{"id":830,"date":"2020-03-01T12:45:45","date_gmt":"2020-03-01T11:45:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sf-germany.com\/ressorts\/prawda\/?p=830"},"modified":"2020-02-29T20:41:05","modified_gmt":"2020-02-29T19:41:05","slug":"interview-mit-marcus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.com\/ressorts\/prawda\/?p=830","title":{"rendered":"Interview mit Marcus L&#8217;Engle"},"content":{"rendered":"<div class=\"moz-text-html\" lang=\"x-unicode\">\n<div class=\"ydp89a631fdyahoo-style-wrap\">\n<div>\n<div dir=\"ltr\" data-setdir=\"false\">\n<div>\n<p>Meine lieben Leserinnen und Leser,<\/p>\n<p>ich hatte das Vergn\u00fcgen mit einem der aktuell beliebtesten Autoren unserer Zeit zusammentreffen zu d\u00fcrfen und ihn ein paar zum Teil sehr private Fragen \u00fcber sein Leben stellen zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Im sch\u00f6nen San Francisco im wundersch\u00f6nen Tina Turner Hotel haben wir auf einem Balkon mit Blick in die Bucht den Abend bei einem wirklich netten Interview ausklingen lassen.<\/p>\n<p>Der Autor dessen Verm\u00f6gen nur gesch\u00e4tzt werden kann und dessen letzte 6 B\u00fccher Wochen, ja fast monatelang die Bestsellerlisten fast in der gesamten Galaxis anf\u00fchrten hat mit seinem neuen Projekt f\u00fcr Wirbel gesorgt.<\/p>\n<p>Der Mann \u00fcber den\u00a0 kaum etwas bekannt ist und der die \u00d6ffentlichkeit wie der liebe Teufel das Weihwasser scheut hat sein letztes Buch in einer knappen Auflage wahrhaftig dr\u00fccken und binden lassen. Seit Jahrzehnten ist es das erste Mal das ein Buch in einer gr\u00f6\u00dferen Auflage ver\u00f6ffentlicht wurde und rei\u00dfenden Absatz fand. Diese Idee schlug ein wie der sprichw\u00f6rtliche Blitz und auch ich muss zugeben, dass ich gro\u00dfes Gl\u00fcck habe nun auch ein wirklich echtes Buch in meinem Wohnzimmerschrank stehen zu haben.<\/p>\n<p>Wenn ich jetzt mal aus dem N\u00e4hk\u00e4stchen plaudern darf, mein Kollege der kulinarisch gesch\u00e4tzte Fridolin Oktopus hat gleich drei B\u00fccher ergattern k\u00f6nnen, er liebt es dieselben Dinge in unterschiedlichen Tentakeln halten zu k\u00f6nnen. Es gilt auch zu vermuten, dass es drei Mal lesen wird. Wenn ich mich nicht irre, hat er sich extra f\u00fcr die B\u00fccher wasserfeste Schr\u00e4nke besorgt und einbauen lassen, aber das nur als Randbemerkungen f\u00fcr die Fans unseres Chefkochs aus dem nassen \u00a0Meer.<\/p>\n<p>Hier und heute dreht sich alles um unseren gesch\u00e4tzten Gast und ich werde versuchen f\u00fcr die gro\u00dfe Fan-Gemeinde ein paar Informationen aus dem Mann herauszukitzeln.<\/p>\n<p>\u201eMarcus, es ist mir eine Eher einen der angesehensten Schriftsteller unsere Epoche hier begr\u00fc\u00dfen zu k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Der Autor l\u00e4chelt verlegen: \u201eIch wei\u00df nie wie ich auf solche Komplimente reagieren soll\u201c, antwortet er auffallend verlegen.<\/p>\n<p>\u201eIst das ein Grund warum sie aus ihrem Privatleben solch ein Geheimnis machen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eJa\u201c, antwortet Marcus knapp, \u201eIch stehe nicht gern im Mittelpunkt und finde auch nicht dass es richtig ist solch einen Wirbel um einen Autor zu machen. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich liebe das Schreiben und sehe es eher als Berufung, als Beruf, aber dennoch bin ich nur eine Person die W\u00f6rter nett angeordnet auf Papier bringt. Jeder Arzt, oder Lehrer bringt der Gesellschaft mehr als ich es je k\u00f6nnte.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch denke sie haben Recht, das Werk von \u00c4rzten, Lehrern und anderem Hilfspersonal sollte man IMMER anerkennend erw\u00e4hnen, aber auch ihre Werke haben sicherlich den einem oder andere Menschen in einer Lebenskrise ein wenig Trost gespendet.\u201c<\/p>\n<p>Marcus versucht sich an einem L\u00e4cheln, \u201eIch bin schon froh, wenn sie die Leute unterhalten. Es war ein Sprung von den Holodeckabenteuern die ich fr\u00fcher verfasst habe, zu den Abenteuern auf Papier aber dennoch hat es mit sehr viel Freude bereitet, die Geschichten die mein Hirn sich ausdenkt, mit Worten und Farben schm\u00fcckt ins Universum zu entlassen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch wei\u00df, das sie nicht gern \u00fcber ihr Privatleben sprechen, aktuell gibt es von Ihnen nicht einmal ver\u00f6ffentliche Bilder, warum ist das so?