwas vor sich ging. Er konnte nur darauf hoffen, das man jetzt keine Verstärkung holte um sie vielleicht irgendwo einzusperren und zu untersuchen. Stattdessen passierte etwas für ihn vollkommen unerwartetes. Aus der Menge in der sich jetzt eine Gasse bildete tauchte ein Geschöpf auf, dass ihm ähnlicher war, als all die anderen die hier bisher gewesen waren.

      „Bruder“, begrüßte ihn Botschafter Ch´argo, doch H´sti verstand kein Wort. Die Sprache seines Volkes hatte sich längst von der entfernt, die der Botschafter sprach.

      Aber sie war ihm dennoch nicht unbekannt. Die Priester benutzten sie noch, wenn sie ihre Messen lasen. Seine Reaktion war beinahe diesen Frevel zu bestrafen, aber er hielt sich gerade noch zurück. Stattdessen zwang er sich ruhig zu bleiben. Wann nur wachten die anderen auf? H´sti fühlte sich ganz plötzlich sehr alleine und furchtbar hilflos. Das hier sollte er nicht tun müssen und dennoch schien es so, dass er jetzt handeln musste.

      Nervös sah sich eins seiner drei Augen um, während die beiden anderen auf dem Botschafter gerichtet blieben. Was machte einer von ihnen hier? Unterschiedlich Gedanken schossen dem Piloten durch den Kopf. Er hielt sich nur für ein einfacher Mann, der sich bisher wenig um Politik oder Legenden gekümmert hatte. Jetzt aber begann er Fragen an sich und seine Volk zu stellen. Stimmte es, das es eins außerhalb des Nebels auch welche von seinem Volk gegeben hatte? Oder war es eine Täuschung? Hielten die Fremden ihn etwa gefangen und glaubten durch dessen Anwesenheit ließe es sie besser bezwingen? Aber warum hatte man sie dann nicht gefesselt?

      Das alles setzte sich für ihn nicht zusammen und er rätselte darum, was die Fremdem wirklich von ihm wollen könnten. Sicherlich hatten sie ihn nicht ohne Hintergedanken gerettet.Oder?




      Zeit: MD 09.1307
      Ort: Hangar, USS Damokles

      Der Botschafter begrüßt den gerade aufgewachten fremden Piloten der Gr'sait während dessen dies ganze Schauspiel von anderer Seite belauscht und beobachtet wird...
      USS Eternity


      Eddard: "Do you know the first thing about sword fighting?" [...]
      Arya: "Stick them with the pointy end"
      - [Game of Thrones, p. 221]