{"id":260,"date":"2011-03-09T09:35:59","date_gmt":"2011-03-09T08:35:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sf-germany.com\/ressorts\/prawda\/?p=260"},"modified":"2011-03-09T09:35:59","modified_gmt":"2011-03-09T08:35:59","slug":"uss-explorer-interview-mit-der-cns-ens-marya-hal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.com\/ressorts\/prawda\/?p=260","title":{"rendered":"USS.Explorer &#8211; Interview mit der CNS Ens. Marya Hal"},"content":{"rendered":"<p>O.: &#8222;Zuerst einmal herzlich Willkommen auf der Explorer. Wie soll ich Sie ansprechen, Miss? F\u00e4hnrich? Oder Counselor?&#8220;<\/p>\n<p>Marya Hal: &#8222;Da wir uns hier unbefangen unterhalten wollen, ist &#8218;Miss&#8216; wohl angemessen. Oder einfach Marya.&#8220;<\/p>\n<p>O.: &#8222;Gut, Marya. Wie war denn Ihr erster Eindruck von der Explorer?&#8220;<\/p>\n<p>Marya: &#8222;Durchweg positiv. Das Schiff ist ja auch gar nicht so klein wie man immer denkt! Es ist im Grunde alles da, was man braucht. Und schlie\u00dflich ist die Explorer auch kein Feriendampfer, sondern ein Sternenflottenschiff. Und nicht zuletzt, auf die Crew kommt es doch an. Nicht auf R\u00e4umlichkeiten.&#8220;<\/p>\n<p>O.: &#8222;Nun wo Sie die R\u00e4umlichkeiten gerade ansprechen. Wir befinden uns gerade in Ihrem B\u00fcro. Es ist ziemlich klein. K\u00f6nnten Sie sich nicht vorstellen, dass zuk\u00fcnftige Patienten sich&#8230; beengt f\u00fchlen? Oder die Atmosph\u00e4re als unangenehm empfinden k\u00f6nnten?&#8220;<\/p>\n<p>Marya: &#8222;Das ist durchaus m\u00f6glich. Daher ist es umso wichtiger, gleich zu Beginn ein vertrauensvolles Verh\u00e4ltnis zu einem Patienten herzustellen. Sodass die r\u00e4umliche Beengung in den Hintergrund tritt und das vielversprechende Patienten-Therapeuten-Verh\u00e4ltnis die mitunter ung\u00fcnstigen Bedingungen \u00fcberstrahlt &#8211; aber das werden wir in der Zukunft sehen! Jetzt geht es erst einmal darum, die besagte Crew kennenzulernen!&#8220;<\/p>\n<p>O.: &#8222;Apropos Mannschaft. Wen konnten Sie bisher schon kennenlernen?&#8220;<\/p>\n<p>Mary: &#8222;Oh, die Begr\u00fc\u00dfung hat Commander Tacra vorgenommen. Der OPS hat mir mit sehr viel Hingabe das Schiff gezeigt. Au\u00dferdem nat\u00fcrlich den Captain.&#8220;<\/p>\n<p>O.: &#8222;Was erhoffen Sie sich von Ihren ersten Kontakten mit den Mannschaftsmitgliedern der Explorer?&#8220;<\/p>\n<p>Marya: &#8222;Nun&#8230; ich erhoffe mir, dass sie mich als Person und als Counselor akzeptieren und respektieren, dass sie mir freundlich und offen entgegentreten und mich irgendwann in diese kleine &#8218;Familie&#8216; aufnehmen.&#8220;<\/p>\n<p>O.: &#8222;Das wird Ihnen bestimmt nicht schwerfallen. Aber vielleicht hilft es den Kollegen ja, wenn sie Sie direkt etwas besser kennenlernen k\u00f6nnten. Daher w\u00fcrde ich Sie bitten, doch einfach mal etwas \u00fcber sich selbst zu erz\u00e4hlen. Was machen Sie gern in Ihrer Freizeit, irgendwelche besonderen Hobbys und Interessen?&#8220;<\/p>\n<p>Marya: &#8222;Musik! Ich liebe es, Klavier zu spielen oder einfach der Musik zu lauschen&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>O.: &#8222;Also jemand, der bei Ihnen landen will, sollte Ihnen am besten ein romantisches Klavierst\u00fcck vorspielen?&#8220;<\/p>\n<p>Marya: &#8222;Besser nicht! Ich sch\u00e4tze es, wenn mich Menschen mit eigenen St\u00e4rken und Schw\u00e4chen beeindrucken. Sie m\u00fcssen nicht zwangsl\u00e4ufig meine eigenen annehmen und mir auf diesen begegnen. Aber als Geste&#8230; w\u00fcrde ich so eine kleine Zurschaustellung immer zu sch\u00e4tzen wissen.