\u201c<\/p>\n<p>Der Autor atmet tief ein, \u201eNur meine engsten Freunde wissen, dass ich auf einem Minenplaneten aufgewachsen bin. Meine Mutter hat meinen Bruder und mich unterrichtet und neben Baupl\u00e4nen und technischen Zeichnungen hatten wir genau ein Buch. Eine digitale Fassung von Shakespeares Macbeth und noch vor meinen 12 Lebensjahren habe ich es knapp 100-mal gelesen. Mein Bruder und ich kannten das gesamte Werk irgendwann auswendig und wollten es nachspielen.<\/p>\n<p>Sie k\u00f6nnen sich sicherlich vorstellen, dass solche eine Darbietung bei etwas ruppigen Minenarbeitern nicht sonderlich gut ankam.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIhr Talent wurde in der Kindheit also nur durch ihre Mutter gef\u00f6rdert?\u201c<\/p>\n<p>Marcus nickte, \u201eBis zu ihren Tod hat sie versucht, das Licht der Literatur in das Dunkle der Mine zu tragen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch sehe, dass dieses Thema Sie noch immer, nach alle die Jahre ber\u00fchrt und schwenke nun doch wieder zu einer anderen Frage. Ist es wahr, dass sie ein ganz normales Leben f\u00fchren? Ich meine, dass Sie einen Beruf nachgehen und jeden Tag fr\u00fch aufstehen um ihren Tag wie 90 % der Bev\u00f6lkerung der F\u00f6deration zu verbringe. Mit ihrem Verm\u00f6gen k\u00f6nnten Sie doch tun was Sie wollten?\u201c<\/p>\n<p>Marcus blickte erneut verlegen auf den Boden, \u201eAber vielleicht ist es genau das was ich will. Fr\u00fch aufstehen, etwas Sinnvolles tun. Den Menschen helfen und dann am Abend, wenn ich etwas Zeit \u00fcber habe, schreibe ich ein paar Kapitel, oder eben Keines wenn ich zu m\u00fcde bin.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEs scheint mir wirklich so als w\u00fcrden sie ein Doppelleben f\u00fchren.\u201c<\/p>\n<p>Ein Lachen den Autors, \u201eWenn sie mich jetzt nicht mit dieser altert\u00fcmlichen Comicfigur vergleichen\u2026 wie hie\u00df sie\u2026 Superman?\u201c<\/p>\n<p>\u201eAuch dieser f\u00fchre ein Doppelleben und versuchte in beiden den Menschen zu helfen.\u201c<\/p>\n<p>Einen Moment war der Autor verlegen, \u201eIch hoffe sehr, \u00a0dass ich nach meiner Abreise den Menschen im All helfen kann. Es war mir immer schon ein Anliegen, die tapferen Offizieren der Sternenflotte zu unterst\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch habe bereits davon geh\u00f6rt, dass sie einen Admiral als Fan und Freund haben und dieser ihnen die M\u00f6glichkeit geboten hat die Sternenflotte zu unterst\u00fctzen. Es tut mir leid, dass ich nun so direkt frage, aber sie sind in ihrem geheimen Leben aber kein Offizier.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch denke nicht, dass ich brauchbar w\u00e4re als Offizier. Ich habe schon als Kind ausgetestet wie weit man Regeln biegen kann bevor sie brechen. Au\u00dferdem fehlt mir ab und zu ganz gewiss die n\u00f6tige Ernsthaftigkeit f\u00fcr diesen Beruf. Ich denke jedoch das ich einen besseren Weg gefunden habe die Sternenflotte zu unterst\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDarf ich fragen wie Sie das tun?\u201c<\/p>\n<p>\u201eFragen k\u00f6nnen Sie alles, aber diese Antwort bleibe ich Ihnen bis zum n\u00e4chsten Interview schuldig.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch freue mich wirklich auf dieses zweite Treffen, auch wenn dieses dann doch eher \u00fcber einen Subraumkanal stattfinden wird.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch bedanke mich jedoch f\u00fcr ihre Zeit und verabschiede mich bei Ihnen und meinen Lesern.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p><em>Kadifa Kolumni<\/em><\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine lieben Leserinnen und Leser, ich hatte das Vergn\u00fcgen mit einem der aktuell beliebtesten Autoren unserer Zeit zusammentreffen zu d\u00fcrfen und ihn ein paar zum Teil sehr private Fragen \u00fcber sein Leben stellen zu d\u00fcrfen. 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