PARIS, ERDE

Was für frühere Generationen alltäglich war, entwickelt sich im Jahr 2416 zu einem ungewöhnlichen Freizeittrend: Reisen ohne Transporter.

Nach Angaben des Europäischen Kultur- und Tourismusverbands entscheiden sich immer mehr Menschen dafür, Strecken auf der Erde wieder mit historischen Verkehrsmitteln zurückzulegen. Besonders gefragt sind restaurierte Eisenbahnverbindungen zwischen Paris, Berlin, Rom und Wien.

Die Reise von Paris nach Berlin dauert mit einem historischen Magnetschwebezug knapp vier Stunden. Ein Transporter würde dieselbe Strecke innerhalb weniger Sekunden bewältigen.

Genau darin liege offenbar der Reiz.

„Man sieht Landschaften, unterhält sich mit anderen Reisenden und weiß nicht bereits beim Einsteigen, wie das Wetter am Zielort ist“, erklärte eine Reisende am Pariser Zentralbahnhof. „Es fühlt sich fast wie ein Abenteuer an.“

Kritiker halten den Trend dagegen für eine unnötige Verschwendung von Zeit. Auch auf Vulkan sorgt die neue Mode für Verwunderung. Ein Sprecher des vulkanischen Tourismusverbands bezeichnete eine vierstündige Reise für eine Strecke, die sich in Sekunden überwinden lasse, als **„schwer logisch zu rechtfertigen“**.

Die Nachfrage scheint das nicht zu bremsen. Mehrere historische Zugverbindungen sind für die kommenden Monate bereits vollständig reserviert.

Der Europäische Verkehrsrat prüft deshalb, weitere stillgelegte Strecken zu reaktivieren.

Besonders umstritten ist dabei ein Vorschlag aus Großbritannien: Dort soll erstmals seit mehr als 300 Jahren wieder eine historische Dampflokomotive regulär verkehren.

Die Umweltbehörde stimmte dem Versuch unter einer Bedingung zu:

**Der Rauch muss holografisch sein.**

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