&#8220;<\/p>\n<p>O.: &#8222;Also Musik. Sonst etwas?&#8220;<\/p>\n<p>Marya: &#8222;Ich genie\u00dfe einfach, dass meine Arbeit mir erm\u00f6glicht, so viele interessante Personen kennenzulernen. Ich reise privat sehr gerne, insofern kann man sagen, dass ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe.&#8220;<\/p>\n<p>O.: &#8222;Hm, interessant. Also Ihre Hobbys sind Musik, Reisen und Neues kennenlernen. Und wie sieht es mit Sport aus?&#8220;<\/p>\n<p>Marya: &#8222;Den versuche ich zu vermeiden. Sport hat mir nie sonderlich viel Spa\u00df gemacht. Also&#8230; nein.&#8220;<\/p>\n<p>O.: &#8222;Nach unserem bisherigen Gespr\u00e4ch halte ich Sie f\u00fcr eine sehr umg\u00e4ngliche Person. Aber gibt es vielleicht irgendetwas, das man wissen sollte, wenn man Ihnen nicht versehentlich &#8218;auf die F\u00fc\u00dfe treten&#8216; will? Irgendwelche Verhaltensweisen oder Einstellungen, auf die Sie grunds\u00e4tzlich &#8218;allergisch&#8216; reagieren?&#8220;<\/p>\n<p>Marya: &#8222;Im Alltag? Ach nein. Umg\u00e4nglich trifft es eigentlich. Wenn die allgegenw\u00e4rtigen Regeln der H\u00f6flichkeit eingehalten werden, hat man von mir nichts zu bef\u00fcrchten!&#8220;<\/p>\n<p>O.: &#8222;Wenn man Ihr Quartier betritt, muss man dann aufpassen, um nicht auf herumliegende Sachen zu treten, oder ist immer alles piccobello aufger\u00e4umt?&#8220;<\/p>\n<p>Marya. &#8222;Ich wei\u00df, jetzt oute ich mich als vollkommen langweilig: Aber ich stehe total auf Ordnung und System. Aufr\u00e4umen gibt mir ein tiefes Gef\u00fchl der Befriedigung. Und wenn ich auf Trill bin, versuche ich mir so wenig wie<br \/>\nm\u00f6glich von der lieben Technik abnehmen zu lassen. Und w\u00e4hrend meiner Akademiezeit habe ich mal einen Spruch geh\u00f6rt, von irgendeinem irdischen Philosophen oder Schriftsteller: &#8218;\u00c4u\u00dfere Ordnung ist oft nur der verzweifelte Versuch, mit einer gro\u00dfen inneren Unordnung fertig zu werden&#8216; &#8211; falls das zu meiner Ehrenrettung reichen darf.&#8220;<\/p>\n<p>O.: &#8222;In Ihrer Akte habe ich gelesen, dass Sie eine vereinigte Trill sind. Wieviele Vorwirte hatte Ihr jetziger Symbiont und wie war f\u00fcr Sie die Umstellung? W\u00fcrden Sie sagen, dass Sie sich durch die Vereinigung als Person sehr ver\u00e4ndert haben?&#8220;<\/p>\n<p>Marya: &#8222;Doch, schon. Ich bin ruhiger geworden. Nat\u00fcrlich nicht am Anfang. Da war ich verwirrt und aufgew\u00fchlt, trotz der Vorbereitung! Aber nach einer Phase der Anpassung habe ich neues Selbstvertrauen gefasst. Und \u00fcberhaupt: Ich hatte nie irgendetwas mit Musik zu tun! Das kam erst durch meinen letzten Wirt. \u00dcbrigens waren es bisher zwei andere Wirte. Auch der Wunsch, Starfleet beizutreten kam erst durch die Vereinigung. Vorher wollte ich<br \/>\n&#8218;blo\u00df&#8216; \u00c4rztin sein. Nicht Schiffsberaterin!&#8220;<\/p>\n<p>O.: &#8222;Wie gehen Sie eigentlich mit der Tatsache um, dass viele Starfleetangeh\u00f6rige lieber einen gro\u00dfen Bogen um Counselors oder Psychologen machen? Behindert Sie das nicht in Ihrer Arbeit?&#8220;<\/p>\n<p>Marya: &#8222;Jain. Ein Schiffscounselor hat ja noch anderes zu tun als psychologische bzw. therapeutische Arbeit! Man muss einfach versuchen, sich nicht total aufzudr\u00e4ngen, die eigene Pr\u00e4senz als Angebot an die Crew zu begreifen. Wenn es nicht genutzt wird, darf man dies zwar nicht zwangsl\u00e4ufig mit geistiger Gesundheit aller gleichsetzen. Jedoch treffen optimalerweise auf diejenigen, die ihre Ausbildung bei der Flotte absolviert haben, folgende Kriterien zu: Erstens gelten sie als belastbar. Das hei\u00dft sie sind grunds\u00e4tzlich in der Lage, auch schwerwiegende Entscheidungen zu treffen, ohne professionelle Hilfestellung. Man hat ja auch Freunde, Kollegen, Erfahrungen, die einem weiterhelfen, ohne dass ein Berater ran muss! Zweitens verf\u00fcgen sie \u00fcber die F\u00e4higkeit der Reflexion. Also sie wissen, wann sie an ihre Grenzen sto\u00dfen, wann sie sich Hilfe holen sollten! Aber um auf die Ausgangsfrage zur\u00fcckzukommen: Es ist schon verwunderlich, dass wir so elaboriert sind, in z.B. wirtschaftlicher oder auch moralischer Hinsicht. Aber gerade bei der Frage der Individualit\u00e4t, der Integrit\u00e4t und damit auch untrennbar verbunden der Souver\u00e4nit\u00e4t, lassen wir uns nicht gerne in die Karten schauen. Das wird sich vermutlich nie \u00e4ndern. War das jetzt zu lang?&#8220;<\/p>\n<p>O.: &#8222;Nein, aber ich m\u00f6chte lieber wieder auf Sie zu sprechen zu kommen!&#8220;<\/p>\n<p>Marya: &#8222;Gern.&#8220;<\/p>\n<p>O.: &#8222;Haben Sie noch eine gute Beziehung zu Ihrer Familie daheim?&#8220;<\/p>\n<p>Marya: &#8222;Ja! Auch wenn sie sich ver\u00e4ndert hat. Es muss f\u00fcr Eltern unvorstellbar schwer sein, ihre erwachsene Tochter ver\u00e4ndert zu sehen. Und ich denke, dass gerade die Eltern leichteste Ver\u00e4nderungen nach einer Symbiose am ehesten feststellen. Aber sie haben mich auf dem Weg immer unterst\u00fctzt und sind &#8211; hoffe ich doch mal &#8211; stolz auf mich.&#8220;<\/p>\n<p>O.: &#8222;Und wie steht&#8217;s mit dem Liebesleben? Daten Sie gerne? Hatten Sie schon mal einen Freund? Oder gibt es sogar aktuell jemanden von Interesse? Sie m\u00fcssen diese Frage nicht beantworten&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>Marya: &#8222;Warum nicht? Ich date gerne, ja. Auch wenn ich das Gef\u00fchl habe, dass die zirka viertausend schlechten Dates besser im Kopf haften bleiben als die paar guten! Einen Freund hatte ich auch schon. Wenn ich meine beiden Vorg\u00e4ngerwirte mitz\u00e4hle, hatte ich sogar mal einen Ehemann. Und eine Ehefrau. Derzeit versuche ich mich auf der Explorer einzufinden, insofern gibt es weder jemanden an Bord, noch jemand au\u00dferhalb. Seit ich auf der Akademie bin, hatte ich einfach nicht die richtige Zeit f\u00fcr eine feste Bindung. Selbst wenn ich der Meinung bin, dass man sich die Zeit immer nimmt, wenn was Richtiges vorbeikommt.&#8220;<\/p>\n<p>O.: &#8222;Wie gehen Sie mit Personen um, die Sie absolut nicht ausstehen k\u00f6nnen?&#8220;<\/p>\n<p>Marya: &#8222;Ach, das kommt so schnell nicht vor! Aber vermutlich mit Ignoranz. Gerade wenn ich denjenigen vorher wirklich mochte.&#8220;<\/p>\n<p>O.: &#8222;Gibt es sonst noch etwas, was Sie auf dem Herzen haben und allen Lesern unbedingt mitteilen m\u00f6chten?&#8220;<\/p>\n<p>Marya: &#8222;\u00c4hm. Nein. Aber besuchen Sie doch hin und wieder Ihren Counselor und bringen ihm irgendetwas Nettes vorbei. Pralinen, Blumen und teures Geschmeide kommen dabei immer gut an!&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>O.: &#8222;Zuerst einmal herzlich Willkommen auf der Explorer. Wie soll ich Sie ansprechen, Miss? F\u00e4hnrich? Oder Counselor?&#8220; Marya Hal: &#8222;Da wir uns hier unbefangen unterhalten wollen, ist &#8218;Miss&#8216; wohl angemessen. Oder einfach Marya.&#8220; O.: &#8222;Gut, Marya. Wie war denn Ihr erster Eindruck von der Explorer?&#8220; Marya: &#8222;Durchweg positiv. 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